Facebook Protestgruppen fühlen sich politisch verfolgt
Aktivisten werfen Facebook vor, Profile von politischen Protestorganisationen gezielt zu deaktivieren. Facebook spricht von formalen Verstößen.
Das soziale Netzwerk Facebook hat nach einem Bericht des Guardian dutzende Profile deaktiviert, die politischen Gruppen zuzuordnen sind. Darunter befand sich auch das Profil von UK Uncut und anderen Protestbewegungen, die Kritik an der Wirtschafts- und Sozialpolitik der britischen Regierung geäußert haben. Betroffen sind auch Seiten, die während der Universitätsbesetzungen im Dezember von Studenten gegründet wurden.
Die betroffenen Seiten können nicht mehr aufgerufen werden, stattdessen erscheint eine Fehlermeldung. Administratoren der Profile sagen, dies habe zahlreiche Verbindungen unter den Aktivisten außer Kraft gesetzt. Mittlerweile gibt es auf Facebook die Gruppe "Stop The Facebook Purge" ("Stoppt die Facebook-Säuberung").
Ein Facebook-Sprecher sagte, die betroffenen Profile wurden deaktiviert, da sie nicht korrekt registriert waren. Das sei nicht politisch motiviert gewesen oder hätte gar mit den verschärften Sicherheitsmaßnahmen rund um die königliche Hochzeit zu tun, wie von den Betroffenen gemutmaßt. Facebook-Profile, die als Seiten von Einzelpersonen registriert sind, aber tatsächlich Gruppen repräsentierten, verstoßen gegen die Richtlinien des Netzwerks.
Die betroffenen Nutzer würden per E-Mail über den Verstoß informiert, sagte der Sprecher. Ihnen würde mitgeteilt, wie sie ihre Accounts korrekt reaktivieren könnten.
- Datum 30.04.2011 - 12:12 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
- Kommentare 18
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Seit wann werden eigentlich Protest-Bewegungen durch die Massenmedien und ihr Geschrei à la "Facebook/Twitter-Revolution" beeinflusst? Ich meine, es kann doch nicht sein, dass man die Dienste eines fremden Anbieters anbietet, der einem jederzeit alles dicht machen kann. Bei solchen Gruppen, die als Protestler ja wissen, wie es in der Welt abläuft, finde ich es doch unglaublich, wie naiv sie doch handeln. Kein Wunder, dass kaum einer dieser Gruppierungen Erfolg hat.
Ägypten-Proteste und andere in der arabischen Welt wurden zu einem großen Teil über Facebook verabredet. Das Netzwerk hat einen Ruf zu verlieren, wenn es solchen Mist macht wie oben beschrieben.
Ägypten-Proteste und andere in der arabischen Welt wurden zu einem großen Teil über Facebook verabredet. Das Netzwerk hat einen Ruf zu verlieren, wenn es solchen Mist macht wie oben beschrieben.
Facebook ist eine kapitalistische Organisation - wer nicht der Parteilinie des Geldes folgt wird nun einmal abgestellt...
Da Facebook ein privates Unternehmen ist und der Dienst kein Grundrecht ist, darf es das.
Andererseits muss ich doch auch fragen warum solche Gruppen nicht kurzerhand selbst ein Wenig Webspace mieten und organisieren? -> Wenn als Gruppe Geld zusammengelegt wird sind die kosten gering, dazu ist man unabhängig von finanziellen Interessen.
Wem dies zu teuer ist - ein alter Computer daheim, dyndns und schon läuft kostenfrei (bis auf den Strom) eine Internetseite daheim - wieder einmal frei von kapitalistischen Interessen.
Jeder, der Zugriff auf das "echte" Internet hat, kann überall und kostenlos irgend etwas aufbauen und im Netz veröffentlichen, aber durch Facebook ist es umsonst und sehr zentral (nicht nur figürlich), was einer potentiellen politischen Gruppe mehr Einflussmöglichkeiten bietet, z.B. Terroraktivisten oder aber auch Tante Helgas Kegelverein.
Tante Helga ist aber ein guter Kunde für FB, denn Sie kennt die Möglichkeiten des Internets nicht und klebt an Facebook.
Dimidium facti, qui coepit, habet. Sapere aude. Incipe!
*Diaspora-Werbung-Ende*
Leider wird ZO nie auch die Idee kommen, dass auch neg. Berichterstattung über FB zu seiner scheinbaren Alternativlosigkeit beiträgt.
Ich habe keine Freunde mehr.
Entfernt wegen Doppelposting. Die Redaktion/lv
Jeder, der Zugriff auf das "echte" Internet hat, kann überall und kostenlos irgend etwas aufbauen und im Netz veröffentlichen, aber durch Facebook ist es umsonst und sehr zentral (nicht nur figürlich), was einer potentiellen politischen Gruppe mehr Einflussmöglichkeiten bietet, z.B. Terroraktivisten oder aber auch Tante Helgas Kegelverein.
Tante Helga ist aber ein guter Kunde für FB, denn Sie kennt die Möglichkeiten des Internets nicht und klebt an Facebook.
Dimidium facti, qui coepit, habet. Sapere aude. Incipe!
*Diaspora-Werbung-Ende*
Leider wird ZO nie auch die Idee kommen, dass auch neg. Berichterstattung über FB zu seiner scheinbaren Alternativlosigkeit beiträgt.
Ich habe keine Freunde mehr.
Entfernt wegen Doppelposting. Die Redaktion/lv
denn von Marc Zuckerberg auch anderes erwarten, da er ja die fb Nutzer öffentlich als dumme Arschlöcher (stupid fuckers) bezeichnet hat? Die Aktivisten sollen lieber virtuelle Bauernhöfe aufbauen und fleissig Papiergeld für digitales Geld umtauschen.
"Marc Zuckerberg auch anderes erwarten, da er ja die fb Nutzer öffentlich als dumme Arschlöcher (stupid fuckers) bezeichnet hat?"
Wo, wann und in welchem Zusammenhang? Ohne Quellen kann jeder alles behaupten.
"Marc Zuckerberg auch anderes erwarten, da er ja die fb Nutzer öffentlich als dumme Arschlöcher (stupid fuckers) bezeichnet hat?"
Wo, wann und in welchem Zusammenhang? Ohne Quellen kann jeder alles behaupten.
Ägypten-Proteste und andere in der arabischen Welt wurden zu einem großen Teil über Facebook verabredet. Das Netzwerk hat einen Ruf zu verlieren, wenn es solchen Mist macht wie oben beschrieben.
dass Facebook nicht sonderlich glücklich war, die ägyptische Revolution mit verantwortet/die Infrastruktur für die Proteste zur Verfügung gestellt zu haben.
Wie man am Fall Wikileaks gut sehen kann, ist eine Demonstrationskultur im Netz von staatlicher Seite nicht wirklich erwünscht und Facebook möchte relativ stressfrei einen Haufen Geld verdienen.
Warum es keine Open-Source-Alternative zu Facebook gibt, die echte Privatsphäre bietet? Wahrscheinlich kostet der Traffic mit Bildern und Videos zu viel Geld.
dass Facebook nicht sonderlich glücklich war, die ägyptische Revolution mit verantwortet/die Infrastruktur für die Proteste zur Verfügung gestellt zu haben.
Wie man am Fall Wikileaks gut sehen kann, ist eine Demonstrationskultur im Netz von staatlicher Seite nicht wirklich erwünscht und Facebook möchte relativ stressfrei einen Haufen Geld verdienen.
Warum es keine Open-Source-Alternative zu Facebook gibt, die echte Privatsphäre bietet? Wahrscheinlich kostet der Traffic mit Bildern und Videos zu viel Geld.
"Marc Zuckerberg auch anderes erwarten, da er ja die fb Nutzer öffentlich als dumme Arschlöcher (stupid fuckers) bezeichnet hat?"
