Anonymous"Lieber aufrecht sterben, als in die Knie gehen"

In Mexiko hat Anonymous einem Drogenkartell den Krieg erklärt. Ob die Aktivisten wissen, was sie tun, ist unklar, aber sie geben Menschen Hoffnung, schreibt T. Käufer. von 

In Mexiko droht ein neuer Krieg. Dieses Mal zwischen den Aktivisten von Anonymous und einem Los Zetas genannten Drogenkartell . Die Auseinandersetzung elektrisiert Foren und Medien in dem von Drogenbaronen heimgesuchten Land. Denn sie verändert die Spielregeln.

Bislang standen sich Staat und Mafia gegenüber. Beide bis an die Zähne bewaffnet. Die organisierte Kriminalität war angesichts ihrer Milliardengewinne aber stets besser ausgestattet. Drogenbosse kaufen Waffen, aber auch Politiker, Polizeibeamte und die Justiz. Nicht nur in Mexiko und ganz Lateinamerika, auch in den USA stehen vermeintlich gutbürgerliche Mitmenschen auf der Lohnliste dieses immer größer werdenden Monsters.

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Doch Anonymous ist ein Gegner, der keine Adresse, kein Gesicht und keine Familie hat, die die Mafia einschüchtern und ermorden kann. Er passt bislang nicht in das Beuteschema des Kartells.

Ohne Gesicht

Der Name ist Programm – die Gruppe Anonymous agiert als Bewegung ohne sichtbare Hierarchie und Gesichter. Anhänger ihrer Aktionen (Anons) verkleiden sich gern mit einer Maske von Guy Fawkes. Der hatte 1605 ein Attentat auf den englischen König versucht. Das wiederum inspirierte die Autoren der Comicserie V – wie Vendetta in den achtziger Jahren, ihren Protagonisten hinter einer Fawkes-Maske versteckt zu zeigen. Er protestierte mit seinen Aktionen gegen einen unterdrückenden und überwachenden Staat, was wiederum einige Anons als Symbol für den eigenen Kampf aufgriffen.

Ursprung der Bewegung und des Namens ist das Imageboard 4chan. Auf der Seite kann jeder unzensiert und unmoderiert Bilder und Botschaften hinterlassen und dabei auch seinen Namen angeben. Allerdings tut das kaum jemand, weswegen die meisten Texte mit dem Namen "Anonymous" gekennzeichnet sind.

Ohne Hierarchie

Anonymous existiert nicht als Organisation. Es ist viel mehr eine Idee, eine Bewegung, der sich jeder anschließen und derer sich jeder bedienen kann. Auch Koordination gibt es nicht direkt. Wichtigste Instrumente dieser Nicht-Koordination sind der Internet Relay Chat (IRC) für Diskussionen und Pastebin.com zum Veröffentlichen von Meiningen und Manifesten.

Doch muss niemand in solchen Foren und Kanälen auftauchen, um ein Anon zu sein. Es genügt, Anonymous öffentlich zu unterstützen, wie es der amerikanische Bürgerrechtler John Perry Barlow tut, oder sich an den Attacken auf Server zu beteiligen. Die Software dazu, Low Orbit Ion Cannon genannt, gibt es kostenlos im Netz.

Ohne Führer

Es gibt keinen Chef, Leiter, Anführer oder ähnliches. Im Gegenteil: Jeder, der sich als solcher in Medien oder Internet präsentiert, kann davon ausgehen, in kürzester Zeit von den Anhängern von Anonymous beschimpft zu werden oder selbst Ziel von Angriffen zu sein. Anonymous ist vielmehr eine Umsetzung der Idee des Hive Minds, der Schwarmintelligenz. In der Masse, so die Idee, lässt sich enorme Wirkung entfalten, also sollte auch nur die Masse das Ergebnis für sich beanspruchen.

