Google Scheitern als Geschäftsmodell

Google will wachsen und spuckt unaufhörlich neue Produkte aus. Viele davon sind unausgereift und floppen. Aber der Wahnsinn hat Methode – meistens zumindest.

Googlewerbung auf Papiertüten, die bei der Vorstellung von Street View in Deutschland verteilt wurden

Googlewerbung auf Papiertüten, die bei der Vorstellung von Street View in Deutschland verteilt wurden

Google will wachsen und weltweit Tausende neue Mitarbeiter einstellen, auch der Such-Algorithmus wurde gerade überarbeitet. Gleichzeitig gibt es Probleme beim Angebot Gmail. Sind das Anzeichen für ein Auf und Ab oder für eine stetige Erfolgsgeschichte?

Das Unternehmen wird vor allem für seine Erfolge wahrgenommen, für seine Suchmaschine, sein Mailprogramm, seine riesigen Gewinne. Aber auch die Liste der Fehlschläge des Konzerns ist umfangreich, da seine mehr als 20.000 Mitarbeiter ständig Neues aushecken und Google Ideen im Gegensatz zu vielen anderen Firmen auch als Frühgeburten aussetzt.

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Um sich in Googles wucherndem Urwald aus Dienstleistungen, Produkten und Software-Accessoires zurechtzufinden, braucht es fast eine eigene Suchmaschine. Die Liste der offiziellen Blogs, in denen Neuigkeiten verkündet werden, ist lang wie ein Arm. Allein das Entwicklungslabor Google Labs listet 52 neue Ideen und Prototypen, die Neugierige ausprobieren können – von Transliteration, um ohne Kenntnis des jeweiligen Alphabets Texte in fremden Schriften einzugeben, bis zu Ngram Viewer, um nachzuschauen, welche Worte und Sätze in Millionen gescannter Bücher häufig vorkommen.

An Google Street View scheiden sich die Geister. Bei den einen löst es Begeisterungsstürme aus, andere bringt die Digitalisierungswut des Dienstes auf die Barrikaden. Die Zugewandten winkten, liefen gar hinterher, als Google mit seinen kamerabewaffneten Autos durch die Straßen fuhr. Die Gegner drückten ihre Abneigung mit diversen Gesten aus, allen voran das "Fuck you!", der Stinkefinger. Der Fotograf Michael Wolf hat Googles Fotosammlung auf das globale Zeichen der Antipathie durchforstet und in einem Bildband zusammengefasst. Für ihn sind die Bilder der Beweis für ein weltweites Massenphänomen.

Dabei zählt der Konzern noch nicht einmal die großen Geschäftsbereiche mit, auf die er Hunderte Millionen Dollar und Tausende von Programmierer-Stunden verwendet: eine Streetview-Variante für Schweizer Skigebiete und eine für Kunstmuseen in aller Welt beispielsweise, autonome Roboterautos, oder einen Notebook-Prototypen namens Cr-48, den seit Dezember ein paar Tausend Tester in den Händen halten.

Gleichzeitig werden ständig Projekte eingestellt, die mehr oder weniger Aufmerksamkeit und Geld bekamen und doch nicht den Durchbruch schafften. Der neueste Grabstein gebührt Wave, einer Kollaborations-Plattform, die kaum einer je richtig kapierte und die nach 15 Monaten wieder dicht gemacht wurde. Anfang 2009 kam es zu einem richtigen Massensterben bei Google-Projekten: Werbung im Radio und in Zeitungen musste dabei ebenso dran glauben, wie Google Video, der Ortungsdienst Dodgeball, der Kurznachrichtendienst Jaiku, das Google Notebook und der virtuelle Einkaufsbummel in Google Catalogs.

Sind diese Flops also verschwendete Zeit und verschwendetes Geld einer Firma, die zu schnell zu viel will? Oder sind sie smartes Innovationsmanagement und Teil eines unerhörten Geschäftsmodells, das Innovationslust und Spieltrieb seiner Ingenieure und Programmierer Freiraum lässt? Und wenn Rohrkrepierer tatsächlich der Preis des Erfolgs sind, wer entscheidet dann, wie viele Ressourcen sie verschlingen dürfen? Selbst erfahrene Google-Beobachter sind sich nicht sicher, ob sie Antworten auf diese Fragen haben.

