Netzpolitik: "Mails zu verschlüsseln, hilft gegen Überwachungsgesetze nichts"
Nerds, interessiert euch für Politik und Gesetze, fordert der Autor Cory Doctorow. Denn solange ihr euch nur für die Technik begeistert, könnt ihr die Welt nicht ändern.
© Adam Berry/Getty Images

Fahne mit dem Symbol der Anonymous-Bewegung bei einer Demo gegen Acta im Februar in Berlin
Wie weit sind wir eigentlich beim Thema Nerd-Politik, wo stehen wir und wohin wollen wir damit? Es lohnt sich durchaus, diese Frage zu stellen. Haben doch hohe EU-Beamte als Nachwirkung des Kampfes um Sopa gerade den Niedergang von Acta angekündigt, scheint die transpazifische Handelspartnerschaft zu lahmen und hat die deutsche Piratenpartei bereits zum vierten Mal Sitze in einem Regionalparlament gewonnen.
Seit den frühen Tagen der Informationskriege ringen diejenigen, die sich für Freiheit und Technologie interessieren, mit zwei ideologischen Fallen: Nerd-Determinismus und Nerd-Fatalismus. Beide sind äußerst verlockend für Menschen, die Technik lieben.
Beim "Nerd-Determinismus" tun Technologen riskante und dumme politische, juristische und behördliche Vorhaben mit der Begründung ab, sie seien technisch sowieso nicht umsetzbar. Geeks, die sich für den Schutz der Privatsphäre interessieren, wischen Überwachungsgesetze, Abhörverfahren und andere Spionage im Internet mit der Aussage beiseite, sie könnten sich problemlos davor schützen und solcher Überwachung entkommen.
Amerikanische und europäische Sicherheitsbehörden beispielsweise fordern, Netzanbieter sollten Hintertüren einbauen, damit Ermittler den Datenverkehr überwachen können. Geeks lachen verächtlich darüber und glauben, nichts davon werde all die cleveren Leute betreffen, die ihre Mails und ihren Datenverkehr verschlüsseln.
Es nutzt nichts, wenn zu wenige es tun
Es stimmt, Geeks können sich solchen Dingen entziehen, sie können Netzwerküberwachung umgehen und geschlossene Systeme überwinden, wie sie auf Smartphones, Tablets, Konsolen und Computern inzwischen alltäglich sind. Allerdings ist das nicht genug, um uns und die Welt vor dieser Entwicklung zu bewahren.
Es spielt keine Rolle, wie toll Dein E-Mail-Anbieter ist oder wie stark verschlüsselt Deine E-Mails. Wenn 95 Prozent der Menschen, mit denen Du kommunizierst, keine Verschlüsselungstechnik nutzen und ihre Botschaften mit einen kostenlosen Webmailer verschicken, der Ermittlern Zugang zu ihren Daten gibt, dann können Polizisten, Spione und Kontrollfanatiker auch praktisch all Deine E-Mails lesen, wenn sie es wollen.

Der Kanadier Doctorow ist Netzaktivist, Journalist, Science-Fiction-Autor und Co-Autor des Blogs boing boing. Er schreibt regelmäßig für den britischen Guardian und hat diverse Bücher veröffentlicht, in denen er sich mit den Auswirkungen der Informationstechnik auseinandersetzt. Am bekanntesten ist Little Brother, ein Roman über die Möglichkeiten, einer Überwachungsgesellschaft zu entgehen.
Das ist nicht alles. Denn für Dinge, die nicht legal sind, interessieren sich auch keine Investoren. In Großbritannien beispielsweise ist es erlaubt, die von Anbietern installierte SIM-Sperre eines Mobiltelefons wieder zu entfernen. Man kann einfach in einen Laden spazieren und sein Handy innerhalb von ein paar Minuten von einem der Angestellten freischalten lassen.
