Internet-Enquete: Urheberrecht in der Sackgasse
Die Enquete-Kommission hatte Experten zur Zukunft des Urheberrechts geladen. Die Lage ist verfahren und es gibt keinen Konsens, was sich ändern müsste.
Kaum einer der vielen Menschen, die sich täglich im Netz herumtreiben, weiß, welche seiner Handlungen dort legal sind und welche nicht. Darf ich diesen Song hören, jenes Bild verwenden, diesen Text herunterladen? Schuld daran sind nicht die Nutzer, sondern das unglaublich komplizierte und verwirrende Urheberrecht. Daher ist es eines der Themen, mit denen sich die Enquete-Kommission des Bundestages Internet und digitale Gesellschaft (EIDG) befasst.
Am Montag erklärten Experten den Abgeordneten stundenlang ihre Ansichten zu Urheberrechten im Netz und wie sie modernisiert werden müssten. Grob lassen sich die einzelnen Meinungen danach einteilen, auf welche der beteiligten Parteien sie den Schwerpunkt legen: Urheber, Verwerter oder Konsumenten.
Ein Vorschlag beispielsweise, der am gleichen Tag von Kulturstaatsminister Bern Neumann gemacht wurde, vertritt klar die Interessen der Verwerter, also die von Verlagen, Musiklabels oder Bildagenturen. Neuman forderte in einem Zwölf-Punkte-Papier Warnhinweise für all jene, die im Begriff sind, Rechte im Netz zu verletzen.
Nach dieser Idee soll "einem (potenziellen) Verletzer" ein Warnhinweis auf den Rechner geschickt werden, wenn er entsprechende Handlungen begeht. Bei Wiederholung müsse er dann mit einer "ernst zu nehmenden Reaktion" rechnen, sagte Neumann, "zum Beispiel einer kostenträchtigen Abmahnung".
Einigen Experten bei der Anhörung der EIDG – jenen, die sich vor allem für Urheber und Nutzer einsetzen – gruselt es bei dieser Vorstellung eher. Aus mehreren Gründen.
Das System ähnele dem in China, sagte beispielsweise Matthias Spielkamp , Mitbetreiber der Seite iRights.info , die über Erlaubtes und Unerlaubtes im Netz aufklären will. "Und das ist nicht polemisch gemeint." Denn solche Warnhinweise seien technisch nur umsetzbar, wenn man den Inhalt des gesamten Datenverkehrs im Netz überwache. Wer solche Modelle wolle, solle auch sagen, welche Konsequenzen sie hätten.
Auch jene, die sich um den Markt sorgen, halten von der Idee eher nichts. Je restriktiver das bisherige Recht ausgebaut und durchgesetzt werde, desto schädlicher sei es auch für Urheber und Verwerter, sagte Peter Tschmuck, Professor am Institut für Kulturmanagement und Kulturwirtschaft der Uni Wien in seiner Stellungnahme . Schon jetzt behindere das bestehende Recht Kreative und Innovationen und kriminalisiere die Nutzer.
Zu sehen sei das bei der Ausweitung von Schutzfristen in einem "nicht mehr zu rechtfertigendem Maß". Dies führe zu Oligopolen und behindere neue Entwicklungen.







Erfindungen, Ideen sind eine Gemeinschaftsleistung.
Eine gemeinnützige, nicht kommerzielle Nutzung sollte kostenfrei bleiben. Ein bedingungsloses, fair dotiertes Grundeinkommen wäre eine Art Grundvergütung.
... sondern in aller Regel der harten Arbeit eines einzelnen oder mehrerer Erfinder zu verdanken. Selbstverständlich müssen diese belohnt werden. Sonst gibt es bald keine Erfindungen mehr...
... sondern in aller Regel der harten Arbeit eines einzelnen oder mehrerer Erfinder zu verdanken. Selbstverständlich müssen diese belohnt werden. Sonst gibt es bald keine Erfindungen mehr...
[...]
Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/er
Etwas dünnhäutig, wenn es um die eigene Sache geht?
Etwas dünnhäutig, wenn es um die eigene Sache geht?
Inhaber einer Medienwerkstatt okkupierten das Dudenwort Traumfabrik mit Hilfe des Patentamtes im Kulturbereich und realisierten mit Hilfe von Landgerichten Einstweilige Verfügungen gegen eine dudengemäße Nutzung des Begriffes. Rechtsanwälte beteuerten, in Deutschland herrsche keine Rechtssicherheit.
Rechtsschutzversicherungen (inklusive verdi) grenzen infolge mangelnder Rechtssicherheit Rechtsschutz im Medienbereich aus, - so dass sich kein Bürger vor kostenpflichtigen Entscheidungen von Gerichten schützen kann.
Gerichte realisieren entgegen den Durchführungsbestimmungen Einstweilige Verfügung ohne mündliche Anhörung.
Der Bundestag reagiert nicht.