Gleichzeitig legt Anonymous Wert darauf, Verantwortung für die Aktionen zu übernehmen, die durch das Netzwerk koordiniert wurden. Daher werden üblicherweise Bekennerschreiben verfasst. Jedoch hat die Bewegung keinen Einfluss auf "Einzeltäter", die ihren Namen benutzen und will den auch nicht haben.

In gewisser Hinsicht bildete die zeitweise mit Anonymous verbündete Hackergruppe LulzSec eine Ausnahme von der Führerlosigkeit. Sie hatte mit Hector Xavier Monsegur alias "Sabu" einen Gründer, Kopf und Sprecher. LulzSec hat eine Reihe von Regierungs- und Unternehmensserver angegriffen und sich dabei Zugriff auf E-Mails und Nutzerdaten verschafft. 2012 kam heraus, dass Sabu ein FBI-Informant war, der mehrere LulzSec-Mitglieder verraten hat.

Ohne Ziel

Anonymous versteht sich als Bewegung, die für Netzfreiheit und gegen Zensur kämpft. Darüber hinaus aber gibt es keine klar formulierten Ziele. Aktionen können sich gegen Sekten ebenso richten (die älteste bekannte ist eine gegen Scientology) wie gegen rechtsradikale Foren, Kreditkartenkonzerne oder Manager von Unterhaltungskonzernen.

Auch ist es im Kern eigentlich keine politische Bewegung. Ursprünglich ging es um Streiche – im Namen unliebsamer Personen beispielsweise Unmengen Pizza zu bestellen. Der Spaß stand im Vordergrund, oder im Jargon des Netzes: the lulz. Gemeint sind Lacher, vor allem im Sinne von Schadenfreude.

Für die Teilnehmer allerdings können die Aktionen im Zweifel durchaus riskant sein, da einige Länder wie die USA, Großbritannien und die Niederlande begonnen haben, Attacken von Anonymous strafrechtlich zu verfolgen.

Anonymous hat nur eine Waffe, Informationen. Die wollen die Aktivisten nutzen, um einen der ihren freizubekommen. Denn mit der Entführung eines vermeintlichen Mitglieds von Anonymous ist ein Mitwisser in die Fänge der Mafia geraten. Am 6. Oktober kündigten sie daher in einem Video an, sie würden den Kampf gegen Los Zetas aufnehmen.

Bis zum 5. November soll die Geisel freigelassen werden, fordern die Aktivisten. Sonst würden Namen, Adressen und Funktion möglicher Kartell-Mitglieder aus Politik, Justiz und Polizei veröffentlicht.

Die Zetas kaufen ihre Opfer, foltern sie oder bringen sie um. In jedem Falle ist das Umfeld des entführten Anonymous-Mitglieds in Gefahr.

Erste Stimmen aus den Reihen von Anonymous forderten daher, die "#Op Cartel" genannte Jagd auf die Mafia von Veracruz abzublasen. Zu groß ist die Furcht, in einen tödlichen Krieg verwickelt zu werden. Journalisten, aber auch Blogger, sind in jüngster Vergangenheit bereits Opfer der Zetas geworden . Ende Oktober hieß es daher, die Aktion sei beendet.

Inzwischen aber scheint sich bei Anonymous der Konsens durchzusetzen , dass gekämpft werden soll. In neuen Videos und Blogposts heißt es: "Beendet Euer Terrorregime. Wir wissen, dass wir unser Leben aufs Spiel setzen, aber wir ziehen es vor, aufrecht zu sterben, als in die Knie zu gehen und so weiterzuleben. Wir wissen nicht, wer oder was in Wahrheit hinter Euch steht. Aber glaubt uns: Wir werden es herausfinden. Wir irren uns fast nie."

Eine erste Warnung an die Zetas ist Anonymous bereits gelungen. Jüngst hackten sie die Webseite von Gustavo Rosario Torres: "Gustavo Rosario ist ein Zeta", stand da zu lesen. Die Enthüllung, die allerdings ohne die Veröffentlichung von Beweisen erfolgte, ist brisant. Rosario ist als ehemaliger Oberster Staatsanwalt des mexikanischen Bundesstaates Tabasco ein ranghoher Vertreter eben der Justiz, die eigentlich die Zetas bekämpfen soll.

