Demonstration Ägypten blockiert Twitter, Facebook und Mobiltelefone
Das Netz macht keine Revolutionen, aber es beschleunigt sie. Die ägyptische Regierung scheint diesen Effekt zu fürchten, sie lässt sämtliche Zugänge zum Internet kappen.
© MFMAegy/Screenshot ZEIT ONLINE

Ein Ägypter stellt sich in diesem YouTube-Video einem Wasserwerfer entgegen
Es ist nicht das Internet, das in Iran, Tunesien oder derzeit in Ägypten für revolutionäre Stimmung sorgt, es sind wie immer in der Geschichte unzufriedene Menschen – der Begriff Twitter-Revolution ist Unsinn. Trotzdem hat das Internet eine unschätzbare Funktion übernommen: Es sorgt für Aufmerksamkeit, sofort und weltweit.
Noch vor einigen Jahren wären Demonstrationen wie die Dienstagnacht in Ägypten am folgenden Morgen als kurze Meldung über die Nachrichtenagenturen verbreitet worden, angereichert höchstens mit einer Verlautbarung der Regierung.
Doch dank UStream und YouTube konnte, wer wollte, die Nacht damit verbringen, den ägyptischen Demonstranten zuzusehen, wie sie sich gegen ihre Regierung auflehnten. Er konnte beobachten, wie die Polizei mit Tränengas und Wasserwerfern gegen sie vorging, sie durch die Straßen jagte. Live. Gedreht und ins Netz gestellt von Menschen, die nichts als ein Telefon in der Hand hielten.
Wer das Suchwort #jan25 kannte, konnte ebenfalls nahezu live in Zehntausenden Tweets auf Twitter verfolgen, was im Land passierte und wie das in der Welt wahrgenommen wurde.
Mit dem Ergebnis, dass sich noch am Abend die Medien der Welt mit Berichten füllten, in Ägypten wachse eine neue Demonstrationsbewegung. Das Internet hat diese nicht gemacht, es hat sie nur beschleunigt, hat den Zeitraum, in dem so eine Bewegung wächst, von Monaten auf Tage verkürzt. Es hat alles ein wenig erleichtert.
Auch der ursprüngliche Aufruf zu den landesweiten Demonstrationen am 25. Januar, dem Tag der Polizei, stand zuerst im Netz, bei Facebook.
- Datum 27.01.2011 - 08:28 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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... richtig spannend.
Ich bin fest davon überzeugt, daß man das Volk nicht aufhalten kann. Es sind die jungen Menschen, die die Technik kennen und sie ausnutzen. Das Netz ist ja gerade geschaffen worden um Ausfälle der Infrastruktur zu tolerieren. Jeder Telefonanschluß mit Akkustikkoppler ist für Textnachrichten ausreichend.
Das Internet hat die Welt verändert. Und es ist dabei die Machtverhältnisse zwischen Regierung und Volk zu gunster der Menschen zu verschieben. Es ist ein Kommunikationsmittel, das nicht Auslöser der Veränderungen ist, aber Beschleuniger. Und das ist mehr als wesentlich.
Die Revolten entstehen jetzt schneller und spontaner. Das verhindert ein Löschen der Brände durch die Sicherheitskräfte der Mächtigen... wobei mir das Wort "Sicherheitskräfte" hier eigentlich unangebracht erscheint.
Sie haben völlig richtig beschrieben wie der freie Austausch von Informationen die Machtverhältnisse verändert.
Daraus resultiert Angst der Mächtigen und der blinden und schnellen Reaktionen. Sie versuchen das Netz zu kontrollieren, sperren, filtern, ... Wir verurteilen das! Alle werden zustimmen, denke ich.
Aber was ist morgen? Und zwar bei uns?
Ach bei uns in D bzw. EU sind Bestrebungen zu erkennen alles zu überwachen, zensieren, filtern, ... aus welchem Vorwand auch immer. Denn eins dürfte klar sein, auch unsere Mächtigen haben Angst vor dem nur teilweise verstandenem. Ob nun die Mächtigen oder auch die privaten.
Überprüfen Sie mal was Sie in Google D und Google USA angezeigt bekommen, oder selbst bei eBay D oder USA selbst da wird gefiltert und jetzt machen Sie das nochmal und nutzen dabei mal eine US-IP, und die Ergebnisse werden wieder anders sein!
Glauben Sie nicht? Testen Sie mal selbst!
Da fängt es an und bei der Erstellung von kompletten Bewegungsprofilen und mehr hört es auf. Wir sollten aufpassen was uns so an Gesetzen und Richtlinien vorgelegt wird. Denn es besteht die Gefahr, dass wir sonst morgen auf der Straße stehen und uns die Handys und das Netz abgeschaltet werden.
