Chaos Computer Club Die System-Administratoren der Republik

Der CCC wird heute 30. Er begann als Stammtisch für "Komputerfrieks", heute ist er eine der wichtigsten Stimmen, wenn es um Daten geht. Chaotisch ist er noch immer.

Wau Holland entwarf einst das Logo des CCC, den "Datenknoten". Hier hängt es am Eingang der Clubräume des CCCB

Wau Holland entwarf einst das Logo des CCC, den "Datenknoten". Hier hängt es am Eingang der Clubräume des CCCB

Klar, seine Mitglieder machen irgendetwas mit Computern, verstehen das Internet und führen gelegentlich Innenminister vor, wenn die dem Volk mal wieder ein angeblich sicheres System verkaufen wollen. Doch was ist eigentlich dieser Chaos Computer Club, von dem dauernd die Rede ist? Was ist dieser Verein, der inzwischen höchste Gerichte und Bundestagsabgeordnete berät und der gerade Geburtstag feiert?

Ein Ballbecken, so wie die in den Kinderecken von Kaufhäusern, nur dass dieses auf einem alten Flugplatz steht, überdacht von einem weißen Zelt: In dem Becken keine Kinder, dafür ein älterer Herr. Neugierig liegt er ein wenig zwischen den Plastikkugeln herum, steigt dann wieder heraus, richtet sich auf. Die Haare sind grau, doch die Augen wach. Es ist Tom Twiddlebit. Eigentlich heißt er Klaus Schleisiek. Doch das Pseudonym passt viel besser. Schleisiek ist so etwas wie der Initiator des Chaos Computer Clubs.

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Der 2001 verstorbene Wau Holland war der Gründer des Hacker-Vereins und so etwas wie der Übervater. Twiddlebit hatte ihn darin bestärkt, sie waren Gleichgesinnte und hatten gemeinsam am 12. September 1981 den Aufruf in der taz unterschrieben, der "Komputerfrieks" zum Mitmachen suchte. Der Aufruf gilt als Gründungsdokument des CCC.

Chaos Computer Club

Der CCC bezeichnet sich selbst als größte Hackervereinigung Europas. Als Verein gegründet und ins Vereinsregister Hamburg eingetragen wurde der Chaos Computer Club erst am 14. April 1986. Jedoch gilt ein Treffen am 12. September 1981 in den Räumen der taz als eigentlicher Ursprung. Tom Twiddlebit und Wau Holland hatten zuvor in einer Kleinanzeige in der taz alle "Komputerfrieks" des Landes aufgerufen, sich zu treffen, "damit wir nicht länger unkoordiniert vor uns hinwuseln".

Daraus entstand eine Art Stammtisch rund um Wau Holland. Erstes Zentrum des Clubs war Hamburg, da Holland dort lebte. Die Clubräume im Souterrain der Schwenckestraße 85 lagen direkt neben seiner Wohnung.

1984 erschien die erste Ausgabe der Zeitschrift Datenschleuder, die es bis heute gibt. Außerdem wurde im gleichen Jahr der erste Chaos Communication Congress veranstaltet, der seitdem jährlich zwischen Weihnachten und Neujahr stattfindet.

Vereins-Struktur

Neben dem CCC in Hamburg gab es schon früh kleinere Ableger in Lübeck und Bremen. Ende der achtziger Jahre dann gründete sich auf Initiative von Andy Müller-Maguhn, der aus Hamburg weggezogen war, um der Wehrpflicht zu entgehen, in Berlin der CCCB.

Daneben entstanden in vielen Städten weitere Regionalclubs und Stammtische. Die gibt es sowohl als lose "Chaostreffs", also als Zusammenschlüsse von Leuten, die sich dem Club und seinen Zielen verbunden fühlen, ohne selbst Verein zu sein. Als auch als sogenannte Erfahrungsaustausch-Kreise oder kurz Erfa-Kreise. Sie sind ebenfalls eingetragene Vereine und fester Teil der CCC-Struktur. Sie beteiligen sich an der Organisation von überregionalen Veranstaltungen oder richten selbst welche aus. Derzeit gibt es 23 davon. Ein Mitglied im Vorstand des CCC ist ihr Vertreter und soll den Kontakt zwischen ihnen und Club sicherstellen.

Obwohl es immer erklärtes Ziel war, dass der Club dezentral arbeitet, liegt der Schwerpunkt vor allem der politischen Arbeit klar in Berlin. Dort trifft sich der Vorstand, dort werden die jährlichen Congresse veranstaltet und dort sitzen die derzeit fünf Sprecher, die den Club nach außen vertreten.