Doch ob solche Aktionen genügen, um mit Milliarden ausgestattete Mörder einzuschüchtern? Der mexikanische Blogger Wikichava stellte die entscheidende Frage vom Kampf der Kulturen : "Was wissen die Zetas vom Hacken einer Website? Und was wissen die Anonymous-Leute von Waffen und den Millionen von Dollar, die da im Spiel sind? Wissen Sie, was sie tun?"

Noch dazu, da es Hinweise gibt, dass die Kartelle beginnen, Hacker zu kaufen. Das amerikanische Unternehmen Stratfor , das weltweite Sicherheitsanalysen erstellt und verkauft, berichtet, mexikanische Kartelle würden Hacker engagieren, um Anonymous zu jagen.

In der Geschichte der Drogenkartelle gab es schon einmal ein ähnliches Phänomen. Zu Hochzeiten des kolumbianischen Medellin-Kartells, in den achtziger und neunziger Jahren, bildete sich eine anonyme Gruppe mit dem Namen "Los Pepes". Frustrierte Polizeibeamte und Politiker, konkurrierende Banden, Geheimdienst sowie zu allem bereite Opfer des ebenso legendären wie brutalen Kartellchefs Pablo Escobar bekämpften ihn gemeinsam. Finanziert wurde die Gruppe unter anderem von der Mafia-Konkurrenz des Cali-Kartells.

Nichts fürchtete Escobar so sehr wie diese namen- und gesichtslose Gruppierung, die die blutige Variante des Widerstandes wählte. Mutmaßliche Kartellmitglieder wurden von ihr hingerichtet, der Rechtsstaat außer Kraft gesetzt. Der wütende Escobar konnte nicht reagieren, weil er seine Gegner nicht kannte.

Escobar starb letztlich durch Kugeln der Polizei. Und Beobachter sagen heute, dass diese Selbstjustiz einer der Hauptgründe für die Gewalt in Kolumbien ist. Linke Rebellen und rechte Paramilitärs morden, wenn es ihren Zwecken dient und rechtfertigen ihre Taten mit politischer Ideologie.

Die "Mata Zetas" üben in Mexiko Selbstjustiz und töten Menschen, die sie für Mitglieder des Drogenkartells "Los Zetas" halten.

Die "Mata Zetas" üben in Mexiko Selbstjustiz und töten Menschen, die sie für Mitglieder des Drogenkartells "Los Zetas" halten.  |  © AFP/Getty Images

Auch in Mexiko gibt es inzwischen eine paramilitärische Gruppe, die sich Los Mata Zetas (Zeta-Killer) nennt. Sie hat angekündigt, das Kartell "auszulöschen" und wahrscheinlich kürzlich 35 Menschen ermordet und deren Leichen auf einer vielbefahrenen Straße abgeladen. Diese und die "Los Pepes" von Medellin sind mit den Anonymus-Aktivisten nicht zu vergleichen. Anonymus tötet nicht. Wenngleich ihre angekündigten Veröffentlichungen zu Tod, Folter und Mord führen könnten. Immerhin ist ein enttarntes Zetas-Mitglied mit all seinem Wissen eine Gefahr für das Kartell.

Gleichzeitig spüren die Aktivisten Unterstützung durch die Bevölkerung, die von Politik, Justiz und Polizei bitter enttäuscht ist. Anonymous ist für die eingeschüchterte Gesellschaft ein Hoffnungsträger. Und möglicherweise bekommt der weltweit vernetzte Drogenhandel zum ersten Mal einen Gegner, der ebenfalls weltweit vernetzt ist und an jedem Ort der Welt zuschlagen kann.

Anonymous drückt es so aus: "Das ist jetzt global. Ihr könnt versuchen, die Anonymen in Mexiko, Mittelamerika und vielleicht auch in den USA aufzuhalten. Aber Ihr könnt Anonymous nicht als eine Weltidee stoppen, Ihr könnt nicht auf den globalen Geist schießen und ihn nicht in Säure auflösen."

