Facebook vs. Google+ Kampf der Netzwerk-Kulturen
Suchen wir Informationen lieber selbst, oder lassen wir uns von anderen etwas empfehlen? Diese Frage wird entscheiden, wer erfolgreicher ist, Google+ oder Facebook.
© NICHOLAS KAMM/AFP/Getty Images

Startseite des sozialen Netzwerks Google+
Die überwiegend positiven Berichte der ersten Nutzer des Netzwerks Google+ haben Facebook offensichtlich aufgeschreckt. Seit Wochen veröffentlichen die beiden Konkurrenten im steten Wechsel neue Funktionen und Features, manche mehr schlecht als recht kopiert beim anderen.
Vorläufiger Höhepunkt ist nun die Ankündigung Facebooks, seine Nutzer lebenslange, multimediale Tagebücher anlegen und pflegen zu lassen. Die sogenannte Timeline soll Facebook zu einem Archiv von derzeit 800 Millionen Menschen machen.
So weit ist Google+ noch lange nicht. Nach einem Monat hatte der neue Dienst mit schätzungsweise 25 Millionen Mitgliedern zwar schon so viele wie Facebook nach drei Jahren. Und seit einigen Tagen ist Google+ auch ohne Einladung zugänglich und eine statistische Schätzung geht davon aus, dass es insgesamt bereits mehr als 40 Millionen sind. Die genaue Zahl aber hat der Konzern bisher nicht bekannt gegeben.
Im Vergleich zu den neuen Facebook-Funktionen ist bei Google+ auch alles noch ein bisschen kleiner. Der wichtigste Akzeptanzfaktor sind die "Circles" genannten Freundeskreise: Jeder sortiert seine Kontakte in verschiedene Kommunikationskreise. Informationen können dann gezielt für einzelne Personen oder eben ausgewählte Kreise veröffentlicht werden. Facebook hat kürzlich nachgezogen und seine vorher versteckten und daher wenig genutzten Freundeslisten erheblich ausgebaut.
Die Umstellung ging mit den schon notorischen Verunsicherungen in Sachen Privatsphäre einher. So stellte Social-Media-Kenner Martin Weigert fest, dass Nutzer plötzlich Informationen von der Pinnwand eines Facebook-"Freundes" auch dann einsehen konnten, wenn diese zuvor komplett gesperrt waren. Zwar waren Status-Updates nicht einsehbar, wohl aber Gefällt-mir-Klicks, Events und Kommentare bei anderen Facebook-Mitgliedern. Weigert hat den Verdacht, dass Facebook inzwischen so komplex geworden ist, "dass Anwender unwissentlich oder versehentlich Inhalte mit mehr Menschen teilen, als von ihnen eigentlich gewünscht".
Google+ mag kleiner sein, trotzdem ist man auch dort bemüht, neue Funktionen zu starten. In dieser Woche wurde eine deutlich verbesserte Suche eingeführt. War bislang innerhalb des Dienstes nur eine Suche nach Personen möglich, so können nun auch Beiträge nach beliebigen Begriffen durchforstet werden. Bei Facebook ist das bis heute nicht möglich. Das macht den Dienst für all diejenigen unübersichtlich, die nicht nur einer Zeitleiste folgen wollen, sondern nach bestimmten Themen oder Ereignissen fahnden.
Eine Suchfunktion dürfte mitentscheiden, ob Facebooks neue Timeline von den Nutzern angenommen wird. Bislang erfasst die Facebook-Suche aber nicht einmal die Inhalte von miteinander vernetzten "Freunden".
- Datum 23.09.2011 - 19:53 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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http://cluetrainpr.de/ind...
So schaut's aus.
sind endlich. 99% überflüssig.
lg max
Bitte verzichten Sie auf werbliche Kommentare. Danke, die Redaktion/mk
wer dem Klicki-Bunti-Publikum die privaten Daten geschickter abluchst.
Google gibt wenigsten die Daten nicht an Dritte.
Google gibt wenigsten die Daten nicht an Dritte.
