WikileaksEcuador bietet Julian Assange Asyl an

Ungewöhnliches Hilfsangebot für Julian Assange: Ecuador will dem Wikileaks-Gründer Zuflucht gewähren. Assange wird mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Ecuador hat dem Mitbegründer des Enthüllungsportals Wikileaks, Julian Assange, Asyl angeboten. "Wir sind bereit, ihm ein Aufenthaltsrecht in Ecuador anzubieten, ohne Probleme und ohne Bedingungen", sagte der stellvertretende Außenminister des Landes, Kintto Lucas, der Nachrichtenseite Ecuadorinmediato. "Wir werden ihn nach Ecuador einladen, damit er die Informationen, die er besitzt und alle Dokumente vorstellen kann – nicht nur im Internet, sondern in vielen öffentlichen Foren", fügte Lucas hinzu.

Gegen Assange liegt ein internationaler Haftbefehl wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung vor. Im August hatten sich zwei Frauen bei der schwedischen Polizei gemeldet und diese Vorwürfe gegen ihn erhoben. Erst am Sonntag hatte Wikileaks mit der Veröffentlichung von rund 250.000 Dokumenten von US-Diplomaten in aller Welt für Schlagzeilen gesorgt.

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Die Unterlagen aus der Zeit von 2003 bis Februar 2010 enthalten viele Informationen und unangenehme Einschätzungen von US-Diplomaten. Die USA erhoben heftige Vorwürfe gegen Wikileaks und sprachen von einem "schweren Verbrechen" .

Ecuadors Vize-Verteidigungsminister Lucas sagte Ecuadorinmediato, das Land sei "besorgt" angesichts der Veröffentlichung der Depeschen. Wie einige andere lateinamerikanische Länder gibt es auch zwischen Ecuador und den USA immer wieder diplomatische Spannungen.

 
Leserkommentare
  1. Die einzigen, die etwas gegen Assange haben, sind diejenigen mit Dreck am Stecken, kriminelle Politiker, die etwas zu verbergen haben. Zwei Frauen dafür zu bezahlen, dass sie angeblich von Assange belästigt wurden, ist ein weiterer Beweis für die ganze Verlogenheit der internationalen Diplomatie, die immer mehr dazu dient, sich selbst und ihre Geldgeber zu beschützen.

    Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/ag

    8 Leserempfehlungen
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    • Hickey
    • 30.11.2010 um 13:27 Uhr

    und bei ein paar 100.000 leuten auch.

    • Hickey
    • 30.11.2010 um 13:27 Uhr

    und bei ein paar 100.000 leuten auch.

    • Buh
    • 30.11.2010 um 8:33 Uhr

    Das finde ich große Klasse, wenn das denn tatsächlich stimmt. Wenn ich n Land wär hätte ich schon schiss, dass der mich auch leakt. Da ist es doch sehr verdienlich, wenn man sich als Land traut einem Aufklärer Schutz zu bieten. Hoffen wir mal, dass es funktioniert.

    7 Leserempfehlungen
    • peto1
    • 30.11.2010 um 8:52 Uhr

    Eine Schande das nur Ecuador so was anbietet....

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  2. Es wird Zeit, dass in Deutschland wieder Demokratie und Transparenz einkehren. Es ist beschämend, dass einem Asange in diesem Land kein Asyl angeboten wird.

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    • sum182
    • 30.11.2010 um 9:18 Uhr

    international gesucht werden?

    Ich vermute das US Außenministerium wusste schon länger von dem Vorhaben und hat bereits im August darauf reagiert.

    Auch wenn die Vorwürfe gegen Assange stimmen - bin ich trotzdem der Meinung was dieser Mann getan hat war ein großer Segen für die Menschheit. Ich stehe voll und ganz hinter diesem Mann.

