Trolle können stimulieren
Das Trollen im engeren Sinne meint nur das Stören, Beschimpfen und Provozieren. "Dieses Verhalten ist problematisch, weil es ganze Communities und Foren zum Kippen bringt", sagt Schmidt. Abgesehen davon aber könnten Trolle manchmal sogar stimulierend auf Diskussionen wirken. "Man muss nur akzeptieren, dass nicht alle Nutzer sich mit konstruktiven, wohlabgewogenen Argumenten einbringen wollen."
Dass Hatespeech und Cybermobbing trotzdem zu den unangenehmsten Formen des Trollens gehören, bestreitet auch Krappitz nicht. Sein Definitionsvorschlag für kreatives Trollen: "Ein guter Troll belustigt nicht nur sich selbst, sondern viele Menschen." Denn das erklärte Ziel des Trollens sind die lulz, die Lacher, die Schadenfreude, das Ätschi-Bätschi.
Virtuelles Eigentor
In ihren Mitteln sind Trolle dabei wenig zimperlich. Beliebt ist zum Beispiel auch das Griefing. Griefer sind virtuelle Spielverderber, die in Shootern auf die eigene Truppe ballern.
"Oft ist Griefing eine äußerst fiese Art des Trollens", sagt Krappitz. "Aber es kann auch sehr kunstvoll sein." Wobei Kunst hier im Auge des Betrachters liegt. "Für denjenigen, der in seinem Spielerleben gestört wird, ist es vermutlich vor allem ärgerlich", meint Soziologe Schmidt. Trotzdem, räumt er ein, werfe das Griefing durchaus theoretische Fragen auf: "Was ist Kunst, inwieweit darf sie oder soll sie vielleicht auch stören?"
Diese Frage hat sich offenbar auch der Künstler Whynne kürzlich gestellt. Der Erfinder des sogenannten Trollface mutierte überraschend zum Copyright-Hardliner, nachdem seine Zeichnung sich rasend schnell durchs Internet verbreitet hatte. Einem Comic-Forum drohte er sogar schriftlich mit Sperrung, falls sein Bild weiter von Nachahmern verwendet werden sollte. Später setzte er noch einen drauf, schrieb, er würde auch die IP-Adressen einzelner Nutzer rauskriegen und sie wegen Urheberrechtsverletzungen verklagen.
Der Shitstorm der Community ließ nicht lange auf sich warten, Whynne wiederum zeigte sich davon absolut unbeeindruckt. "Gerade weil nicht ganz klar war, was er mit der Aktion bezwecken wollte, halte ich ihn für einen sehr erfolgreichen Troll", sagt Krappitz.
For the lulz
Wie man die grimmigen Horden im Zweifel mit ihren eigenen Waffen schlagen kann, hat der trollgeplagte Autor Sascha Lobo vorgemacht. Bei der re:publica 2011 berichtete er, wie er einem ausfälligen Mitmenschen, der ihn per E-Mail übel beleidigt hatte, die Mitarbeit an einem fiktiven Buch in Aussicht stellte, Arbeitstitel Poesie der Beschimpfung. Das Buch solle bei Rowohlt erscheinen, der Verlag habe 50.000 Euro Vorschuss angeboten, anbei schon mal der Vertragsentwurf für eine Co-Autorschaft.
Die Geschichte war gut. Der Troll ruderte vor und zurück, wollte einerseits Geld und Ruhm, wusste andererseits aber nicht so recht, wie er das mit Hass und Anonymität unter einen Hut bringen sollte. Am Ende jedenfalls hatte Lobo die lulz auf seiner Seite.









denen die glauben das Internet ist eine verlässliche, ehrliche und sichere Angelegenheit berechtigt den "Stinkefinger".
Zudem regt es an darüber nach zu denken, was gerade gelesen wird im Net.
Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich nur, wenn Sie einen konstruktiven Beitrag zur Diskussion leisten möchten. Danke, die Redaktion/au.
inwieweit das, was der Artikel fordert, auch gelebt wird ☺
inwieweit das, was der Artikel fordert, auch gelebt wird ☺
Entfernt. Bitte äußern Sie sich sachlich und respektvoll. Danke, die Redaktion/au.
Entfernt. Bitte äußern Sie sich sachlich und respektvoll. Danke, die Redaktion/au.
als subtiles trolling oder nützlich bzw. stimulierend gilt bezweifle ich. Schon für einen Bruchteil solcher Ausfälle gälte man z.B. auf Zeit Online als Top-Kandidant für eine Accountlöschung.
Bevor man solches Tun lobpreist, sollte man z.B. den Text des "wunderbaren rednecks auf die Palme bringen" mal lesen. Ich vermute auch Frau Herbold könnte mit solchen Dialogangeboten auf die Palme gebracht werden und die ist sicher kein redneck.
liegt im Auge des Lesers und nicht in dem Glasauge eines Redakteurs, wobei es sich dann doch nur um einen Moderator handelt, ne wahr!?
