Blogger verändern Sicht auf die Welt
Ihre Arbeit hat den Bloggern ein Maß an Sichtbarkeit und Einfluss eingetragen, wie man es in Ländern mit ausgefeilteren journalistischen Strukturen kaum kennt. Ägyptische Zeitungen drucken regelmäßig Blog-Einträge und sichern sich so nicht nur Nachrichten, zu denen sie selbst keinen Zugang bekommen könnten, sondern auch wachsende Auflagen. 2007 zum Beispiel entstand eine Dokumentation für den TV-Sender Al Jazeera zum Thema Folter in Ägypten. Sie basierte zum großen Teil auf Filmmaterial, das Blogger gedreht und beschafft hatten.
Einige Medien haben begonnen, Blogger einzustellen, um sich deren Wissen zu sichern. Denn die jungen digitalen Aktivisten gelten vielen als Vorbild und als die mutigeren Journalisten.
- Netzwelten
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Das Internet, wie wir es in Deutschland erleben, hat nichts zu tun mit dem Netz, das jemand beispielsweise in Japan oder Mexiko täglich sieht. Regionale Gewohnheiten und kulturelle Unterschiede zeigen sich auch in der Nutzung von Technik. Ganz zu schweigen von der Bedeutung, die ihr in einer Gesellschaft eingeräumt wird.
In einer losen Serie beschreiben wir diese Vielfalt der Netzkulturen. Bisher erschienen dazu Berichte aus Südafrika, Indien, Ägypten, Iran und Ruanda.
Seit wenigen Monaten hat Ägypten gar eine Wochenzeitung, die vollständig aus Blog-Einträgen, Tweets und Kommentaren besteht. Wasl, was "Link" heißt, des Arab Network for Human Rights Information ahmt auf dem Papier sogar Aussehen und Struktur des Internets nach. Die Auflage ist mit gerade 1200 Exemplaren klein, aber sie erreicht vor allem ältere Ägypter, die dem Internet skeptisch gegenüber stehen. "Wir müssen ihnen zeigen, welche sozialen Umwälzungen durch das Internet angestoßen werden", sagt der Direktor des Zentrums und Herausgeber, Gamal Eid.
"Die Blogger haben dazu beigetragen, dass die Saat der Freiheit aufgehen konnte, aber einen Lernprozess hat das noch nicht angestoßen", meint Ahmed Samir, Gründer des Internetjugendradios Horytna (Unsere Freiheit), dessen Programm "von Jugendlichen, für Jugendliche" zum Teil durch Flickr- und YouTube-Beiträge gestaltet wird.
Daran allerdings, dass ihr Einfluss nicht noch viel größer ist, haben die Blogger auch selbst einen Anteil. Der Aktivist Amr Gharbeia meint, dass Äußerungen vieler populärer ägyptischer Blogger in westlichen Staaten als Hassrede verurteilt werden könnten.
Fawzy Hathoot, der für die gemeinnützige Organisation Irex in Ägypten Journalisten trainiert, sieht das genauso: "Die Blogger brauchen rechtlichen Schutz, aber auch besseres Training." Das will Ahmed Samir mit der "Journalismus-Akademie" seines Jugendradios erreichen: "Wir benötigen nicht nur Fortbildung, sondern echte Zusammenarbeit."
Bis die erreicht ist, spiegeln sich die Probleme der ägyptischen Blogosphäre in Kontroversen, die man auch andernorts kennt. Diskutiert werden beispielsweise ein Benimmkodex für Blogger und ihre polemisch-subjektive Berichterstattung.
Dass die ein Problem sein kann, haben auch die Blogger erkannt. Manal Hassan und ihr Mann Alaa, ehemals bekannte ägyptische Blogger, kümmern sich heute mit ihrem Verein Arab Techies um die Fortbildung von Online-Aktivisten. In ihrer Selbsthilfeorganisation bringen sie sich gegenseitig bei, wie sie digitale Tools richtig für ihre Sache einsetzen. Bei den 160.000 ägyptischen Blogs, die es nach Regierungsangaben gibt, eine große Herausforderung.
Islam und "Graswurzel-Aktivismus“ sind dabei kein Widerspruch, auch wenn das gerade westliche Beobachter oft meinen. Die jungen ägyptischen Blogger sind sich da einig. "Glauben Sie wirklich, dass das Wesentliche des Islam darin besteht, einen Bart zu tragen, oder in meinem Fall ein Kopftuch?", fragt Noha Atef herausfordernd. "Mein Vater hat mir immer gesagt: Geh da raus und tu etwas Gutes für deine Mitmenschen. Das ist auch für mich die wahre Bedeutung des Islam!" Noha trägt weiterhin ihr Kopftuch.
- Datum 04.11.2010 - 11:29 Uhr
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- Serie Internet woanders
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"Ägyptischer Zeitungsjournalismus ist selten investigativ und nimmt kaum die Perspektive der Bürger in den Blick."
Ja, das kenn ich doch irgendwoher...ach genau, das ist ja wie bei uns!