Wahrnehmung

Bekannt wurden der CCC und seine Aktivisten sehr schnell. Wau Holland und Steffen Wernéry gingen am 19. November 1984 mit dem sogenannten BTX-Hack an die Öffentlichkeit. Sie demonstrierten damit, dass das als sicher angepriesene Datenübertragungssystem gefährliche Lücken hatte. Die Art der Demonstration war beeindruckend, beide hatten von der Hamburger Sparkasse 135.000 D-Mark auf das Clubkonto überwiesen. Das Geld gaben sie sofort zurück, die Aufmerksamkeit der Medien aber war ihnen damit sicher.

Bis heute bedient sich der Club dieser Strategie und versucht so, an jedem verständlichen Beispielen die Risiken von Technik zu zeigen. Immer wieder auch auf spektakuläre Art. Beispielsweise, indem der Fingerabdruck des damaligen Innenministers Wolfgang Schäuble kopiert wurde – um vor biometrischen Merkmalen in Ausweisen zu warnen.

Heute gelten die Aktivisten des Vereins als anerkannte Experten, geht es um Computersicherheit und Datenschutz. Viele von ihnen beraten in dieser Funktion auch die Politik. So wurde der CCC schon mehrfach gebeten, bei Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht technische Gutachten abzugeben.

Schleisiek sieht sich bis heute als Bastler. Jahrelang hatte er sich aus der aktiven Arbeit im Club zurückgezogen, doch zum Chaos Communication Camp in Finowfurt kam er dann doch.

Das Camp ist ein riesiges Zeltlager mit 3.500 Bewohnern, ein Festival für Europas Hacker. Alle vier Jahre findet es statt, organisiert von der Veranstaltungs-GmbH des CCC. Doch der Campingplatz-Eindruck ist nur das halbe Bild – das Camp ist eine multiethnische und technisch hochgerüstete Kleinstadt mit kilometerlangen Glasfaserkabeln, kostenlosem WLAN für alle, einem eigenen GSM-Mobilfunknetz und Strom bis in das kleinste Zelt. Den braucht es auch, denn in den Zelten sitzen Hunderte Menschen und arbeiten an ihren Computern an der Welt von morgen und daran, dass es eine bessere wird.

Dazwischen Tom Twiddlebit, der plaudert, grüßt, Kaffee trinkt und sichtlich stolz darauf ist, was aus der Idee erwuchs.

Heute vor dreißig Jahren trafen sich in der Redaktion der taz zwei Dutzend Menschen, um über "Komputer" zu reden. Denn sie glaubten, dass mit den Geräten Sinnvolleres angestellt werden könnte, als die Innere Sicherheit zu verbessern oder Unternehmensgewinne zu steigern. Dass aus dieser spontanen Runde so etwas wie die System-Administratoren der Bundesrepublik werden sollten, war damals nicht abzusehen. Umso erfreuter ist Schleisiek. Es sei genau das aus dem Verein geworden, "was ich mir damals gewünscht habe", sagt er: Eine Organisation von Profis, die zu Fragen der Technik "kompetent Stellung nehmen können".

Bei dem Treffen der "Komputerfrieks" 1981 wurde viel geredet und wenig beschlossen. Sie wollten in Kontakt bleiben und vielleicht eine Zeitschrift machen, die über Computer und Technik informieren sollte. Wau Holland, der eigentlich Herwart Holland-Moritz hieß, ließ die Idee eines Kreises von Gleichgesinnten nicht los. Und so sammelten sich in seinem Wohnort Hamburg ein paar Interessierte um ihn. 

Jeder, der ihn erlebte, beschreibt ihn als charismatischen Redner, der sich über alle möglichen Dinge Gedanken machte und viel zu sagen hatte. Allerdings muss er ein eher chaotischer Mensch gewesen sein. Weniger Wohlmeinende sagen, er war ein Messie. Organisieren zumindest fiel ihm schwer. Offensichtlich aber hatte er Sinn für Humor, der Name Chaos Computer Club für die lose Runde stammt von ihm.

Und trotz des mangelnden Organisationstalentes erschien im Februar 1984, zweieinhalb Jahre nach dem ersten Treffen, tatsächlich eine Zeitschrift: die Datenschleuder. Im selben Jahr wurde aus der losen Runde ein eingetragener Verein samt Satzung und Vorstand. Das war nötig geworden, da eine Aktion von Holland und Club-Mitgründer Steffen Wernéry für erhebliche Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Beide hatten die BTX-Seite der Hamburger Sparkasse gehackt, sich 135.000 Mark überwiesen und gezeigt, dass das als sicher geltende System nicht unerhebliche Schwachstellen hatte.

