Microsofts neues, kreisrundes "Radio-Menu" ist ein Kontextmenü, das sehr groß ausfällt und leicht mit dem Finger bedient werden kann. © Microsoft

"Das ist der ambitionierteste Office-Launch in der Geschichte Microsofts". CEO Steve Ballmer ließ es sich nicht nehmen, am Montag persönlich das neue Office 2013 vorzustellen – nach seinen Worten das "Flaggschiff-Produkt" von Microsoft . Dazu gehören Anwendungen wie Word, Powerpoint und Outlook.

Die Business-Sparte, zu der Office als wichtigstes Produkt zählt, hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs rund 17,7 Milliarden Dollar umgesetzt und ein operatives Ergebnis von 11,6 Milliarden Dollar eingefahren. Damit ist sie größer und ertragreicher als die Windows-Sparte mit 14,2 Milliarden Dollar Umsatz und 9 Milliarden Dollar Betriebsergebnis.

Doch die Cash-Cow ist in aktueller Gefahr: Während der traditionelle Büromarkt fest in der Hand von Office ist, ändert sich dies dramatisch in der mobilen Welt . Weder auf Android- noch auf Apple-Tablets, die zusammen über 90 Prozent des Marktes beherrschen, ist Microsoft Office bislang verfügbar. Gerüchte, das werde sich im November ändern, hat Microsoft auch gestern nicht bestätigt.

Spätestens 2013 werden nach Meinung von Marktforschern mehr Tablets als Laptops verkauft werden. Windows ist noch nicht vertreten.


Erst zum Weihnachtsgeschäft startet Ballmer die schwierige Aufholjagd. Die Home- und Studentenversionen von Office 2013 werden auf allen neuen Windows-8-RT-Tablets vorinstalliert sein, so Ballmer. Käufer von Tablets oder PCs mit Intel-Infrastruktur müssen wie bisher eine Version der Software oder ein Update kaufen.

Das neue Office wirft die überfrachtete Oberfläche des Vorgängers über Bord. Alles soll einfacher, intuitiver und vor allem auf die Bedienung über einen Touchscreen zugeschnitten werden. Daneben werden auch alle anderen Eingabeformen wie Stift, digitale Handschrift oder Maus und Tastatur unterstützt.