Pinterest als Ausgangspunkt ist bestens dazu geeignet, um sich gründlich im Netz zu verlaufen.

Das soziale Netzwerk Pinterest ist eine öffentliche Pinnwand. Das lässt sich problemlos auch von all den anderen sozialen Diensten sagen, ob sie nun Google oder Facebook heißen, doch Pinterest ist anders und hat damit offensichtlich Erfolg .

Pinnwand ist hier wörtlich gemeint, denn geteilt werden allein Fotos und Videos. Nicht Kommentare stehen im Vordergrund, nicht Links, nicht Gespräche. Es geht um Bilder und darum, sie nach immer neuen Ideen zusammenzustellen und zu präsentieren.

Klar, so etwas gibt es schon – aber nicht so. Pinterest ist klarer, ästhetischer, ruhiger als etwa flickr und YouTube . Und befriedigt ein anderes Interesse.

Technisch betrachtet ist die Seite vor allem ein Weg, um unkompliziert Bookmarks zu speichern. Dazu wird ein entsprechendes Script mit der Maus in die Lesezeichen-Symbolleiste des eigenen Browsers gezogen. Anschließend steht zwischen den anderen Lesezeichen die Aufforderung " Pin it ", steck es fest.

Wer anschließend auf einer Website ein Bild oder ein Video sieht, das ihm gefällt, drückt im Browser auf " Pin it ", ein Fenster erscheint und zeigt alle Bilder oder Videos auf der entsprechenden Website. Das Gewünschte kann nun ausgewählt und an die eigene Pinterest-Pinnwand geheftet werden. Dabei lässt es sich in Ordner sortieren und beschreiben oder kommentieren. Pinterest lässt sich so als eine Art Kabinett benutzen, um schräge, sonderbare oder schöne Dinge zu sammeln.

Auch solche Dienste für sogenannte social bookmarks gibt es schon, das allein ist nicht spannend. Anders ist Pinterest durch die Präsentation und die Zusammenstellung dieser einzelnen Pinnwände, Boards genannt. Die Nutzer können festgelegte Kategorien wie Essen, Wohnung oder Familie verwenden, aber sie können sich auch neue ausdenken wie "Dinge, die ich mit meinen Kindern basteln könnte", "Gesichter, die mir eine Gänsehaut machen" oder "Fotos in blau".