Bodyhacking : Wie aus Menschen Cyborgs werden

Keine Science-Fiction, sondern Realität: Manche Menschen verändern mit Technik-Implantaten ihre Sinneswahrnehmung. Sie nennen sich Bodyhacker oder Cyborgs.
Der Cyborg Neil Harbisson auf dem Flughafen Tempelhof © Patrick Beuth / ZEIT ONLINE

Ein Cyborg wird am heutigen Donnerstagnachmittag auf einer Bühne im Tempelhofer Flughafen stehen. Er wird seine Zuhörer dazu ermutigen, ebenfalls Cyborgs zu werden. Es ist der dritte Tag der Campus Party in Berlin , der Cyborg heißt Neil Harbisson.

Der 30-Jährige nimmt die Welt seit seiner Geburt nur in Hell-Dunkel-Kontrasten wahr. Farben kann er nicht sehen. Achromatopsie heißt diese Störung. Aber Harbisson hat einen alternativen Weg gefunden, Farben wahrzunehmen. Seit acht Jahren trägt er ein Gerät an seinem Kopf, mit dessen Hilfe er Farben zwar nicht sehen, aber hören kann. Das Gerät heißt Eyeborg . Es zeichnet Farben im Sichtfeld seines Trägers mit einem Sensor auf, der vor der Stirn baumelt, wandelt sie in Schallwellen um und transportiert diese bis zum Ohr. Harbisson nimmt zum Beispiel die Farbe Gelb als Note G wahr, die Farbe Rot klingt für ihn wie ein F.

Noch ist der Eyeborg nur mit viel Druck an Harbissons Kopf festgeklemmt. In wenigen Wochen wird er das Gerät mit Schrauben in seinem Schädel verankern lassen. Aber schon 2004 konnte er die britischen Behörden überzeugen, dass der Eyeborg ein Teil seines Körpers ist und mit auf sein Passfoto gehört. Seitdem bezeichnet sich Harbisson als erster offiziell anerkannter Cyborg.

Patrick Beuth

Patrick Beuth ist Redakteur im Ressort Digital bei ZEIT ONLINE. Seine Profilseite finden Sie hier.

Vor zwei Jahren hat er eine Stiftung gegründet, die Cyborg Foundation. Ihr Ziel ist es, zusammen mit verschiedenen Forschungseinrichtungen daran zu arbeiten, die Sinne des Menschen mithilfe von implantierbarer Technik zu erweitern oder ihm gleich neue Sinne zu verschaffen. "Wir lassen uns dabei von Tieren und der Natur inspirieren", sagt er im Gespräch mit ZEIT ONLINE. Anders gesagt: Die Sinne, die er meint, gibt es schon – nur nicht beim Menschen. "Viele glauben, wer ein Cyborg wird, wird dadurch weniger menschlich. Aber ich glaube, es erlaubt uns nur, anderen Lebewesen aus dem Tierreich näher zu kommen."

Harbisson nennt Haie als Vorbilder, weil sie elektromagnetische Felder wahrnehmen und sich damit orientieren können. Die Fähigkeit mancher Vögel, ultraviolette Strahlung wahrzunehmen, sei ebenfalls nützlich: "Wenn wir das auch könnten, wüssten wir, ob es ein guter Tag zum Sonnenbaden ist oder nicht."

Er selbst wird nach seiner anstehenden Operation in der Lage sein, Ultraschall und Infraschall wahrzunehmen. "Knochen leiten Schall sehr gut", erklärt er. "Wenn die Schallwellen, die mein Eyeborg erzeugt, erst einmal direkt über eine Schraube in meinen Schädelknochen wandern, werde ich höhere und tiefere Töne hören können als jetzt."

Seine Partnerin Moon Ribas trägt Ohrringe mit Infrarotsensoren, die vibrieren, wenn sie Bewegung wahrnehmen. Werden die Sensorstäbchen nach hinten ausgerichtet, nimmt Ribas wahr, wenn sich jemand von hinten nähert. Die Cyborg Foundation hat aber eher Implantate im Sinn, die Mensch und Technik verschmelzen lassen. Eines der Fernziele sei zum Beispiel ein innerer Kompass, sagt Harbisson, oder ein Bewegungssensor, aufgeschraubt auf die Rückseite des Kopfes. "Damit würden wir unsere Wahrnehmung von Raum und Umgebung wirklich verstärken."

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Kommentare

98 Kommentare Seite 1 von 10 Kommentieren

Spannend, allerdings....

... waere es schoen gewesen, haette der Autor bei der Frage der Defintion dessen, was denn ein Cyborg sei auf die bekannten akademischen Grenzgaenger verwiesen, die dies ausfuehrlich und nicht weniger spannend diskutieren, wie Donna Haraway, Andy Clark, Sabrina Weiss, Sal Restivo, Kathryn Hayles, oder Nick Bostrom, um nur einge der wichtigsten zu nennen.

Unsinn

Was hat dies mit Eugenik zu tun? Letztendlich können durch solche Maßnahmen gerade genetische Faktoren korrigiert und normalisiert werden. Man könnte Bodyhacking eher als "dysgenisch" bezeichnen und im gleichen Atemzug froh darüber sein, dass hier der Eugenik-Dysgenik-Antagonismus nunmal nicht von normativer Bedeutung ist. Natürlich hätte Bodyhacking vor allem sozioökonomische Implikationen, da manche Implantate nur einer finanziellen Elite vorenthalten sein werden.

Grundsätzlich sehe ich jedoch keine fundamentalen Unterschiede zwischen einem Bodyhack und einer Sonnenbrille. Beides sind letztendlich artifizielle Elemente - das eine optisch/mechanisch, das andere mikroelektronisch - die, die menschliche Wahrnehmung verbessern.

Eu-GENIK?

Das hat nicht im geringsten etwas mit der selektion guter Gene zu tun.
Im Gegenteil: die Erbanlagen der Person bleibt unverändert und so etwas wie körperliche Aufwertung findet mit Hilfe technischer Apparaturen statt.
Nicht das vermehren der guten Erbanlagen ist das Ziel solcher Eingriffe. Eher lassen sich damit schlechte Erbanlagen korrigieren oder Körperfunktionen vermittels technischer Eingriffe verändern.

Wenn man hier versucht auf Eugenik zu verweisen, zieht man schlicht das falsche Register. Ein Duden hätte vielleicht geholfen.

Weg vom Bild der Gene

als Teil des Körpers, die für allezeit konstant bleiben.
Gene können sich im Laufe der Jahre verändern. Schon psychische Einflüsse können Ursache sein. Die Forschung ist beim Entschlüsseln von Genen momentan gut aufgestellt, inwieweit sich diese durch gewisse Umstände schon ändern steckt noch in kleineren Schuhen. Es gibt Gene des Menschen, die schlummern und zB durch Training geweckt werden können (gene expression) auch in der Reproduktion von Erbgut können einfach Mutationen entstehen.

Ich sehe das ja ähnlich, dass externe Accessoires da wenig Einfluss haben - aber ich halt meine Meinung da sehr bewusst klein, denn in den nächsten Jahren kann uns die Forschung schon eines ganze Anderen belehren.

Unsinn hoch 2

Machen Sie extra auf schwerverständlich oder sind Sie so?
Eugenik verfolgt ein gewisses Menschenbildideal und will eine bestimmte Art von Mensch künstlich erzeugen, also eine künstliche Selektion herbei führen.

Das genau wir hier gemacht bzw. propagiert.
Wer nicht mithält, bleibt auf der Strecke.
Haben Sie nicht gelesen?

Heute, in der ultrakrisenbehafteten Welt, die voller riesiger Problemberge ist, wo keine Seilbahnen oder Wege hinaufführen, um nach Lösungen Ausblick zu halten, weil sie tabuisiert bzw. totgeschwiegen werden, bis es dann irgendwann ganz gehörig knallt.
Ich hoffe Sie machen das zu hause nicht auch mit ihrem Vorratschrank. Aus den Augen aus dem Sinn. Wegstecken, weggucken, totschweigen, ignorieren, so tun als gäbe es das nicht.

Das Verheimlichen von negativen Aspekten, Fehlern, Ungereihmtheiten, Schwierigkeiten, Problemen, Unachtsamkeiten, Konflikten etc. ist ein ewiges Thema in unserer Westlichen Kultur. Ist Ihnen das auch schon aufgefallen, oder schauen Sie da lieber prinzipiel weg?

Sie vergleichen Sonnenbrillen mit elektrotechnischen Implataten. Eine Sonnenbrille ist ein Schutz, ein reiner Schutz gegen UV-Strahlen und das Geblendet-Werden.
Ein elektkrotechnisches Gerät am Körper hingegen hat nichts mit Schutz zu tun.

Ihre Argumentation erinnter mich an die noch immer sehr häufige Art und Weise der Schulmedizin, die statt den Ursachen nur die Symtome analysiert, sieht und thematisiert.
So ist der Kern der Sache nicht zu finden.

+ Profitgier auch hier.

Anscheinend reicht es bei Ihnen nicht einmal für Wikipedia.

Bei der Eugenik geht es explizit um die gezielte Manipulation des Menschens durch gesellschaftlich-forcierte "Zuchtwahl", d.h. durch staatliche Eingriffe sollen "genetisch minderwertige Individuen" an der Reproduktion gehindert und damit aus dem gesamtgesellschaftlichen Genpool entfernt werden. Die Eugenik basiert somit auf rein soziogenetischen Prämissen. Beim Bodyhacking geht es um die Manipulation des Menschens auf einer supragenetischen, technologischen Ebene. Der radikale Eugeniker würde gemäß seines Selbstverständnis z.b. heriditäre Kurzsichtigkeit eindämmen, indem er genetisch-bedingt Kurzsichtige an der Weitergabe ihrer "krankhaften Gene" hindert. Der Bodyhacker würde hingegen den "genetischen Defekt" durch technologische Hilfsmittel - z.B. eine Brille - beheben. In den Augen des Eugenikers würde der Bodyhacker ergo die Dysgenie fördern, da einem "genetisch minderwertigen" Individuum mittels Technik zu einer normalen Existenz verholfen wird. Von daher stehen sich Eugeniker und Bodyhacker diametral gegenüber. Gemeinsam haben beide, dass sie den Fortschritt der Menschheit durch menschliche Manipulation predigen. Aber nur weil Fortschritt auch immer in darwinistischen Begriffen beschrieben werden kann, ist nicht jede Fortschrittsideologie gleich "eugenisch".

Gekürzt. Verzichten Sie auf beleidigende Äußerungen. Die Redaktion/mak

Und ja, bei der Sonnbrille geht es einerseits um Schutz vor UV-Strahlen, andererseits um eine Erweiterung der Wahrnehmungsfähigkeiten im Blendzustand. Beides ist nicht biologisch gegeben - deshalb hat der Mensch aus praktischen Gründen Technik geschaffen, die er nun am Körper trägt. Wo ist der fundamentale Unterschied zum Bodyhacking? In beiden Fällen nutzt der Mensch "widernatürliche" artifizielle Elemente um seinen Körper zu erweitern und Dinge tun zu können, die ihm seine Biologie nicht gestattet, die ihm aber nützlich erscheinen.

Gekürzt. Bemühen Sie sich um einen sachlichen Umgangston. Die Redaktion/mak

Mensch und Technik

Der Mensch macht sich seit Anbeginn seiner Tage Technik zunutze. Im Laufe der Menschheitsgeschichte nahm die Technikdichte mehr oder minder stetig zu und dass technisches Gerät seine außerkörperliche Stellung verliert, halte ich eigentlich für eine glaubwürdige Fortzeichnung der Beziehung zwischen Mensch und Maschine.

Ob ein Gott deswegen das nicht möchte und deswegen böse sein wird, ist eine andere Frage und ich unterstelle dir, dass auch du diese nicht befriedigend beantworten können wirst.

Davon abgesehen, was sind niedrige und hohe Stufen der Schöpfung und wieso steht der Mensch so weit unten?

