ZensurChina geht nach Putschgerüchten gegen Internetdienste vor

Wegen der Verbreitung von Gerüchten über einen Staatsstreich in China haben die Behörden zahlreiche Websites geschlossen. Zudem wurden sechs Personen festgenommen.

Das Symbol eines Polizisten weißt den Nutzer auf einer chinesischen Website darauf hin, dass er sich an das Gesetz halten soll. (Archivbild)

Das Symbol eines Polizisten weißt den Nutzer auf einer chinesischen Website darauf hin, dass er sich an das Gesetz halten soll. (Archivbild)

Nach Gerüchten über einen Putschversuch sind die chinesischen Behörden massiv gegen Internetdienste und Kurznachrichtendienste im Internet vorgegangen. Die Kurznachrichtendienste Sina Weibo und Tencent QQ sperrten auf Druck der Behörden die Möglichkeit, Kommentare online zu stellen. Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua wurden zudem 16 Websites geschlossen und sechs Menschen wegen "Erfindung und Verbreitung von Gerüchten" insbesondere über Kurznachrichtendienste festgenommen.

Xinhua berichtete, die 16 Websites seien geschlossen worden, weil Gerüchte "über in Peking einfahrende Militärfahrzeuge und darüber, dass in Peking etwas falsch läuft" verbreitet worden seien. "Über Kurznachrichtendienste verbreitete Gerüchte und illegale und schädliche Informationen hatten schädliche soziale Folgen", berichtete Tencent QQ. Der Kurznachrichtendienst Sina Weibo teilte mit, die Kommentar-Funktion werde bis Dienstag blockiert. Xinhua zitierte einen Sprecher der staatlichen Internetbehörde mit den Worten, die beiden Anbieter seien wegen der verbreiteten Gerüchte "kritisiert und bestraft" worden.

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Gerüchte über Staatsstreich

Die Gerüchte über einen Staatsstreich waren entstanden, nachdem Mitte März der aufstrebende Politiker Bo Xilai als Chef der kommunistischen Partei in der südwestlichen Metropole Chongquing entlassen worden war. Wegen der Entlassung kam es zu Spaltungen innerhalb der Partei, wegen einem in diesem Jahr anstehenden Wechsel der Führungsspitze. Später gab es Gerüchte über einen Putschversuch unter Leitung von Sicherheitschef Zhou Yongkang.

In China herrscht eine strenge Medienzensur. Kurznachrichtendienste sind daher eine Möglichkeit für Millionen von Chinesen, ihren Unmut über die Regierung, die Behörden und die kommunistische Partei zu äußern. In China gibt es mehr als eine halbe Milliarde Internetnutzer. Mehr als 300 Millionen von ihnen haben Benutzerkonten bei Online-Kurznachrichtendiensten.

Peking sorgt sich vor einem Übergreifen des Arabischen Frühlings auf das Land. Die Protestbewegung in zahlreichen arabischen Staaten war von sozialen Netzwerken im Internet maßgeblich vorangetrieben worden.

 
Leserkommentare
  1. ...in der Demokratie ist es leider so, dass überhaupt nichts zensiert werden muss, weil die Bonzen und Medien gemeinsame Sache machen.

    Oder überlegt doch mal bitte zu den Themen: Euro, Libyen, Syrien, Iran, Putin, FDP, CO2, Obama, etc...

    ...wieviele kritische Artikel gab es jeweils zu diesen Themen? Das Verhältnis ist eit unter 1:1000. Das ist bitter, es ist die Wahrheit. Augen auf.

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    @Nieet Kranig
    ""Zensur der Beweis, dass die Journalisten noch frei sind , in der Demokratie ist es leider so, dass überhaupt nichts zensiert werden muss, weil die Bonzen und Medien gemeinsame Sache machen""

    Dazu fällt mir folgendes ein :

    " Nahm der Bankster den Medienfürsten am Arm , Halt Du sie dumm ich halt sie arm ".

    In den Augen der Feudalharren der NWO gibt es keine freie Presse , weder in China noch im Westen , noch sonstwo , eine gleichgeschaltete Welt , ach wie herrlich....

    @Nieet Kranig
    ""Zensur der Beweis, dass die Journalisten noch frei sind , in der Demokratie ist es leider so, dass überhaupt nichts zensiert werden muss, weil die Bonzen und Medien gemeinsame Sache machen""

    Dazu fällt mir folgendes ein :

    " Nahm der Bankster den Medienfürsten am Arm , Halt Du sie dumm ich halt sie arm ".

    In den Augen der Feudalharren der NWO gibt es keine freie Presse , weder in China noch im Westen , noch sonstwo , eine gleichgeschaltete Welt , ach wie herrlich....

  2. @Nieet Kranig
    ""Zensur der Beweis, dass die Journalisten noch frei sind , in der Demokratie ist es leider so, dass überhaupt nichts zensiert werden muss, weil die Bonzen und Medien gemeinsame Sache machen""

    Dazu fällt mir folgendes ein :

    " Nahm der Bankster den Medienfürsten am Arm , Halt Du sie dumm ich halt sie arm ".

    In den Augen der Feudalharren der NWO gibt es keine freie Presse , weder in China noch im Westen , noch sonstwo , eine gleichgeschaltete Welt , ach wie herrlich....

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  3. Bildtext: "Das Symbol eines Polizisten weißt den Nutzer auf einer chinesischen Website darauf hin..."

    schreibt man nicht "weist darauf hin"? Oder ist das auch die neue Rechtschreibreform? Oder spinne ich?

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  4. denn Ihr Beitrag funktioniert auch, wenn man China durch Deutschland oder eigentlich fast jedes Land ersetzt.

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    Antwort auf "Das ist das Resultat"
  5. Ja jetzt regen sich viele in Deutschland (insb. Politiker u. Journalisten u. Leute, die die Verhältnisse in China nur aus der Ferne her kennen) über die armen Menschen in China auf, dabei leben wir hier auch nur in einer Scheindemokratie. Was sagte noch Frau Merkel nach der Wahl im Saarland: "Das Wahlergebnis wird keine Auswirkungen auf unsere Politik haben". Damit bestätigt sie ganz frech, dass es den Politiker "sch..ßegal" ist, was die Bürger denken und wollen. Und das Thema Menschenrechte in Bezug auf China wird ja so gerne angemahnt: Was war mit den Menschenrechten, als man vor wenigen Tagen in Emden offensichtlich willkürlich und aus Pressegeilheit einen unschuldigen 17jährigen als Mörder abgestempelt hat und damit rücksichtslos seine Zukunft zerstörte? "Wir werden schon beweisen, dass er der Mörder ist", soll die zuständige Polizei gesagt haben!!

    4 Leserempfehlungen
  6. Ich stelle mir gerade vor, wie die USA reagieren würde, wenn dort jemand in dieser Form das Internet nutzen würde. Schwuppdiwupp sind die Seiten zu und der Schreiberling darf in oranger Kleidung kubanische Luft schnuppern...

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  7. ... wirkt wie ein Schmerzmittel. Es hilft, die Krankheit eine Zeit lang zu vergessen. Heilen tut sie sie nicht.

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    "Die Zensur ist die schändlichere von zwei Schwestern. Die ältere heißt Inquisition. Die Zensur ist das lebendige Eingeständnis der Herrschenden, daß sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können."
    - Johann Nepomuk Nestroy

    Aber das kleine Symbol des surfenden Polizisten, ist schon schön, das hat was :-))

    "Die Zensur ist die schändlichere von zwei Schwestern. Die ältere heißt Inquisition. Die Zensur ist das lebendige Eingeständnis der Herrschenden, daß sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können."
    - Johann Nepomuk Nestroy

    Aber das kleine Symbol des surfenden Polizisten, ist schon schön, das hat was :-))

  8. "Weil sie im Internet über Facebook zu Krawallen aufgerufen hatten, sind in Großbritannien zwei Männer zu jeweils vier Jahren Haft verurteilt worden. Justiz und Polizei erhoffen sich von dem Urteil eine abschreckende Wirkung."

    http://www.focus.de/panor...

    Und nicht vergessen: Hier geht es um paar nackte Teenager, die ein paar iPods mitnehmen wollten. Was glaubt Ihr denn, realistisch betrachtet, wenn tatsächlich eine populäre Person zum Aufstand und Putsch gegen den Euro aufruft, eh?

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    Sind die Internetseitseiten etc. gesperrt und die Personen verhaftet worden, weil sie zu "Krawallen" aufgerufen haben?

    • bugme
    • 31.03.2012 um 18:42 Uhr

    ich hoffe sie sehen einen Unterschied zwischen dem verbreiten von Gerüchten und dem Aufruf zur Gewalt.
    Wenn in Europa alles an regierungskritischen Kommentaren zensiert und verfolg würde dann wären ca 30% der Zeit-Foristen schon hinter Gittern - allein ihr Vergleich könnte da schon ausreichen.

    Sind die Internetseitseiten etc. gesperrt und die Personen verhaftet worden, weil sie zu "Krawallen" aufgerufen haben?

    • bugme
    • 31.03.2012 um 18:42 Uhr

    ich hoffe sie sehen einen Unterschied zwischen dem verbreiten von Gerüchten und dem Aufruf zur Gewalt.
    Wenn in Europa alles an regierungskritischen Kommentaren zensiert und verfolg würde dann wären ca 30% der Zeit-Foristen schon hinter Gittern - allein ihr Vergleich könnte da schon ausreichen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP
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  • Schlagworte China | Zensur | Behörde | Entlassung | Erfindung | Frühling
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