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Leserkommentare
    • Grunzer
    • 03. November 2011 12:46 Uhr

    Wo kaum noch Gesetze gelten und wo ein Kriminelles Kartell weitaus mehr Macht, Einfluss und Geld als der Staat hat, muss man eben zu unkonventionellen Mitteln greifen.

    Ich gehe nicht mit allem von anonymous dáccord, aber sollen sie diese Drogenschweine ruhig so fertig machen, wie es nur menschenmöglich ist.

    Wie der Autor schrieb, Anonymous hat keine Kinder die man entführen kann, kein Konto auf das man Schmiergelder einzahlen kann.

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    drogenschweine sollte der etablierte terminus werden.

    "..nahm die polizei heute bei einer razzia mehrere drogenschweine fest...,berlin: kanzleramtsminister...."

    nicht alle Mitglieder von Anonymous sind technisch in der Lage, ihre Identität wirksam zu verstecken. Die Kartelle bringen auf Verdacht ganze Familien um und foltern die Opfer auf bestialische Weise. Wer sich mit denen anlegt, begibt sich in große Gefahr.

    • tchonk
    • 03. November 2011 12:48 Uhr

    ...ist wohl die erste Organisation denen ich eine Chanche zuschreibe, gegen das Verbrechen in Mexiko, aber auch überall sonst, vorzugehen. Durch den Zugriff auf Informationen haben sie eine Waffe, die viel durchschlagender und durchdringender ist als alles Physische und Materielle.
    Meine guten Wünsche gehen an alle, die sich dem Wohl anderer verpflichtet fühlen...

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    • GDH
    • 03. November 2011 13:21 Uhr

    Leider ist eine anonyme Kampagne auch verwundbar durch Denunziantentum und Desinformation. Es bleibt zu hoffen, dass einige Anons harte Beweise haben und veröffentlichen. Sollte es nämlich beim Veröffentlichen von Vorwürfen und Listen mit Namen und Adressen bleiben, könnte eine solche Kampagne, zu der schließlich jeder nach Lust und Laune (und natürlich politischem und wirtschaftlichem Interesse) beisteuern kann, den Ruf von Anonymus schädigen und dem Land nur noch mehr Chaos bringen.

    Anonymous ist keine Organisation. Denn die hinterlässt Spuren. Die Bewegung hat kein Gesicht und ist nicht greifbar und dabei wird es bleiben.

  1. drogenschweine sollte der etablierte terminus werden.

    "..nahm die polizei heute bei einer razzia mehrere drogenschweine fest...,berlin: kanzleramtsminister...."

    Antwort auf "In einem solchen Krieg"
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    Das haben Schweine wirklich nicht verdient, daß man sie
    mit solchem Abschaum in Verbindung bringt.

    • GDH
    • 03. November 2011 13:21 Uhr

    Leider ist eine anonyme Kampagne auch verwundbar durch Denunziantentum und Desinformation. Es bleibt zu hoffen, dass einige Anons harte Beweise haben und veröffentlichen. Sollte es nämlich beim Veröffentlichen von Vorwürfen und Listen mit Namen und Adressen bleiben, könnte eine solche Kampagne, zu der schließlich jeder nach Lust und Laune (und natürlich politischem und wirtschaftlichem Interesse) beisteuern kann, den Ruf von Anonymus schädigen und dem Land nur noch mehr Chaos bringen.

    Antwort auf "Anonymous..."
  2. Real World vs. Virtual World. Besser hätte auch Hollywood nicht erfinden können. Weil die Nachricht so bizarr ist, geht sie durch die Medien, und erhöht so den Druck auf die Protagonisten, auf die Worte Taten folgen zu lassen. Das Bild vom digitalen Robin Hood passt einfach zu gut zum Selbsverständnis der Hacker, um da widerstehen zu können...