Google-Mitarbeiter vergleichen die Vorgehensweise gern mit Spaghetti, die man an die Wand wirft, um zu testen, ob sie gar sind. Ein paar bleiben kleben, die anderen fallen herunter und sollten noch ein Weilchen gekocht werden.

Leser-Kommentare
  1. Google breitet sich in der Welt aus wie ein globaler Hirntumor.

    Sobald sich Start-Ups mit guten Ideen und Produkten auf den Markt wagen, besteht die Gefahr, dass sie von einem Google-Tsunami überrollt werden. Dann wirft Google mal schnell ein Alternativprodukt hin, das zwar nur mittelmäßig, dafür aber so günstig ist, dass die Konkurrenten keine Chance haben, da sie im Gegensatz zu Google nicht einfach so Milliarden in den Sand setzen können.

    Ich frage mich, wann denn endlich staatlicherseits ein Umdenken einsetzt und Google als das gesehen wird, was es ist: eine Bedrohung des freien Marktes auf dem besten Weg zum globalen Supermonopolisten.

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    • GDH
    • 01.03.2011 um 17:16 Uhr

    Der Punkt, an dem ein Fernseh- Zeitschriften- oder Radioanbieter mit einem Marktanteil, wie ihn google z.B. bei Suchmaschinen und Videoportalen hat, ins Visier von Kartellbehörden geraten wäre, ist längst überschritten.

    Ich weis nicht, ob google seine enorme Reichweite einsetzt um politischen Einfluss (im Sinne einer Beeinflussung der von google-Diensten bevorzugt angezeigten Inhalte) zu nehmen. Es würde schon völlig reichen, dass einige Politiker das glauben und dann einem Konflikt eher aus dem Weg gehen.

    Auf ein Bewusstsein beim Konsumenten, dass Monopole für die Informationsbeschaffung nicht gut sind, würde ich noch am ehesten setzen (bloß muss der dann erstmal wissen, wo die alles hinterstecken bzw. wer deren Dienste wie z.B. analytics im Hintergrund einsetzt).

    Wie ich dieses Google rumgehacke nicht mehr lesen kann. Die Redmonder Lobbyabteilung leistet wirklich ganze Arbeit.

    • qbrick
    • 02.03.2011 um 8:52 Uhr

    und sagen uns, welches Betriebssystem Sie auf Ihrem Rechner haben. Die Chance ist 9 zu 1, daß es sich um MS Windows handelt. Haben Sie sich mal gefragt, wie es sein kann, daß etwas so Grundlegendes wie eine Betriebssystemplattform auf 90% aller im Handel befindlichen Rechner von einem einzigen Herstellers stammt? Ein Hersteller, der erwiesenermaßen die Computerfabrikanten durch die Androhung höherer Preise für seine Software zwingt, Konkurrenzbetriebssysteme nicht anzubieten. Ein Hersteller, der immer wieder Softwareschnittstellen durch seine herrschende Stellung am Markt durchsetzt, die nur er "versteht"? Ein Hersteller, der offene, dokumentierte Schnittstellen aus der Zeit, bevor dieser in den Markt eintrat, zu vernichten versucht, um seine eigenen geschlossenen Schnittstellen durchzusetzen.
    Man könnte hier endlos weitermachen. Mich interessiert als Verbraucher in bezug auf Google neben der Frage der Verwendung meiner persönlicher Daten nur eins: Sind Googles Dienste geeignet, Konkurrenten vom Markt auszuschließen und mir damit die Freiheit der Wahl wegzunehmen, wie dies Microsoft mittlerweile seit 20 Jahren praktiziert? Solange GMail und Konsorten einfach durch Konkurrenzdienste zu ersetzen sind, ist Google kein Problem und schon lange keine Bedrohung,[...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/wg

    • GDH
    • 01.03.2011 um 17:16 Uhr

    Der Punkt, an dem ein Fernseh- Zeitschriften- oder Radioanbieter mit einem Marktanteil, wie ihn google z.B. bei Suchmaschinen und Videoportalen hat, ins Visier von Kartellbehörden geraten wäre, ist längst überschritten.

    Ich weis nicht, ob google seine enorme Reichweite einsetzt um politischen Einfluss (im Sinne einer Beeinflussung der von google-Diensten bevorzugt angezeigten Inhalte) zu nehmen. Es würde schon völlig reichen, dass einige Politiker das glauben und dann einem Konflikt eher aus dem Weg gehen.

    Auf ein Bewusstsein beim Konsumenten, dass Monopole für die Informationsbeschaffung nicht gut sind, würde ich noch am ehesten setzen (bloß muss der dann erstmal wissen, wo die alles hinterstecken bzw. wer deren Dienste wie z.B. analytics im Hintergrund einsetzt).

    Wie ich dieses Google rumgehacke nicht mehr lesen kann. Die Redmonder Lobbyabteilung leistet wirklich ganze Arbeit.

    • qbrick
    • 02.03.2011 um 8:52 Uhr

    und sagen uns, welches Betriebssystem Sie auf Ihrem Rechner haben. Die Chance ist 9 zu 1, daß es sich um MS Windows handelt. Haben Sie sich mal gefragt, wie es sein kann, daß etwas so Grundlegendes wie eine Betriebssystemplattform auf 90% aller im Handel befindlichen Rechner von einem einzigen Herstellers stammt? Ein Hersteller, der erwiesenermaßen die Computerfabrikanten durch die Androhung höherer Preise für seine Software zwingt, Konkurrenzbetriebssysteme nicht anzubieten. Ein Hersteller, der immer wieder Softwareschnittstellen durch seine herrschende Stellung am Markt durchsetzt, die nur er "versteht"? Ein Hersteller, der offene, dokumentierte Schnittstellen aus der Zeit, bevor dieser in den Markt eintrat, zu vernichten versucht, um seine eigenen geschlossenen Schnittstellen durchzusetzen.
    Man könnte hier endlos weitermachen. Mich interessiert als Verbraucher in bezug auf Google neben der Frage der Verwendung meiner persönlicher Daten nur eins: Sind Googles Dienste geeignet, Konkurrenten vom Markt auszuschließen und mir damit die Freiheit der Wahl wegzunehmen, wie dies Microsoft mittlerweile seit 20 Jahren praktiziert? Solange GMail und Konsorten einfach durch Konkurrenzdienste zu ersetzen sind, ist Google kein Problem und schon lange keine Bedrohung,[...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/wg

    • GDH
    • 01.03.2011 um 17:16 Uhr

    Der Punkt, an dem ein Fernseh- Zeitschriften- oder Radioanbieter mit einem Marktanteil, wie ihn google z.B. bei Suchmaschinen und Videoportalen hat, ins Visier von Kartellbehörden geraten wäre, ist längst überschritten.

    Ich weis nicht, ob google seine enorme Reichweite einsetzt um politischen Einfluss (im Sinne einer Beeinflussung der von google-Diensten bevorzugt angezeigten Inhalte) zu nehmen. Es würde schon völlig reichen, dass einige Politiker das glauben und dann einem Konflikt eher aus dem Weg gehen.

    Auf ein Bewusstsein beim Konsumenten, dass Monopole für die Informationsbeschaffung nicht gut sind, würde ich noch am ehesten setzen (bloß muss der dann erstmal wissen, wo die alles hinterstecken bzw. wer deren Dienste wie z.B. analytics im Hintergrund einsetzt).

  2. Wie ich dieses Google rumgehacke nicht mehr lesen kann. Die Redmonder Lobbyabteilung leistet wirklich ganze Arbeit.

  3. ...und all die anderen Parasiten im Web - Ghostery in Firefox, das blockt Tracker :)

    Dazu noch TrackMeNot und Google wird zugespammt :D mit unsinnigen Suchanfragen.

    Und @ChilliConCarne
    Wenn ein Unternehmen mir wie Stasi hinterherschnüffelt um dann mein Profil zu verkaufen (direkt oder indirekt per Werbung) dann ist dies durchaus bekämpfenswert.

    Und das hat nichts mit Lobbying von Microsoft zu tun - immerhin hat sich Microsoft geöffnet und dokumentiert alles öffentlich (siehe MSDN) - dazu FRAGT Microsoft bevor es Daten sammelt, sie müssen dem ausdrücklich zustimmen.
    Google tut dies einfach automatisch - sie nutzen einen Google Dienst? Sie haben durch die Benutzung der Seite de Auswertung ihrer Nutzungsdaten zugestimmt - sie besuchen eine Seite auf der Analytics läuft? Die Daten werden ungefragt an Google gesendet.
    Sie schreiben eine Mail mit Google? Sie wird für gezielte Werbung automatisch analysiert.

    Eine Leser-Empfehlung
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    microsoft verdient hauptsächlich durch proprietäre software sein geld, google durch werbung.
    dass google die zur verfügung gestellten daten nutzt, lässt sich in den AGB nachlesen, dafür bedarf es keines popups.
    dass jedoch MS indirekt unsere steuern bekommt indem es den ganzen staatsapparat mit windows versorgt sollte mehr zu denken geben.

    microsoft verdient hauptsächlich durch proprietäre software sein geld, google durch werbung.
    dass google die zur verfügung gestellten daten nutzt, lässt sich in den AGB nachlesen, dafür bedarf es keines popups.
    dass jedoch MS indirekt unsere steuern bekommt indem es den ganzen staatsapparat mit windows versorgt sollte mehr zu denken geben.

  4. microsoft verdient hauptsächlich durch proprietäre software sein geld, google durch werbung.
    dass google die zur verfügung gestellten daten nutzt, lässt sich in den AGB nachlesen, dafür bedarf es keines popups.
    dass jedoch MS indirekt unsere steuern bekommt indem es den ganzen staatsapparat mit windows versorgt sollte mehr zu denken geben.

    Antwort auf "Gegen Analytics"
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    ...also so sicher würde ich mir da nicht sein.

    Ja, es lässt sich nachlesen - aber viele Leute wissen nicht dass sie durch die Nutzung von Google Diensten der Datenerhebung zustimmen.
    Des weiteren dreht man sich mit den allgemeinen Geschäftsbedingungen im Kreis - dadurch dass ich auf der Seite bin akzeptiere ich sie, andererseits kann ich die allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht einsehen ohne die Startseite einer Adresse zu besuchen. (oder kennen sie die direkte Links zu den allgemeinen Geschäftsbedingungen ?)

    -> Damit sind sie faktisch gezwungen diese anzunehmen - ob sie es wollen oder nicht. Und ob in allen allgemeinen Geschäftsbedingungen steht welche Tracker eingesetzt werden - ich wage es zu bezweifeln.

    Zum Thema Microsoft Software in der Regierung - wo ist hier das Problem? Mit dieser Argumentation dürfte es auch keine Regierungsfahrzeuge geben - ich kann doch keine Autobauer subventionieren - und auch kein Strom für die Regierung etc.

    -> Sicherlich wird der eine oder andere Linux Fanatiker ankommen und für Linux plädieren - andererseits erfordert Linux dass man IT Personal zur Hand hat - durchaus auch mehr als mit modernen Microsoft Produkten. Und geht bei Linux bei einem Update was schief haben sie das Problem und müssen es selbst mithilfe von Google lösen.
    Bei Microsoft rufen sie an und beklagen sich einfach - und die dürfen dann die Lösung finden.
    Freie Software in Ehren - aber ich bevorzuge für vieles die kostenpflichtige Variante - unter anderem für Support.

    ...also so sicher würde ich mir da nicht sein.

    Ja, es lässt sich nachlesen - aber viele Leute wissen nicht dass sie durch die Nutzung von Google Diensten der Datenerhebung zustimmen.
    Des weiteren dreht man sich mit den allgemeinen Geschäftsbedingungen im Kreis - dadurch dass ich auf der Seite bin akzeptiere ich sie, andererseits kann ich die allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht einsehen ohne die Startseite einer Adresse zu besuchen. (oder kennen sie die direkte Links zu den allgemeinen Geschäftsbedingungen ?)

    -> Damit sind sie faktisch gezwungen diese anzunehmen - ob sie es wollen oder nicht. Und ob in allen allgemeinen Geschäftsbedingungen steht welche Tracker eingesetzt werden - ich wage es zu bezweifeln.