Wo, wann und in welchem Zusammenhang? Ohne Quellen kann jeder alles behaupten.
http://tinyurl.com/3fg7rkz
Weiter kann man nur hoffen, dass bald ein offenes soziales Netzwerk sich durchsetzen wird. Ich finde es erstaunlich, wie viele Konzerne auf die Facebook Schiene aufspringen. Gerade jetzt, wo von einer neuen Blase gesprochen und Facebook immens überbewertet wird.
http://tinyurl.com/3fg7rkz
Weiter kann man nur hoffen, dass bald ein offenes soziales Netzwerk sich durchsetzen wird. Ich finde es erstaunlich, wie viele Konzerne auf die Facebook Schiene aufspringen. Gerade jetzt, wo von einer neuen Blase gesprochen und Facebook immens überbewertet wird.
http://tinyurl.com/3fg7rkz
Weiter kann man nur hoffen, dass bald ein offenes soziales Netzwerk sich durchsetzen wird. Ich finde es erstaunlich, wie viele Konzerne auf die Facebook Schiene aufspringen. Gerade jetzt, wo von einer neuen Blase gesprochen und Facebook immens überbewertet wird.
Was ist an diesem Netzwerk sozial?
Da gehe ich lieber zu einem Psychologen, denn der hat immer noch eine gewisse "Schweigepflicht"!
Besser wäre es aber, einen Roman über sein eigenes ICH zu schreiben - und zwar alleine und ohne zu "guttenbergen".
Solche Bücher sind doch in - und Geld lässt sich (vielleicht) auch damit verdienen.
... und wer sich das nicht zutraut, der kann ja seine Meinung gleich an die Litfaßsäule kleben.
dass Facebook nicht sonderlich glücklich war, die ägyptische Revolution mit verantwortet/die Infrastruktur für die Proteste zur Verfügung gestellt zu haben.
Wie man am Fall Wikileaks gut sehen kann, ist eine Demonstrationskultur im Netz von staatlicher Seite nicht wirklich erwünscht und Facebook möchte relativ stressfrei einen Haufen Geld verdienen.
Warum es keine Open-Source-Alternative zu Facebook gibt, die echte Privatsphäre bietet? Wahrscheinlich kostet der Traffic mit Bildern und Videos zu viel Geld.
Bilder lassen sich eigentlich ohne Probleme über externe Dienste einbinden - Flickr, Imageshack, Photobucket etc.
(Flickr für Qualität)
Wenn ein solches Netzwerk wirklich sozial wäre dann würde die Kommunikation im Mittelpunkt stehen, und die bräuchte nur (kleinen) Text.
@dieschweigendemehrheit: Natürlich gibt es eine OpenSource-Alternative zu Facebook: Diaspora (https://joindiaspora.com/) Bei diesem Sozialen Netzwerk werden die Daten nicht auf den Servern eines bestimmten Betreibers abgelegt, sondern jeder hat die Möglichkeit einen Diaspora-Server zu betreiben und der Nutzer kann kontrollieren wo seine Daten abgelegt werden - sozusagen ein P2P-SocialNetwork. Eigentlich passt dieser Ansatz wunderbar zu den Vorstellungen oben genannter Protestbewegungen - warum sie dennoch bei einem Unternehmen namens Facebook ihre gesamten Daten lagern (und damit deren Verwertungsrechte automatisch an Facebook abtreten), bei dem jederzeit die Möglichkeit der Weitergabe ihrer Nutzerdaten und -profile an Dritte besteht , bleibt ein Rätsel.
Bilder lassen sich eigentlich ohne Probleme über externe Dienste einbinden - Flickr, Imageshack, Photobucket etc.
(Flickr für Qualität)
Wenn ein solches Netzwerk wirklich sozial wäre dann würde die Kommunikation im Mittelpunkt stehen, und die bräuchte nur (kleinen) Text.
@dieschweigendemehrheit: Natürlich gibt es eine OpenSource-Alternative zu Facebook: Diaspora (https://joindiaspora.com/) Bei diesem Sozialen Netzwerk werden die Daten nicht auf den Servern eines bestimmten Betreibers abgelegt, sondern jeder hat die Möglichkeit einen Diaspora-Server zu betreiben und der Nutzer kann kontrollieren wo seine Daten abgelegt werden - sozusagen ein P2P-SocialNetwork. Eigentlich passt dieser Ansatz wunderbar zu den Vorstellungen oben genannter Protestbewegungen - warum sie dennoch bei einem Unternehmen namens Facebook ihre gesamten Daten lagern (und damit deren Verwertungsrechte automatisch an Facebook abtreten), bei dem jederzeit die Möglichkeit der Weitergabe ihrer Nutzerdaten und -profile an Dritte besteht , bleibt ein Rätsel.
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