Als das in den USA noch verboten war (derzeit ist es fast legal), konnten nur Menschen die SIM-Sperre ihrer Telefone beseitigen, die in der Lage waren, schwer nachvollziehbare Anleitungen aus dem Internet zu verstehen und korrekt auszuführen. Kein Telefonhändler aber wird für diese Arbeit einen Mitarbeiter anstellen, solange es illegal ist. (Sogar in meiner Reinigung gibt es inzwischen jemand, der hinter einem Klapptisch sitzt und für einen Fünfer jedes Telefon freischaltet.)
Investoren interessieren sich nicht für Illegales
Ohne Kundschaft werden auch die Hersteller solcher Freischalt-Programme diese nur soweit entwickeln, wie es unbedingt nötig ist, damit sie selbst sie bedienen können. Doch um aus einem solchen Werkzeug ein fertiges Produkt zu machen, das jeder bedienen kann und kaufen will, braucht es meistens Investoren, Märkte und Kommerzialisierung.
Das bedeutet nicht, dass nicht irgendein talentierter Hacker aus reiner Freude an der Fähigkeit aus einem illegalen Werkzeug ein perfektes Instrument bastelt. Aber diese glitzernden Edelsteine sind seltene Ausnahmen.







voll-transparente Methode, Mails zu verschlüsseln.
Die Münchner Firma Ciphire hatte sowas entwickelt, ist dann aber leider in die Pleite gegangen.
Das wäre mal ein sinnvolles Open Source Projekt. Bevor es das gibt, wird man weiter auf eklige Client-Plugins angewiesen sein, und deren grauenhafte Qualität schreckt einfach ab.
Die Schwachstelle in Sicherheitssystemen sitzt meistens vor dem Monitor. Deshalb ist es garnicht wünschenswert, dass sie weite Verbreitung finden. Je grösser Gruppen sind, die sicher kommunizieren, desto wahrscheinlicher lässt sich ein Client hacken. Damit kann man mit verschiedenen Techniken u. U. leicht entschlüsseln.
Nehmen Sie GPG (http://www.gnupg.org/), das stellt zumindest schon mal die Technik bereit. Die Integration in die gängigen Open-Source-Emailer wie Thunderbird ist ebenfalls bereits fertig, man muss es nur installieren (http://www.thunderbird-ma...).
Dass das nicht als Standard der Basis-Distribution ausgeliefert wird liegt weniger daran, dass das kompliziert oder unfertig ist, sondern mehr daran, dass das Interesse daran gering ist. Denn eine verschlüsselte Email muss man auch wieder entschlüsseln und dafür muss man eben diesen Schlüssel installieren.
Das sind nur zwei, drei Klicks, doch zwei, drei Klicks für jeden, von dem man Email empfängt und damit viel zu viel für die "es funktioniert doch"-Fraktion. Probleme weg-ignorieren ist derzeit gross in Mode.
Die Schwachstelle in Sicherheitssystemen sitzt meistens vor dem Monitor. Deshalb ist es garnicht wünschenswert, dass sie weite Verbreitung finden. Je grösser Gruppen sind, die sicher kommunizieren, desto wahrscheinlicher lässt sich ein Client hacken. Damit kann man mit verschiedenen Techniken u. U. leicht entschlüsseln.
Nehmen Sie GPG (http://www.gnupg.org/), das stellt zumindest schon mal die Technik bereit. Die Integration in die gängigen Open-Source-Emailer wie Thunderbird ist ebenfalls bereits fertig, man muss es nur installieren (http://www.thunderbird-ma...).
Dass das nicht als Standard der Basis-Distribution ausgeliefert wird liegt weniger daran, dass das kompliziert oder unfertig ist, sondern mehr daran, dass das Interesse daran gering ist. Denn eine verschlüsselte Email muss man auch wieder entschlüsseln und dafür muss man eben diesen Schlüssel installieren.
Das sind nur zwei, drei Klicks, doch zwei, drei Klicks für jeden, von dem man Email empfängt und damit viel zu viel für die "es funktioniert doch"-Fraktion. Probleme weg-ignorieren ist derzeit gross in Mode.