    Zum Thema Microsoft Software in der Regierung - wo ist hier das Problem? Mit dieser Argumentation dürfte es auch keine Regierungsfahrzeuge geben - ich kann doch keine Autobauer subventionieren - und auch kein Strom für die Regierung etc.

    -> Sicherlich wird der eine oder andere Linux Fanatiker ankommen und für Linux plädieren - andererseits erfordert Linux dass man IT Personal zur Hand hat - durchaus auch mehr als mit modernen Microsoft Produkten. Und geht bei Linux bei einem Update was schief haben sie das Problem und müssen es selbst mithilfe von Google lösen.
    Bei Microsoft rufen sie an und beklagen sich einfach - und die dürfen dann die Lösung finden.
    Freie Software in Ehren - aber ich bevorzuge für vieles die kostenpflichtige Variante - unter anderem für Support.

  5. ...also so sicher würde ich mir da nicht sein.

    Ja, es lässt sich nachlesen - aber viele Leute wissen nicht dass sie durch die Nutzung von Google Diensten der Datenerhebung zustimmen.
    Des weiteren dreht man sich mit den allgemeinen Geschäftsbedingungen im Kreis - dadurch dass ich auf der Seite bin akzeptiere ich sie, andererseits kann ich die allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht einsehen ohne die Startseite einer Adresse zu besuchen. (oder kennen sie die direkte Links zu den allgemeinen Geschäftsbedingungen ?)

    -> Damit sind sie faktisch gezwungen diese anzunehmen - ob sie es wollen oder nicht. Und ob in allen allgemeinen Geschäftsbedingungen steht welche Tracker eingesetzt werden - ich wage es zu bezweifeln.

    Zum Thema Microsoft Software in der Regierung - wo ist hier das Problem? Mit dieser Argumentation dürfte es auch keine Regierungsfahrzeuge geben - ich kann doch keine Autobauer subventionieren - und auch kein Strom für die Regierung etc.

    -> Sicherlich wird der eine oder andere Linux Fanatiker ankommen und für Linux plädieren - andererseits erfordert Linux dass man IT Personal zur Hand hat - durchaus auch mehr als mit modernen Microsoft Produkten. Und geht bei Linux bei einem Update was schief haben sie das Problem und müssen es selbst mithilfe von Google lösen.
    Bei Microsoft rufen sie an und beklagen sich einfach - und die dürfen dann die Lösung finden.
    Freie Software in Ehren - aber ich bevorzuge für vieles die kostenpflichtige Variante - unter anderem für Support.

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "Unterschied"
    • Cabelo
    • 02.03.2011 um 0:18 Uhr
    7. Linux

    ich bin absolut kein Computer-fan. Ist ein Werkzeig für mich, mehr nicht. Aber alles was ich damit machen will funktioniert ohne Probleme mit Linux. Und die meisten Fragen sind in Foren wunderbar erklärt.

    Es ist natürlich einfacher die Vorgefertigte Variante von Windows oder Apple zu nehmen, sich nicht drum zu kümmern und einfach zu akzeptieren wie die Welt is. Aber täten wir das alle...

    Die Macht von Facebook, Google, Microsoft, Apple ist einfach zu groß geworden. Und das sind elementare Dinge um die es da geht. Informationen sind Macht, Daten sind Macht, die Computerwelt inkl. Internet zu beherrschen bedeutet unglaubliche Macht in der heutigen Welt! Und zu viel Macht in wenigen Händen ist nun wirklich nicht gut.