Tatsächlich sind sie die mutigeren Journalisten. Irgendwie hat die westliche Welt ähnliche Berichterstattungsprobleme. Irgendwie fühlt sich die hiesige Presse auch als "halbamtlich". Die Medien fühlen sich berufen diesen deutschen Staat auch in seinen Auswüchsen zu schützen. „Autoritäten und Sicherheitsorgane" sind immer noch journalistisch schützenswert an sich. Verfehlungen von Justiz und Polizei werden unterschlagen, bagatellisiert, verdreht oder nicht weiterverfolgt. Egal welchen offensichtlichen Blödsinn diese Behörden erzählen, der Wahrheitsgehalt gilt den einschlägigen Medien als evident und sakrosankt, er wird grundsätzlich nicht hinterfragt. Das ist nicht demokratisch, es ist allenfalls vor- oder postdemokratisch. Das ist nicht mal erwachsen, das ist naiv.
Welche Risiken gehen denn unsere Journalisten ein? Ist das hoch gelobte Hartz IV etwa schon Abschreckung genug? Das drohende münteferingsche Prekariat als Zeigen der Folterwerkzeuge? Ist das schon die Schere im Kopf? Sind unsere Journalisten mutiger als die von Al Ahram? Ich bezweifele es wirklich.
Blogger geben immer nur ihre persönliche Meinung und Sichtweise wieder , und sind selten in der lage das Material das ihnen zugespielt wird auf den Wahrheitsgehalt zu prüfen.
Wie man auch hier wieder feststeltl , wird so getan als ob
Blogger die absolute Wahrheit verbreiten würden.
So ist der Manipulation und Hetzerei Tür und Tor geöffnet.
Zeitungen und Fernsehen manipulieren nicht weniger als Blogger es tun. Zunächst einmal lassen sie weg, was nicht druckbar ist, z.B. allzu grausige Bilder. Dann lassen sie weg, was ihren Eigentümern missfällt, was oft genug der Staat ist, den sie eigentlich kontrollieren sollten (schön gesehen am Beispiel des ZDF). Wer sich allein auf Blogger oder allein auf renommierte Medien verlässt, der ist immer verloren. Wie oft kam hinterher raus, dass eine Meldung - ups - falsch war? Beispielsweise die von allen US-Medien gepushten Massenvernichtungswaffen im Irak. Hätten die Medien das Material vernünftig geprüft, hätte es den Hype nicht gegeben, aber wie alle anderen Institutionen auch verfolgen auch Medien(konzerne) eigene Interessen und Ziele und sind keineswegs unabhängige und nur an Information interessierte Gutmenschen. Es interessiert die Quote, selbst, wenn man dafür lügen muss (siehe BILD), man möchte nicht mit dem Geldgeber zusammenstoßen (alles GEZ-geförderte, dass dem Staat hörig ist) usw. usf.. Erst, wenn man vielen Menschen mti vielen unterschiedlichen Interessen zugehört hat, kann man möglicherweise die Wahrheit sehen.
Zeitungen und Fernsehen manipulieren nicht weniger als Blogger es tun. Zunächst einmal lassen sie weg, was nicht druckbar ist, z.B. allzu grausige Bilder. Dann lassen sie weg, was ihren Eigentümern missfällt, was oft genug der Staat ist, den sie eigentlich kontrollieren sollten (schön gesehen am Beispiel des ZDF). Wer sich allein auf Blogger oder allein auf renommierte Medien verlässt, der ist immer verloren. Wie oft kam hinterher raus, dass eine Meldung - ups - falsch war? Beispielsweise die von allen US-Medien gepushten Massenvernichtungswaffen im Irak. Hätten die Medien das Material vernünftig geprüft, hätte es den Hype nicht gegeben, aber wie alle anderen Institutionen auch verfolgen auch Medien(konzerne) eigene Interessen und Ziele und sind keineswegs unabhängige und nur an Information interessierte Gutmenschen. Es interessiert die Quote, selbst, wenn man dafür lügen muss (siehe BILD), man möchte nicht mit dem Geldgeber zusammenstoßen (alles GEZ-geförderte, dass dem Staat hörig ist) usw. usf.. Erst, wenn man vielen Menschen mti vielen unterschiedlichen Interessen zugehört hat, kann man möglicherweise die Wahrheit sehen.
Zeitungen und Fernsehen manipulieren nicht weniger als Blogger es tun. Zunächst einmal lassen sie weg, was nicht druckbar ist, z.B. allzu grausige Bilder. Dann lassen sie weg, was ihren Eigentümern missfällt, was oft genug der Staat ist, den sie eigentlich kontrollieren sollten (schön gesehen am Beispiel des ZDF). Wer sich allein auf Blogger oder allein auf renommierte Medien verlässt, der ist immer verloren. Wie oft kam hinterher raus, dass eine Meldung - ups - falsch war? Beispielsweise die von allen US-Medien gepushten Massenvernichtungswaffen im Irak. Hätten die Medien das Material vernünftig geprüft, hätte es den Hype nicht gegeben, aber wie alle anderen Institutionen auch verfolgen auch Medien(konzerne) eigene Interessen und Ziele und sind keineswegs unabhängige und nur an Information interessierte Gutmenschen. Es interessiert die Quote, selbst, wenn man dafür lügen muss (siehe BILD), man möchte nicht mit dem Geldgeber zusammenstoßen (alles GEZ-geförderte, dass dem Staat hörig ist) usw. usf.. Erst, wenn man vielen Menschen mti vielen unterschiedlichen Interessen zugehört hat, kann man möglicherweise die Wahrheit sehen.
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