Wer sich mit Datentechnik und Datensicherheit auskennt, wird ernüchternt feststellen, mit welcher Naivität das Internet genutzt wird. Das Bewusstsein, dass die Datenübertragung auch Gefahren in sich birgt, ist beim Normaluser nicht angekommen. Und wenn, dann ist dieser meistens männlich.
Viele Nutzer im Netz, und leider ist es hier oftmals das weibliche Geschlecht, möchte sich mit Themen wie Crypthografie und WPA-II nicht auseinandersetzen. Das mindert nur den Fun-Faktor. Die heile Welt bricht doch erst dann zusammen, wenn der User, meißtens die Userin feststellt, dass mit ihrer Offenherzigkeit gespielt wurde. Es wäre wirklich schön, wenn dieser im Artikel geschilderten Aufforderung auch das weibliche Geschlecht nachkommen würde. Aber sofern man als männlicher User auf Gefahren hinweißt, kommt dann das Vorurteil des Nerds zum tragen.
Die Sichtweise auf den Umgang mit dem Internet ist nicht einfach eine, wie hier beschrieben. Es ist eine von den Geschlechtern her sehr unterschiedliche Sichtweise. Dabei nutzen mittlerweile Mädchen, wie auch Jungen, Frauen, wie auch Männer gleichermaßen das Internet. So sehr man auch diesem Aufruf hier auch beipflichten möchte, der würde höchsten bei der Hälfte der Nutzer ankommen. Und wie soll man die Datenübertragung sicherer machen, wie soll man sich für Gesetze einsetzen, wenn die andere Hälfte der Menschheit das Internet so nutzt, wie den Besuch einer Schuhboutique oder einer Kosmetikfiliale. Nein, dass ist keine Polemik, das ist real.
ist nicht weiblicher Natur, sondern entspringt der Schwerpunktlegung auf Kommunikation mittels in den Hintergrund gerückter Technik.
Es ist richtig, daß viele Männer gemeinhin weniger kommunikativ und eher technikinteressiert sind - dann erfolgt deren Schwerpunktlegung oft auf die technischen Aspekte eines Mediums - was ja im professionellen und semiprofessionellen (open source) auch der Entwicklung derselben dient. Aber wo geht die Entwicklung hin?
Zu intuitiver - und dabei möglichst in Tastaturkürzeln bspw. standardisierter - Bedienung via graphischer Oberfläche...
Apple & Microsoft mach(t)en es vor.
Das Netz wird weiblicher. Und? Das bedeutet nicht gleich technophob und naiv. Es gibt auch Weibchen, die benutzen bspw. PGP seit 1991.
Das Problem sehe ich eher darin, daß viele Frauen männlich geprägten Technologien zu sehr vertrauen und das ist der Kern des Problems.
Was das mit Schuhen und Kosmetika zu tun hat, müssen sie mir mal erklären.
Ja, sie dürfen auch Fremdworte und technische Begriffe verwenden ohne sie zu erklären.
Ich erkläre Ihnen im Gegenzug evtl. ein paar Variationen von Krawattenknoten.
Den Artikel fand ich übrigens hilfreich und überfällig, was die Politisierung von Netzfragen betrifft.
Nur leider werden ihn vermutlich wenige Frauen lesen, da sie solche Fragen für ein technisches, d.h. Männerproblem halten...
Soviel zu den wahren Nerds
k.
Ich hab seltenst einen frauenfeindlicheren Kommentar gelesen.
Natürlich ist das Technikinteresse oft bei Männern stärker ausgebildet als bei Frauen, allerdings trifft dies nicht auf alle Männer und Frauen zu und es gibt einige Frauen die sich durchaus mit dem Thema Technik auseinandersetzten. Sobald sie dies tun geschieht dies meist weitaus sorgfältiger und vorsichtiger als manche Männer dies tun.
Daher bitte ich Sie Ihre Meinung zu überdenken. Ihr Kommentar macht durchaus Sinn was technophobe und technikafine Menschen angeht.
Zum Artikel: Es ist überfällig Rahmenbedingungen für das Internet festzulegen. Die technischen Entwicklungen greifen bereits sehr stark in das Privatleben jeden Einzelnen ein und verändern dieses. Daher wird es notwendig über den Umgang mit den Mitteln nachzudenken.
ist nicht weiblicher Natur, sondern entspringt der Schwerpunktlegung auf Kommunikation mittels in den Hintergrund gerückter Technik.
Es ist richtig, daß viele Männer gemeinhin weniger kommunikativ und eher technikinteressiert sind - dann erfolgt deren Schwerpunktlegung oft auf die technischen Aspekte eines Mediums - was ja im professionellen und semiprofessionellen (open source) auch der Entwicklung derselben dient. Aber wo geht die Entwicklung hin?
Zu intuitiver - und dabei möglichst in Tastaturkürzeln bspw. standardisierter - Bedienung via graphischer Oberfläche...
Apple & Microsoft mach(t)en es vor.
Das Netz wird weiblicher. Und? Das bedeutet nicht gleich technophob und naiv. Es gibt auch Weibchen, die benutzen bspw. PGP seit 1991.
Das Problem sehe ich eher darin, daß viele Frauen männlich geprägten Technologien zu sehr vertrauen und das ist der Kern des Problems.
Was das mit Schuhen und Kosmetika zu tun hat, müssen sie mir mal erklären.
Ja, sie dürfen auch Fremdworte und technische Begriffe verwenden ohne sie zu erklären.
Ich erkläre Ihnen im Gegenzug evtl. ein paar Variationen von Krawattenknoten.
Den Artikel fand ich übrigens hilfreich und überfällig, was die Politisierung von Netzfragen betrifft.
Nur leider werden ihn vermutlich wenige Frauen lesen, da sie solche Fragen für ein technisches, d.h. Männerproblem halten...
Soviel zu den wahren Nerds
k.
Ich hab seltenst einen frauenfeindlicheren Kommentar gelesen.
Natürlich ist das Technikinteresse oft bei Männern stärker ausgebildet als bei Frauen, allerdings trifft dies nicht auf alle Männer und Frauen zu und es gibt einige Frauen die sich durchaus mit dem Thema Technik auseinandersetzten. Sobald sie dies tun geschieht dies meist weitaus sorgfältiger und vorsichtiger als manche Männer dies tun.
Daher bitte ich Sie Ihre Meinung zu überdenken. Ihr Kommentar macht durchaus Sinn was technophobe und technikafine Menschen angeht.
Zum Artikel: Es ist überfällig Rahmenbedingungen für das Internet festzulegen. Die technischen Entwicklungen greifen bereits sehr stark in das Privatleben jeden Einzelnen ein und verändern dieses. Daher wird es notwendig über den Umgang mit den Mitteln nachzudenken.
Die Nerdphilosophie, dass man seine Interessen besser technisch regelt als über Gesetze, ist deshalb die bessere, weil Gesetze eben häufig missbraucht (übertreten) werden. Auch und gerade von staatlichen Stellen.
Das sich Verlassen auf sich selbst ist die einzige langfristig sichere Strategie. Wer sowas nicht will, soll doch draussen bleiben.
Wer in den einschlägigen Foren mal unterwegs war, stellt fest, dass die meisten sog. "nerds" nur ganz normale Leute sind mit Spezialisierungen - und meist durchaus einiges (und mehr als das) wissen über angrenzende Gebiete und Themen (sprich: wirtschaftliche und politische Aspekte von Technik).
Es spielt keine Rolle, wie toll Dein E-Mail-Anbieter ist oder wie stark verschlüsselt Deine E-Mails. Wenn 95 Prozent der Menschen, mit denen Du kommunizierst, keine Verschlüsselungstechnik nutzen und ihre Botschaften mit einen kostenlosen Webmailer verschicken, der Ermittlern Zugang zu ihren Daten gibt, dann können Polizisten, Spione und Kontrollfanatiker auch praktisch all Deine E-Mails lesen, wenn sie es wollen.
