Betriebssystem Lion : Gut gebrüllt, Apple!

Apple hat in dieser Woche die mittlerweile achte Version von Mac OS X bereitgestellt. Das Betriebssystem macht einiges anders und vieles besser.
Steve Jobs hat Apples neues Betriebssystem auf der Entwicklerkonferenz Anfang Juni in Kalifornien vorgestellt, jetzt ist es auf dem Markt. © Kimihiro Hoshino/AFP/Getty Images

Software kauft man heute im Internet: Ein Klick auf Download, fertig. Bei Betriebssystemen musste man bislang normalerweise noch in einen Laden gehen oder per Post bestellen: So türmen sich bei langjährigen PC- und Mac-Nutzern üblicherweise die Windows- oder OS-X-DVDs.

Apple, bekannt für den ein oder anderen radikalen Schnitt in der IT-Landschaft, ändert das nun. Lion , die seit Mittwoch verfügbare achte große Version von Mac OS X in zehn Jahren, wird nur noch über den Online-Softwareladen Mac App Store angeboten.

Dank Online-Vertrieb ist der Preis von Lion moderat: 23 Euro 99 sind billiger als alle jüngsten Mac-OS-X - und Windows-Versionen . Das verleitet zum Spontankauf.

Dann heißt es warten: Für die vier Gigabyte braucht es je nach DSL- oder Kabel-Internet-Anschluss eine halbe Stunde bis einen halben Tag. Erst im August will sich Apple all jener erbarmen, die nicht über einen schnellen Internet-Zugang verfügen: Dann kommt die Software auch auf einem (dann natürlich teureren) USB-Stick. Voraussetzung ist in jedem Fall, dass auf dem Mac bereits das Vorgängerbetriebssystem zu Lion, genannte Snow Leopard, läuft – das enthält den Mac App Store nämlich erst.

Gelungene Funktionen von Mobil-Geräten übernommen

Bei Lion, das eigentlich Mac OS X 10.7 heißt, muss man zunächst wissen, was Apple erreichen wollte: Eine Art Zusammenfassung von iOS, jenem Betriebssystem für iPhone und iPad, und der langsam in die Jahre gekommenen Mac-Plattform. Dabei wurden einige gelungene Funktionen übernommen.

So setzt Lion verstärkt auf die Nutzung von Gesten. Daher bedient man es am besten mit einem Trackpad – eingebaut im Mac-Notebook oder in Form eines Magic Trackpad für das Schreibtisch-Pendant. Wischt man nach oben, bekommt man das Kontrollzentrum, Mission Control genannt, zu sehen. Es erlaubt den Überblick über geöffnete Fenster. Ist man im Safari-Browser, navigiert man mit zwei Fingern nach vorne und nach hinten. Der neue Vollbildmodus, der Programme auf den gesamten Schirm aufzieht, erlaubt wiederum einen Wechsel zwischen einzelnen Apps per Wisch nach rechts und nach links. Zoomgesten vom iPhone finden sich wiederum in Safari: Mit einem Doppel-Tap macht man Bilder größer.

Von iOS abgeschaut ist auch das sogenannte Launchpad. Darin kann man, wenn man das möchte, seine Anwendungen ablegen und sie auf Homescreens platzieren, wie man das ebenfalls von iPhone und iPad kennt. Allerdings ist das nicht besonders übersichtlich. Auch im Mac App Store gekaufte Programme, die Apple nun gegenüber anderen Kaufwegen zu bevorzugen scheint, landen automatisch im Launchpad.

Viele Programme inkompatibel

Ganz neu sind drei Speicherfunktionen, die sich Auto Save , Resume und Versions nennen. Auto Save sorgt dafür, dass Programme den jeweiligen Stand der Arbeit andauernd automatisch sichern, so dass man (theoretisch) keine Daten mehr verlieren kann. Versions erlaubt einen Zugriff auf diese unterschiedlichen Versionen. Resume wiederum speichert die Darstellungen geöffneter Fenster und anderer Einstellungen, so dass man diese nicht mehr neu anlegen muss. Das heißt aber auch, dass zum Beispiel der letzte Film im Medienabspieler QuickTime erneut startet, wenn man die Software schließt und wieder öffnet.

Gefeilt hat Apple außerdem an Standardprogrammen wie dem Dateimanager Finder und der E-Mail-Software Mail. Im Finder ist das Auffinden von Dateien einfacher geworden und eine neue Funktion namens AirDrop erlaubt es, Dokumente zwischen mehreren Macs mit wenigen Klicks zu verteilen. Mail besitzt einen Konversationsmodus, der sich optisch an Google Mail orientiert, besitzt außerdem eine Vollbild- und Breitbild-Ansicht.

Optisch hat sich ebenfalls einiges getan bei Lion. So finden sich überall kleine Animationen, Icons sind dezenter (wenn auch schlechter auffindbar) und insgesamt läuft alles ein wenig flüssiger.

Neue Scrollrichtung fürs Trackpad

Kritik an Lion gibt es natürlich auch schon. So fühlen sich etliche Benutzer unwohl mit Apples Entscheidung, die vertikale Scrollrichtung des Trackpads einfach umzudrehen, weil sich das dann mehr nach iPhone oder iPad anfühlt. Ebenso sind keineswegs alle Programme kompatibel zum neuen Betriebssystem. So laufen alte PowerPC-Anwendungen nicht mehr unter Lion, die der Vorgänger noch beherrschte. Hier können Anwender nur hoffen, dass Entwickler neue Versionen programmieren – Apple selbst hilft nicht.

Im Bereich der Musikprogramme gibt es ebenfalls Klagen : Diverse bekannte Apps sind unter Lion nicht mehr oder nur teilweise lauffähig. Zwar haben die Hersteller Updates versprochen, die diese Probleme lösen könnten, doch bis dahin raten sie Benutzern, lieber bei Snow Leopard zu bleiben. Kleinere bis größere Zicken machen sollen außerdem Programme des Design-Software-Spezialisten Adobe, der deshalb eine eigene Hilfeseite bereitstellt.

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Kommentare

128 Kommentare Seite 1 von 11 Kommentieren

Kein "Update" - Nicht von den Versionsnummern täuschen lassen

Bei Apple läuft das etwas anders als bei Microsoft. Der Wechsel von OS X Snow Leopard (10.6) zu OS X Lion (10.7) entspricht einem Upgrade wie von Windows Vista zu Windows 7. Updates sind selbstverständlich kostenlos und werden bei Apple erst über die zweite nachgestellte Ziffer gekennzeichnet. So gesehen ist die aktuelle Version 10.7.0 und Updates machen daraus dann eben 10.7.1 usw.

Fragen Sie doch mal bei Microsoft, ob Sie dort für 23,99€ von Windows XP zu Vista "updaten" können...

Anmerkung an den Autor des Artikels:
Die Scrollrichtung lässt sich selbstverständlich wieder mit einem Klick auf die klassische Variante zurückstellen.

Versionierung

>Bei Apple läuft das etwas anders als bei Microsoft.

Diese Macboys, keine Ahnung. Bei Microsoft läuft das genauso: Vista war v6.0, Windows 7 ist v6.1. Die Nummer in "Windows 7" ist keine Versionsbezeichnung sondern Teil des Namens.
Abgesehen davon, ist der Preis für neue MAC OS wirklich günstig. Ich möchts trotzdem nicht haben, obwohl ich ein Iphone habe und sehr zurfrieden damit bin. Aber Apples gebaren, was Zensur und absolute Kontrolle betrifft ist schon unheimlich. Und das wird auch auf Desktop OS durchschlagen.

Natürlich ist es ein Update

Warum müssen iJünger immer was von Technik schwadronieren, wenn sie von selbiger keine Ahnung haben? Natürlich ist der Versionssprung von 10.6 auf 10.7 kein neues Betriebssystem, nur weil zwei neue Features eingebaut wurden. Der Versionssprung im Dezimalbereich kennzeichnet lediglich ein großes Update. Und somit ist es vergleichbar mit einem Servicepack von Windows - was bekanntermassen schon immer kostenlos war und sein wird.

Falsch aus so viele Weisen... (1)

... dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll.

1. Wenn du schon nach der internen Versionsnummer gehst: Windows 7 ist ein Name, die Versionsnummer ist 6.1, Vista war 6.0. Nach deiner Definition ist Windows 7 ein Update. Das an die 100€ kostet.

Die Versionsnummer sagt ungefähr gar nichts aus. Man schaue sich z.B. die aktuellen Browser an: Mozilla und Chrome fahren eine Politik bei der teils nicht wahrnehmbare Neuerungen zu einem neuen Major-Release führen.

Und selbst wenn, dann handelt es sich bei OS X seit 10 Jahren um dasselbe Betriebssystem, und es ist noch immer mindestens gleich auf mit der Konkurrenz - das soll mal jemand nachmachen.