Kurz off topic, aber ich erwähne es gerne für die selbsternannten FB Verweigerer:
Auch wenn man dem blauen Netzwerk fernbleibt, bekommt es trotzdem Daten über einen zugespielt: Über seine eigenen Freunde.
Facebook bietet ihnen die Option, Benutzername und Passwort bspw. ihres Email oder Skype Kontos zu übermitteln. FB durchsucht dann diese, um ihnen ein "noch besseres Erlebnis" zu bieten oder alte Freunde zu finden. Nur werden im selben Zuge Daten aus dem Adressbuch (Bilder, Telefonnummern, Emailadressen, Notizen...) von ihren Freunden an FB übermittelt, die sicherlich nicht über die Verbreitung selbiger einverstanden sind.
Sich dem Netzwerk einfach zu entziehen ist einfach. Sich ihm komplett zu verweigern fast naiv.
Dass das so ist glaube ich sofort. Mein einziger Kontakt mit Facebook endete genau in dem Moment, als ich nach dem Passwort gefragt wurde. Derartige Dreistigkeit konnte ich einfach nicht glauben.
Was ich in ihrem Beitrag jedoch nicht erkennen kann, ist, welche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind. Den Mailaccount regelmässig wechseln? Freunden statt Telefonnummer nur noch den Skype-Namen zukommen lassen? WiFi-Antenne abmontieren?
Die Vorgehensweise von Facebook & Co. als gottgegeben hinzunehmen ist dagegen ganz sicher nicht die Lösung. Man könnte meinen, sie wollen mit ihrem Beitrag eine entsprechende Lethargie rechtfertigen.
oder Stasi 5.0 ... oder Beichtstuhl 2.0 ...
Wenn das Ganze irgendwann in noch fiesere Hände gerät, darf man wohl, nach einem unangemessenen Eintrag, den kalten Stiefel vorm Haus aufs Pflaster stechen hören ...
Und die ZEIT spricht von Kultur ...
Dass das so ist glaube ich sofort. Mein einziger Kontakt mit Facebook endete genau in dem Moment, als ich nach dem Passwort gefragt wurde. Derartige Dreistigkeit konnte ich einfach nicht glauben.
Was ich in ihrem Beitrag jedoch nicht erkennen kann, ist, welche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind. Den Mailaccount regelmässig wechseln? Freunden statt Telefonnummer nur noch den Skype-Namen zukommen lassen? WiFi-Antenne abmontieren?
Die Vorgehensweise von Facebook & Co. als gottgegeben hinzunehmen ist dagegen ganz sicher nicht die Lösung. Man könnte meinen, sie wollen mit ihrem Beitrag eine entsprechende Lethargie rechtfertigen.
oder Stasi 5.0 ... oder Beichtstuhl 2.0 ...
Wenn das Ganze irgendwann in noch fiesere Hände gerät, darf man wohl, nach einem unangemessenen Eintrag, den kalten Stiefel vorm Haus aufs Pflaster stechen hören ...
Und die ZEIT spricht von Kultur ...
Google gibt wenigsten die Daten nicht an Dritte.
Facebook gibt die Daten genauso wenig an andere wie Google. Die Daten sind deren Kapital - wenn sie einem Werbetreibenden die Daten geben, warum sollte der dann noch bei FB Werbung schalten?
Ich empfehle den Verweigerern, selbst mal eine "Testwerbung" zu veröffentlich. Darin können sie dann festlegen, dass die Werbung z.B. nur Leuten aus bestimmter Region, in bestimmter AltersGRUPPE, mit bestimmtem Studiengang oder bestimmten Interessen gezeigt wird. Dann bekommen sie (auch nur wenn es hunderte bis tausende sind!) eine ungefähre Anzahl der potentielen Empfänger gesagt und können es bestätigen.
Keiner erfährt irgendwas über das Individuum.