Warum über E-Mail zum Terroranschlag verabreden? Es gibt sogenanntes Instant Messaging. Mit meiner ganzen Familie kommuniziere ich darüber, verschlüsselt.
Aus Interesse, wie machen sie das? :D
Aus Interesse, wie machen sie das? :D
Die Schwachstelle in Sicherheitssystemen sitzt meistens vor dem Monitor. Deshalb ist es garnicht wünschenswert, dass sie weite Verbreitung finden. Je grösser Gruppen sind, die sicher kommunizieren, desto wahrscheinlicher lässt sich ein Client hacken. Damit kann man mit verschiedenen Techniken u. U. leicht entschlüsseln.
ist nicht weiblicher Natur, sondern entspringt der Schwerpunktlegung auf Kommunikation mittels in den Hintergrund gerückter Technik.
Es ist richtig, daß viele Männer gemeinhin weniger kommunikativ und eher technikinteressiert sind - dann erfolgt deren Schwerpunktlegung oft auf die technischen Aspekte eines Mediums - was ja im professionellen und semiprofessionellen (open source) auch der Entwicklung derselben dient. Aber wo geht die Entwicklung hin?
Zu intuitiver - und dabei möglichst in Tastaturkürzeln bspw. standardisierter - Bedienung via graphischer Oberfläche...
Apple & Microsoft mach(t)en es vor.
Das Netz wird weiblicher. Und? Das bedeutet nicht gleich technophob und naiv. Es gibt auch Weibchen, die benutzen bspw. PGP seit 1991.
Das Problem sehe ich eher darin, daß viele Frauen männlich geprägten Technologien zu sehr vertrauen und das ist der Kern des Problems.
Was das mit Schuhen und Kosmetika zu tun hat, müssen sie mir mal erklären.
Ja, sie dürfen auch Fremdworte und technische Begriffe verwenden ohne sie zu erklären.
Ich erkläre Ihnen im Gegenzug evtl. ein paar Variationen von Krawattenknoten.
Den Artikel fand ich übrigens hilfreich und überfällig, was die Politisierung von Netzfragen betrifft.
Nur leider werden ihn vermutlich wenige Frauen lesen, da sie solche Fragen für ein technisches, d.h. Männerproblem halten...
Soviel zu den wahren Nerds
k.
"Es ist richtig, daß viele Männer gemeinhin weniger kommunikativ und eher technikinteressiert sind"
"Das Problem sehe ich eher darin, daß viele Frauen männlich geprägten Technologien..."
"Das Netz wird weiblicher"
Ihnen fällt diese Pseudbegründung wahrscheinlich schon gar nicht mehr auf, oder?
Es bereit wirklich ernsthafte Sorgen wieviele Generationen diesen 'braunen' Gedankensumpf erlegen sind, und gar nicht mehr Begründungen auf 'Wahrheitsgehalt' oder nur 'Plausibilität' (von 'Stil' ganz zu schweigen) hinterfragen. Wen juckt schon noch der Widersrpuch in der eigenen Aussage, wenn die eigenen Sätze gar nicht mehr auf Irrationaliät oder Widersprüche abgegelichen werden...
-> Diese Buchstaben, unkommunikativ, weil zwar weiblich geworden, aber mit mänlicher Technik verschickt, werden "Nur leider vermutlich wenige ['kommunikative'] Frauen lesen".
*kopfschchüttel*
das kamalatta
hat keine geschlechtsbezogene Verallgemeinerung vollzogen, sondern nur die unterschiedlichen NutzerInnenmotive angedeutet, die sich in der Praxis wiederspiegeln.
Es gibt auch Untersuchungen zum unterschiedlichen Netznutzungsverhalten der Geschlechter - hier auf ZO bzw. in diesem Ressort abrufbar wenn Sie mögen.