Falsch auf so viele Weisen... (2)

2. Lion ist ein Zwischending. Es ist kein komplett neues Betriebssystem, aber es auch weit mehr als ein Servicepack. Informier dich doch bitte erstmal welche Neuerungen Lion wirklich bietet anstatt nach "Launchpad" und "Vollbildmodus" direkt in die Diskussion einzusteigen. Bei den "zwei neuen Features" von denen du redest handelt es sich vermutlich um die ca. 10 offensichtlichsten (weil offiziell besonders propagiert und optisch am hervorstechensten) Neuerungen. Schon alleine diese Features sind fast größer als der Sprung von Vista zu Win7. Bei all dem optischen Getüdel wird aber gerne vergessen, was sich noch alles unter der Haube getan hat. Ich empfehle die folgende Lektüre:

http://arstechnica.com/ap...

Wer sich die Mühe macht den langen Artikel zu lesen wird verstehen, dass Lion mitnichten nur ein Servicepack ist. Wer es nicht tut möge sich bitte zurückhalten mit albernen Vermutungen.

Re: 57

10 Jahre Betriebssystem soll jemand nachmachen?

Bitte sehr:
XP wurde 2000 veröffentlicht und läuft mit vollem (kostenlosen!) Support bis 2014.

Also: Geschmeidige 14 Jahre für ein aktuelles OS mit einmaligen Anschaffungskosten von etwa 100 Euro. Und - nebenbei - mit voller Abwärtskompatibilität.

Das ist u.a. der Grund, warum 95% der computiersierten Menschheit Windows benutzt und Apple mit 5% seit 1984 ein Nischendasein fristet.

XP vs. OS X

Sie vergleichen nicht ernsthaft XP mit OS X. XP wird bereits seit 2008 nicht mehr verkauft, und wird höchstens noch auf schwachbrüstigen Netbooks ausgeliefert. Nebenbei sollte man auch erwähnen, dass es nicht das zehn Jahre alte Ursprungs-XP ist, welches noch Support bis 2014 erhält. Das betrifft nur XP mit Servicepack 3, also dem neuesten Update (Den Unterschied dürften Sie ja jetzt gelernt haben).

Re: XP vs. OS X

> Sie vergleichen nicht ernsthaft XP mit OS X.

Sie haben Recht, das kann man nicht.
Mit XP kann man seit 11 Jahren produktiv arbeiten, ohne sich um Updates zu kümmern oder Geld zu zahlen. Das macht XP nämlich alles im Hintergund und automatisch. Auch arbeiten die meisten großen Konzerne auf der Welt damit, aber das machen die sicher grundlos.

> Das betrifft nur XP mit Servicepack 3, also dem neuesten
> Update

Danke für den Hinweis. Wer sein OS auf dem Laufenden hält, hat das SP3 seit Jahren. Auch kostenlos und automatisch übrigens. Das muß man Ihnen immer wieder sagen - denn Sie müssen 4GB aus dem Netz saugen und knapp 30 Euro zahlen.

Antwort auf 68. XP vs. OS X

Sie können nach wie vor mit einer alten Version von OS X arbeiten ohne ständig zu upgraden, genauso wie sie mit einer alten Version von Windows arbeiten können. In beiden Fällen bleiben ihnen einige zeitgemäße, aber im Grunde unwichtige Funktionen vorenthalten.

Dass die "großen Konzerne der Welt" noch immer mit Windows XP arbeiten liegt vor allem daran, dass ein Upgrade auf Vista / Win 7 für viele Rechner viel Geld kostet, während Lion immer 24€ kostet, egal wie viele Macs man besitzt.

10 Jahre sind in der IT Welt eine lange Zeit. Sollen wir jetzt auf Innovationen verzichten, weil irgendwelche IT Abteilungen irgendwelcher Firmen zu faul sind alle 2 Jahre ein Update aufzuspielen?

Das stimmt so natürlich nicht.

Microsoft-Systeme kommen deutlich seltener neu raus, dazwischen werden sie mit kostenlosen Servicepacks auf dem Laufenden gehalten.

Dazu kommt, dass Microsoft-Systeme deutlich länger nutzbar sind. Wer noch einen Rechner mit XP hat, kann den auch heute noch gut nutzen - das System ist von 2001!

Beim Mac ist es dagegen so, dass nach ein, zwei Nachkommasprüngen viele Anwendungen gar nicht mehr gehen; man also weniger Wahl hat.

Ein Mac-Upgrade ist wohl irgendwo zwischen Service Pack und neuer Win-Version anzusiedeln.

Alberne Argumentation

Ganz abgesehen davon, dass XP kein zeitgemässes OS mehr ist, weil z.B. seit Vista effizientere RAM Nutzung vorhanden ist, anstatt wie XP alles aus die Festplatte auszulagern: So kleine, unbedeutende Konzerne wie IBM, Volkswagen, die Allianz, Daimler und der Flughafenbetreiber Fraport sind längst auf Windows 7 umgestiegen.

Es ist kein grosses Geheimnis, dass nicht wenige Unternehmen durch Knebelveträge an Microsoft gebunden sind . Ebenso häufig gibt es firmeninterne Tools, die auf die früheren IE-Versionen ausgelegt sind. Da ist ein Umstieg auf ein neues Betriebssystem an natürlich keine leichte Sache.

Nebenbei: Traurig zu beobachten, dass Sie den Unterschied zwischen einem Update und einem Upgrade immer noch nicht verstanden haben. Im übrigen muss man die 4 Gbyte nicht zwingend jetzt laden, da ab August auch ein Vertrieb via USB-Stick erfolgt. Und auf den Preis und die bekloppte Upgradepolitik von Microsoft ( Home / Standard / Ultimate Versionen ab 99 Euro aufwärts ) muss man nun wirklich nicht mehr eingehen.

Dagegen ist das Upgrade von 10.6 auf 10.7 geradezu ein Schnäppchen. ;-)

Und außerdem...

>Ebenso häufig gibt es firmeninterne Tools,
>die auf die früheren IE-Versionen ausgelegt sind.
>Da ist ein Umstieg auf ein neues Betriebssystem
>an natürlich keine leichte Sache.

Sie schreiben das, als wäre es etwas schlechtes. Als jemand der selbst Webanwendungen auf Windowssystemen entwickelt hat, kann ich Ihnen sagen: Das ist aus Sicht der Unternehmen etwas positives.

Die Entwicklung komplexer Lösungen wird eben deutlich erleichtert, wenn man nur die bereits vorhandenen
Komponenten zusammenstecken muss. Und da ist Microsoft vorbildlich: Gute Interfaces und Objektmodelle, tolle Dokumentation, tolle Entwicklertools.

Den meisten Unternehmen dürfte es egal sein, wenn sie ein paar Euros für die Lizenzen dieser fertigen Komponenten ausgeben müssen. Weil es unglaublich viel teurer wäre, diese in der gleichen Qualität nachzubauen.

Genau!

Und die kostenpflichtigen Upgrades liefert der freundliche Sohn des Nachbarn in Form einer, natürlich selbst gebrannten "dezentralen Sicherheitskopie" ? Ach nein, man bleibt ja dem System treu, das mit der Hardware geliefert wurde. ^^

Wahrscheinlich nicht selten aus dem Grund heraus, weil moderene Versionen von Windows schlicht Hardware-Anforderungen haben, bei denen der alte Rechner nicht mehr mithalten kann. Wie sich wohl ein aktuelles Sieben mit allen optischen Gimmicks auf einem Notebook von, sagen wir Mitte 2007 macht?

Das neueste Mac OS X läuft auf einem Macbook Pro von 2007 butterweich, ganz abgesehen davon, dass ein Macbook Pro von 2007 selbst heute noch fantastische Gebrauchtpreise erzielen, während man für reguläre PC-Hardware aus dem Jahr höchstens noch ein Taschengeld bekommt, wenn überhaupt.

Re: Antwort auf 68. XP vs. OS X

> Sie können nach wie vor mit einer alten Version von OS X
> arbeiten ohne ständig zu upgraden, genauso wie sie mit >
> einer alten Version von Windows arbeiten können

Das ist schlicht falsch.

Beispiel:
Ein Freund von mir ist Webdesigner und hat einen Mac mit 10.4.

Nun kann er das OS nicht upgraden, weil sonst sein Photoshop nicht mehr funktionieren würde.

Er kann aber auch sein Photoshop nicht upgraden, weil das mit 10.4 nicht mehr funktionieren würde.

Eine wahrlich fantastische Produktpolitik. Wer einen Mac hat, darf eigentlich nonstop zahlen, wenn er aktuell sein möchte. Entweder für Hardware oder für das OS oder für Software oder für alles zusammen. Denn es wird absichtlich so konstruiert, daß praktisch keine Abwärtskompatibilität vorhanden ist.

Im o.g. Beispiel hätte mein Freund mit Windows keinerlei Probleme. Sein Photoshop würde sowohl auf XP als auch auf W7 laufen. Und umgekehrt. Er könnte upgraden, was er gerade will.

.....

>man bleibt ja dem System treu, das mit
>der Hardware geliefert wurde. ^^

Sicherlich, warum auch nicht? Ich würde heute noch XP benutzen wenn ich das auf meiner aktuellen Hardware sinnvoll könnte.

>Wie sich wohl ein aktuelles Sieben mit allen
>optischen Gimmicks auf einem Notebook von,
>sagen wir Mitte 2007 macht?

Höchstwahrscheinlich sehr gut; W7 soll ja erheblich geringere Anforderungen haben als Vista; und letzteres kam ja gerade in 2007 heraus.

>selbst heute noch fantastische Gebrauchtpreise
>erzielen,

Klar, Sie haben ja dafür auch beim ersten Kauf der Geräte die Mondpreise von Apple gezahlt. ;-)

Und noch etwas gelernt

Es ist also positiv für ein Unternehmen, auf propietäre Software zu setzen, die an eine bestimmte Version eines OS gebunden ist, weil der Entwickler sich propietärer Standards eines Herstellers bedient hat. Wow, das nenne ich Wirtschaftlichkeit.

Was die Programme von Microsoft angeht, die für die Erstellung von Webseiten gedacht sind: Der erzeugte Quellcode ist furchtbar und eine Beleidigung für jeden Web-Entwickler mit ernsthaften Anspruch an seine Arbeit.

Über das Interface von Microsoft Windows lasse ich mich nicht weiter aus, weil es schlicht ausgedrückt Schlimm aussieht, mangelnde Kosnsitenz aufweist und mit seinen kreischend bunten Farben alles andere als schlicht und elegant erscheint.

Nicht zu erwähnen, seine Anwender alle zwei Jahre mit völlig unterschiedlichen GUI-Konzepten zu konfrontieren, so z.B. in der Office-Produktserie. Aber so sind neue Schulungen notwendig, natürlich vom zertifizierten MS Supporter.

Für diesen und noch andere Umstände im MS-Universum gibt es einen ebenso derben wie wahren Spruch: Die Kunden von Microsoft stehen auf der falschen Seite des Oralverkehrs und merken es noch nicht einmal.

Von daher: Bleiben Sie dabei, sie machen das prima. :-)

Mondpreise?

Weil ebenbürtige Hardware ja auch so viel günstiger ist, und ich meine jetzt nicht das Innenleben, sondern das Gehäuse. Wie viele Hersteller haben heute ein verwindungsfreies und stabiles Aluminiumgehäuse aus einem Guss im Angebot? Eben.

Davon ab: Wenn man von dem ekligen Plastikallerlei des Durchschnittlichen PC- oder Notebookbesitzers wegschaut und sich den besseren Geräten zuwendet, wird es auch für Windows- und Linuxlaptops nicht günstig.

Im übrigen ist "teuer" eine relative Aussage. Sie wissen doch: Wer billig kauft, kauft doppelt. Das ist auch bei Computern so.

P.S.

Was die Spiele angeht: Das bezog sich auf die indirekte Aussage, es gäbe keine Spiele für den Mac. ;-)

Re: Genau!

> Wie sich wohl ein aktuelles Sieben mit allen optischen
> Gimmicks auf einem Notebook von, sagen wir Mitte 2007
> macht?

2007 weiß ich nicht. Aber auf einem Thinkpad von 2006 läuft Windows 7 einwandfrei inkl. Aero.

> während man für reguläre PC-Hardware aus dem Jahr
> höchstens noch ein Taschengeld bekommt, wenn überhaupt.

Das interessiert mich deshalb nicht, weil ich für ein Taschengeld einen PC schon als Neuware bekomme.

10.4?

Das ist ein System von 2005. Sollte die Hardware auch aus der Zeit sein, dürfte das Gerät bei zeitgemässen Webdesign bereits an seine Grenzen kommen und jedes Youtube-Video das grösser als 240 p ist den Lüfter anwerfen.

"Wer einen Mac hat, darf eigentlich nonstop zahlen, wenn er aktuell sein möchte. Entweder für Hardware oder für das OS oder für Software oder für alles zusammen."

Achso, einen neuen PC bekommt man natürlich geschenkt, und ein Upgrade (Der Unterschied dürfte ja jeden, äh, fast jeden bekannt sein) kostet natürlich auch nichts. ;-)

Aber da Webdesign einem ständigen Wandel unterliegt (Stichwort Touchkonzepte, responsives Design etc.), sollte man am Puls der Zeit bleiben, was Hard- und Software angeht, sowohl für Erstellung, als auch was die Technik der Site angeht. Wenn man natürlich nur kleine, anspruchslose Seiten für den Familienkreis schubst, wird man gewiss auch mit dem Tiger glücklich.

Aber jeder wie er meint, mit einem Fiat Panda aus den 80ern kommt man schliesslich auch von Hamburg nach München. Es dauert nur halt etwas länger und ist wesentlich unkomfortabler wie z.B. mit einem modernen Sportwagen.

P.S.

Ich arbeite u.a. als selbstständiger Berater im Bereich Usability und Interface-Design und werde von Konzernen für grosse Relaunch-Projekte wie z.B. Kundenportale mit 10000+ Unique Visitors pro Tag engagiert. Glauben Sie mir: Mit 10.4. wird man dort von den Entwicklern ausgelacht. ;-)

Abzocke

Aber der geneigte User muss vorher OS X Snow Leopard (10.6) haben. Dieses "Upgrade" bedeutet in der Microsoft - Sprache, dass der User sich erst Vista besorgen muss(natürlich gegen Bezahlung) und dann auf Windows7 wechseln kann.

Das ist ganz billige Abzocke!

So wie der gesamte Konzern funktioniert. Microsoft musste dafür Strafgelder zahlen. Wer klagt endlich mal gegen den angebissenen Apfel?

Danke
WolframW

Sie haben offensichtlich gar nicht verstanden,...

... wovon ich rede:

>Was die Programme von Microsoft angeht,
>die für die Erstellung von Webseiten gedacht
>sind: Der erzeugte Quellcode ist furchtbar
>und eine Beleidigung für jeden Web-Entwickler
>mit ernsthaften Anspruch an seine Arbeit.

Ich rede nicht von irgendwelchen WYSIWYG-Tools, sondern ASP, ISS, MS SQL, die XML-Unterstützungskomponenten von MS...

Aber das ist vermutlich nicht das Feld ihrer Expertise. Sonst würden Sie bei Webentwicklung nicht nur an HTML denken, und die Wörter "Gute Interfaces und Objektmodelle" hätten die richtige Interpretation bei Ihnen getriggert.

Ach wissen Sie...

... 100 Euro mehr für so ein Gehäuse würde ich ja durchaus ausgeben.

Nur wenn ich meinen Dell XPS 15 mit den aktuellen MBP-Angeboten vergleiche, dann liegt mein Gerät Leistungsmässig irgendwo zwischen dem MBP für 1750 € und dem für 2150 €..... es hat aber nur 850 € gekostet (und hat übrigens auch ein teilweises Alu-Gehäuse.

>= 900 € für ein ganz nettes Voll-Aluminiumgehäuse? Da dürfte der Ausdruck Mondpreis schon stimmen.

.....

>Wer billig kauft, kauft doppelt.

Nö. Ich musste noch nie ein Notebook zurückschicken oder wegwerfen o.ä. Die Hardware im Inneren ist doch eh die gleiche.

>grottenhässlich ist.

Manche (!) Mac-Produkte sind tatsächlich recht hübsch (MBP, das neue iPhone 4), andere dagegen ebenfalls hässlich (das alte iPhone, alle weißen Apple-Produkte, Mac OS X).

Wie ich schon schrieb: Für das Äußere eines MBP würde ich tatsächlich ein paar Euro mehr zahlen, aber eben nicht diese irren Differenzen.

Und wo ist der Unterschied?

Die Updates kosten ungefähr dasselbe:
von 10.4 auf 10.7: 200€ für 10.5, 30€ für 10.6 und 24€ für 10.7; zusammen 254€
von XP auf Win7: 300€
Preislich nimmt sich das also nicht viel, bleibt nur der elendige Zeitaufwand da gemunkelt wird, dass Win7 eine Neuinstallation erfordert, wohingegen das beim Mac OS meist erheblich einfacher ist.
Der Preis für das Upgrade von Photoshop ist im übrigen für beide Plattformen gleich.
Also, wo liegt das Problem? Wenn jemand mit Win oder Mac Software einigermaßen aktuell bleiben möchte kostet das völlig überraschend Geld.

Äpple mit Birnen vergleichen

Ich hab mir mal den Spaß gemacht, den von Ihnen angegebenen Dell, soweit wie möglich, exakt wie ein aktuelles MBP 15" zu konfigurieren.
Resultat inkl. Software: 1744 €
Zugegebenermaßen kostet das MBP mit 7200er Festplatte 1849 €. Bestellen Sie es bei einen anderen Online-Händler, bekommen Sie das Teil für ca. 1769 € (Punkt)
Denn die Grundausstattung dieses, übrigens extrem hässlichen (reine Geschmackssache), Dells ist weit vom MBP entfernt. Nimmt man den Wiederverkaufswert nach 3 Jahren dazu, dann sieht es für den Dell extrem mau aus. Abgesehen davon, hat man, wenn man es braucht, 2in1, wenn Windows über Bootcamp läuft.

Noch ein kleines Beispiel: 40 iMac 20" für Schulungsräume inkl. iWork, Windows Vista für BootCamp-Partitionen vor 3 Jahren für unter 1000 € pro Rechner.
Schulungen unter 2 OS (OS X und Windows) auf einem Rechner. Wartungskosten in 3 Jahren inkl. neuer Software bzw. OS von insgesamt knapp 8000€.

Die gleiche Ausstattung von Dell hätte pro Rechner ca. 300 € mehr gekostet. Und keine Möglichkeit für Schulungen am Mac!

Soviel zum Thema Äpple und Birnen.

Ansonsten lesen sich die Kommentare, wie Quartett spielen früher auf dem Schulhof: "5 Jahre rückwärts kompatibel sticht!" "Meiner hat aber ...!"

Blödsinn

http://www.dell.com/de/p/...

799 €. Mit ein paar Extragimmicks (beleuchtete Tastatur z.B.) noch ein bißchen mehr, dank der massenhaft Dell-Rabattcodes die man überall im Netz findet, dann wieder etwas weniger.

Ich bin so auf 850 € gekommen mit einem Gerät was in der gleichen Leistungsklasse liegt wie die beiden genannten MBPs. In ein paar Details etwas besser, in ein paar Details etwas schlechter. 100% exakte Vergleiche kann man natürlich nicht sinnvoll anstellen.

Es ist zwar reine ZEITvernichtung,

aber so offensichtlicher Blödsinn kann nicht unwidersprochen bleiben.

Selbst unter Zuhilfenahme der von Ihnen erwähnten Rabatte (Die wurden mir gestern noch nicht angeboten) kommt der Dell auf mindestens 1600 Euronen.
Ich fürchte Sie haben vergessen, was beim Mac bereits an Bord ist.

Kleine Hilfestellung:

- die Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung haben Sie selbst schon gefunden
- Vista Ultimate (Lion hat nur eine Version und die Servervariante kostet 40 €!)
- Online Data Storage für ein Jahr (ist in Lion drin, unbegrenzt))
- Photoshop Elements (iPhoto ist drin)
- Premiere (iMovie)
- Wireless Upgrade (der Mac ist auf dem neusten Stand)
- Akku Upgrade (sonst kommt die Laufzeit nicht an den Mac ran)
- Transfer my PC (Heißt beim Mac "Migrationsassistent")

Bleibt auch immer noch der massive Wertverlust.
Schauen Sie mal nach gebrauchten Macs und Dells, die 3 Jahre alt sind.

Und täglich grüßt das Murmeltier

Es scheint für Sie nur Applehasser (selbst einer?) oder FanBoys zu geben. Das es daneben auch einfache Anwender gibt, denen es gleichgültig ist, dass aus Computersytemen Weltanschauungen gemacht werden, scheint in manche Köpfe nicht rein zu passen.

Objektive Argumente scheint es jedenfalls nicht zu geben, sonst würden Sie nicht mit den üblichen Worthülsen daher kommen. Hätten Sie so viele Computersysteme für Kunden zusammengestellt wie ich, wüssten Sie, dass der Preisvorteil bei Betrachtung aller Komponenten und des Zeitwertes längst nicht mehr groß und teilweise gar nicht mehr vorhanden ist. Allerdings freue ich mich über die (manchmal notgedrungen) Unverbesserlichen, da meine Dienste bei Windowssytemen auf Dauer gesichert sind. Der administrative Aufwand für meine Windowskunden liegt ca. 10x über dem der "Fan-Boys"
iMovie und Premiere? Ich arbeite mit beiden und unterrichte beides. Übrigens geht es um Premiere Elements. Die sind natürlich vergleichbar.
Apples ausschließliche Hinwendung, ja geradezu Anbiederung, an den Consumerbereich hingegen (siehe Final Cut und absehbar leider auch Logic) ist allerdings sehr bedauerlich und schädlich. Hinzu kommt die teils völlig unverständliche, teils Gewinnorientierte Abschottung, gegenüber weit verbreiteten Standards (Flash zähle ich ausdrücklich nicht dazu).
Durch die zunehmende Verbreitung der Geräte hat leider bereits auch die Qualität gelitten und wird absehbar weiter leiden. Von daher schmeckt mir Apples Erfolg gar nicht.

Mac OS X sollte Betriebssystem bleiben!

Ich bin selber Mac User und mir gingen bereits beim Upgrade auf SnowLeopard einige Software-Probleme auf den Wecker.

Jetzt lese ich die Adobe-Hilfeseite und frage mich: gehts noch? Die wohl am häufigsten genutzte Software-Suite auf dem Mac wird nicht hinreichend unterstützt? Für mich ist Mac OS X primär ein Betriebssystem und keine Entertainment-Plattform oder Shopping-Kanal und ich brauche keine Wischgesten, wenn es Hotkeys gibt.. was nützt mir dann ein Betriebssystem-Upgrade wenn ich danach meine Software nicht mehr richtig verwenden kann?

das problem heißt adobe…

"Jetzt lese ich die Adobe-Hilfeseite und frage mich: gehts noch? Die wohl am häufigsten genutzte Software-Suite auf dem Mac wird nicht hinreichend unterstützt?"

es ist doch immer wieder das gleiche spiel. es ist, als adobe zu jedem wechsel total überrascht wäre, dass es ein neues system gibt. ich habe bisher die wechsel von OS9 auf OSX und von PPC zu intel mitgemacht. seltsamerweise waren es meine kleinen tools von independent developern, die klaglos schnell auf dem neuesten stand waren, nur adobe hinkte jedes mal hinterher und bei deren preispolitik ist das ein ärgernis. gerade als freelancer ist jedes CS update eine wohlüberlegte sache, ständig hat man minimum zwei CS version auf dem rechner, weil indesigns versionabhängigkeit einem gern mal zwischen die beine haut und inkonsitenzen der bedienung werden von version zu version weitergeschleppt…

Das ist nicht Apples Aufgabe (1)

Sondern die Aufgabe von Adobe. Seit ungefähr einem Jahr gibt es Entwicklerversionen von OS X Lion, die kostenlos an Firmen wie Adobe verteilt wurden, damit diese ihre Software für die neue Version des Betriebssystems lauffähig machen. Adobe hatte ein Jahr lang Zeit, seine Produkte anzupassen, aber sie haben wieder nur auf ihrem Hintern gesessen und nichts getan. Das ist typisch für Adobe, die mit der Entwicklung von Flash schon immer hinterher hinken. Und genau wie bei den mobilen Geräten hat Apple einfach aufgegeben auf den ineffizienten, immer unwichtiger werdenden Misthaufen Flash Rücksicht zu nehmen. Zu Recht. Flash nimmt 90% des Prozessors in Anspruch um ein paar Werbeanimationen oder ein Video abzuspielen, das man auch nativ mit dem QuickTime Plugin bekommen könnte.

Anstatt seine Aufmerksamkeit auf seine eigene Softwareentwicklung zu lenken hat Adobe nun eine Liste mit OS X Lion Problemen veröffentlicht, die teilweise nichts mit Flash zu tun haben ("die neue Scrollrichtung ist doof!") um Apple die Schuld in die Schuhe zu schieben. Das ist einfach nur dreist, aber es scheint ja zu funktionieren...

Das ist nicht Apples Aufgabe (2)

Sollte ich jemals einen neuen Rechner kaufen, Adobe Software kommt mir nicht mehr darauf. Wenn man dann doch ganz dringend mal Flash braucht (was so gut wie nie vorkommt), dann kann man ja Chrome mit seiner eigenen Implementierung verwenden, die nicht wie das offizielle Plugin von Adobe überall auf der Festplatte Dateien verteilt (in der von Adobe veröffentlichten Liste steht zum Beispiel, wie man unter Lion an den "Library" Ordner kommt, an dem normale Nutzer eigentlich nichts zu suchen haben, weil sie dort .app Dateien versteckt haben, mit denen man Flash-Einstellungen aufrufen kann. Anstatt wie vorgesehen ein Preference Pane für Einstellungen zu installieren... Adobe muss erstmal lernen, das Mac OS nicht Windows ist).

Ich fürchte, Sie bellen am falschen Baum

@DrElectro

“Die wohl am häufigsten genutzte Software-Suite auf dem Mac wird nicht hinreichend unterstützt?”

Nicht Apple ist hier schuld, sondern Adobe.

Sie stellen hier, fürchte ich, die falsche (rhetorische) Frage.

Es ist nicht die Aufgabe von Apple (oder, um hier fair zu sein, von Microsoft, oder irgendeines Linux-Distributors), eine Software-Suite von Adobe zu „unterstützen“.

Es ist die Aufgabe von Adobe (einem, gelinde gesagt, wenig innovativen, seit Jahren nur noch komatös reagierenden Software-Hersteller), seine Suite(s) unter aktuellen Betriebssystemen lauffähig zu machen.

Aber man sitzt da wohl lieber gemütlich auf den eigenen Händen. Anwender der angeblich so professionellen Softwareprodukte können hiervon ein Lied singen.

Und ich theoretisiere hier nicht - ich nutze mehrere bezahlte, teuere Adobe-Produkte unter Windows und Mac OS X. Was Adobe diesbezüglich nicht tut, ist skandalös. Apple hat daran mal keine Schuld.