    Eine Leser-Empfehlung
    • qbrick
    • 02.03.2011 um 8:52 Uhr

    und sagen uns, welches Betriebssystem Sie auf Ihrem Rechner haben. Die Chance ist 9 zu 1, daß es sich um MS Windows handelt. Haben Sie sich mal gefragt, wie es sein kann, daß etwas so Grundlegendes wie eine Betriebssystemplattform auf 90% aller im Handel befindlichen Rechner von einem einzigen Herstellers stammt? Ein Hersteller, der erwiesenermaßen die Computerfabrikanten durch die Androhung höherer Preise für seine Software zwingt, Konkurrenzbetriebssysteme nicht anzubieten. Ein Hersteller, der immer wieder Softwareschnittstellen durch seine herrschende Stellung am Markt durchsetzt, die nur er "versteht"? Ein Hersteller, der offene, dokumentierte Schnittstellen aus der Zeit, bevor dieser in den Markt eintrat, zu vernichten versucht, um seine eigenen geschlossenen Schnittstellen durchzusetzen.
    Man könnte hier endlos weitermachen. Mich interessiert als Verbraucher in bezug auf Google neben der Frage der Verwendung meiner persönlicher Daten nur eins: Sind Googles Dienste geeignet, Konkurrenten vom Markt auszuschließen und mir damit die Freiheit der Wahl wegzunehmen, wie dies Microsoft mittlerweile seit 20 Jahren praktiziert? Solange GMail und Konsorten einfach durch Konkurrenzdienste zu ersetzen sind, ist Google kein Problem und schon lange keine Bedrohung,[...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/wg

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Nur weil ich Google kritisiere, heißt es noch lange nicht, dass ich ein Fan von Microsoft sein muss, das bin ich ganz und gar nicht. Wie man zu so einer Schlussfolgerung kommen kann, ist mir schleierhaft ;-)

    Microsoft werden von der EU (zu Recht!) Strafen aufgebrummt, wenn MS in anderen Bereichen wildert und z.B. Konkurrenzbrowser auszugrenzen versucht. MS wird bereits seit langem als Bösewicht wahrgenommen, Google dagegen kaufen viele das "Don't be evil" immer noch ab.

    Dabei ist es meiner Meinung nach schwieriger, mit Google zu konkurrieren als mit MS, weil Google zurzeit einfach schneller reagiert. Im Falle von MS gibt es in nahezu allen Bereichen etablierte Konkurrenzprodukte: Linux bei den Betriebssystemen, diverse Office-Produkte, mehrere Browser usw. Gibt es aber eine Suchmaschine neben Google (wohl kaum, wenn das Wort Googeln mittlerweile zum Sprachgebrauch gehört)? Oder ein Videoportal neben Youtube? Und was ist die mächtigere Mobile-Plattform: Windows oder Android?

    Mein Punkt ist, dass Google ständig versucht, andere Bereiche aufzumischen, indem es seine Vormacht bei der Suche und das daraus resultierende enorme Kapital für Quersubventionen im großen Stil missbraucht und damit den Wettbewerb verzerrt bzw. vollkommen aufhebt. Hier sehe ich besonders im Hinblick auf die Zukunft eine große Gefahr.

    Nur weil ich Google kritisiere, heißt es noch lange nicht, dass ich ein Fan von Microsoft sein muss, das bin ich ganz und gar nicht. Wie man zu so einer Schlussfolgerung kommen kann, ist mir schleierhaft ;-)

    Microsoft werden von der EU (zu Recht!) Strafen aufgebrummt, wenn MS in anderen Bereichen wildert und z.B. Konkurrenzbrowser auszugrenzen versucht. MS wird bereits seit langem als Bösewicht wahrgenommen, Google dagegen kaufen viele das "Don't be evil" immer noch ab.

    Dabei ist es meiner Meinung nach schwieriger, mit Google zu konkurrieren als mit MS, weil Google zurzeit einfach schneller reagiert. Im Falle von MS gibt es in nahezu allen Bereichen etablierte Konkurrenzprodukte: Linux bei den Betriebssystemen, diverse Office-Produkte, mehrere Browser usw. Gibt es aber eine Suchmaschine neben Google (wohl kaum, wenn das Wort Googeln mittlerweile zum Sprachgebrauch gehört)? Oder ein Videoportal neben Youtube? Und was ist die mächtigere Mobile-Plattform: Windows oder Android?

    Mein Punkt ist, dass Google ständig versucht, andere Bereiche aufzumischen, indem es seine Vormacht bei der Suche und das daraus resultierende enorme Kapital für Quersubventionen im großen Stil missbraucht und damit den Wettbewerb verzerrt bzw. vollkommen aufhebt. Hier sehe ich besonders im Hinblick auf die Zukunft eine große Gefahr.

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