Es gab weitere Hacks in dieser Zeit und plötzlich erschien es eine gute Idee zu sein, jemanden zu haben, der sich um Anwälte kümmern kann. Auch die Verwaltung der Datenschleuder machte einigen Aufwand, da sie auf reges Interesse stieß. Eine Struktur musste her. Vor allem aber riskierte die Truppe mit ihren Aktivitäten nach einem neu verabschiedeten Gesetz als terroristische Vereinigung zu gelten. Dann doch lieber ein eingetragener Verein.

Wobei, den CCC gibt es genau genommen nicht. Er ist viele. Sein Ursprung ist Hamburg und es gab anfangs nur zwei kleinere Ableger in Bremen und Lübeck. Ende der achtziger Jahre aber erlebte der Club eine Krise. Einige seiner Mitglieder hatten ihre Kenntnisse genutzt, um sie an den sowjetischen Geheimdienst zu verkaufen. Drei wurden verhaftet, einer stellte sich und starb später unter bis heute nicht ganz geklärten Umständen.

In dieser Zeit verlor der Club seine Unbeschwertheit. Waren "Datenreisen" bis dahin etwas Verspieltes gewesen, galten sie plötzlich als Spionage und Bedrohung. Es gab Ermittlungsverfahren, Hausdurchsuchungen und gegenseitige Vorwürfe, für den Staat zu spitzeln. Nebenbei lief der CCC Gefahr, seine gerade mühsam erarbeitete Reputation als Ansprechpartner in Sachen Computer zu verspielen.

Übervater Holland war zu dieser Zeit mit sich selbst beschäftigt, er versuchte, eine Firma aufzubauen. Der übrige Vorstand zerstritt sich heillos. Ohne einen Jugendlichen namens Andy Müller-Maguhn, der sich oft und gern in den Clubräumen rumtrieb, wäre der CCC damals vielleicht eingegangen.

Müller-Maguhn war Ende der achtziger Jahre einer der Jüngsten im Club. Als der Streit zwischen den Gründungsmitgliedern eskalierte, wurde er innerhalb von Stunden zum Kassenwart, zum Sprecher, zum Vorstandsmitglied und zum Zuständigen für die Mitgliederverwaltung. "Die alten Herren", sagt er, seien von den ganzen Ermittlungen "ein bisschen zersetzt" gewesen. Sie wollten nicht mehr.

Als Müller-Maguhn dann Ende der Achtziger vor dem Wehrdienst floh, nahm er den Club praktisch mit. In Berlin gründete sich der Chaos Computer Club Berlin (CCCB). Gleichzeitig entstanden in vielen Städten sogenannte Erfahrungsaustausch-Kreise, unabhängige lokale Ableger, die sich dem Club zugehörig fühlen. Sprecher und öffentliches Gesicht des Vereins aber war Müller-Maguhn. Kein anderer wollte es tun, die meisten Mitglieder pflegten lieber das Image des verschwiegenen Hackers.

Das erklärt, warum der Club zwar einen ordentlichen Vorstand besitzt, dieser aber intern nichts zu sagen hat und bis vor Kurzem kaum öffentlich in Erscheinung trat. Bis heute sind die Sprecher die eigentliche Leitungsebene, sie bestimmen nicht nur das Bild nach außen, sondern auch viele Entscheidungen im Inneren. Derzeit sind es vor allem Frank Rieger und Constanze Kurz, die für den Club sprechen und für den CCC stehen. Sie geben Interviews im Minutentakt, treten vor dem Bundesverfassungsgericht als Gutachter auf oder schreiben Bücher.

Dabei sind sie nicht gewählt oder vom Vorstand ernannt. Sie sind Sprecher, weil sie den Job machen wollen und bereit sind, ihre Freizeit dafür zu opfern. Denn eines der wichtigsten Prinzipien des Vereins lautet bis heute: "Wir machen nur, worauf wir Lust haben. Wenn niemand Lust dazu hat, passiert auch nichts." Das sagt Rieger zumindest. Das Chaos ist nicht nur Name, es ist Programm.