Klar Gott

Ich habe in meinem leben noch nichts gesehen was irgendwo von einem sogenenannten Gott bewerkstelligt wurde, sondern nur von den Menschen und Tieren.

Das solche technischen Spielereien immer wieder die glaeubigen und religioesen auf den Plan ruft, zeigt mir nur immer wieder das sie sich ihrer Religion selbst nicht sicher sind. Wer an das glaubt was ihnen ihre religioesen Fuehrer oder Buecher erzaehlen, sollte ja einfach abwarten koennen und auf die "Strafe Gottes" erwarten fuer all die unglaeubigen da draußen ...

Dagegen wuerde ich es begrueßen wenn die Technik sich weiterentwickelt und den Menschen hilft ueber sich selbst hinauszuwachsen. Nicht alle Dinge sind nuetzlich oder wichtig, aber einige Dinge werden sich sicher gut machen, Speziell Nanobots, wie die in Deus Ex , wuerden sicher klasse.
Zumal die Welt dann hoffentlich von diesem Religionshokuspokus endlich bereinigt werden wuerde, und wir vielleicht uch mal in der Lage sind durch effizienteres denken und Arbeiten, Meilensteine in technischer Entwicklung zu erwrken, den Weltraum erkunden, Wohlstand fuer alle geneieren etc :)

Leider hat raffelo Recht mit Gott

Wir wissen wie Pflanzen wachsen, aber nicht warum.
Wir wissen das das Universum 10 Mio Jahre alt ist und die Erde 5 Mio Jahre. Aber warum die Materie entstand und wieso sie zusammenfand wissen wir nicht, oder nicht wirklich. Was war vor dem Universum?
Wenn alle jemals gelebten Wissenschaftler auch mal an Gott gedacht hätten, hätten sie uns denn dann so Lebens-, Schöpfungsverachtende Dinge wie die Atombombe hinterlassen? Würden diese Menschen sich in den Dienst des mordens stellen?
Gerade weil wir uns von der Natur entfernen, entfernen wir uns vom Leben.
Gruß

dynamischer Organismus, ...

die Vermutung in mir sieht eher die Erstarrung in Verhaltensmustern durch starre Technologie (und noch stärker?, wenn diese gesellschaftlich_mehrheitlich erzwungen würde) und eine damit verbundene Entfernung zu der uns umgebenden, dynamischen Naturperfektion (... und die Gewalten im Universum sind wohl kaum mit ein paar KernwaffenExplosionen zu beeindrucken).
Wo Technik die Entfaltungsmöglichkeiten für den Einzelnen jeweils verbessern kann (oder auch erst ermöglicht -> medizinische Indikationen), sollte diese mit humanistischem Wohlwollen und Korrekturmöglichkeit der Entscheidung getragen werden können???

für die meisten wäre eine Borg-Identität, als Einheit eines Kollektives wohl eher eine erschreckende Variante unseres Zusammenlebens???

für den Weltgeist sind wir allerdings alle "Borg" ;)

Witzig...

Viele der Wissenschaftler, die an Kernwaffen arbeiten und arbeiteten (auch und insbesondere am Manhatten-Project) waren durchaus gläubig....
Nur weil jemand an ein übernatürliches Wesen glaubt, macht es ihn nicht zu einem guten Menschen.

Und, und das ist keine Entschuldigung sondern nur eine Feststellung der Fakten: Die Atombombe wurde eingesetzt von Politiker und Militärs....

Und warum sollte es gegen Gottes Wille sein, dass der Mensch seinen Körper nicht weiterentwickelt? Welcher Homunculus kann ja darf schon von sich behaupten, Gottes Wille zu kennen?

