Kino.to Tipp aus der Szene führte Ermittler zu kino.to

Lange versuchte die Industrie vergeblich, der Streamingsite habhaft zu werden. Als sie einen Hinweis auf einen Betreiber bekam, ging die Abschaltung des Servers schnell.

Ein noch aktiver Film-Streamingdienst, der ebenfalls unter der Domain .to gehostet ist

Ein noch aktiver Film-Streamingdienst, der ebenfalls unter der Domain .to gehostet ist

Ist es illegal, sich den Stream eines Filmes anzusehen? Nein, sagen jene, die auf diese Art illegale Kopien aktueller Filme im Netz sehen. Ja, sagt die Filmindustrie, die das als Schädigung ihrer Geschäfte betrachtet. Rechtlich geklärt ist die Frage nicht, auch wenn sie seit Jahren Juristen und vor allem Nutzer beschäftigt. Sie tut es noch viel mehr, seit der Filmstreamingdienst kino.to von der Generalstaatsanwaltschaft Dresden abgeschaltet wurde.

Doch kino.to wurde nicht geschlossen, weil die Site Streams anbot. Nach Aussage der ermittelnden Staatsanwaltschaft wurden die Betreiber festgenommen, weil sie außerdem auch die Sites steuerten, auf denen die illegalen Kopien lagen und auf die kino.to verlinkte. Man habe zumindest genug entsprechende Indizien für einen dringenden Tatverdacht, sagt der Sprecher der Ermittler, Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein.

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Und er sagt, die Ermittler hätten sich der Debatte, ob Streams illegal sind oder nicht, noch gar nicht gewidmet: "Wir sehen das Problem, haben die Frage aber erst einmal zurückgestellt." Vorrangig sei es darum gegangen, der Anbieter habhaft zu werden, nicht der Nutzer.

Nutzer sollten sich nicht allzu sicher fühlen

Sicher sollten sie sich deswegen aber nicht unbedingt fühlen. Zwar vertritt der Anwalt Christian Solmecke beim Nachrichtenportal Gulli die Rechtsauffassung, Streams anzuschauen sei nicht illegal. So muss es aber nicht bleiben.

Oberstaatsanwalt Klein sagte dazu lediglich: "Sobald wir mehr Luft haben, werden wir die Rechtslage prüfen, die Nutzerseite außer Acht lassen werden wir nicht."

Bei kino.to also ging es nicht um Streams, es ging um die illegale Verbreitung von Filmen, daher das Speichern und Anbieten derselben. Außerdem wurde die Site nicht gesperrt, sondern der Server, auf dem sie lag, abgeschaltet. Dafür bekommt die Generalstaatsanwaltschaft derzeit viel Applaus.

So gratuliert der Verband der Internetprovider Eco, die Ermittler hätten erfolgreich die Quelle dicht gemacht und nicht nur eine Netzsperre davor gehängt. "So muss man es machen", sagt eine Sprecherin des Branchenverbandes: "Internationale Zusammenarbeit und an der Quelle handeln, alles andere nutzt nichts."

Leser-Kommentare
  1. Und das ganz ohne Vorratsdatenspeicherung ...

    16 Leser-Empfehlungen
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    "Sobald wir mehr Luft haben, werden wir die Rechtslage prüfen, die Nutzerseite außer Acht lassen werden wir nicht."

    Was sollen sie auch sagen...

    Schon mehrfach bemängelt wurde hier der Anspruch der Industrie. Von 100 geladenen/gestreamten Filmen, würde der Nutzer (nicht ich) vielleicht bei EINEM ins Kino gehen und DER ist dann der reale Verlust der Industrie...

    • Hickey
    • 10.06.2011 um 7:04 Uhr

    Bei kino.to geht so was ganz schnell, Kinderpornoserver will man lieber nicht suchen & abschalten sondern einfach nur sperren ?

    Kranke Ansicht unserer Politiker. Da sieht man wieder wo interessen vertreten werden $$$$

    "Sobald wir mehr Luft haben, werden wir die Rechtslage prüfen, die Nutzerseite außer Acht lassen werden wir nicht."

    Was sollen sie auch sagen...

    Schon mehrfach bemängelt wurde hier der Anspruch der Industrie. Von 100 geladenen/gestreamten Filmen, würde der Nutzer (nicht ich) vielleicht bei EINEM ins Kino gehen und DER ist dann der reale Verlust der Industrie...

    • Hickey
    • 10.06.2011 um 7:04 Uhr

    Bei kino.to geht so was ganz schnell, Kinderpornoserver will man lieber nicht suchen & abschalten sondern einfach nur sperren ?

