YouTube: Matt tanzt wieder um die Welt
Matt Harding kann gar nicht tanzen. Trotzdem reist er seit Jahren tanzend um die Welt. Und schafft es, Menschen in aller Herren Länder mit seinem Gehampel zu begeistern.
© Screenshot ZEIT ONLINE

Matt Harding tanzt, hier in der entmilitarisierten Zone in Nordkorea.
Es ist eine weiß Gott alberne Idee, die dieser Typ aus Connecticut da hatte: Irgendwohin fahren, dort auf der Straße eine Art Tanz aufführen und das Video davon anschließend ins Internet stellen. Sieben Jahre ist es her, dass Matt Harding, beziehungsweise einer seiner Kollegen, diese Idee hatte. Matt, wie er von allen genannt wird, ist seitdem ziemlich rumgekommen.
Gerade tanzte er wieder überall auf der Welt, dies Mal unter anderem in Nordkorea, in der Mongolei, in Afghanistan und in Südafrika. Inzwischen ist aus dem "dancing badly", wie er es nennt, aus dem Gehampel, ein ziemlich großes Ding geworden.
Seine erste Weltreise hatte er 2003 und 2004 noch selbst bezahlt. Sein Job als Gamesentwickler nervte ihn damals, also kündigte er ihn und flog um die Welt. Russland, China, Indien, Tschechien, Mongolei, es waren eine ganze Menge Länder. Überall, wo er Station machte, drehte er ein Video, das ihn etwas unbeholfen tanzend zeigt, mal auf belebten Straßen, mal im Dschungel oder auf einer Bergspitze.
Er selbst beschrieb es in einem Interview mal als "unbedarftes Trippeln", wie es Dreijährige aufführen. Er habe das immer am Schreibtisch eines Kollegen gemacht, wenn er mit ihm Mittagessen gehen wollte. Dieser Kollege habe das mit dem Tanzen dann auch vorgeschlagen. Und Matt tat es.
Wieder zu Hause schnitt er die Sequenzen zu einem Film zusammen, unterlegte ihn mit Musik und stellte ihn 2005 bei YouTube ein. Ein sympathisches Amateurvideo, bei dem manchmal die Kamera wackelt, wenn diejenigen, die sie halten, sich vor Lachen schütteln. Es wurde Millionen Mal angeklickt.
Die nächste Reise finanzierte ihm dann schon ein Kaugummi-Unternehmen, das sich davon Werbung versprach. Das Ergebnis sah etwas professioneller aus, auch wenn es noch immer der gleiche, sagen wir, Tanz war. Bei YouTube wurde es schnell ein Hit. Der Mann hat offensichtlich Humor und Spaß an seinem Tun. Das überträgt sich auch auf seine Zuschauer.
Beim nächsten Mal dann, 2008, lud er Menschen aus aller Welt ein, mit ihm zu hampeln. Immerhin sei es, wie er selbst sagte, langweilig, immer nur ihn zu sehen. Und die Menschen kamen in Scharen, mehr als 25.000 meldeten sich auf seiner Website. Daraus wurde wieder ein Video und wieder Millionen von Klicks.







Die wohl vernünftigste und menschlichste Idee seit Langem.
Wenn man es schafft selbst in der entmilitarisierten Zone in Nordkorea zu tanzen, dann verdient das schon den größten Respekt!
Der Typ war jetzt schon an mehr Orten in der Welt, als mancher von uns jemals sein wird.
Leute, auch nur annähernd klicheéhaft zu wirken, kann man das, was dieser Mann da gemacht hat (quasi in den letzten 8-10 Jahren) nur mit eins betitlen:
Völkerverständigung mit Stil!!! :-)
Ich meinte natürlich "ohne auch nur annähernd..."
Sorry
Ich meinte natürlich "ohne auch nur annähernd..."
Sorry
Ich meinte natürlich "ohne auch nur annähernd..."
Sorry
.. das anzusehen :)
Sehr geile Idee!
als eigentlich simple Idee, dass man auf komische Weise vom normierten Verhalten abweichen kann - auch ohne Konflikte zu erzeugen. Ein Künstler!
Hat Spass gemacht, ihm zuzusehen.
Aufgrund eines Doppelpostings entfernt. Die Redaktion/kvk
Das gewohnte Tastenkürzel Shift+Enter schickt den Kommentar sofort ab, das nervt.
Also: Seine Idee, nicht mehr alleine in den Videos zu tanzen, beschreibt er auch. In einem Dorf in Ruanda sind die Kinder einfach zu ihm gelaufen und haben mitgetanzt. Damit war ihm wohl die Kraft seiner Idee bewusst geworden.
Sehr tolle Videos sind entstanden!
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