Quelle: http://www.kunstlandschaf...
gerne weiterversuchen im Internet weiter Regeln zu implantieren, das wird Ihnen aber keinen nennenswerten Erfolg liefern.
Das Internet ist gigantisch groß, Server mit Inhalten stehen über all auf dieser Welt verteilt, wo überall ein anderes Recht für die benutzung von Daten von anderen Personen vorhanden ist. Man nehme alleine das Beispiel Youtube. In einigen Ländern kann man gewisse Sache nicht aufrufen bzw man muss diese Sperre umgehen um sie sich anzugucken. Das verdeutlicht genau den Punkt den ich mit diesem Kommentar ausdrücken will.
Außerdem bleibt das Internet bzw die Leute die dieses nutzen im wandel, sprich wenn heute etwas nicht klappt ohne erwischt zu werden, funktioniert es halt morgen oder übermorgen oder auch erst in einer Woche etc.
Das ist ein Kampf David gegen Goliath, doch diesmal wird Goliath gewinnen, was mich ziemlich glücklich macht ;)
Einige Sachen kann man einfach nicht mit Regeln regeln, sie regeln sich auch ab und zu von alleine.
Warum kann man mit immateriellen Gütern theoretisch unbegrenzt Gewinn machen?
Muss die zehntausendste Kopie eines Liedes soviel kosten wie die ersten Zehn?
Wäre es nicht evtl. klüger den kreativen Prozess dahinter zu bezahlen und nach dessen Bezahlung nur noch marginale Gewinne entsprechend der variablen Stückkosten zuzulassen?
Auch wenn das nicht die Lösung sein wird, sollte einmal Überdacht werden, wer für welches Gut oder welche Leistung eigentlich bezahlt.
Weil es theoretisch unbegrenzt viele Nutzer (also Menschen, die einen Nutzen davon haben) gibt.
Weil es theoretisch unbegrenzt viele Nutzer (also Menschen, die einen Nutzen davon haben) gibt.
... sondern in aller Regel der harten Arbeit eines einzelnen oder mehrerer Erfinder zu verdanken. Selbstverständlich müssen diese belohnt werden. Sonst gibt es bald keine Erfindungen mehr...
Es gibt da durchaus widerspruechliche Meinungen dazu und zum Glueck beginnt die Debatte! Ohne Grimms Maerchen, kein Walt Disney. Und Grimms? Muessten die royalties an das deutsche Volk zahlen?
Hier ein Gedankenanstoss:
http://levine.sscnet.ucla...
Der Begriff "Urheberrecht" ist irreführend, Autoren, Künstler, Wissenschaftler usw. verdienen in der Regel kaum etwas an ihren Erzeugnissen (Madonna und Co sind große Ausnahmen). Es verdienen nur die Rechtehändler, deren Lobby allerdings seit Jahren Parlamente und veröffentliche Meinung erfolgreich einnordert!
Es müsste eigentlich "Rechtehändlerrecht" heißen.
Das Problem an Erfindungen und deren Schutz ist, dass sie den Fortschritt und den Wohlstand der Menschen verhindern, und das zugunsten eines Einzigen.
Man sieht es neben unzähligen anderen Beispielen auch an den Brennstoffzellen, die sich bis heute v.a. wegen ihres Preises nicht durchsetzen konnten. Dabei ist es nicht unbedingt das Platin - man braucht ca. so viel Platin wie ein Auto mit Verbrennungsmotor im Katalysator hat - sondern die Kosten der Nafion-Membran, die für die Brennstoffzelle gebraucht wird.
Die Herstellerfirma DuPont sitzt seit mittlerweile 54 Jahren auf einem Patent, das ihnen als einzigen das Recht gibt, Nafion herzustellen. Und entsprechend diesem Monopol treiben sie den Preis nach oben. Pro Brennstoffzelle für den Motor kommen Kosten von mehr als 5000 Euro auf den Hersteller zu.
Urheberrechte haben durchaus ihre Berechtigung und sind durchaus sinnvoll. Aber die Schutzfristen sind so abartig verlängert worden, dass sich der Nutzen umkehrt und der eigentliche Sinn pervertiert wird. Durch einen Schutz will man eben erreichen, dass Firmen forschen, weil sie dann das Produkt ein paar Jahre exklusiv nutzen können. Man hat erreicht, dass sich Firmen auf einmal erworbenen Ergebnissen jahrzehntelang ausruhen und damit den Fortschritt behindern.
Schutzrechte für Forschungen sind sinnvoll, aber sie müssen auf 5 Jahre beschränkt werden. Das ist lange genug um ordentlich daran zu verdienen und kurz genug, um sich nicht ein Leben lang ausruhen zu können.
Es gibt da durchaus widerspruechliche Meinungen dazu und zum Glueck beginnt die Debatte! Ohne Grimms Maerchen, kein Walt Disney. Und Grimms? Muessten die royalties an das deutsche Volk zahlen?
Hier ein Gedankenanstoss:
http://levine.sscnet.ucla...
