Kein Geschäftsmodell erkennbar
Was es dagegen gibt, sind Klamotten in jeder Form und Farbe, außerdem haufenweise schick fotografierte Kekse, Kuchen und alle anderen Nahrungsmittel und Unmengen an Inneneinrichtungen, dazu Kunst, Antiquitäten und allen möglichen Schnickschnack. Fast alle Bilder sind dazu in hoher Qualität angepinnt, das betrifft die Auflösung ebenso wie den fotografischen Anspruch. Das Layout der Seite ist betont schlicht. Außer den Boards sind kaum Elemente zu sehen. Es ist eine schicke, glattgebügelte Lebenswelt wie aus dem Katalog.
Das ist Absicht. Ursprünglich war der Dienst eine sogenannte Social-Shopping-Seite. Menschen zeigten dort stolz vor, was sie sich Neues gekauft hatten und machten so indirekt Werbung für die Marken. Das spielt noch immer eine Rolle und diverse Leute nutzen sie, um ihre eigenen Produkte zu vermarkten, seien es selbst gehäkelte Mützen oder selbst gemalte Bilder. Daraus ist inzwischen jedoch ein veritables soziales Netzwerk gewachsen.
Verletzte Urheberrechte
Ein Netzwerk mit den üblichen Problemen. Eines der größten sind verletzte Urheberrechte. Denn die Bilder und Videos werden auf die Pinterestseiten kopiert und von dort unkontrolliert weiterverbreitet. "Sharing is caring" lautet einer der Grundsätze im Netz, wer Inhalte verbreitet, verschafft damit auch dem Urheber Nutzen. Doch nicht jedem ist das recht. Nicht wenige Unternehmen und Menschen wollen die Verbreitung kontrollieren oder ganz unterbinden.
So richtig geklärt ist das auf Pinterest nicht. In den Einführungsseiten findet sich lediglich der Hinweis an Inhaber von Urheberrechten, Verletzungen derselben zu melden. Nutzer werden lediglich gebeten, beim Anpinnen ihre Quellen zu nennen. Gewarnt werden sie nicht, dass sie etwas Verbotenes tun könnten. Wenigstens sorgt der Dienst ordentlich für die Seinen, die kopierten Links werden vollständig übernommen und nicht verkürzt. Und er ist inzwischen so groß, dass er merklich Klicks auf die Seiten von Läden und Händlern leitet, wie diese berichten.
Nach den Zahlen des Dienstes Alexa ist die Seite auf bestem Weg in die einhundert meistbesuchten der Welt. Pinterest gilt jetzt schon als eines der zehn führenden social networks der USA und ist so erfolgreich, dass Google interessiert daran sein soll, den Dienst zu kaufen.
Fehlt nur noch ein Geschäftsmodell. Noch ist keines sichtbar, es gibt nirgends Werbung und keine erkennbaren Kooperationen. Die Gründer schweigen dazu ebenso wie zu den Nutzerzahlen. Eine Nachfrage zu diesen Themen blieb unbeantwortet. Angesichts des Potenzials für soziale Werbung aber wird sich damit garantiert irgendwie Geld verdienen lassen.
- Datum 30.01.2012 - 10:34 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Es wäre wunderbar den Begriff "sozial" in Zusammenhang mit diesen absolut kommerziell ausgerichteten Netzwerken etwas sparsamer und kritischer zu gebrauchen, da er gerade auch in unserer Umgangssprache eine ganz andere Bedeutung hat, die diese Angebote nie ausfüllen können und auch gar nicht ausfüllen wollen.
Pinterest würde ich allerdings nicht als „soziales Netzwerk“ bezeichnen wollen. Es ist vielmehr eine Plattform für Hobbybastler, Künstler, Fotografen, DIY-Fans, Kunsthandwerker und Spürnasen für gute Ideen.
Optisch ist das Ganze schön anzusehen und ich bin von Pinterest absolut begeistert. Nirgendwo finde ich mehr schöne Ideen für beispielsweise den kraetiven Bereich. Die Inspirationen vieler Leute finden sich hier; und bisher OHNE jeden kommerziellen Ansatz. In der Suchfunktion gibt man seine Suchbegriffe bzw. Interessensgebiete ein und bekommt viele Fotos zu den entsprechenden Tags. geliefert.http://pinterest.com/schmuckim5ten/
Bei eigenen Fotos ist die urheberrechtliche Frage kein Problem und die sogenannten „re-pins“ weisen zumeist die URL auf. Wer als Teilnehmer diese Dinge beachtet, wird auch nicht wirklich mit Problemen zu rechnen haben.
Die Seite ist werbefrei, die Registrierung kostet nix. Was soll die Aufregung?
Pinterest würde ich allerdings nicht als „soziales Netzwerk“ bezeichnen wollen. Es ist vielmehr eine Plattform für Hobbybastler, Künstler, Fotografen, DIY-Fans, Kunsthandwerker und Spürnasen für gute Ideen.
Optisch ist das Ganze schön anzusehen und ich bin von Pinterest absolut begeistert. Nirgendwo finde ich mehr schöne Ideen für beispielsweise den kraetiven Bereich. Die Inspirationen vieler Leute finden sich hier; und bisher OHNE jeden kommerziellen Ansatz. In der Suchfunktion gibt man seine Suchbegriffe bzw. Interessensgebiete ein und bekommt viele Fotos zu den entsprechenden Tags. geliefert.http://pinterest.com/schmuckim5ten/
Bei eigenen Fotos ist die urheberrechtliche Frage kein Problem und die sogenannten „re-pins“ weisen zumeist die URL auf. Wer als Teilnehmer diese Dinge beachtet, wird auch nicht wirklich mit Problemen zu rechnen haben.
Die Seite ist werbefrei, die Registrierung kostet nix. Was soll die Aufregung?
Das ist offenbar wieder so ein Ding Marke "Mit dem Eigentum anderer Geld verdienen".
Klappte ja auch bei anderen, die damit steinreich, ja sogar Weltkonzerne geworden sind. Dass die Eigentümer, die Rechtebesitzer benutzt, ja beklaut werden, scheint die meisten Nutzer nicht zu scheren, man freut sich, dass alles so schön umsonst ist. Und diese ach so pösen Eigentümer die sich beschweren, werden dann einfach mit dem Schimpfwort "Contentindustrie" verunglimpft.
Es kommt darauf an, was geposted wird. Werden zum Beispiel Werbefotos gepostet (was oft passiert), liegen die Bildrechte meist bei der Produktherstellerfirma. Für die ist es Gratiswerbung, wenn jemand ein Bild ihres Produkts postet. Es ist in ihrem Interesse, dass ihr Produkt möglichst oft und an möglichst vielen Stellen auftaucht. Die Fotografen, Stylisten etc. wurden von der Produktfirma engagiert und bezahlt und haben ihre Rechte abgetreten. In diesen Fällen handelt es sich um eine Win-Win Situation für Pinterest-User, Produktfirma (und Fotografen, denn sie wurden bezahlt).
Es kommt darauf an, was geposted wird. Werden zum Beispiel Werbefotos gepostet (was oft passiert), liegen die Bildrechte meist bei der Produktherstellerfirma. Für die ist es Gratiswerbung, wenn jemand ein Bild ihres Produkts postet. Es ist in ihrem Interesse, dass ihr Produkt möglichst oft und an möglichst vielen Stellen auftaucht. Die Fotografen, Stylisten etc. wurden von der Produktfirma engagiert und bezahlt und haben ihre Rechte abgetreten. In diesen Fällen handelt es sich um eine Win-Win Situation für Pinterest-User, Produktfirma (und Fotografen, denn sie wurden bezahlt).
Pinterest würde ich allerdings nicht als „soziales Netzwerk“ bezeichnen wollen. Es ist vielmehr eine Plattform für Hobbybastler, Künstler, Fotografen, DIY-Fans, Kunsthandwerker und Spürnasen für gute Ideen.
Optisch ist das Ganze schön anzusehen und ich bin von Pinterest absolut begeistert. Nirgendwo finde ich mehr schöne Ideen für beispielsweise den kraetiven Bereich. Die Inspirationen vieler Leute finden sich hier; und bisher OHNE jeden kommerziellen Ansatz. In der Suchfunktion gibt man seine Suchbegriffe bzw. Interessensgebiete ein und bekommt viele Fotos zu den entsprechenden Tags. geliefert.http://pinterest.com/schmuckim5ten/
Bei eigenen Fotos ist die urheberrechtliche Frage kein Problem und die sogenannten „re-pins“ weisen zumeist die URL auf. Wer als Teilnehmer diese Dinge beachtet, wird auch nicht wirklich mit Problemen zu rechnen haben.
Die Seite ist werbefrei, die Registrierung kostet nix. Was soll die Aufregung?
und zack, wie immer in deutschland.. gibts gleich ein deutsches pandant dazu.... openPIN.org
aber wenigsten kommt man auch ohne einladung rein..
Es kommt darauf an, was geposted wird. Werden zum Beispiel Werbefotos gepostet (was oft passiert), liegen die Bildrechte meist bei der Produktherstellerfirma. Für die ist es Gratiswerbung, wenn jemand ein Bild ihres Produkts postet. Es ist in ihrem Interesse, dass ihr Produkt möglichst oft und an möglichst vielen Stellen auftaucht. Die Fotografen, Stylisten etc. wurden von der Produktfirma engagiert und bezahlt und haben ihre Rechte abgetreten. In diesen Fällen handelt es sich um eine Win-Win Situation für Pinterest-User, Produktfirma (und Fotografen, denn sie wurden bezahlt).
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