    Kranke Ansicht unserer Politiker. Da sieht man wieder wo interessen vertreten werden $$$$

  2. 2. Schade

    ich hatte gehofft kino.to bringt die Filmindustrie dazu es aufzugeben oder zumindest zu reduzieren diesen Genre, der auf diesen Seiten verbreitet wurde, erst zu produzieren und wendet sich anderen Konsumenten zu, die solche Seiten erst gar nicht nutzen und wie selbstverständlich für einen Filmgenuss zahlen.
    Dann wäre auch ein Kinobesuch oder Videothekbesuch vielleicht mal wieder lohnenswert gewesen und solche anderen Filme wären auch mal wieder in der ländlichen Region erhältlich gewesen. Die Filme die auf den diversen Filmfestspielen gezeigt werden, erscheinen mir geheime Verschlusssachen zu sein.
    Schade, jetzt bleibt alles beim alten.

    • oleg89
    • 09.06.2011 um 18:01 Uhr

    Ich würde gern mal genaueres darüber wissen, wie sich denn solche Internetseiten negativ auf die Filmindustrie ausgewirkt haben.
    Bekommt etwa James Cameron jetzt nur noch 225 statt 250 Millionen für seinen nächsten Film?

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    Sie fragen: "Bekommt etwa James Cameron jetzt nur noch 225 statt 250 Millionen für seinen nächsten Film?"

    Unwahrscheinlich. Aber vielleicht bekommt der ein oder andere

    Beleuchter, Geräuschemacher, Kabelträger, Assistent (Kamera, Ton, Regie usw.), Komparse, Kostümbildner, Bühnenbildner, Maskenbildner, Handwerker, Fahrer, Cateringbedienstete, (Stunt)double, Synchronsprecher, Cutter/Schneider, Vorführer, Requisiteur usw.

    nun etwas mehr, oder auch nur einen weiteren Auftrag.

    Oder die kleinen und kleinsten Produktionsfirmen, die ungleich abhängiger vom finanziellen Erfolg eines Filmes sind, anders als die Major Studios.

    Herzlichst

    am Rande

    PS: Ja, einen Teil dieses Kommentars habe ich gestern schon hier so ähnlich veröffentlicht. Ich darf das aber, weil ich die Rechte an meinen Äußerungen habe ;-)

    • sajuz
    • 09.06.2011 um 22:32 Uhr

    "Bekommt etwa James Cameron jetzt nur noch 225 statt 250 Millionen für seinen nächsten Film?"

    Oh Mann, immer der selbe Müll. Einfach keinen Plan, wie das Geschäft mit Filmen und Musik, also mit verfremdeten Aufzeichnungen künstlerischer Darbietungen, funktioniert.

    James Cameron ist keine Privatperson, James Cameron ist erstmal, ähnlich wie Snoop Dogg ein "Unternehmen", von James Camerons Millionen leben schon direkt etliche Familien mit kleinen Kindern, mit Kindern die studieren gehen...

    Dann bekommt James Cameron soo viel Geld, weil seine Filme soo viel Gewinn machen, ein Teil davon geht an den Staat (Umsatzsteuer), ganz viel davon geht an die Shareholder (Vielleicht ja ihr Nachbar der seine bescheiden Altersvorsorge so angelegt hat), einiges geht an die großen Bosse, einiges geht an den NÄCHSTEN Film.

    An einem Film / CD arbeiten einige Tausend Menschen. Meist arbeiten sie parallel an vielen Filmen / CDs.
    Glauben Sie ein kleiner Tonmeister scheffelt die fetten Millionen? Glauben Sie der kleine mittelständische Spezialist, der die CGI liefert setzt viel um?

    Und nicht zuletzt sorgen James Cameron und Snoop Dogg auch dafür, dass die Künstler, die sie für "würdig" halten, trotz ihrer defizitären Produkte überleben. Weil es NOCH genug Geld gibt in neue Ideen zu investieren und einfach mal an Kunst zu glauben, die noch nichts verkauft... Aber vielleicht schon bald... 225 Millionen

    Raubkopie durchbricht diesen Kreislauf. See?

    sie geht einfach davon aus, dass jeder kopierte bzw. gestreamte Film im Kino angeschaut worden wäre, wenn er nicht übers Internet in die Wohnzimmer gekommen wäre. Genau wie die Musikindustrie behauptet, jede kopierte mp3-datei wäre eine verkaufte CD gewesen.
    So kann man sich den Schaden auch selber schönrechnen und laut jammern.

    Sie fragen: "Bekommt etwa James Cameron jetzt nur noch 225 statt 250 Millionen für seinen nächsten Film?"

    Unwahrscheinlich. Aber vielleicht bekommt der ein oder andere

    Beleuchter, Geräuschemacher, Kabelträger, Assistent (Kamera, Ton, Regie usw.), Komparse, Kostümbildner, Bühnenbildner, Maskenbildner, Handwerker, Fahrer, Cateringbedienstete, (Stunt)double, Synchronsprecher, Cutter/Schneider, Vorführer, Requisiteur usw.

    nun etwas mehr, oder auch nur einen weiteren Auftrag.

    Oder die kleinen und kleinsten Produktionsfirmen, die ungleich abhängiger vom finanziellen Erfolg eines Filmes sind, anders als die Major Studios.

    Herzlichst

    am Rande

    PS: Ja, einen Teil dieses Kommentars habe ich gestern schon hier so ähnlich veröffentlicht. Ich darf das aber, weil ich die Rechte an meinen Äußerungen habe ;-)

    • sajuz
    • 09.06.2011 um 22:32 Uhr

    "Bekommt etwa James Cameron jetzt nur noch 225 statt 250 Millionen für seinen nächsten Film?"

    Oh Mann, immer der selbe Müll. Einfach keinen Plan, wie das Geschäft mit Filmen und Musik, also mit verfremdeten Aufzeichnungen künstlerischer Darbietungen, funktioniert.

    James Cameron ist keine Privatperson, James Cameron ist erstmal, ähnlich wie Snoop Dogg ein "Unternehmen", von James Camerons Millionen leben schon direkt etliche Familien mit kleinen Kindern, mit Kindern die studieren gehen...

    Dann bekommt James Cameron soo viel Geld, weil seine Filme soo viel Gewinn machen, ein Teil davon geht an den Staat (Umsatzsteuer), ganz viel davon geht an die Shareholder (Vielleicht ja ihr Nachbar der seine bescheiden Altersvorsorge so angelegt hat), einiges geht an die großen Bosse, einiges geht an den NÄCHSTEN Film.

    An einem Film / CD arbeiten einige Tausend Menschen. Meist arbeiten sie parallel an vielen Filmen / CDs.
    Glauben Sie ein kleiner Tonmeister scheffelt die fetten Millionen? Glauben Sie der kleine mittelständische Spezialist, der die CGI liefert setzt viel um?

    Und nicht zuletzt sorgen James Cameron und Snoop Dogg auch dafür, dass die Künstler, die sie für "würdig" halten, trotz ihrer defizitären Produkte überleben. Weil es NOCH genug Geld gibt in neue Ideen zu investieren und einfach mal an Kunst zu glauben, die noch nichts verkauft... Aber vielleicht schon bald... 225 Millionen

    Raubkopie durchbricht diesen Kreislauf. See?

    sie geht einfach davon aus, dass jeder kopierte bzw. gestreamte Film im Kino angeschaut worden wäre, wenn er nicht übers Internet in die Wohnzimmer gekommen wäre. Genau wie die Musikindustrie behauptet, jede kopierte mp3-datei wäre eine verkaufte CD gewesen.
    So kann man sich den Schaden auch selber schönrechnen und laut jammern.

    • Lapje
    • 09.06.2011 um 18:03 Uhr

    "Die GVU, die Gesellschaft für Urheberrechtsverletzungen, ist keine Hilfe. Sie hat zwar im April eine entsprechende Anzeige erstattet und durch eigene Recherchen der Staatsanwaltschaft geholfen, wie beide erklären. Wie die Ermittler aber letztlich Zugriff auf den Server bekamen, weiß die GVU nach eigenem Bekunden nicht."

    Klar dass diese sie nicht preisgeben will. Es gab mal einen interessanten Artikel in der C'T, in der ein wenig über die Methoden dieses Vereins berichtet wurde - und diese scheinen schon lange nicht mehr nur am Rand der Legalität zu sein.

    Es wäre doch mal schön wenn die Zeit hier mal ein wenig recherschiert. Oder hat die Zeit Angst sich mit solch einem "Gegner" anzulegen?

    18 Leser-Empfehlungen
    • joint
    • 09.06.2011 um 18:12 Uhr

    Es ist Schade, dass ein so gutes Film Archiv einfacher vom Netz genommen wird. "Kino.to" hatte eine wirklich gute Auswahl an Klassikern und Raritäten, die man im Handel nur mit Mühe erwerben kann.

    15 Leser-Empfehlungen
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    In der Tat, zumindest was deutschsprachige (und deutsch synchronisierte) Filme und Serien betrifft, war das Angebot von Kino.to unübertroffen. Und das ist ja gerade das bittere: Es gibt KEIN legales Angebot, das eine auch nur annähernd große und vollständige Auswahl bietet. Die Industrie hätte, statt auf die Abschaltung der Seite hinzuarbeiten, einfach ein besseres oder auch nur gleichwertiges, kommerzielles Portal schaffen müssen.

    In der Tat, zumindest was deutschsprachige (und deutsch synchronisierte) Filme und Serien betrifft, war das Angebot von Kino.to unübertroffen. Und das ist ja gerade das bittere: Es gibt KEIN legales Angebot, das eine auch nur annähernd große und vollständige Auswahl bietet. Die Industrie hätte, statt auf die Abschaltung der Seite hinzuarbeiten, einfach ein besseres oder auch nur gleichwertiges, kommerzielles Portal schaffen müssen.

  3. Kino.to ist nur eine Seite unter Vielen ... das Abschalten ist nur Symptombekämpfung eines ganz anderen Problems: Ein Urheberrecht, dass den Gegebenheiten des Digitalzeitalters nicht gerecht wird. Das Urheberrecht in seiner aktuellen Form nutzt nur den Verwertern, ignoriert die Urheber selbst großenteils und sorgt dafür, dass Konsumenten kriminalisiert werden und Abmahnanwälte dicken Reibach machen.

    Vollkommen ausser Acht gelassen wird, dass Nutzer die viel illegal downloaden / streamen in der Regel die sind, die zuhause die meisten DVDs, CDs und Konzertkarten herumliegen haben.

    Aber so ist er der Konservative: Lieber an den Symptomen rumspielen als die Ursache anzugehen ...

    18 Leser-Empfehlungen
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    "Vollkommen ausser Acht gelassen wird, dass Nutzer die viel illegal downloaden / streamen in der Regel die sind, die zuhause die meisten DVDs, CDs und Konzertkarten herumliegen haben."

    Ach die alte Mär! Die DVDs und CDs die da rumliegen sind gespickt mit den illegal heruntergeladenen Raubkopien! Diese leute sind keine Gutmenschen, die ja eigentlich alles beazhlen sondern Schmarotzer die nicht bereit sind für die Leistung anderer zu bezahlen und diese Anderen sind nicht irgendwelche bösen Konzerne, sonder all die vielen Mitarbeiter die bei diesen Konzernen arbeiten und dann eben keinen Job mehr haben.

    Assozial ist das und sonst garnichts!

    Die Behauptung, dass Hardcore-Downloader die sind, die die meisten CD's/DVD's zu Hause rumliegen haben, ist meiner Meinung nach kompletter Unsinn. Belegen können Sie das eh nicht. Jeden Sauger, den ich kenne, kauft eben nicht. Warum sollte er auch, wenn er downloaded oder streamt? Da ist keine Logik bei. Desweiteren wird immer wieder argumentiert, dass Seiten wie kinto.to ja auc ein Archiv ist, in dem man viele Klassiker findet, die man sonst nur mühsam findet. Na, dann muss man sich hat ein wenig Mühe geben. Die Saugerei ist Bequemlichkeit und ganz klar: Ich gebe kein Geld für etwas aus, was ich kostenlos haben kann. Lächerlichkeiten wie: Ich höre oder seh mir das erst mal an, und dann kaufe ich, ist absurd und bringt mich zum Schmunzeln. Ich bekomme ein wenig Gänsehaut, wenn ich lese, wie hier Leute Illegales für sich legalisieren, nur weil sie einen Nutzen daraus ziehen. Das Urheberrecht wird so bleiben wie es ist, wenn sich nicht die respeklose Haltung der Konsumenten gegenüber der künstlerischen Werke, sei es in der Musik oder im Film, nicht ändert.

    mfg

    "Vollkommen ausser Acht gelassen wird, dass Nutzer die viel illegal downloaden / streamen in der Regel die sind, die zuhause die meisten DVDs, CDs und Konzertkarten herumliegen haben."

    Ach die alte Mär! Die DVDs und CDs die da rumliegen sind gespickt mit den illegal heruntergeladenen Raubkopien! Diese leute sind keine Gutmenschen, die ja eigentlich alles beazhlen sondern Schmarotzer die nicht bereit sind für die Leistung anderer zu bezahlen und diese Anderen sind nicht irgendwelche bösen Konzerne, sonder all die vielen Mitarbeiter die bei diesen Konzernen arbeiten und dann eben keinen Job mehr haben.

