Soziale Netzwerke: Myspace für 35 Millionen Dollar verkauft
Facebooks Erfolg war der Untergang von Myspace. Nun hat der Medienkonzern News Corp. das einst weltgrößte soziale Netzwerk verkauft – unter anderem an Justin Timberlake.
© Loic Venance/AFP/Getty Images

Website des einst weltgrößten sozialen Netzwerks Myspace
Facebook war am Ende wohl zu übermächtig: Die News Corp. von Medienmogul Rupert Murdoch trennt sich nach anhaltenden Verlusten vom einst weltgrößten Online-Netzwerk Myspace. Der neue Besitzer ist die weithin unbekannte Online-Werbefirma Specific Media aus Kalifornien. Sie erstand das Unternehmen zusammen mit dem Schauspieler Justin Timberlake.
Nach Angaben der Washington Post bekommt die News Corp. gerade noch 35 Millionen Dollar, von denen ein großer Teil nicht mal in bar, sondern in Specific-Media-Anteilen gezahlt wird. Damit hätte der für seinen Geschäftssinn bekannte Murdoch dieses Mal daneben gegriffen: Er hatte Myspace 2005 für 580 Millionen Dollar erworben und viel in die Weiterentwicklung der Website investiert.
Am Anfang rechnete sich das Geschäft auch durch einen lukrativen Vertrag mit Google. Unter der Regie von Murdochs News Corp. häufte das Netzwerk später aber immer höhere Verluste an. Die Myspace-Nutzerzahlen stagnierten, während der jüngere Rivale Facebook vorbeizog und mittlerweile schätzungsweise 750 Millionen Mitglieder hat.
Während Facebook laufend neue Leute einstellt, haben die Myspace-Mitarbeiter schon einige Sparrunden mitmachen müssen. Nach Informationen des Wall Street Journal verlieren mit dem Verkauf noch einmal die Hälfte der zuletzt 500 Mitarbeiter ihren Job. Die Zeitung berief sich dabei auf eine eingeweihte Person. Vor zwei Jahren hatte Myspace noch 1.400 Mitarbeiter. Bereits im Januar dieses Jahres hatte der Konzern seine gesamte Niederlassung in Deutschland geschlossen.
Eigentlich hatte die News Corp. mit dem Verkauf von Myspace noch 100 Millionen Dollar erlösen wollen, allerdings sollen am Ende diverse Bieter abgesprungen sein.
Der neue Besitzer will nun gemeinsam mit Timberlake eine Strategie entwickeln. Timberlake habe, schreibt die Post, ein Büro um Hauptquartier bezogen und einen Stab Mitarbeiter zur Verfügung. Man habein ihm einen wichtigen Partner gefunden, wird Specific-Media-Chef Tim Vanderhook zitiert. Vor allem wolle man sich auf das Streamen von Musik konzentrieren und die Seite zu einer Plattform für Shows und Konzerte machen. Es brauche einen Ort, an dem Fans Videos schauen und mit ihren Lieblingskünstlern kommunizieren könnten, erklärte Timberlake. "Myspace könnte dieser Ort sein."
Dazu werde auch in die Technik investiert, zitiert die Post Vanderhook. Vorgestellt werden sollen die Pläne in einigen Monaten.
Timberlake war bisher eher bekannt dafür, soziale Medien zur Vermarktung zu nutzen und hat unter anderem fünf Millionen Twitter-Follower und selbstverständlich auch ein Myspace-Profil. Er hatte seine Karriere als Sänger der Gruppe Nsync begonnen und nach deren Ende mehrere Soloalben aufgenommen. Inzwischen arbeitet er auch als Schauspieler, zuletzt in dem Facebook-Film "The Social Network".









...wenn er die 35 Millionen auf sein Knax-Sparbuch legt, dann kann er in zwei Jahren facebook kaufen. Hehe..
Myspace hat sich über die Jahre selbst demontiert. Die Oberfläche wurde mit immer mehr Bausteinen zugepflastert, das Layout wurde häufig stark geändert und immer mehr Inhalte so verschoben, dass sie nur durch mehrfaches Klicken erreichbar waren. Zuletzt konnte man gerade in dem vor allem für Bands und Musiker noch immer recht beliebten Netzwerk als nicht angemeldeter Nutzer gerade mal noch drei Lieder hören.
Damit hat Myspace auch noch die letzten Freunde und Interessierten vergrault.
Der Übergang an eine neue, kleine Firma ist in meinen Augen ein gutes Zeichen und gibt der in meinen Augen guten Idee von Myspace hoffentlich neuen Auftrieb.
Myspace war über Jahre ein Medium, dass einem Musikfan wertvolle Dienste geleistet hat. Seit vielen Monaten ist die Plattform nicht mehr komfortabel zu gebrauchen. Und ich kenne keinen User, der sich über die völlig inakzeptable Nutzerfreundlichkeit nicht aufregt. Myspace ist vor allem langsam, oft blockiert, unpraktisch, unübersichtlich und macht keinen Spass mehr. Die Seite ist so schlecht geworden, dass ich mich frage, was sich die Entwickler dabei gedacht haben. Ich habe mir schon überlegt, welche Gründe es geben könnte, eine Internetseite absichtlich so schlecht zu machen.
Myspace war über Jahre ein Medium, dass einem Musikfan wertvolle Dienste geleistet hat. Seit vielen Monaten ist die Plattform nicht mehr komfortabel zu gebrauchen. Und ich kenne keinen User, der sich über die völlig inakzeptable Nutzerfreundlichkeit nicht aufregt. Myspace ist vor allem langsam, oft blockiert, unpraktisch, unübersichtlich und macht keinen Spass mehr. Die Seite ist so schlecht geworden, dass ich mich frage, was sich die Entwickler dabei gedacht haben. Ich habe mir schon überlegt, welche Gründe es geben könnte, eine Internetseite absichtlich so schlecht zu machen.
Myspace war über Jahre ein Medium, dass einem Musikfan wertvolle Dienste geleistet hat. Seit vielen Monaten ist die Plattform nicht mehr komfortabel zu gebrauchen. Und ich kenne keinen User, der sich über die völlig inakzeptable Nutzerfreundlichkeit nicht aufregt. Myspace ist vor allem langsam, oft blockiert, unpraktisch, unübersichtlich und macht keinen Spass mehr. Die Seite ist so schlecht geworden, dass ich mich frage, was sich die Entwickler dabei gedacht haben. Ich habe mir schon überlegt, welche Gründe es geben könnte, eine Internetseite absichtlich so schlecht zu machen.
Zwei kleine Informationsschnipsel für die Redaktion:
Auf dem Bild ist kein iPad, sondern ein MacBook Pro zu sehen, denn Firefox läuft nicht auf dem iPad
Facebook hat mittlerweile 750 Millionen User
Schöne Grüße aus dem Internetz!
Vielen Dank für die Anmerkungen, der Internetzbeauftragte ;) ist kurz hier aufgetaucht und hat die Punkte korrigiert.
Beste Grüße
Kai Biermann
Vielen Dank für die Anmerkungen, der Internetzbeauftragte ;) ist kurz hier aufgetaucht und hat die Punkte korrigiert.
Beste Grüße
Kai Biermann
MySpace war in meinen Augen schon immer total überladen. Ich konnte mich damit nie wirklich anfreunden und war dementsprechend nur ein paar mal auf der Seite. Es war dann in Zeiten des Facebook Booms auch absehbar, dass einige Socialnetwork Seiten daran kaputt gehen werden.
@Redaktion: Das oben aufm Bild ist übrigens kein iPad sondern nen MacBook Pro. Aber interessante Art der Schleichwerbung.
Vielen Dank für die Anmerkungen, der Internetzbeauftragte ;) ist kurz hier aufgetaucht und hat die Punkte korrigiert.
Beste Grüße
Kai Biermann
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren