iTunesApple beerdigt sein Musik-Netzwerk Ping

Einsicht bei Apple: Das ungeliebte und unsoziale Netzwerk Ping wird wohl schon bald eingestellt. Apple setzt stattdessen auf die Partnerschaft mit Twitter und Facebook.

Steve Jobs bei der Vorstellung von Ping im September 2010

Steve Jobs bei der Vorstellung von Ping im September 2010

Apple stellt Ping, sein mehr oder weniger soziales Netzwerk für Musik, ein. Das berichtet All Things Digital, das Techblog des Wall Street Journal, unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise. Demnach wird der im September 2010 gestartete Dienst durch Apples Partnerschaften mit Twitter und Facebook ersetzt.

Ping wird aktuell als Bestandteil von iTunes 10.6.3 und iOS 6 Beta ausgeliefert. Mit dem nächsten größeren Update von iTunes im Herbst 2012 soll der Dienst aber eingestellt werden.

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Apple hatte mit iTunes 10 eine neue Version seiner Musikverkaufssoftware vorgestellt, die erstmals mit einem sozialen Netzwerk verbunden war. Ping ist auf Musikfans zugeschnitten und informiert Freunde nicht nur über gerade laufende Songs, sondern soll anhand der Songauswahl auch Menschen mit gleichen Musikinteressen finden. Eine Folgen-Funktion ähnlich wie bei Twitter gibt es bei Ping auch. Sie informiert über Updates ausgewählter Accounts.

Seit November 2010 können Nutzer von Ping und Twitter ihre Accounts auf den beiden Diensten verbinden. Wird innerhalb von Ping mitgeteilt, welche Musik gerade spielt und welche Musik gemocht wird, landet dies auch im eigenen Twitterfeed.

Nur ein Verkaufskanal, kein soziales Netzwerk

Kauft oder empfiehlt ein Nutzer einen Song, sehen seine Freunde bei Ping das, und der Kauf-Button leuchtet direkt darunter auf. Kritiker warfen Ping deshalb von Anfang an vor, kein echtes soziales Netzwerk, sondern ein verlängerter Verkaufskanal für Apples iTunes-Angebote zu sein, der wenig Interaktion für seine Mitglieder anbot.

Auf dem Branchenkongress D10 hatte Apple-Chef Tim Cook den Misserfolg bereits eingestanden: "Wir haben es mit Ping versucht, und ich denke, die Nutzer haben abgestimmt und gesagt: 'Es lohnt sich nicht, hier viel Energie reinzustecken.'"

Erschienen bei golem.de

 
Leserkommentare
  1. Ja Ping einzustellen ist richtig. Google hat ja mit Google+ schon ein eigenes soziales Netzwerk geschaffen - dagen kann Appel nicht angehen. Die Entscheidung macht folglich Sinn - man würde ja sonst ganz den Anschluss Netzwerke verlieren.

    Ob ich es jetzt toll finde, wenn künftig Kaufempfehlungen von iTunes meine Pinnwand schmücken, sei dahin gestellt.

  2. Wieso Apple nicht einfach last.fm stärker integriert ist mir weiterhin schleierhaft.
    Robuster Dienst, viele Nutzer und in der Musikcommunity bereits fest etabliert, Spotify hat gezeigt dass eine Partnerschaft mit last.fm reibungslos möglich ist.

  3. Ich finde es ok wenn man was probiert.

    Es hat nicht geklappt also weg damit.

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