Facebook-CEO Mark Zuckerberg verdient ab 2013 nur noch einen Dollar pro Jahr – auf eigenen Wunsch. © Kimihiro Hoshino / AFP / Getty Images

Im Prospekt zu Facebooks Antrag auf einen Börsengang sind viele Informationen über das Unternehmen und das Netzwerk enthalten, die so detailliert bislang nicht bekannt waren. Hier einige der interessantesten Zahlen:

1 Dollar Jahresgehalt bekommt Facebook-Gründer und Chef Mark Zuckerberg ab 2013 für seine Arbeit bei Facebook . Bislang waren es 483.300 Dollar pro Jahr sowie ein Bonus von zuletzt 221.000 Dollar. Schon Apple-Boss Steve Jobs und viele andere CEOs gaben sich mit einem Dollar zufrieden – dank ihrer Anteile am Unternehmen waren und sind sie trotzdem Multimillionäre. Zuckerberg besitzt 28,4 Prozent der Facebook-Anteile.

2,5 Prozent der Anteile hält der deutsch-amerikanische Investor und Facebook-Direktor Peter Thiel , der auch einer der Gründer von PayPal ist.

4 angebliche Grundprinzipien von Hackern verfolgt Facebook laut Mark Zuckerberg. Erstens: Fortwährende Weiterentwicklung, auch wenn manche mit dem Status quo zufrieden sind. Zweitens: "Erledigt ist besser als perfekt" – gemeint ist, dass Facebook lieber in schneller Folge einzelne Dinge verbessert als zu versuchen, alles auf einmal zu tun. Drittens: "Code wins arguments" – anstatt tagelang über neue Ideen zu debattieren, sollen Facebooks Programmierer sie einfach mit Prototypen testen. Viertens: Die beste Idee soll gewinnen, nicht der beste Interessenvertreter.

12 Prozent des Umsatzes von Facebook im Jahr 2011 steuerte allein Spieleanbieter Zynga bei. Gezählt wurden dabei sowohl Einnahmen, die Facebook-Nutzer mit dem Kauf von virtuellen Waren etwa für Farmville über das Bezahlsystem Facebook Payments generierten, als auch die Summe, die Zynga selbst für Werbung innerhalb von Facebook ausgab.

35 Risikofaktoren, die Facebook materiell beeinträchtigen könnten, nennt das Unternehmen. Darunter fallen wachsende Konkurrenz durch Google und Twitter , technische Fehler, Gegenwind aus den Medien, der große Einfluss von Zuckerberg durch seine Facebook-Anteile sowie neue staatliche Regulierungen.

35 Mal wird das Wort Privacy in dem Dokument benutzt. Unter anderem wird der Begriff im Zusammenhang mit Facebooks Einigung mit der US-Handelskommission sowie mit der Betriebsprüfung durch den irischen Datenschutzbeauftragten genannt. Facebook hat sich gegenüber beiden Instanzen zu Änderungen in seinen Privatsphären- und Datenschutzrichtlinien verpflichtet. Auch mögliche Auswirkungen der geplanten EU-Datenschutzverordnung werden erörtert.

80 Prozent aller Internetnutzer in Ländern wie Chile , Venezuela und der Türkei sind bei Facebook registriert. In den USA liegt die Marktdurchdringung bei rund 60 Prozent, in Ländern wie Deutschland, Brasilien und Indien zwischen 20 und 30 Prozent.

85 Prozent des Umsatzes macht Facebook mit Werbung. Im mobilen Angebot von Facebook wird derzeit aber noch keine Werbung eingeblendet.

207 Seiten umfasst das Prospekt, das Facebook bei der Anmeldung zum Börsengang vorgelegt hat.

3.200 Menschen arbeiten für Facebook, 50 Prozent mehr als noch im 2010.

693.000 Dollar gab Zuckerberg im vergangenen Jahr dafür aus, um nicht mit Linienfliegern, sondern mit gecharterten Flugzeugen zu reisen. Die sei aus Sicherheitsgründen nötig.

250.000.000 Fotos laden die Nutzer täglich bei Facebook hoch.

845.000.000 aktive Nutzer hat Facebook nach eigenen Angaben. Monatlich greifen schon 425 Millionen von ihnen über mobile Geräte auf Facebook zu.

1.000.000.000 Dollar Gewinn hat Facebook im vergangenen Jahr gemacht, bei einem Umsatz von 3,7 Milliarden Dollar. 2010 waren es noch 606 Millionen Dollar Gewinn, 2009 waren es 229 Millionen. Davor war Facebook nicht profitabel, der Verlust 2008 betrug 56 Millionen Dollar.

100.000.000.000 "Freundschaften" sind bislang innerhalb des Netzwerks geschlossen worden. Angaben zur Anzahl der "Entfreundungen" gibt es nicht.