Man könnte anstatt dieser Floskel, es einfach auch mal mit der persönlichen Wahrheit, also Auffassung, versuchen, statt dem Kommentator im Dunkeln stehen zu lassen.
so was wie:
"Hiermit nehme ich mein Hausrecht in Anspruch und lösche ihren Beitrag, weil ich heute ein schlechten Tag habe und Ironie grundsätzlich nicht für konstruktiv halte" - das Ganze ersetzt einfach dann das alte Makro.
Wie meinen Sie? Zu unseriös, nicht intellektuell genug? Ja so ist das mit persönlichen Ansichten, ne wahr?!
passend zum trolololen :D
http://www.youtube.com/wa...
lustig, dass die Zeit so nen Artikel bringt, aber nahezu alles... ach ich schreibs einfach selber hin:
"Entfernt. Bitte äußern Sie sich sachlich und respektvoll. Danke, die Redaktion/au."
passend zum trolololen :D
http://www.youtube.com/wa...
lustig, dass die Zeit so nen Artikel bringt, aber nahezu alles... ach ich schreibs einfach selber hin:
"Entfernt. Bitte äußern Sie sich sachlich und respektvoll. Danke, die Redaktion/au."
Was soll dieses Hohelied auf die Existenz der Trolle? Der Troll von heute ist kein Till Eulenspiegel, sondern zeichnet sich durch eine ausgeprägte Dumpfheit und Aggressivität aus. Der Troll von heute überführt nicht mehr feinsinnig den Besserwisser und Korinthenkacker, sondern nervt nur noch die Allgemeinheit mit Beleidigungen und plumpen Übertreibungen.
Na wenn das mal kein Troll war.
"sondern nervt nur noch die Allgemeinheit mit Beleidigungen und plumpen Übertreibungen"
da haben sie sich bestimmt vertippt, ne wahr? Es sollte bestimmt,
sondern die Allgemeinheit nervt nur noch mit Beleidigungen und plumpen Übertreibungen,
heißen, ne wahr?
Spass bei Seite. Durchaus nachvollziehbarer Kommentar, allerdinge begrenzt sich die Dumpfheit und plumpe Übertreibung nicht nur auf die Mehrheit der Troll, sondern auch auf die Allgemeinheit.
Die Reaktionsempfehlung wurde wieder rückgängig gemacht. Danke für Ihren Hinweis. Die Redaktion/se
Kann ich so nicht nachvollziehen. Klar gibt es die öden Langeweiler unter den Trollen. Aber jedes Forum und jede Mailingliste lebt erst richtig auf, wenn es dort ein oder zwei Qualitätstrolle gibt. Auf Twitter folge ich sogar dem einen oder anderen.
Das Netz wäre ohne Qualitätstrolle fast schon ein öder Ort....
Na wenn das mal kein Troll war.
"sondern nervt nur noch die Allgemeinheit mit Beleidigungen und plumpen Übertreibungen"
da haben sie sich bestimmt vertippt, ne wahr? Es sollte bestimmt,
sondern die Allgemeinheit nervt nur noch mit Beleidigungen und plumpen Übertreibungen,
heißen, ne wahr?
Spass bei Seite. Durchaus nachvollziehbarer Kommentar, allerdinge begrenzt sich die Dumpfheit und plumpe Übertreibung nicht nur auf die Mehrheit der Troll, sondern auch auf die Allgemeinheit.
Die Reaktionsempfehlung wurde wieder rückgängig gemacht. Danke für Ihren Hinweis. Die Redaktion/se
Kann ich so nicht nachvollziehen. Klar gibt es die öden Langeweiler unter den Trollen. Aber jedes Forum und jede Mailingliste lebt erst richtig auf, wenn es dort ein oder zwei Qualitätstrolle gibt. Auf Twitter folge ich sogar dem einen oder anderen.
Das Netz wäre ohne Qualitätstrolle fast schon ein öder Ort....
Interessant, dass bei einem Bericht über Trolle 50% der Kommentare zensiert wurde ;)
Also Trolle sind hier generell unerwünscht, was jedoch auch seine guten Seiten hat.
Aber dieser Artikel wäre doch auch mal eine Möglichkeit den Troll, der zu einem kleinen Teil in jedem Forenposter steckt, rauszulassen.
Du bist hier bei der Zeit. Alles was nicht PC ist wird erbarmungslos wegadministriert. Der grosse Bruder weiss schon am besten was richtig und was falsch ist.
Aber amuesant allemal. Besonder bei diesem Artikel :-D
getrollte Gruesse,
pu
Du bist hier bei der Zeit. Alles was nicht PC ist wird erbarmungslos wegadministriert. Der grosse Bruder weiss schon am besten was richtig und was falsch ist.
Aber amuesant allemal. Besonder bei diesem Artikel :-D
getrollte Gruesse,
pu
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren