Daniel Domscheit-Berg"Wikileaks ist derzeit nicht existent"

Daniel Domscheit-Berg, einst Mitstreiter von Julian Assange, deckt auf: Ein Interview über Freundschaft, Missgunst und die Frage, ob Wikileaks technisch am Ende ist. von 

ZEIT ONLINE: Herr Domscheit-Berg, nach der Lektüre Ihres Buches Inside Wikileaks hat man den Eindruck, mit Wikileaks ist es aus. Die Nummer zwei nach Assange, Sie selbst, hat die Organisation verlassen, ebenso der wichtigsten Programmierer, den Sie Architekt nennen. Technisch holpert es sehr, die Masse der eingereichten Dokumente haben Sie versteckt.

Domscheit-Berg:Was die Dokumente angeht, warten wir immer noch auf die Übergabe. Niemand von Wikileaks einschließlich Herrn Assange hat sich bislang darum bemüht. Wikileaks scheint nicht mehr richtig zu funktionieren; außer dass extremes Marketing betrieben wird.  

Anzeige

ZEIT ONLINE: Findet Wikileaks noch Unterstützer?

Biografie

Daniel Domscheit-Berg (32) studierte von 2002 bis 2005 angewandte Informatik an der Berufsakademie Mannheim. Er arbeitete zunächst bei Electronic Data Systems als Netzwerkingenieur mit Schwerpunkt IT-Sicherheit und WLAN-Technologie.

2007 begegnete Domscheit-Berg Julian Assange, dem Gründer von Wikileaks. Gemeinsam bauten sie die Enthüllungsplattform auf, Domscheit-Berg agierte als einer ihrer Sprecher. Im August 2010 verließ Domscheit-Berg Wikileaks im Streit mit Assange. Er kritisierte dessen autoritären und intransparenten Führungsstil und wurde daraufhin von Assange suspendiert.

Im Dezember 2010 gründete Domscheit-Berg gemeinsam mit weiteren ehemaligen Mitarbeitern von Wikileaks eine eigene Wistleblower-Plattform namens Openleaks. Die Plattform ging Ende Januar 2011 online.

Das Buch

Das Buch von Daniel Domscheit-Berg heißt Inside Wikileaks - Meine Zeit bei der gefährlichsten Website der Welt und erscheint bei Econ (Ullstein Buchverlage). Aufgeschrieben wurde es von Tina Klopp, die als Redakteurin im Ressort Digital von ZEIT ONLINE arbeitet.

Openleaks

Openleaks ist einen Wistleblowing-Website, die mithilfe eines sicheren Rechnernetzwerkes Dokumente Dritter anonym an Kooperationspartner wie Medien und Nichtregierungsorganisationen vermitteln will. Im Gegensatz zu Wikileaks will Openleaks Dokumente nicht selbst veröffentlichen. Auch will Openleaks keine exklusiven Medienpartnerschaften eingehen. Finanziert werden soll das Projekt aus Spenden.

Domscheit-Berg:Ich glaube, der Unterstützerkreis ist heute viel größer als vor meinem Abgang. Die Frage ist nur, welche Qualifikationen diese Leute mitbringen. Viele unterstützen Wikileaks als eine Art Popkulturphänomen. Aber nur wenige sind erfahren genug, um das Projekt mitzutragen. Julian würde etwas ganz anders sagen. Er hat uns gegenüber bis zum Schluss behauptet, er habe noch hundert andere Pferde im Stall. Ich habe von diesen hundert Pferden keines gesehen. Soweit ich die Organisation verstanden habe, ist sie derzeit nicht existent.

ZEIT ONLINE: Dann ist Julian Assange mit seiner Idee am Ende?

Domscheit-Berg:Ich halte Julian nach wie vor für einen brillanten Menschen. Er denkt strukturell extrem gut, er könnte viele Talente einbringen in die Gesellschaft. Aber er weigert sich, Kritik anzunehmen. Solange er jedoch nicht beginnt, mit berechtigter Kritik umzugehen, verbrennt er alle Beziehungen, die er aufbaut, zu mir, zu anderen Beteiligten, zu Medienpartnern.

ZEIT ONLINE:  Warum wollen Sie angesichts dessen die vielen von Ihnen verwahrten Dokumente nicht selbst veröffentlichen?

Domscheit-Berg: Das ganz große Problem ist: Wem gehören diese Dokumente ? Es ist Julians Projekt. Deshalb haben wir nicht einfach gemeutert und Wikileaks übernommen. Gleiches gilt für die Dokumente. Sie wurden bei Wikileaks abgegeben, und die Quellen (also die Geheimnisverräter, Anm. d. Red. ) wollten, dass diese Organisation ihr Material erhält. Ich will nur, dass diese Quellen weiterhin geschützt sind. Deshalb haben wir das Material an einem neutralen Ort abgelegt.

ZEIT ONLINE:   Wäre nicht ihre größere Verpflichtung den Quellen gegenüber, die Dokumente öffentlich zu machen? 

Domscheit-Berg: Dann wird uns Julian sofort des Datendiebstahls bezichtigen. Diese Debatte will ich nicht führen. Sobald unser neues System Openleaks läuft, steht es jeder Quelle frei, ihre Dokumente noch einmal bei uns einzureichen.

ZEIT ONLINE: Aber das läuft darauf hinaus, dass vieles von dem, was da sicher verwahrt liegt, niemals bekannt werden wird.

Domscheit-Berg:Das wäre sehr traurig. Leider gibt es keine Möglichkeit, die Quellen zu kontaktieren und sie zu fragen: Wie wollt Ihr, dass wir mit Eurem Material verfahren? Jede Veröffentlichung durch uns wird jedoch eine Propagandaschlacht nach sich ziehen. Es wird heißen, wir wollten Julian Assange gezielt schädigen.

Leserkommentare
  1. Man liest in jedem Satz den Hass auf J.A heraus. Hier wird versucht, Wikileaks kleinzureden und zu diffamieren. Er ist sich sogar nicht zu schade, in der Öffentlichkeit persönlich zu werden.

    "Oder ist es vielleicht auch gefährlich für mich, weil ich mich mit jemandem eingelassen habe, der mein Leben bedroht, wenn er sich danach fühlt, der mir droht, mich zu zerstören, wenn ich ihn öffentlich kritisiere."

    Was sollen denn diese Andeutungen? Warum sagt er nicht klar, wie und warum J.A ihn bedroht, warum hakt die Zeit nicht nach? Worum geht es ihm überhaupt?

    Die Zeit macht mit ihrer Kampagne weiter, Wikileaks niederzuschreiben.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Julian Assange fühlt sich mittlerweile sehr wohl in London.
    Alles was man von bis heute von WikiLeaks erfahren konnte, ist bei realer Betrachtung nebensächlich, mindestens nicht so wertvoll dass man es schon nicht in allen wichtigen Zusammenhängen nicht früher vermutet werden konnte.

    Was veröffentlicht wurde, betrifft viel mehr die selbstverständliche Eitelkeit der Politik und besonders dabei die US Diplomatie. Also die Schaden mindestens im Bereich der Empfindlichkeiten, haben alle anderen viel mehr als London selbst erfahren müssen und spüren.

    Warum sollte eine Frage der Objektivität in diesem Sinne zur Analyse des Phänomens WikiLeaks - J.A. nicht gestellt werden?

    Geht es in ganzer Geschichte doch um die Andeutung der Möglichkeiten der Gestaltung der Realpolitik mit anderen Mitteln, wo J.A. (un)gewollt seine Rolle spielt. Eigentlich bei der realen Betrachtung des Prozesses selbst, haben wir gar nichts neues erfahren, als eine nutzlose Schlammschlacht mit politischen Absichten.

    Ich habe mittlerweile ein Gefühl dass mit WikiLeaks und J.A. London seine Realpolitik neu gestalten will.

    "Oder ist es vielleicht auch gefährlich für mich, weil ich mich mit jemandem eingelassen habe, der mein Leben bedroht, wenn er sich danach fühlt, der mir droht, mich zu zerstören, wenn ich ihn öffentlich kritisiere."
    Ich denke (hoffe) nicht, dass mit dieser Aussage JA gemeint ist, sondern die Organisation welche das Geheimnis 'verloren' hat! Aber ich kann mich auch täuschen, der Abschnitt ist jedenfalls nicht ganz klar! Aber freie Meinungsäusserung ist etwas, das Wikileaks eigentlich verteidigt, dann sollte Herr Assange das doch auch vorleben, nicht?

    Ferner würde ich mich sehr freuen wenn sich die Diskussion mal ein bisschen versachlichen würde. Dass Hr Domscheit-Berg sich nun äussert ist dabei hilfreich. Stellt man ihn als Verräter und Herrn Assange als Robin Hood dar, ist niemandem geholfen. Es geht um die Sache.
    Auch aus ihrem Kommentar liest sich Hass heraus, wissen sie. Das ist irgendwie verständlich, er wird verehrt. Viele warten ja auf den Erlöser. Präsident Obama isses nicht, vielleicht Herr Assange dann... Herr Assange hat etwas Wunderbares auf den Weg gebracht. Aber Wikileaks muss sich weiterentwickeln, ab einem bestimmten Punkt kann man nicht mehr alles kontrollieren und muss eine Organisation aufbauen, die auf Können, Vertrauen und Zusammenarbeit beruht. Das ist das Ziel. Und keine Heiligenverehrung!

    • NoG
    • 10. Februar 2011 13:14 Uhr

    sorry, die beziehung zweier menschen die auseinander bricht,
    ist fuer alle unbeteiligten meist voellig uninteressant.
    wenn dieser mann hier noch mehr zu sagen oder aufzudecken hat - bitte schoen. sieht aber nicht danach aus.
    momentan vermarktet er doch nur sein buch und so hart es klingen mag: die meisten werden es kaufen weil sie etwas ueber JA erfahren wollen, [...]
    Gekürzt. Bitte achten Sie auf eine sachliche Wortwahl. Danke. Die Redaktion/lv

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • NoG
    • 10. Februar 2011 14:27 Uhr

    "die meisten werden es kaufen weil sie etwas ueber JA erfahren wollen (NEU) und nicht ueber DDB, der auf mich wie eine heulsuse wirkt.

    das muesste doch ok sein. oder?

  2. 3. ......

    " Gleiches gilt für die Dokumente. Sie wurden bei Wikileaks abgegeben, und die Quellen (also die Geheimnisverräter, Anm. d. Red.) wollten, dass diese Organisation ihr Material erhält. Ich will nur, dass diese Quellen weiterhin geschützt sind. Deshalb haben wir das Material an einem neutralen Ort abgelegt."

    Die Anmerkung der Redaktion ist eine Frechheit. Statt Quellen wird hier ein wertender Begriff eingeführt, der dort vollkommen fehl am Platz ist.

    Herr Domscheit-Berg ist durch seine persönliche Geschichte in der Sache sowieso belastet und kann folglich keine annähernd objektiven Aussagen treffen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    In der Tat. Der übliche Ruf »Nestbeschmutzer«...
    Ein Fall für die Couch. Die Belieferten sagen freilich Informant, Quelle. Die Zukurzgekommenen heulen beleidigt auf.
    Anm: Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Argumenten an der Artikeldiskussion. Danke. Die Redaktion/lv

  3. ...der Zeit gegen Wikileaks geht in eine neue Runde!

    Dieses Engagement ist wahrlich zu bewundern! ;-)

    P.S. Ob sich die Zeit dereinst auch für Schwache und Benachteiligte der Gesellschaft so engagiert ins Zeug legen wird? - es wäre zu wünschen!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    9.2. 2011 - 09:50 Uhr - Schlammschlacht wird fortgesetzt-DB
    9.2.2011 - 13:05 Uhr - Ist Wikileaks am Ende ? (DB)
    10.2.2011 - 06:17 Uhr - Schreiben über das Geheimnis (DB)
    10.2.2011 -12:51 Uhr Wikileaks ist derzeit nicht existent-DB

    Kommt noch am Abend ein Artikel über Herrn Domscheit-Berg?

    Ach ja, sein Buch kommt ja bald raus. *seufz* Ich hab's ja gestern schon geschrieben. Ihr wisst es ja auch. Ihr werdet wohl auch wissen, warum ihr all diese Artikel schreibt, die selten bei euren Lesern auf viel Gegenliebe stoßen, sondern bisher im Tenor recht eindeutig für... Wird schon einen Grund haben. Wahrscheinlich einen monetären.

    Ehrlich, ich würde ja gar nicht so empfindlich reagieren, wenn es sich jetzt um die "Welt", den "Focus" oder irgendein anderes stupides Witzblatt handeln würde. Bei der ZEIT werden jedoch andere Assoziationen wach.

  4. Ehrlich gesagt finde ich es furchtbar, dass so einem Menschen wie DB eine Plattform geboten wird, wo er sich und seine Profilneurosen ausleben kann.
    Dieser Mann hat WikiLeaks bestohlen, er hat einer wichtigen und notwendigen Plattform mehr geschadet als jeder Geheimdienst es bisher geschafft hat.

    Man mag von Assange halten, was man will Ich persönlich mag ihn nicht), aber im Gegensatz zu diesem DB steht Assange hinter WL und ist auch bereit, seinen Kopf dafür hinzuhalten. Damit hat Assange immerhin mehr Format gezeigt als DB, welcher WL schlicht und ergreifend verraten hat.

    Was die Zeit hier abzieht, ist wirklich schrecklich: Da geht ein Mann her, stiehlt Material und darf hier sein Buch darüber auch noch großartig bewerben. Es gäbe Millionen kritischer Fragen zu stellen, aber ein Herr PM geht her und treibt Lobhudelei, die allenfalls Ekelgefühle erzeugen können.
    Ich weiß nicht, warum Herr PM meint, diesen DB unterstützen zu müssen, nun, letztlich ist es seine Sache. Aber die Zeit ist bei mir arg in meiner Achtung gesunken.

    Und noch etwas: Dieser DB kann sowohl sein Buch als auch OpenLeaks behalten. Vielmehr sollte er lieber einen Antrag für eine Aufnahme in einem Kindergarten stellen.

    Bitte bleiben Sie sachlich und belegen Sie Ihre Aussagen mit Quellen. Danke. Die Redaktion/er

    • Mejan
    • 10. Februar 2011 13:35 Uhr

    Für jemanden der angeblich so hinter der Idee steht Gerechtigkeit herzustellen, nimmt der gute man den Mund ganz schön voll. Also, wenn ich Informationen hätte, und würde das Verhalten des Hr. DB beobachte, ich würde mich unsicher fühlen meine Informationen in seine Hände zu geben. Sein Verhalten ist absolut schäbig, und entspricht nicht im geringsten der Idee hinter der er angeblich steht. Vielleicht sollte er mit Kabarett versuchen.

    • Taranis
    • 10. Februar 2011 13:39 Uhr

    "die meisten werden es kaufen weil sie etwas ueber JA erfahren wollen, [...]."

    Ziel erreicht!

    ------------------------------------------------------

    Aber in Beitrag 1 zeigt sich wieder das alte Phänomen J.A. kann keine eigenständige Person mit stärken und Schächen mehr sein sondern immer eine Inkarnation von Wikileaks. Kritik an ihm sei immer nur der Versuch der Seite zu schaden. Hach wie differenziert unsere Welt doch sein kann.
    Der Inhalt, auf den Sie sich bezogen, wurde inzwischen moderiert. Danke. Die Redaktion/lv

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    >>das alte Phänomen J.A. kann keine eigenständige Person mit stärken und Schächen mehr sein sondern immer eine Inkarnation von Wikileaks<<

    Darum geht es doch gar nicht. Natürlich gibt es viel an Assange zu kritisieren. Die Frage ist aber, wer das macht und warum.

    Ich frage Sie: Wie glaubwürdig ist die Kritik einer Person, die nachweislich dafür bezahlt wurde, Sicherheitstechnik für WikiLeaks zu entwickeln, bei seinem Ausscheiden diese Technik mitnimmt (Menschen mit gewöhnlichen Moralvorstellungen nennen so etwas Diebstahl), obendrein auch noch Leaks stiehlt, welche von Menschen gezielt WL zur Verfügung gestellt wurde und nicht einem gewissen DB. Damit hat DB nicht nur WL verraten, sondern auch die Menschen, die die Leaks zur Verfügung gestellt haben.
    Wie glaubwürdig ist die Kritik eines derart moralisch verwerflichen Menschen, der obendrein auch noch eine Konkurrenzplattform zu WL eröffnet hat, nachdem er ganz gezielt und bewusst großen Schaden angerichtet hat?

    Kritik an Assange ist erlaubt und muss es sogar geben (Assange ist schließlich kein Heiliger), aber ganz sicher nicht von jemanden wie diesem DB!

  5. 9.2. 2011 - 09:50 Uhr - Schlammschlacht wird fortgesetzt-DB
    9.2.2011 - 13:05 Uhr - Ist Wikileaks am Ende ? (DB)
    10.2.2011 - 06:17 Uhr - Schreiben über das Geheimnis (DB)
    10.2.2011 -12:51 Uhr Wikileaks ist derzeit nicht existent-DB

    Kommt noch am Abend ein Artikel über Herrn Domscheit-Berg?

    Ach ja, sein Buch kommt ja bald raus. *seufz* Ich hab's ja gestern schon geschrieben. Ihr wisst es ja auch. Ihr werdet wohl auch wissen, warum ihr all diese Artikel schreibt, die selten bei euren Lesern auf viel Gegenliebe stoßen, sondern bisher im Tenor recht eindeutig für... Wird schon einen Grund haben. Wahrscheinlich einen monetären.

    Ehrlich, ich würde ja gar nicht so empfindlich reagieren, wenn es sich jetzt um die "Welt", den "Focus" oder irgendein anderes stupides Witzblatt handeln würde. Bei der ZEIT werden jedoch andere Assoziationen wach.

    Antwort auf "Der sinnlose Kampf..."
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • clubby
    • 10. Februar 2011 17:40 Uhr

    Wie kann eigentlich ein seriöses Blatt aus alter Zeit so tief sinken NUR noch über die Plattform selbt und deren Mitstreitet, Zickenkrieg, Sinn und Unsinn und was auch immer zu schreiben , sich aber zu den INHALTEN die von Wikileaks ja nun trotzdem verbreitet werden, mehr oder weniger auszuschweigen.

    Sicher ist auch viel Müll in den Depeschen, OK, ABER es ist eben auch sehr viel Hochbrisantes drin. Und gegen DIESE Inhalte ist dieses ganze Gezeter , das hier innerhalb von 2 Tagen in 4 (VIER!!) Artikeln verbreitet wird geradezu lächerlich trivial und UNWICHITG!

    Man, da sterben auf der Welt Menschen aufgrund politischer Machspielchen, oder werden gefoltert, verschleppt, unsere Justiz(!) von ausländischen Geheimdiensten und Regierungen manipuliert, Waffenembargos umgangen und und und .... und Ihnen liebe Zeit fällt nicht mehr dazu ein, als über diesen Rosenkrieg zu schreiben. Nicht nur, dass sie die brisanten Inhalte nicht aufarbeiten und analysieren, sie wären AUCH eine guter Startpunkt selber weiter zu buddeln und neue Zusammenhänge zu finden und alt hergebrachte Meinungen zu überdenken. Finden Sie nicht auch??!!!

    Man was vermisse ich die gute alte ZEIT bevor sie zu ner Kopie des Tagesspiegels mutierte und in der seitenweise ein Theme richtig beleuchtet wurde oder man sogar nen Artikel mal 2 Mal lesen mußte und wieder Neues fand!

    • RobJir
    • 11. Februar 2011 1:35 Uhr

    Ich finde das Interview recht interessant.
    Auch mir kommt es so vor, als würde die Stellung Wikileaks' in unserer heutigen Zeit v.a. aus popkulturellen Gründen so hoch gestellt werden.
    Und Assange wird als Messiahs gefeiert, aber bitte wofür?
    Man sollte vielleicht mal überlegen, warum für das Projekt so wichtige Menschen wie Domscheit und der Hauptprogrammierer (den man meiner Meinung nach eigentlich als das wahre Genie feiern müsste) bereits eine eigene Seite gestartet haben.
    Offensichtlich läuft etwas nicht rund bei Wikileaks, worauf man auch durch die komische Art und Weise der letzten Dokumentenveröffentlichungen selbst hätte schließen können.

    Die "Unterstützung" für Assange in den hiesigen Kommentaren erinnert mich an die Glorifizierung Steve Jobs' durch die Apple-Lemminge.
    Im öffentlichen Auge sei der Mann ein Genie, doch die geniale Arbeit tun andere...

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Artikel Auf einer Seite lesen
  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Julian Assange | FBI | James Bond | WikiLeaks | Buch | Chat
Service