Der Möbelbausatz-Verkäufer Ikea versucht sich jetzt auch im Geschäft mit Unterhaltungselektronik. Uppleva heißt das Möbel, das die Idee der Fernsehkommode zurückbringt und Ordnung schaffen will im Kabelchaos. Stereoanlage, DVD- und Blu-Ray-Spieler sowie Fernseher mit Internetzugang werden dabei zusammen mit den üblichen Spanplatten zum Zusammenschrauben verkauft.

Als Möbel, so scheinen sich erste Kommentatoren einig zu sein, ist es ganz hübsch und praktisch. Die Technik darin aber taugt offenbar nicht viel. Das schwedische Elektronikmagazin M3 hat die Komponenten getestet und war anschließend wenig begeistert.

In Stockholm wird Uppleva bereits verkauft, in Deutschland soll das System ab Juli zu haben sein – zumindest in Berlin , im Rest des Landes erst ab dem Herbst. Für 899 Euro gibt es dann den Unterschrank, einen LCD-Fernseher mit 32 Zoll Diagonale (für mehr Geld gibt es bis zu 46 Zoll) und das Soundsystem.

Vor allem der Fernseher sei für den Preis nicht besonders gut, bemängeln die Tester von M3 . Das Smart-TV-Gerät wird vom chinesischen Hersteller TCL Multimedia geliefert, Ikea gibt den Einzelpreis für das 32-Zoll-Modell mit 440 Euro an.

Der Fernseher stellt Bilder in Full HD dar, hat vier HDMI-Eingänge und zwei USB-Schnittstellen und einen Internetzugang samt einiger vorinstallierter Apps wie YouTube. Etwas seltsam mutet an, dass Ikea einen acht Gigabyte großen USB-Speicherstick mitliefert. Auf ihm sollen Käufer das aktuelle Programm speichern können, falls sie es kurz anhalten oder zurückspulen wollen.

Das Technikblog Gigaom schreibt dazu süffisant , der Speicherplatz reiche sicher, um kurz auf die Toilette zu gehen, für mehr aber auch nicht. Von einem Festplattenrekorder sei das weit entfernt.