Der Aussagewert dessen beschränkt sich auf die Feststellung von mehrheitlich, nicht generell (!) unterschiedlichen Nutzungsverhalten von Frauen und Männern.
Das ließe sich verkürzt aus dem häufig sozialisationsbedingt verschiedenen Heranführungen und Zugängen der Geschlechter an MINT - Fragen erklären - ich ordne dies aber in Lebensentwürfe - und führungsstile ein, die sich viel deutlicher unterscheiden und erkläre mir die feststellbaren Unterschiede somit aus den im Alltag gelebten.
Kurz: so wie ich mein Leben gestalte, so nutze ich auch das Netz. Wenn ich bspw. ein technik/medienaffinen Beruf habe, dann fällt mir der Zugang / Umgang schon deshalb leichter als anderen, weil dem ja i.d.R. eine interessengeleitete Berufswahl vorausging und ich in der Vorwegnahme der Anforderungen mich mit inzwischen alltäglichen Netznutzung inkl. Rechts/Sicherheitsfragen früher und intensiver auseinandersetze – d.h. der interessenbildende – und fördernde Kontext ist entscheidend.
Der ist, entlang der sich leider nur sehr langsam verändernden Geschlechtsrollen als Identifikations&Berufswahlmuster, allerdings generalisierbar unterschiedlich.
Oder etwa nicht?
K.
"Es ist richtig, daß viele Männer gemeinhin weniger kommunikativ und eher technikinteressiert sind"
"Das Problem sehe ich eher darin, daß viele Frauen männlich geprägten Technologien..."
"Das Netz wird weiblicher"
Ihnen fällt diese Pseudbegründung wahrscheinlich schon gar nicht mehr auf, oder?
Es bereit wirklich ernsthafte Sorgen wieviele Generationen diesen 'braunen' Gedankensumpf erlegen sind, und gar nicht mehr Begründungen auf 'Wahrheitsgehalt' oder nur 'Plausibilität' (von 'Stil' ganz zu schweigen) hinterfragen. Wen juckt schon noch der Widersrpuch in der eigenen Aussage, wenn die eigenen Sätze gar nicht mehr auf Irrationaliät oder Widersprüche abgegelichen werden...
-> Diese Buchstaben, unkommunikativ, weil zwar weiblich geworden, aber mit mänlicher Technik verschickt, werden "Nur leider vermutlich wenige ['kommunikative'] Frauen lesen".
*kopfschchüttel*
das kamalatta
hat keine geschlechtsbezogene Verallgemeinerung vollzogen, sondern nur die unterschiedlichen NutzerInnenmotive angedeutet, die sich in der Praxis wiederspiegeln.
Es gibt auch Untersuchungen zum unterschiedlichen Netznutzungsverhalten der Geschlechter - hier auf ZO bzw. in diesem Ressort abrufbar wenn Sie mögen.
Der Aussagewert dessen beschränkt sich auf die Feststellung von mehrheitlich, nicht generell (!) unterschiedlichen Nutzungsverhalten von Frauen und Männern.
Das ließe sich verkürzt aus dem häufig sozialisationsbedingt verschiedenen Heranführungen und Zugängen der Geschlechter an MINT - Fragen erklären - ich ordne dies aber in Lebensentwürfe - und führungsstile ein, die sich viel deutlicher unterscheiden und erkläre mir die feststellbaren Unterschiede somit aus den im Alltag gelebten.
Kurz: so wie ich mein Leben gestalte, so nutze ich auch das Netz. Wenn ich bspw. ein technik/medienaffinen Beruf habe, dann fällt mir der Zugang / Umgang schon deshalb leichter als anderen, weil dem ja i.d.R. eine interessengeleitete Berufswahl vorausging und ich in der Vorwegnahme der Anforderungen mich mit inzwischen alltäglichen Netznutzung inkl. Rechts/Sicherheitsfragen früher und intensiver auseinandersetze – d.h. der interessenbildende – und fördernde Kontext ist entscheidend.
