Cyberwar : De Maizières Schutzwerk für den "Cyber-Raum"

Die Bundesregierung hat ein Cyber-Abwehrzentrum eingerichtet. Es dient dazu, Angriffe im Netz zu erkennen und Kriminalität zu bekämpfen. Unumstritten ist es nicht.
Innenminister Thomas de Maizière bei der Vorstellung des Cyber-Abwehrzentrums © Hannibal/dpa

Die Bundesregierung will den "Cyber-Raum" besser schützen. Gemeint ist damit das Internet und alle "durch das Netz erreichbaren Informationsstrukturen", wie es in der neuen Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland heißt. Weil das eine Menge zu schützender Dinge sind, hat die Bundesregierung am Mittwoch gleich zwei Gremien geschaffen.

Das erste ist ein Nationales Cyber-Abwehrzentrum (NCAZ), das am 1. April 2011 in Bonn seine Arbeit aufnehmen soll. Zehn Beamte werden dort vor allem die Sicherheitslage im Internet beobachten und Empfehlungen aussprechen; sechs vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), zwei vom Verfassungsschutz und zwei vom Bundesamt für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz (BBK).

Die Aufgabe des NCAZ sei in erster Linie, "Informationen zusammenzutragen", sagte Innenminister Thomas de Maizière bei der Vorstellung. Auch Bundeskriminalamt, Bundespolizei, Zollkriminalamt, Bundesnachrichtendienst und Bundeswehr sollen daran mitwirken. Vorbild ist das 2004 aufgebaute Terrorabwehrzentrum (GTAZ) .

Das zweite beschlossene Gremium ist ein Nationaler Cyber-Sicherheitsrat. Er wird zum Bundeskanzleramt gehören und aus je einem Staatsekretär der verschiedenen Ministerien bestehen, also Vertreter vom Auswärtigen Amt, von Innen-, Verteidigungs-, Justiz-, Wirtschafts- und Finanzministerium und auch der Bundesländer versammeln. Geleitet wird dieser Rat von der IT-Beauftragten der Bundesregierung, Cornelia Rogall-Grothe . Anlassbezogen können andere Dienststellen hinzugezogen werden.

Die Sicherheitsstrategie, das Abwehrzentrum und der Sicherheitsrat sind offensichtlich der Versuch, das Thema Sicherheit im Internet ernster zu nehmen als bisher und alle Bemühungen auf Bundesebene zu koordinieren.

Die zur Vorstellung präsentierten Experten gaben sich alle Mühe, nicht den geringsten Zweifel daran zu lassen, dass das notwendig ist. Viele Zahlen wurden genannt und diverse Bedrohungsszenarien entworfen. Pro Sekunde würden irgendwo auf der Welt zwei neue Schadprogramme entwickelt, pro Minute in Deutschland zwei Identitäten gestohlen und pro Monat 30.000 Angriffe auf Netzwerke der Bundesregierung gestartet, sagte Hartmut Isselhorst, Abteilungsleiter beim BSI.

Immer wieder war während der zweistündigen Veranstaltung die Rede davon, wie leicht es sei, im Internet Netzwerke anzugreifen, wie häufig es vorkomme und wie viel Geld sich damit verdienen lasse.

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Kommentare

21 Kommentare Seite 1 von 5 Kommentieren

LoL ca. 14 Mitarbeiter !

Hat einer dieser Personen ÜBERHAUPT eine Ahnung was IT ist ?

Ich wage zu behaupten KEINER der o.g. Personen hat eine Ahnung wie z.B. ein x-beliebiges, populäres OS installiert wird... das spricht doch Bände.

Zur Abschätzung der Lage und der sich anbahnenden Problemchen ist aber fundiertes Wissen in Sachen Linux Kernel, Windows-OS's etc notwendig.

Ich hoffe diese Institutionen haben mehr als eine handvoll
konvertierte Hacker mit guter Bezahlung auf ihrer Seite,
zudem Mathematiker, Cryptographiekenner und Betriebssystemspezialisten.

Kostet uns wahrscheinlich ne Stange Geld, sichert den "Teilnehmern" den momentanen Arbeitsplatz aber bringen wirds nix LoL.

China und die USA haben TAUSENDE in ihren Bunkern sitzen
die nichts anderes tun als 0-Day Exploits zu finden, siehe Stuxnet.

Viel Spaß

BitFlip

Wenn man die Einstellungsvorraussetzungen

des ÖD's in D-land kennt, weiß man wer dort angestellt wird. Daher glauben sie doch nicht das dort einer der von Ihnen genannten Gruppen angestellt ist, die sind zum Einen meist nicht systemkonform und zum Anderen meist nicht weiblich.

@rumblebelly
Sie erfüllt die Hauptvoraussetzung für den ÖD in D-land, weiblich, fachliche Kompetenz ist dort kein Kriterium.

übrigens..

..die einfachste Art zu hacken war, ist und wird die Flasche Whiskey oder das Bündel Bargeld für den Admin...

dagegen hilft rein garnix, zumindest nicht aus praktischer Sicht.

IT'ler sagen da ja was anderes, die wollen Ihnen ja das DLP
Produkt XY oder die Firewall XYZ verkaufen die angeblich
alles blockt und jeden leak verhindert... alles ausgemachter
Quatsch der nur von Profitgier getrieben ist.

Sichere IT ist nicht möglich, das ist das einzige was ich Ihnen guten Gewissens sagen kann.