Warum die Daten so anonymisiert dennoch helfen? Aufgrund der Masse. Google kann sogar aufgrund von Suchanfragen(!!) Rückschlüsse auf eine Grippewelle zuverlässig bestimmen. Schneller als die offiziellen Stellen, nur auf Basis anonymisierter Suchdaten. Ob Max Müller nach "Grippe medikament" gesucht hat weil er krank war, seine tochter, seine Schwiegermutter, ein Kollege oder aus reinem Interesse ist egal - wenn es Millionen suchen hat es hingegen etwas zu bedeuten.
Keine Panik! Die einzelnen Individuen und die Glaubwürdigkeit ihrer Angaben sind viel zu unsicher! ur in anonymisierter Masse taugen die Daten - das sollte die Furcht selbst von Internetlegasthenikern doch ein wenig senken?
das wäre mir neu: http://www.shortnews.de/i...
Facebook gibt die Daten genauso wenig an andere wie Google. Die Daten sind deren Kapital - wenn sie einem Werbetreibenden die Daten geben, warum sollte der dann noch bei FB Werbung schalten?
Ich empfehle den Verweigerern, selbst mal eine "Testwerbung" zu veröffentlich. Darin können sie dann festlegen, dass die Werbung z.B. nur Leuten aus bestimmter Region, in bestimmter AltersGRUPPE, mit bestimmtem Studiengang oder bestimmten Interessen gezeigt wird. Dann bekommen sie (auch nur wenn es hunderte bis tausende sind!) eine ungefähre Anzahl der potentielen Empfänger gesagt und können es bestätigen.
Keiner erfährt irgendwas über das Individuum.
Warum die Daten so anonymisiert dennoch helfen? Aufgrund der Masse. Google kann sogar aufgrund von Suchanfragen(!!) Rückschlüsse auf eine Grippewelle zuverlässig bestimmen. Schneller als die offiziellen Stellen, nur auf Basis anonymisierter Suchdaten. Ob Max Müller nach "Grippe medikament" gesucht hat weil er krank war, seine tochter, seine Schwiegermutter, ein Kollege oder aus reinem Interesse ist egal - wenn es Millionen suchen hat es hingegen etwas zu bedeuten.
Keine Panik! Die einzelnen Individuen und die Glaubwürdigkeit ihrer Angaben sind viel zu unsicher! ur in anonymisierter Masse taugen die Daten - das sollte die Furcht selbst von Internetlegasthenikern doch ein wenig senken?
das wäre mir neu: http://www.shortnews.de/i...
[Google+ mag kleiner sein, trotzdem ist man auch dort bemüht, neue Funktionen zu starten.]
Nicht schlecht. Hut ab!
[Eine Suchfunktion dürfte mitentscheiden, ob Facebooks neue Timeline von den Nutzern angenommen wird.]
Allerhand. So soll es sein.
Gilt man als verdächtig (und vielleicht altmodisch), wenn man in keinem der beiden "sozialen" "Netzwerke" angemeldet ist?
Mittlerweile machen einem manchmal die realen sozialen Kontakte keinen Spaß mehr, da diese "Mitbürger" allzeitbereit per Mobiltelefon emails, sms abrufen und sich hier und da unentwegt einloggen/ausloggen/einloggen/ausloggen/einloggen/ausloggen müssen.
Es hat sich ein soziales Tamagotchiphänomen entwickelt, in der soziale Kontakte zu einem Mittel zum Zweck verkommen.
gehen Sie doch offline
gehen Sie doch offline
Facebook gibt die Daten genauso wenig an andere wie Google. Die Daten sind deren Kapital - wenn sie einem Werbetreibenden die Daten geben, warum sollte der dann noch bei FB Werbung schalten?
Ich empfehle den Verweigerern, selbst mal eine "Testwerbung" zu veröffentlich. Darin können sie dann festlegen, dass die Werbung z.B. nur Leuten aus bestimmter Region, in bestimmter AltersGRUPPE, mit bestimmtem Studiengang oder bestimmten Interessen gezeigt wird. Dann bekommen sie (auch nur wenn es hunderte bis tausende sind!) eine ungefähre Anzahl der potentielen Empfänger gesagt und können es bestätigen.
Keiner erfährt irgendwas über das Individuum.