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    ..entsinnen Sie sich an den Angriff auf die GEMA. Die wahrtscheinlich größte Blamage der GEMA in ihrer Geschichte. Anonymous ist ein ernst zu nehmender Gegner.
    Und ich traue "uns" das zu.

  3. nicht alle Mitglieder von Anonymous sind technisch in der Lage, ihre Identität wirksam zu verstecken. Die Kartelle bringen auf Verdacht ganze Familien um und foltern die Opfer auf bestialische Weise. Wer sich mit denen anlegt, begibt sich in große Gefahr.

    Antwort auf "In einem solchen Krieg"
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    In diesem Drogenkrieg werden wahllos Männer, Frauen und Kinder abgeschlachtet. Naiv sind die, die glauben, das sie sich raushalten können, indem sie den Mund halten. Alle Mafiabanden, egal ob aus Mexiko, Italien oder Russland haben keinen Ehrenkodex mehr, wenn sie denn jemals einen gehabt haben. Mit dem Gerücht, das der, der wegschaut, nichts zu befürchten hat, machen sich diese "Drogenschweine" die Menschen gefügig. Um diese Mär aufrecht zu erhalten, werden unschuldigen Menschen, die getötet wurden dann irgendwelche Legenden angeheftet. Ich hoffe, das diese Aktion etwas bewegt und wünsche Anonymus alles gute.

    • Grunzer
    • 03. November 2011 17:00 Uhr

    Sie unterschätzen Anonymous.

    Selbst wenn diese Drogenkartelle auf Verdacht entführen, foltern, morden, soll man sie deshalb aus Angst einfach weitermachen lassen?

    Mit dieser - entschuldigung - Duckmäusermenthalität hätte es keine Landung in der Normandie gegeben, hätte es keine Montagsdemos in der DDR gegeben.

    Wenn man etwas ändern will, muss man eben dagegen ankämpfen, auch unter Lebensgefahr.

    Aber bleiben Sie ruhig auf dem Sessel sitzen, da kann ihnen wenigstens kein Killer vom Kartell etwas anhaben ;)

  4. ..entsinnen Sie sich an den Angriff auf die GEMA. Die wahrtscheinlich größte Blamage der GEMA in ihrer Geschichte. Anonymous ist ein ernst zu nehmender Gegner.
    Und ich traue "uns" das zu.

    Antwort auf "Gewehre gegen Computer"
  5. In diesem Drogenkrieg werden wahllos Männer, Frauen und Kinder abgeschlachtet. Naiv sind die, die glauben, das sie sich raushalten können, indem sie den Mund halten. Alle Mafiabanden, egal ob aus Mexiko, Italien oder Russland haben keinen Ehrenkodex mehr, wenn sie denn jemals einen gehabt haben. Mit dem Gerücht, das der, der wegschaut, nichts zu befürchten hat, machen sich diese "Drogenschweine" die Menschen gefügig. Um diese Mär aufrecht zu erhalten, werden unschuldigen Menschen, die getötet wurden dann irgendwelche Legenden angeheftet. Ich hoffe, das diese Aktion etwas bewegt und wünsche Anonymus alles gute.

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    Die Mafia tötet nicht nur wahllos Unbeteiligte, sondern zuerst die Leute, die ihr im Wege stehen. Journalisten, die kritisch berichten, Politiker, die sich nicht korrumpieren lassen, etc. Das muss man wissen, um den Mut der Menschen zu würdigen, die sich trotzdem dagegen auflehnen.

    Ach wünsche Anonymous alles Gute. Allerdings bezweifle ich, dass sich die Probleme auf diese Weise lösen lassen, ohne die Ursachen anzugehen. Für jeden Drogenboss der verschwindet, rückt einer nach. Wirklich helfen würde nur eine Drogenfreigabe und ein Waffenverbot in den USA, eine wirksamme Bekämpfung der Armut in Mexiko (Revision des NAFTA, gerechte Besteuerung), etc pp.

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