    Allgemein sollten viel mehr Unterlagen dieser Art veröffentlicht werden. Das ist Internet - und das Wikileaks in China, Russland, und in vielen anderen Teilen der Erde nicht aufgerufen werden kann ist meiner Meinung nach frivol.
    Vielmehr solle man die Möglichkeiten des World Wide Webs voll und ganz Ausschöpfen es sollen Tausende - nur für diesen Zweck errichtete Server stehen.

    Wikileaks ist für viele Staaten ein Dorn im Auge - für USA ein Speer in der Brust? Aber das finde ich gut - so kann jeder was für die Wahrheit tun! Die Wahrheit ist ein wichtiges Gut!

    5 Leserempfehlungen
  3. stehen Spitzel und Denunzianten hoch im Kurs in Deutschland.

    Wir könnten ja in jeder Wohnung ein Mikrofon aufhängen und die Gesprächsmitschnitte bei Wikileaks veröffentlichen. Würde euch das gefallen?

    Eine Leserempfehlung
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    • Buh
    • 30.11.2010 um 10:09 Uhr

    ....wer hat denn denunziert? Wikileaks? Wie denn? Man hat doch bloß Akten, die zum Großteil nicht mal als geheim eingestuft waren, ins Internet gestellt.

    In manchen Akten wird aber aufgezeigt,m dass ein angeblich demokratischer Rechtsstaat absolut ungesetzlich UN-Mitglieder ausspioniert. DAS ist Spitzelei! Nicht die Aufdeckung der Spizelei!

    Wikileaks hat keine Mikrofone aufgehangen sondern unterlagen angenommen. Die Mikrofone finden sie aber sicher im Repertoire der Amerikaner ;)

    Ich stelle mal infrage, dass ein allgemeines Interesse an meiner privaten Kommunikation besteht.

    Was aber in den Gremien unserer Volksvertreter und anderen Zentren der Macht passiert, das sollte eigentlich jeden Bürger mit demokratischem Grundverständnis interessieren.
    Demokratie bedeutet für mich, Vertreter zu wählen die in meinem Interesse agieren. Wenn es dann "Spitzel" und "Denunzianten" gibt, die ggfs. Gegenteiliges aufdecken, so bin ich froh um diese.

    Wikileaks wird sich weiterhin auf die öffentlichkeitswirksamen Themen Politik und Marktwirtschaft konzentrieren, meine Unterwäsche gehört wohl nicht dazu.

    Was Sie hier mutmaßen ist doch in der Realität schon lange gängige Praxis. Angewand von denen, die jetzt gegen Wickileaks am lautesten schreien. Wie schlecht müssen sich die Mächtigen gerade fühlen, das es jemand wagt sie mit ihren eigenen Waffen der Weltöffentlichkeit vorzuführen.

    • Buh
    • 30.11.2010 um 10:09 Uhr

    ....wer hat denn denunziert? Wikileaks? Wie denn? Man hat doch bloß Akten, die zum Großteil nicht mal als geheim eingestuft waren, ins Internet gestellt.

    In manchen Akten wird aber aufgezeigt,m dass ein angeblich demokratischer Rechtsstaat absolut ungesetzlich UN-Mitglieder ausspioniert. DAS ist Spitzelei! Nicht die Aufdeckung der Spizelei!

    Wikileaks hat keine Mikrofone aufgehangen sondern unterlagen angenommen. Die Mikrofone finden sie aber sicher im Repertoire der Amerikaner ;)

    Ich stelle mal infrage, dass ein allgemeines Interesse an meiner privaten Kommunikation besteht.

    Was aber in den Gremien unserer Volksvertreter und anderen Zentren der Macht passiert, das sollte eigentlich jeden Bürger mit demokratischem Grundverständnis interessieren.
    Demokratie bedeutet für mich, Vertreter zu wählen die in meinem Interesse agieren. Wenn es dann "Spitzel" und "Denunzianten" gibt, die ggfs. Gegenteiliges aufdecken, so bin ich froh um diese.