Warum die Daten so anonymisiert dennoch helfen? Aufgrund der Masse. Google kann sogar aufgrund von Suchanfragen(!!) Rückschlüsse auf eine Grippewelle zuverlässig bestimmen. Schneller als die offiziellen Stellen, nur auf Basis anonymisierter Suchdaten. Ob Max Müller nach "Grippe medikament" gesucht hat weil er krank war, seine tochter, seine Schwiegermutter, ein Kollege oder aus reinem Interesse ist egal - wenn es Millionen suchen hat es hingegen etwas zu bedeuten.
Keine Panik! Die einzelnen Individuen und die Glaubwürdigkeit ihrer Angaben sind viel zu unsicher! ur in anonymisierter Masse taugen die Daten - das sollte die Furcht selbst von Internetlegasthenikern doch ein wenig senken?
Die Essenz des monetären Erfolgs von Facebook ist die Daten der Benutzer zu sammeln und gewinnbringend einzusetzen - diese zu verkaufen zählt sicherlich auch dazu, denn diese sind Gold wert. Dass Facebook sich schaden würde, wenn man diese Daten weitergibt ist nur eine Sicht die man haben kann. Werbung wird bei Facebook geschaltet da dort eben eine große Reichweitenwirkung ( durch besagte One-to-One Werbung)erziehlt werden kann. Jedoch sollte man sich mal überlegen, wie man es finden würde sollte ein Statt all die Daten so sammeln wie es Facebook, Google und andere tun um damit Geld zu verdienen. Und man sollte nicht so blauäugig sein und glauben, dass private Unternehmen damit viel verantwortungsvoller umgehen werden als Staaten, jedoch in anderer Hinscht. Die Zukunft wird wohl so sein wie in Minority Report, wo quasi überall die Menschen erkannt werden und in Geschäften, und ich fürchte auch bald im Internet, sich dadurch ihrer Freiheit beraubt sehen. Ich habe ja schon ein mulmiges Gefühl, wenn ich bei MSN in einem Satz das Wort "Bombe" benutze, da ich sicher bin, dass dies, vllt durch einen blöden Zufall, mich in Verdacht bringen können. Der amerikanische NSA kann quasi das ganze Internet überwachen, wenn es nicht schon von Microsoft selbst schon "freiwillig" aufgezeichnet wird. Schritt für Schritt wird die Freiheit die das Internet versprach in eine direkte oder indirekt Überwachung/Aufzeichnung der Daten transformiert.
Die Essenz des monetären Erfolgs von Facebook ist die Daten der Benutzer zu sammeln und gewinnbringend einzusetzen - diese zu verkaufen zählt sicherlich auch dazu, denn diese sind Gold wert. Dass Facebook sich schaden würde, wenn man diese Daten weitergibt ist nur eine Sicht die man haben kann. Werbung wird bei Facebook geschaltet da dort eben eine große Reichweitenwirkung ( durch besagte One-to-One Werbung)erziehlt werden kann. Jedoch sollte man sich mal überlegen, wie man es finden würde sollte ein Statt all die Daten so sammeln wie es Facebook, Google und andere tun um damit Geld zu verdienen. Und man sollte nicht so blauäugig sein und glauben, dass private Unternehmen damit viel verantwortungsvoller umgehen werden als Staaten, jedoch in anderer Hinscht. Die Zukunft wird wohl so sein wie in Minority Report, wo quasi überall die Menschen erkannt werden und in Geschäften, und ich fürchte auch bald im Internet, sich dadurch ihrer Freiheit beraubt sehen. Ich habe ja schon ein mulmiges Gefühl, wenn ich bei MSN in einem Satz das Wort "Bombe" benutze, da ich sicher bin, dass dies, vllt durch einen blöden Zufall, mich in Verdacht bringen können. Der amerikanische NSA kann quasi das ganze Internet überwachen, wenn es nicht schon von Microsoft selbst schon "freiwillig" aufgezeichnet wird. Schritt für Schritt wird die Freiheit die das Internet versprach in eine direkte oder indirekt Überwachung/Aufzeichnung der Daten transformiert.
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