Der Begriff "Urheberrecht" ist irreführend, Autoren, Künstler, Wissenschaftler usw. verdienen in der Regel kaum etwas an ihren Erzeugnissen (Madonna und Co sind große Ausnahmen). Es verdienen nur die Rechtehändler, deren Lobby allerdings seit Jahren Parlamente und veröffentliche Meinung erfolgreich einnordert!
Es müsste eigentlich "Rechtehändlerrecht" heißen.
Das Problem an Erfindungen und deren Schutz ist, dass sie den Fortschritt und den Wohlstand der Menschen verhindern, und das zugunsten eines Einzigen.
Man sieht es neben unzähligen anderen Beispielen auch an den Brennstoffzellen, die sich bis heute v.a. wegen ihres Preises nicht durchsetzen konnten. Dabei ist es nicht unbedingt das Platin - man braucht ca. so viel Platin wie ein Auto mit Verbrennungsmotor im Katalysator hat - sondern die Kosten der Nafion-Membran, die für die Brennstoffzelle gebraucht wird.
Die Herstellerfirma DuPont sitzt seit mittlerweile 54 Jahren auf einem Patent, das ihnen als einzigen das Recht gibt, Nafion herzustellen. Und entsprechend diesem Monopol treiben sie den Preis nach oben. Pro Brennstoffzelle für den Motor kommen Kosten von mehr als 5000 Euro auf den Hersteller zu.
Urheberrechte haben durchaus ihre Berechtigung und sind durchaus sinnvoll. Aber die Schutzfristen sind so abartig verlängert worden, dass sich der Nutzen umkehrt und der eigentliche Sinn pervertiert wird. Durch einen Schutz will man eben erreichen, dass Firmen forschen, weil sie dann das Produkt ein paar Jahre exklusiv nutzen können. Man hat erreicht, dass sich Firmen auf einmal erworbenen Ergebnissen jahrzehntelang ausruhen und damit den Fortschritt behindern.
Schutzrechte für Forschungen sind sinnvoll, aber sie müssen auf 5 Jahre beschränkt werden. Das ist lange genug um ordentlich daran zu verdienen und kurz genug, um sich nicht ein Leben lang ausruhen zu können.
Es gibt da durchaus widerspruechliche Meinungen dazu und zum Glueck beginnt die Debatte! Ohne Grimms Maerchen, kein Walt Disney. Und Grimms? Muessten die royalties an das deutsche Volk zahlen?
Hier ein Gedankenanstoss:
http://levine.sscnet.ucla...
... kann in dem einen oder anderen Fall durchaus schwierig sein.
Aber in vielen Fällen ist es eben nicht so schwierig. Ein Gegenbeispiel: Dreiste chinesische Plagiate deutscher Maschinen (die viele Jahre Forschung&Entwicklung beinhalten), werden ohne Scham (und mit echt aussehendem Logo) auf Messen ausgestellt.
... kann in dem einen oder anderen Fall durchaus schwierig sein.
Aber in vielen Fällen ist es eben nicht so schwierig. Ein Gegenbeispiel: Dreiste chinesische Plagiate deutscher Maschinen (die viele Jahre Forschung&Entwicklung beinhalten), werden ohne Scham (und mit echt aussehendem Logo) auf Messen ausgestellt.
Es gäbe eine einfache Lösung, die sogeannte Kulturflatrate. Sie würde den wahren Urhebern ein faires Einkommen ermöglichen, den Datenschutz respektieren und den Nutzer vor Verfolgungen auf Grund mangelder juristischer Spezialkenntnisse schützen.
Nur einer Gruppe würde daraus kein Gewinn entstehen, den Rechtehändlern (Verlegern). Die haben leider die finanzkräftigste Lobby, also wird die vernünftige Lösung nicht kommen, Schade!
...einfach ist, oder nicht, darüber kann man streiten.
Wie verteilt man das Geld? Wer zahlt ein, wer nicht? Was fällt alles darunter? Gilt das auch für Gewerbe?
Mir würde schon eine Registrierstelle reichen, in der man transparent nachvollziehen kann, WAS geschützt ist und wie und zu welchem Preis man legal rankommt. Wenn die Inhalte dann noch mit einer Registriernummer versehen werden, ist die Sache klar und Rechtssicherheit da.
Der jetzige Zustand ist für die Bürger unhaltbar und für die Künstler eine Zumutung.
...einfach ist, oder nicht, darüber kann man streiten.
Wie verteilt man das Geld? Wer zahlt ein, wer nicht? Was fällt alles darunter? Gilt das auch für Gewerbe?
Mir würde schon eine Registrierstelle reichen, in der man transparent nachvollziehen kann, WAS geschützt ist und wie und zu welchem Preis man legal rankommt. Wenn die Inhalte dann noch mit einer Registriernummer versehen werden, ist die Sache klar und Rechtssicherheit da.
Der jetzige Zustand ist für die Bürger unhaltbar und für die Künstler eine Zumutung.
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