Wobei, ein wenig hat sich das gewandelt. Denn Dinge wie Datensicherheit und Netzüberwachung, für die sich der Club schon immer interessierte, sind nun auch Fragen, die große Teile der Gesellschaft bewegen. "Es wird erwartet, dass wir uns zu bestimmten Themen äußern", sagt Rieger. Viele Mitglieder haben dazu jedoch keine Lust, sie wollen basteln und überlassen die Kommunikation mit dem Rest der Welt gern den Sprechern. Auch wenn Rieger und Kurz am häufigsten auftreten, eigentlich sind es inzwischen fünf, die das Sprecherteam bilden. Zu tun gibt es genug. Die Sprecher sitzen im Bundestag als Experten oder erklären der bundesdeutschen Bevölkerung technische Zusammenhänge.

So gibt es denn auch mindestens zwei Clubs: die Fraktion der Bastler, die lieber Löten oder Server aufbeißen, und die Fraktion der Politiker, die mit Information und Lobbyarbeit die Gesellschaft ändern wollen. Gemeinsam haben sie viel erreicht. Sogar Innenminister finden nun manchmal vorsichtig lobende Worte für die Arbeit des CCC und dessen Ideen.

Das wachsende Interesse der Gesellschaft hat aber auch dazu geführt, dass Öffentlichkeitsarbeit wichtiger geworden ist und der Einfluss der Sprecher noch wuchs. "Politbüro" werden sie intern manchmal abschätzig genannt. Frank Rieger sagt dazu: "Die politische Lobbyarbeit in Berlin ist teilweise ziemlich langweilig und eine Sache, die viele Leute nicht interessiert – oder bei der sie nur an den Erfolgen interessiert sind, nicht an den dreckigen Details." Das klingt so, als würden sie alle lieber nur basteln und programmieren, dass irgendwer die Erkenntnisse aber nun einmal vermitteln müsse, wenn sich etwas ändern soll.

Trotzdem gibt es immer mal wieder Streit um diese Rollenverteilung. Müller-Maguhn beispielsweise war in den letzten Jahren seiner dreizehnjährigen Amtszeit als öffentliche Stimme des Vereins ziemlich umstritten. Er hat sich zurückgezogen und gibt heute selbst zu, dass er damals vielleicht ein wenig zu dominant gewesen ist.

Und gerade hat der Vorstand den Ex-WikiLeaks-Mitarbeiter und OpenLeaks-Betreiber Daniel Domscheit-Berg aus dem Verein geschmissen  – gegen den lautstark geäußerten Rat der Sprecher. Weshalb beide Seiten nun darum rangeln, wer eigentlich das Sagen hat.

Zerbrechen aber wird der Club daran nicht mehr. Zu groß ist er heute, zu wichtig seine Themen, zu vielfältig seine Mitglieder. Er ist die größte und wichtigste Vereinigung von Bastlern, Hackern und "Datenreisenden" in Europa. "Der CCC ist inzwischen so unglaublich viele Dinge, dass ich selbst nicht alle kenne", sagt Frank Rieger.

Nachtrag: Der vierte Absatz von unten wurde ergänzt um ein Zitat, das bei der Redigatur verloren gegangen ist. Entschuldigung. Kai Biermann

 
Leser-Kommentare
  1. Vor 30 Jahren war sich noch keiner zu Schade dafür, Fremdwörter hinsichtlich der Schreibweise entsprechend der Phonetik anzupassen. Leider wird die Sprachgestaltung von Wichtigtuern und Dampfplauderern maßgeblich beeinflusst.

    So kommt es, dass wir heute noch Niveau anstatt beispielsweise Niewo schreiben. Wörter wie Portemonnaie, die die meisten wahrscheinlich nicht ohne nachzuschlagen fehlerfrei schreiben können, werden nur deswegen zu Portmonee angepasst, weil sie eben kaum jemand sonst fehlerfrei schreiben könnte. Traurig, dass das der einzige Grund sein soll.

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    • Dok06
    • 12.09.2011 um 16:23 Uhr

    Der einfache Grund ist, dass man (zumindest in meinem sozialen Umfeld) Niveau eben nicht als Niewo ausspricht, sondern auch relativ nahe an der französischen Aussprache ist.

    Recht's'schraubung war doch immer schon ein Mittel Menschen auszugrenzen.
    .
    Keiner schreibt mehr fenestra, al-kimiya oder ιδιώτης, sprich: idiótes.
    .
    Lang lebe die Rechtsschreibreform :-)) solange es lesbar und verständlich ist.

    • Dok06
    • 12.09.2011 um 16:23 Uhr

    Der einfache Grund ist, dass man (zumindest in meinem sozialen Umfeld) Niveau eben nicht als Niewo ausspricht, sondern auch relativ nahe an der französischen Aussprache ist.

    Recht's'schraubung war doch immer schon ein Mittel Menschen auszugrenzen.
    .
    Keiner schreibt mehr fenestra, al-kimiya oder ιδιώτης, sprich: idiótes.
    .
    Lang lebe die Rechtsschreibreform :-)) solange es lesbar und verständlich ist.

    • Dok06
    • 12.09.2011 um 16:23 Uhr

    Der einfache Grund ist, dass man (zumindest in meinem sozialen Umfeld) Niveau eben nicht als Niewo ausspricht, sondern auch relativ nahe an der französischen Aussprache ist.

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "Komputerfrieks"
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    Der einfache Grund ist, dass man (zumindest in meinem sozialen Umfeld) Niveau eben nicht als Niewo ausspricht, sondern auch relativ nahe an der französischen Aussprache ist.

    Keine Ahnung, Frankreich ist 600 km weit entfernt und hier spricht jeder unabhängig von Bildungsgrad und sozialem Status Niewo wie Niewo aus.

    In Schweden ist man da übrigens ähnlich skrupellos und schreibt einfach nivå, was wie Niewo ausgesprochen wird, und da fühlt man sich deswegen auch nicht minderbemittelt.

    Der einfache Grund ist, dass man (zumindest in meinem sozialen Umfeld) Niveau eben nicht als Niewo ausspricht, sondern auch relativ nahe an der französischen Aussprache ist.

    Keine Ahnung, Frankreich ist 600 km weit entfernt und hier spricht jeder unabhängig von Bildungsgrad und sozialem Status Niewo wie Niewo aus.

    In Schweden ist man da übrigens ähnlich skrupellos und schreibt einfach nivå, was wie Niewo ausgesprochen wird, und da fühlt man sich deswegen auch nicht minderbemittelt.

  2. Recht's'schraubung war doch immer schon ein Mittel Menschen auszugrenzen.
    .
    Keiner schreibt mehr fenestra, al-kimiya oder ιδιώτης, sprich: idiótes.
    .
    Lang lebe die Rechtsschreibreform :-)) solange es lesbar und verständlich ist.

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "Komputerfrieks"
  3. Macht euch nicht kaputt. Macht was ihr machen wollt. Macht mal Pause. Macht mal Funkstille.

  4. 5. Niewo

    Der einfache Grund ist, dass man (zumindest in meinem sozialen Umfeld) Niveau eben nicht als Niewo ausspricht, sondern auch relativ nahe an der französischen Aussprache ist.

    Keine Ahnung, Frankreich ist 600 km weit entfernt und hier spricht jeder unabhängig von Bildungsgrad und sozialem Status Niewo wie Niewo aus.

    In Schweden ist man da übrigens ähnlich skrupellos und schreibt einfach nivå, was wie Niewo ausgesprochen wird, und da fühlt man sich deswegen auch nicht minderbemittelt.

    Antwort auf "einfacher Grund"
    • YaX
    • 13.09.2011 um 12:44 Uhr

    ..oder wie ist es sonst zu erklären, dass deutsche Politiker nach elektronischen Ausweisen lechzen? Egal was die Politiken der Welt mit neuer Technik anfangen, sie beschneiden nur noch die Freiheit. Vorratsdatenspeicherung, biometrischer Pass, Internetzensur... Der Gläserne Bürger, immer gern gesehen in der machtorientierten Politik!

  5. hat sich vor fünf Jahren der "politische Arm" der "Netzgemeinde" gegründet und unermüdlich selbst an der Politik beteiligt (vor allem bei Wahlen) - und das ist deutlich mehr Arbeitsaufwand als alle 4..5 Jahre Kreuzlein zu machen...
    Ein erster Lohn der Mühe waren die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus. Darüber soll man nicht die weit über 100 gewählten "Kommunalpiraten" vergessen, die von NRW über Hessen, Hamburg, Bremen, Niedersachsen bis MeckPomm in Stadträten und Kreistagen sitzen. Übrigens auch in Tschechien (3), Spanien (2), Schweiz (1).
    Berlin war nur ein Etappen"sieg". Es bleibt mühsam, bzw. wird noch mühsamer. Aber es gibt immer wieder Hoffnung, dass wir Bürger an der Politik besser mitarbeiten können (wie ja auch der CCC), als nur in Umfragen und Wahlen.

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