    Assozial ist das und sonst garnichts!

    Die Behauptung, dass Hardcore-Downloader die sind, die die meisten CD's/DVD's zu Hause rumliegen haben, ist meiner Meinung nach kompletter Unsinn. Belegen können Sie das eh nicht. Jeden Sauger, den ich kenne, kauft eben nicht. Warum sollte er auch, wenn er downloaded oder streamt? Da ist keine Logik bei. Desweiteren wird immer wieder argumentiert, dass Seiten wie kinto.to ja auc ein Archiv ist, in dem man viele Klassiker findet, die man sonst nur mühsam findet. Na, dann muss man sich hat ein wenig Mühe geben. Die Saugerei ist Bequemlichkeit und ganz klar: Ich gebe kein Geld für etwas aus, was ich kostenlos haben kann. Lächerlichkeiten wie: Ich höre oder seh mir das erst mal an, und dann kaufe ich, ist absurd und bringt mich zum Schmunzeln. Ich bekomme ein wenig Gänsehaut, wenn ich lese, wie hier Leute Illegales für sich legalisieren, nur weil sie einen Nutzen daraus ziehen. Das Urheberrecht wird so bleiben wie es ist, wenn sich nicht die respeklose Haltung der Konsumenten gegenüber der künstlerischen Werke, sei es in der Musik oder im Film, nicht ändert.

    mfg

  4. Die "Nutzerseite" umfasst etliche Millionen Menschen in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland. Wenn die Justiz die alle belangen will (einzelne rauspicken wird nicht gehen) und die alle einen Widerspruch bzw. Rechtsmittel einlegen, dann steht die deutsche Justiz still.

    Zumal auch fraglich ist, ob ein Schaden am Volk entsteht, wo das Volk einen Nutzen für sich gezogen hat. Man kann natürlich auch aus Prinzip anklagen, was keiner Klage würdig ist.

    Nur muss sich die Justiz dann wirklich fragen, ob hier nicht der Bock letztgültig zum Gärtner gemacht wird. Man kann in Deutschland zigfach Leute mit brutaler Gewalt zum Spaß verprügeln und/oder ausrauben und die Verfahren werden eingestellt.

    Wer aber daheim im Kämmerlein auf einen Stream klickt, den erwartet die "Härte des Gesetzes"? Also das wird dann langsam wirklich kafkaesk.

    Meine Prognose: Die Nutzer werden nicht belangt, das Verfahren wird aufzeigen, dass die vermeintlichen "Betreiber" keineswegs so kriminell gehandelt haben, wie es der Klägerin erscheint-zumindest nach den zur Tat gültigen Gesetzen nicht.

    Letztlich muss man sich auch fragen, was der Mumpitz soll? In den letzten zehn Jahren hat die Filmindustrie soviel eingenommen, wie niemals zuvor. Denen geht es keineswegs schlecht-zumal der Steuerzahler dank Filmförderung sowieso Producer von 80% aller Filme und Serien ist. Nur die Gewinne, davon sieht er nix.

    17 Leser-Empfehlungen
    • Lyaran
    • 09.06.2011 um 18:48 Uhr

    Bei einem Sachverhalt der die Industrie interessiert gelingt ganz schnell was noch beim Thema Kinderpornographie als unmöglich verkauft wurde.

    Ein Schelm wer böses dabei denkt...

    24 Leser-Empfehlungen
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    • Mejan
    • 10.06.2011 um 9:30 Uhr

    So funktioniert leider unsere kranke Gesellschaft. Das die Filmindustrie, die unsere Regale mit dem Hollywood-Müll voll gestopft hat nicht ein einzigen Schritt Richtung Kunde gemacht hat, und alle immer noch als schwer Verbrecher sieht und verfolgt, ist klar. Das aber die Regierung sich an die Seite dieser Krimineller stellt. Naja, wie gesagt, so ist es eben. Wenn die Filmindustrie bald nicht umdenkt, können die von mir aus zu Grunde gehen.

    • Mejan
    • 10.06.2011 um 9:30 Uhr

    So funktioniert leider unsere kranke Gesellschaft. Das die Filmindustrie, die unsere Regale mit dem Hollywood-Müll voll gestopft hat nicht ein einzigen Schritt Richtung Kunde gemacht hat, und alle immer noch als schwer Verbrecher sieht und verfolgt, ist klar. Das aber die Regierung sich an die Seite dieser Krimineller stellt. Naja, wie gesagt, so ist es eben. Wenn die Filmindustrie bald nicht umdenkt, können die von mir aus zu Grunde gehen.

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