Der ist, entlang der sich leider nur sehr langsam verändernden Geschlechtsrollen als Identifikations&Berufswahlmuster, allerdings generalisierbar unterschiedlich.
Oder etwa nicht?
K.
und zum Schutz bzw. der Wahrung unserer Grundrechte / Freiheiten im digitalen Zeitalter, haben wir ja nun die Piratenpartei.
"Für die Interessenvertretung
und zum Schutz bzw. der Wahrung unserer Grundrechte / Freiheiten im digitalen Zeitalter, haben wir ja nun die Piratenpartei."
Ja und nein.
Seit 2006 haben wir die Piratenpartei. Vom Splitter unter "Sonstigen" ist sie im letzten Jahr zum Balken in den Wahlergebnissen geworden. "Wir sind die 8%".
Die Piraten sind für jede Stimme dankbar. Gleichzeitig muss man aber dringend darauf hinweisen, dass ein Kreuzchen alle 4..6 Jahre nicht genug ist. (Und 8% auch meist nicht genug für mehrheitsfähige Anträge).
Entscheidend ist, dass wir Volk (von dem ja alle Staatsgewalt ausgeht) selbst aktiv werden. Die Wahrung unserer Grundrechte/Freiheiten genau beobachten, und laut Bescheid sagen, wenn da etwas schiefgeht. Selbst Initiative entwickeln, Gegenvorschläge machen. Das ist Arbeit, gebe ich zu, aber selbst unbezahlt kann sie sich lohnen.
Selbst die einfache Forderung, die Bundesrepublik Deutschland möge das Grundgesetz einhalten, erfordert viel Mühe.
Also bislang wurden meine Grundrechte eher durch Frau Leutheusser-Schnarrenberger verteidigt, denn durch die Piraten. ;)
Ob die Piraten sich dauerhaft für die Wahrung meiner Grundrechte und Freiheiten einsetzen, müssen sie erst noch unter Beweis stellen. Zumal ich in Anspruch nehme auch ausserhalb des Netzes schutzwürdige Freiheiten und Grundrechte zu haben, die ich auch verteidigt wissen möchte.
"Für die Interessenvertretung
und zum Schutz bzw. der Wahrung unserer Grundrechte / Freiheiten im digitalen Zeitalter, haben wir ja nun die Piratenpartei."
Ja und nein.
Seit 2006 haben wir die Piratenpartei. Vom Splitter unter "Sonstigen" ist sie im letzten Jahr zum Balken in den Wahlergebnissen geworden. "Wir sind die 8%".
Die Piraten sind für jede Stimme dankbar. Gleichzeitig muss man aber dringend darauf hinweisen, dass ein Kreuzchen alle 4..6 Jahre nicht genug ist. (Und 8% auch meist nicht genug für mehrheitsfähige Anträge).
Entscheidend ist, dass wir Volk (von dem ja alle Staatsgewalt ausgeht) selbst aktiv werden. Die Wahrung unserer Grundrechte/Freiheiten genau beobachten, und laut Bescheid sagen, wenn da etwas schiefgeht. Selbst Initiative entwickeln, Gegenvorschläge machen. Das ist Arbeit, gebe ich zu, aber selbst unbezahlt kann sie sich lohnen.
Selbst die einfache Forderung, die Bundesrepublik Deutschland möge das Grundgesetz einhalten, erfordert viel Mühe.
Also bislang wurden meine Grundrechte eher durch Frau Leutheusser-Schnarrenberger verteidigt, denn durch die Piraten. ;)
Ob die Piraten sich dauerhaft für die Wahrung meiner Grundrechte und Freiheiten einsetzen, müssen sie erst noch unter Beweis stellen. Zumal ich in Anspruch nehme auch ausserhalb des Netzes schutzwürdige Freiheiten und Grundrechte zu haben, die ich auch verteidigt wissen möchte.
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