    Wikileaks wird sich weiterhin auf die öffentlichkeitswirksamen Themen Politik und Marktwirtschaft konzentrieren, meine Unterwäsche gehört wohl nicht dazu.

    Was Sie hier mutmaßen ist doch in der Realität schon lange gängige Praxis. Angewand von denen, die jetzt gegen Wickileaks am lautesten schreien. Wie schlecht müssen sich die Mächtigen gerade fühlen, das es jemand wagt sie mit ihren eigenen Waffen der Weltöffentlichkeit vorzuführen.

  4. @freiheit21

    Einfach mal am Boden bleiben ...

    1. Asyl muss man beantragen - Wer weiss ob er überhaupt Asyl will?! Ich habe nichts derartiges gehört.
    2. Eine Anklage wegen eines Verbrechens (zumal das auch in Deutschland eines ist) ist kein Asylgrund - in keinem europäischen Land.
    3. Schweden ist nun ja nicht gerade als Büttel der USA bekannt und ein Rechtsstaat. Da habe ich vollstes Vertrauen, dass die Wahrheit ans Licht kommt.
    4. Ecuador will ihn instrumentalisieren. Alleine die das Angebot von Asyl gehört dazu und ist eine gezielte Provokation in Richtung USA.

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    • Buh
    • 30.11.2010 um 10:07 Uhr

    1. Er braucht einen Aufenthaltsort, der einene Quellenschutz bietet, wie ihn Schweden aht, und der nicht bereit ist ihn auszuliefern. Ob Ecuador das sein kann weiß ich nicht. Mal sehen was passiert. Es bleibt spannend. Wie Sie sehen kann man auch Asyl anbieten. Originell aber möglich.

    2. Wer sagt dass die Anklage als Grund angegeben wird? ich könnte mir einen Asylantrag aufgrund politischer Verfolgung vorstellen. Ecuadors Behörden würden das sicherlich zulassen.

    3. Vertrauen in einen Staat. Interessant. nungut, das dürfen Sie gerne haben. Ich bleibe lieber kritisch und wachsam ;)

    4. Natürlich will Ecuador das. Es ist aber keine Instrumentalisierung, weil Assange ja dadurch etwas sehr wichtiges hat. Es sit vielmehr ein Handel. Beide Parteien haben etwas davon. ich glaube nicht, dass Assange etwas dagegen hat, dass Ecuador Amerika provozieren kann.

    • Buh
    • 30.11.2010 um 10:07 Uhr

    1. Er braucht einen Aufenthaltsort, der einene Quellenschutz bietet, wie ihn Schweden aht, und der nicht bereit ist ihn auszuliefern. Ob Ecuador das sein kann weiß ich nicht. Mal sehen was passiert. Es bleibt spannend. Wie Sie sehen kann man auch Asyl anbieten. Originell aber möglich.

    2. Wer sagt dass die Anklage als Grund angegeben wird? ich könnte mir einen Asylantrag aufgrund politischer Verfolgung vorstellen. Ecuadors Behörden würden das sicherlich zulassen.

    3. Vertrauen in einen Staat. Interessant. nungut, das dürfen Sie gerne haben. Ich bleibe lieber kritisch und wachsam ;)

    4. Natürlich will Ecuador das. Es ist aber keine Instrumentalisierung, weil Assange ja dadurch etwas sehr wichtiges hat. Es sit vielmehr ein Handel. Beide Parteien haben etwas davon. ich glaube nicht, dass Assange etwas dagegen hat, dass Ecuador Amerika provozieren kann.

  5. Steht Duckmäusertum und Gutheißen schwerster Verbrechen gegen die Menschlichkeit hoch im Kurs beim Kommentator.
    Es geht bei Wikileaks nicht um Nachspitzeln und Denunzieren, sondern um vor dem Bürger, der angeblich der Souverän ist, geheimgehaltene Machenschaften.
    Verbrechen normaler Verbrecher darf man aber schon noch bei der Polizei anzeigen, oder ist das auch schon Denunziation?

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