Internetsicherheit: Die Debatte um Urheberrechte im Netz ist erst der Anfang
Während in Europa noch gegen das Acta-Abkommen protestiert wird, arbeitet die US-Politik schon an Gesetzen zur Internetsicherheit – mit globalen Folgen.
Europa schaut gespannt auf die Demonstrationen gegen Acta am 11. Februar, vor allem jetzt, nachdem die deutsche Regierung ihre Unterstützung für das Gesetz zurückgezogen hat. Ohne den Aufschrei gegen die Sopa- und Pipa-Gesetzesentwürfe in den USA hätte der Protestaufruf wohl kaum seine aktuelle Wirkung entfaltet.
Während die europäische Öffentlichkeit nun wachgerüttelt nach Straßburg schaut, steht auf der anderen Seite des Atlantiks schon die nächste, vielleicht sogar wichtigere Entscheidung an. So arbeitet der amerikanische Kongress intensiv an seiner ersten umfassenden Gesetzgebung zur Internetsicherheit seit einem Jahrzehnt. Die Auswirkungen werden nicht nur in den USA, sondern auch für Internetnutzer in Deutschland zu spüren sein.
Auf den ersten Blick scheinen die Mühen des Kongresses überraschend. Die USA befinden sich schließlich mitten im Wahlkampf. Viele Beobachter erwarten daher, dass im Kongress in diesem Jahr wenig zustande kommen wird. Wichtige Reformen, wie das Budget oder eine Einwanderungsreform, müssen auf die Zeit nach der Wahl warten. Es gibt jedoch eine Ausnahme: Internetsicherheit. Das Thema genießt auf demokratischer wie republikanischer Seite hohe Aufmerksamkeit. Warum?
Vertreter des amerikanischen Verteidigungsministeriums und der Geheimdienste warnen, dass die Bedrohungen aus dem Internet nach mehr und unmittelbarer Aufmerksamkeit verlangen. Dies hat Eindruck auf die Kongressabgeordneten gemacht. Sowohl der demokratische Fraktionsvorsitzende im Senat, Harry Reid, als auch der republikanische Sprecher des Repräsentantenhauses, John Boehner, unterstützen die Bemühungen. Der Congressional Research Service, das Pendant zu den wissenschaftlichen Diensten des Deutschen Bundestages, hob in seinem Bericht vom Dezember hervor, dass es beträchtliche fraktionsübergreifende Unterstützung für ein umfassendes Gesetz gibt. Professor Paul Rosenzweig von der George Washington University sagt sogar, "Internetsicherheit wird wahrscheinlich einen neuen Rekord für fraktionsübergreifende Gesetzesentwürfe setzen".
Im Netz spielen nationale Grenzen nur bedingt eine Rolle
Den Entwürfen ist gemein, dass sie dem amerikanischen Heimatschutzministerium mehr Befugnisse zum Schutz gegen Cyber-Angriffe geben würden. Eine solche Attacke war auch das Szenario für die bundesweite Katastrophenschutzübung Lükex in Deutschland im vergangenen Jahr. Des Weiteren machen die Abgeordneten Vorschläge, ob und wie das Militär und die Geheimdienste eine größere Rolle spielen und ihre Fähigkeiten einsetzen können.
Im Netz spielen nationale Grenzen nur bedingt eine Rolle, andererseits gibt es gute Gründe für die Trennung zwischen den zivilen und militärischen Akteuren auf nationaler und internationaler Ebene. Für Letztere empfiehlt die Expertengruppe der Republikaner eine Führungsrolle der USA. Der Senatsentwurf verbietet dem Präsidenten hingegen explizit, das Internet im Ausnahmefall auszuschalten.
Experten sind sich zwar weitgehend einig, dass dieser sogenannte kill switch technisch kaum machbar wäre, aber das Verbot gab es in früheren Gesetzesentwürfen nicht. Es zeigt, dass dem Staat Grenzen gesetzt werden, inwieweit er in den Privatsektor eingreifen darf, der das Internet schließlich weitestgehend verwaltet und besitzt. Hieran offenbart sich auch einer der größten Meinungsunterschiede zwischen Demokraten und Republikanern. Während erstere sich für mehr Regulierung aussprechen, bevorzugen letztere Anreize zur freiwilligen Umsetzung.







1. Die Maß an IT-KnowHow, das für ernsthafte Bedrohungen (ernsthafte!) nötig ist, liegt über dem Intellekt der meisten Menschen. Die Menschen, die dazu in der Lage sind, beschäftigen sich dann allerdings auch schon seit ihrer späten Kindheit/Jugend mit der Materie - freiwillig stundenlang. Ähnlich den Spitzenmusikern.
2. Eine ernsthafte Bedrohung zu schaffen kostet Geld. Sie erinnern sich an Stuxnet? Die Produktionskosten sind kaum abschätzbar (Nicht nur die programmierer, denken sie an die technik eines atomkraftwerks, die zu testzwecken in verschiedenen ausführungen mal eben gekauft werden muss. Allein das analysieren auf sicherheitslücken kostet monate). Dass für dieses Programm eine Privatperson verantwortlich ist, liegt bei sagen 0,01%? Was folgt daraus? Ein Staat oder auch mehrere sind mit höchster Wahrscheinlichkeit für dieses Programm verantwortlich.
Somit besteht eine reelle Gefahr lediglich unter Staaten. Das Abschießen von Internetseiten ist keine große Kunst. Das Einbrechen in Webserver braucht schon mehr Expertise. Das Lahmlegen von Atomkraftwerken? Nicht so einfach, nicht wahr? Blöd, die haben nämlich keine Website...
Somit werden unter dem Deckmantel der kaum vorhandenen "Cyber-Bedrohungen" ("Cyber" ist soooo 80er) von Einzelpersonen oder Gruppen Gesetze zur Einschränkung der Freiheit aller Internetnutzer durchgedrückt. Selbstverständlich Lobbykonform.
Also: Informieren sie sich bitte erstmal, was es heißt, etwas ernsthaft (!!!) zu hacken (bzw. cracken)
mein lieber "Freiheitsfreund", ist der Tod!
Alles andere ist Ansichtssache.
Auch die Sache mit dem Kapitalismus und der Demokratie!
...nichts weiter als Krieg der 'Etablierten' zum Schutz ihrer Pfründe gegen die breite Masse, nur mit verfeinerten Methoden!
Wenn man weiss das in jedem Land (ganz besonders im Hort der Freiheit USA!lol!) die Lobbyisten ihre Wünsche und Ansprüche zum eigenen Wohl mit jedem erdenklichen Mittel durchdrücken, dann kann man sich über die ACTA Fürsprecher hier nur wundern!
Ein irrationaler USA-Hass gehört in Europa leider schon seit ein paar Jahren zum allgemeinen Meinungsmainstream.
Ich vermute sogar, dass die, die bei dem Thema so eifrig gegen Amerkia wettern, nicht wissen, dass in den USA die Meinungsfreiheit in der Verfassung fest verankert ist.
In welchem anderen Land finden Sie einen ähnlichen Stellenwert der Meinungsfreiheit? Im politisch korrekten Europa bestimmt nicht!
gibt es die gleiche Meinungsfreiheit wie im UK wie in Deutschland und Frankreich.
Dass die einen Hype draus machen und so überschwänglich Stolz auf ihr "good old America" sind hat nichts mit der tatsächlichen Meinungsfreiheit zu tun.
Schaut man sich an wie die Polizei mit Occupy Aktivisten umgeht dann sehe ich keinen Unterschied zu Europa, im Gegenteil da herrscht ein strammerer Ton.
Und was ist mit der Tatsache dass bei Demos keine Megaphone und Lautsprecher eingesetzt werden dürfen? Meingsfreiheit ja aber bitte nur im Radius von 3 metern.
Die Gründerväter würden sich im Grab rumdrehen...
gibt es die gleiche Meinungsfreiheit wie im UK wie in Deutschland und Frankreich.
Dass die einen Hype draus machen und so überschwänglich Stolz auf ihr "good old America" sind hat nichts mit der tatsächlichen Meinungsfreiheit zu tun.
Schaut man sich an wie die Polizei mit Occupy Aktivisten umgeht dann sehe ich keinen Unterschied zu Europa, im Gegenteil da herrscht ein strammerer Ton.
Und was ist mit der Tatsache dass bei Demos keine Megaphone und Lautsprecher eingesetzt werden dürfen? Meingsfreiheit ja aber bitte nur im Radius von 3 metern.
Die Gründerväter würden sich im Grab rumdrehen...
eben nicht mehr ganz Zeitgemäß.
Du zahlst zum Beispiel einen überhöhten Preis für CD Rohlinge weil du damit eine Lizenz zum "Musik für Freunde brennen" erwirbst. Steht zwar nicht drauf, is aber so.
Finde ich eine hervoragende Idee! Beim Internet hat man da geschlafen. Für viele Politiker ist Internet immernoch nichts weiter als eine Telefonverbindung die halt über die Tastatur geht. Dass man damit auch Musik verschicken und verschenken haben wir verschlafen. Jetzt ist es da und seit Napster haben sich immer und immer wieder neue Möglichkeiten aufgetan die private CD Sammlung "Freunden" (man hat leider sehr viele im Netz) zu versemmeln.
Das heißt wir haben jetzt jedem Bürger eine "zwei Mausklick" Möglichkeit zum "Datenklau" verschaffen, also den Menschen die Freiheit "geistiges Eigentum" auszutauschen gegeben, haben zwanzig Jahre zugesehen wie das immer mehr wird und JETZT kommen wir auf die Idee dass man den Menschen diese Freiheit wieder wegnehmen muss!? Gehts noch?
Die ACTA Gesetze sind so gestrickt dass das nicht mal den eigentlichen Urhebern zu gute käme.. nu
Warum passen wir das Gesezt nicht einfach an die Situation an? Die meisten Menschen scheinen doch mit der Freizügigkeit des Netzes ganz zufrieden zu sein! Warum immer für die klein Elite regieren? Warum nicht, wie bei den CDs mit jeder Internetflatrate auch gleich eine Leecherflat mit verkaufen?
(das Geld geht dann aber bitteschön an die Künstler und nicht an die Content Mafia!)
Es scheint mir allerdings um noch mehr zu gehen:
Letztlich versuchen die Rechteverwerter im Internet das, was sie auch schon im Kampf gegen VHS, Kassettenrekorder usw. (relativ erfolglos) versucht haben.
Es geht hier nicht nur darum, eine Freiheit im Netz zu erhalten, die mit dem Netz erst entstanden wäre. Es geht auch darum, die altbewährten analogen Freiheiten (einen Film im Fernsehen aufnehmen, Musik im Radio aufnehmen, ein Buch verleihen oder verschenken, den Film, den ein Kumpel aufgenommen hat bei sich zuhause angucken) in der digitalen Welt zu erhalten.
Für mich sind die Rechtinhaber das Problem . Sie sind auf dem falschen Dampfer und schaden zum Teil den Künstlern . Ich sehe das so als Fan der Sängerin Yuna Ito . Auf YT ist in den letzten Jahren fast alles von ihr gelöscht worden . Eine Frage : Wie kann man dadurch den Bekanntheitsgrad weltweit steigern ? Ich bin nur durch die YT Videos auf sie aufmerksam geworden und habe als Fan dadurch auch alle CD´s und DVD´s von ihr gekauft . Nun frage ich mich wie wollen die großen Labels den Absatz steigern wenn keiner ihre Künstler weltweit kennt und der Bekanntheitsgrad dadurch nur Regional begrenzt ist ? Für mich wäre es kein Problem wenn ich dafür etwas bezahlen müßte , wenn ich ihre Musik und Videos auf YT verbreiten könnte ! Ich habe diesbezüglich oft bei Sony angefragt und nie eine Antwort bekommen . Aber warscheinlich verdienen sie durch Abmahnungen mehr Geld als durch Vermarktung und Verkauf !
Das trifft auch auf sehr vielen Künstlern zu . Sie dürfen auch nicht ihre eigene Musik auf YT einstellen weil die großen Konzerne die Rechte daran haben .
Der Sänger Holger Biege z.B. ist bei Sony und er darf seine eigenen Songs nicht einstellen . Habe persönlich mit dem Manager telefoniert weil ich zwei seiner Lieder als Hintergrundmusik für mein Video haben wollte ! Ich wäre fast aus den Schuhen gefallen als ich das gehört hatte !
Das war auf jeden Fall meine persönlich Erfahrung mit dieser ganzen Rechtesache . MfG
Es scheint mir allerdings um noch mehr zu gehen:
Letztlich versuchen die Rechteverwerter im Internet das, was sie auch schon im Kampf gegen VHS, Kassettenrekorder usw. (relativ erfolglos) versucht haben.
Es geht hier nicht nur darum, eine Freiheit im Netz zu erhalten, die mit dem Netz erst entstanden wäre. Es geht auch darum, die altbewährten analogen Freiheiten (einen Film im Fernsehen aufnehmen, Musik im Radio aufnehmen, ein Buch verleihen oder verschenken, den Film, den ein Kumpel aufgenommen hat bei sich zuhause angucken) in der digitalen Welt zu erhalten.
Für mich sind die Rechtinhaber das Problem . Sie sind auf dem falschen Dampfer und schaden zum Teil den Künstlern . Ich sehe das so als Fan der Sängerin Yuna Ito . Auf YT ist in den letzten Jahren fast alles von ihr gelöscht worden . Eine Frage : Wie kann man dadurch den Bekanntheitsgrad weltweit steigern ? Ich bin nur durch die YT Videos auf sie aufmerksam geworden und habe als Fan dadurch auch alle CD´s und DVD´s von ihr gekauft . Nun frage ich mich wie wollen die großen Labels den Absatz steigern wenn keiner ihre Künstler weltweit kennt und der Bekanntheitsgrad dadurch nur Regional begrenzt ist ? Für mich wäre es kein Problem wenn ich dafür etwas bezahlen müßte , wenn ich ihre Musik und Videos auf YT verbreiten könnte ! Ich habe diesbezüglich oft bei Sony angefragt und nie eine Antwort bekommen . Aber warscheinlich verdienen sie durch Abmahnungen mehr Geld als durch Vermarktung und Verkauf !
Das trifft auch auf sehr vielen Künstlern zu . Sie dürfen auch nicht ihre eigene Musik auf YT einstellen weil die großen Konzerne die Rechte daran haben .
Der Sänger Holger Biege z.B. ist bei Sony und er darf seine eigenen Songs nicht einstellen . Habe persönlich mit dem Manager telefoniert weil ich zwei seiner Lieder als Hintergrundmusik für mein Video haben wollte ! Ich wäre fast aus den Schuhen gefallen als ich das gehört hatte !
Das war auf jeden Fall meine persönlich Erfahrung mit dieser ganzen Rechtesache . MfG
gibt es die gleiche Meinungsfreiheit wie im UK wie in Deutschland und Frankreich.
Dass die einen Hype draus machen und so überschwänglich Stolz auf ihr "good old America" sind hat nichts mit der tatsächlichen Meinungsfreiheit zu tun.
Schaut man sich an wie die Polizei mit Occupy Aktivisten umgeht dann sehe ich keinen Unterschied zu Europa, im Gegenteil da herrscht ein strammerer Ton.
Und was ist mit der Tatsache dass bei Demos keine Megaphone und Lautsprecher eingesetzt werden dürfen? Meingsfreiheit ja aber bitte nur im Radius von 3 metern.
Die Gründerväter würden sich im Grab rumdrehen...
...hätten ja die sogenannten "Märkte" bei Papandreous Referendums-Ankündigung in Jubelstimmung ausbrechen müssen. Sie taten es nicht - im Gegenteil: an ihnen machten sich nacktes Entsetzen und Panik breit. Einen besseren Beweis für die Unvereinbarkeit von Demokratie und der aktuellen Spielart des Kapitalismus gibt es einfach nicht.
Übrigens: das Wirtschaftssystem ist der staatlichen und gesellschaftlichen Verfassung NACHGELAGERT.
Können Sie für die von Ihnen genannte These "Eine freiheitliche Marktwirtschaft [...] ist elementare Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie." einen empirischen oder theoretischen Nachweis anführen? Mit Nachweis meine ich keine Binsenweisheiten wie "alles andere ist bisher gescheitert" sondern ein wissenschaftlich fundierter Nachweis aus einer zitierfähigen Quelle.
Soweit mir bekannt ist, existiert ein solcher Nachweis nicht, aber vielleicht wissen Sie da mehr wie ich.
Falls Sie jedoch keinen derartigen Nachweis haben, ist ihre Aussage nun mal nichts anderes wie eine persönliche Meinung, die keinesfalls höher oder glaubhafter zu bewerten ist wie beispielsweise die Ansicht, dass der Kommunismus funktionieren könnte. Sie gehen nämlich von der "idealen", nicht real existierenden Marktwirtschaft aus, genauso wie ein Anhänger des Kommunismus von einem "idealen" Kommunismus ausgeht. Tatsächlich berücksichtigen diese beiden Ideologien (auch die Marktwirtschaft ist nur eine Ideologie, die halt einfach momentan die Vorherrschende ist) nicht, dass sich Menschen mit großer Regelmäßigkeit nicht mehr "ideal" verhalten, wenn sich bei diesen einzelnen eine große Machtfülle konzentriert.
Was ich damit sagen will: Keinem idealen Wirtschaftssystem ist eine bestimmte politische Ordnung zu Eigen, und wenn man sich als Gesellschaft entschließt, eine bestimmte politische Ordnung zu implementieren, stehen einem auch verschiedene Möglichkeiten einer Wirtschaftsordnung zur Verfügung.
Übrigens kann man meines Wissens nach genauso wenig die Aussage fundiert stützen, dass die Marktwirtschaft per se demokratiefeindlich wäre. Wirtschaftssysteme und politische Systeme zusammenzubringen ist eben eine Frage der Ausgestaltung.
Vielleicht sollte ich auch noch etwas zum Artikel sagen: Meiner Ansicht nach ist ACTA der Versuch, eine bestimmte Vorstellung von Urheberrechten weltweit durchzusetzen. Dieser Versuch begründet sich auf der Annahme, dass diese Art der Urheberrechte allen anderen Modellen, wie die Schaffung einer immateriellen Entität (also beispielsweise eines Werkes im Sinne unseres Urheberrechtes) entlohnt werden kann, überlegen ist.
Unsere Vorstellung basiert hier darauf, dass einer immateriellen Entität ein wirtschaftlicher (i.d.R. pekuniärer) Wert beigemessen wird, welcher wiederum im Wesentlichen über den Marktmechanismus gefunden wird. Nun ist aber der Marktmechanismus, also höherer Wert durch größere Nachfrage nicht geeignet, um die Qualität beispielsweise von Kulturgütern zu beurteilen, hier sind beispielsweise Zeitgeist und subjektives Empfinden des Einzelnen die gewichtigen Einflussfaktoren, aber eben genau nicht die Qualität. Genauso kann beispielsweise Grundlagenforschung nicht danach bewertet werden. So manches künstlerisches Werk wird erst 100 Jahre nach dessen Entstehung in großem Maßstab gewürdigt, und so manche Forschung offenbart erst Jahrzehnte Später ihre volle Tragweite.
Übrigens kann man meines Wissens nach genauso wenig die Aussage fundiert stützen, dass die Marktwirtschaft per se demokratiefeindlich wäre. Wirtschaftssysteme und politische Systeme zusammenzubringen ist eben eine Frage der Ausgestaltung.
Vielleicht sollte ich auch noch etwas zum Artikel sagen: Meiner Ansicht nach ist ACTA der Versuch, eine bestimmte Vorstellung von Urheberrechten weltweit durchzusetzen. Dieser Versuch begründet sich auf der Annahme, dass diese Art der Urheberrechte allen anderen Modellen, wie die Schaffung einer immateriellen Entität (also beispielsweise eines Werkes im Sinne unseres Urheberrechtes) entlohnt werden kann, überlegen ist.
Unsere Vorstellung basiert hier darauf, dass einer immateriellen Entität ein wirtschaftlicher (i.d.R. pekuniärer) Wert beigemessen wird, welcher wiederum im Wesentlichen über den Marktmechanismus gefunden wird. Nun ist aber der Marktmechanismus, also höherer Wert durch größere Nachfrage nicht geeignet, um die Qualität beispielsweise von Kulturgütern zu beurteilen, hier sind beispielsweise Zeitgeist und subjektives Empfinden des Einzelnen die gewichtigen Einflussfaktoren, aber eben genau nicht die Qualität. Genauso kann beispielsweise Grundlagenforschung nicht danach bewertet werden. So manches künstlerisches Werk wird erst 100 Jahre nach dessen Entstehung in großem Maßstab gewürdigt, und so manche Forschung offenbart erst Jahrzehnte Später ihre volle Tragweite.
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