Sie haben völlig richtig beschrieben wie der freie Austausch von Informationen die Machtverhältnisse verändert.
Daraus resultiert Angst der Mächtigen und der blinden und schnellen Reaktionen. Sie versuchen das Netz zu kontrollieren, sperren, filtern, ... Wir verurteilen das! Alle werden zustimmen, denke ich.
Aber was ist morgen? Und zwar bei uns?
Ach bei uns in D bzw. EU sind Bestrebungen zu erkennen alles zu überwachen, zensieren, filtern, ... aus welchem Vorwand auch immer. Denn eins dürfte klar sein, auch unsere Mächtigen haben Angst vor dem nur teilweise verstandenem. Ob nun die Mächtigen oder auch die privaten.
Überprüfen Sie mal was Sie in Google D und Google USA angezeigt bekommen, oder selbst bei eBay D oder USA selbst da wird gefiltert und jetzt machen Sie das nochmal und nutzen dabei mal eine US-IP, und die Ergebnisse werden wieder anders sein!
Glauben Sie nicht? Testen Sie mal selbst!
Da fängt es an und bei der Erstellung von kompletten Bewegungsprofilen und mehr hört es auf. Wir sollten aufpassen was uns so an Gesetzen und Richtlinien vorgelegt wird. Denn es besteht die Gefahr, dass wir sonst morgen auf der Straße stehen und uns die Handys und das Netz abgeschaltet werden.
Denkt einmal an China, nur wer den Befehl gibt und schafft es nicht, ist danach tot!
Das Internet ist gefährlich und genau deswegen wollen die Regierungen es weltweit beschneiden.
Die Möglichkeit sich unabhängig zu informieren ist böse, denn wer informiert ist kann mitreden/etwas bewegen.
Bei uns kümmert sich die Rechtsabteilung irgendeiner Firma um die Zensur, wäre ja auch unerhört wenn jemand über die Sauereien der Firma XYZ (z.B. Veolia*) frei berichten könnte.
Unterm Strich ist unser System nicht viel besser.
1. http://www.heise.de/tp/bl...
TELEPOLIS:
"Die Erfahrungen von Lorenz und Franke mit der Macht Veolias sind nicht neu. Als die beiden 2005 einen Film ähnlicher Ausrichtung zusammen mit dem NDR drehten, wurde eine weitere Ausstrahlung im Sendebereich der ARD durch Lobbying unterbunden - so die Unterstützer der Filmemacher."
Das wird jetzt richtig spannend. Mal schauen, was passiert.
Bis jetzt war Aegypten das Bollwerk gegen eine enorme Flut der Auswanderung.
Wenn die Demokratie gewinnt, wie in Tunesien, wird sich das aendern.
Wo werden die Millionen der jungen Leute, die keine Chance haben im Nahen Osten irgendwo "gute" (oder ueberhaupt) Arbeit zu finden?
Die Amerikaner haben sich auf Asien eingerichtet........., sie nehmen diese Leute nicht.
Mann koennte vermuten, dass die Ereignise gestern in Tunesien, jetzt in Aegypten, morgen in Saudi Arabia (?) die Revolution in Europa bald in nur ein paar Jahren ueberall anzuenden, in den arbeitslosen Viertel wie in Paris heute.
Es ist richtig so, dass der Willen nach Demokratie und Freiheit auch in Ägypten vom Volk angestrebt wird. Denn die ca. 30-jährige Diktatur von Husni Mubarak ist genauso inakzeptabel, wie die einstige Herrschaft von Tunesiens Präsidenten Ben Ali:
http://2010sdafrika.wordp....
ich bin überzeugt, dass diese demonstrationen mit der zeit zum im sande verlaufen werden. viellecht schon nächste woche. daran wird auch kein internet etwas ändern.
grund:
ich kann auf den videos nicht viele menschen sehen auch nicht sonderlich viele, die sich dem ganzen spontan anschließen würden. ist immer nur eine gruppe, abgeschirmt von der polizei - deutlich sieht man dies auf dem zweiten video, in dem sogar der verkehr normal weiter fließt, die autofahrer sich sogar durch lautes hupen beschweren, dass es nicht weiter geht.
im iran waren in den anfangszeiten wesentlich mehr menschen auf der straße als jetzt in ägypten. die polizei hat hier auf der straße immer noch die vorherrschaft und diese wird sie, wie im iran mit allen mitteln zu verteidigen wissen, vorallem wenn es hart auf hart kommt.
ich denke auch, dass es in den großstädten immer noch genügend menschen gibt denen es noch zu geht, als das sie ander situation etwas ändern wollten.
ich bin gespannt und vielleicht irre ich mich ja auch…
auf dem dritten video…
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