nichts verstanden

Eine Kernwaffenexplosion ist geschaffen zu zerstören. Das ist Gottlos, wenn man sein Wissen zum töten und zerstören einsetzt.
Ein Herzschrittmacher ist geschaffen Leben zu retten und nicht zu zerstören.
Technik hat die Möglichkeiten nicht verbessert bisher. Nur erleichtert, höchstens. Der Schrittmacher erleichtert das Leben. Der Computer knechtet mittlerweile die allermeisten Arbeitnehmer weil sich der Arbeitgeber vom Leben entfernt hat.
Maschinen machen die Arbeit die früher Menschen machten. Die Arbeit aber bleibt immer die Gleiche. Z.B. eine Last ziehen. So wurde nur durch Maschinen erleichter, verbessert hat sich für die meisten dadurch nichts. Die Lebensbedingung haben sich nich geändert. Vielen wurde aber durch Maschinen schon die Existenz genommen, weil wir nicht überlegten wie wir diese Maschinen zum Nutzen einstezen. Wir habe sie eingesetzt um den Menschen zu ersetzen.
Was kommt also nächstest? Kein Job weil man sich Implantaten verwährt?

Das Universum 10 Mio Jahre alt und die Erde 5 ?

Das ist ein bisschen zu kurz gegriffen - genauso, wie die 5000 Jahre, von denen nach Meinung der Bibelgläubigen die Schöpfungsgeschichte erzählt. Tatsächlich sind die Dinosaurier bereits vor 65 Mio Jahren ausgestorben, nachdem ein Meteorit auf der Erde einschlug und die Welt für mehrere Millionen Jahre in den nuklearen Winter schickte.

Tatsächlich ist das Weltall ca. 14 Milliarden Jahre alt, die Galaxien entstanden vor ca. 100 Milliarden (!) - nicht Millionen - Jahren und die Erde selbst vor etwa viereinhalb Milliarden Jahren.

Menschen (bzw. Frühformen des Homo erectus) gibt es seit ca. 1 Million Jahren, der Homo Sapiens (also der moderne Mensch) betrat vor ca. 100.000 Jahren die Bühne und vor 10.000 Jahren begann die Zivilisation mit Ackerbau und Viehzucht.

Die ersten Hochkulturen traten vor ca. 5000 Jahren in die Geschichte ein.

Lebensbedingungen

Bitte Lesen Sie sich ihren Kommentar noch einmal durch und denken Sie darüber nach.

Sterben Sie heute noch an einer Blinddarminfektion?
Bringt Sie heute nach einer Verletzung der Wundbrand um?
Können Sie heute mit Menschen, die Sie lieben und schätzen ohne Zeitversatz kommunizieren?
Müssen Sie heute zum Fluss, um Ihre Wäschen zu waschen?
Können Sie sich heute zu jedem Thema, dass Sie interessiert, informieren?

Vom Leben entfernen... Sie meinen also, das Ideal wäre das natürliche Leben?
Gut, das hieße, dass sie allerhöchsten 30 Jahre alt werden, die meiste Zeit ihres Lebens hungern und Schmerzen leiden und frieren, dass Nahrung nach dem Recht des Stärkeren verteilt wird, dass jede Kleinigkeit Sie umbringt. Dass jeder Mensch, der nicht perfekt gesund geboren wird, entweder stirbt, oder ausgesetzt wird...

Sie sehen, den Lebensbedingungen vergangener Zeiten pauschal nachzuweinen ist einfach falsch, denn der Lebensstandard war noch nie so hoch wie heute. Der Alltag der allermeistens Leute war unglaublich hart und ich bin verdammt froh, allein wegen der Medizin, nicht früher gelebt zu haben....

Neueste Theorien

besagen, daß nicht nur 1 Meteorit sondern einige viele auf der Erde zeitversetzt einschlugen und manche in kleinere und groeßere in einem Regen aus groeßren Brocken.

Die Sphinx ist allein schon knapp 10000 Jahre alt, Die Hethiter und Aegypter sind auch schon laenger mit Ackerbau dabei gewesen.
Und ueberdenken sie mal ihre Zahlen, Galaxien und Weltall im Alter sind irgendwie nicht koherent ;)

Jedoch stimme ich ihnen im Geistes ihres Beitrages zu.

Ein vermeintlicher Christ haelt sicher die Dinosaurierknochen noch immer fuer Gebeine von riesigen Raben..

@ Herr Augustin

Der Mensch steht seit dem Sturz der Engel vor Milliarden von Jahren so weit unten. Nach dem Sturz der Engel inkl. Luzifer und 2 weiblichen Erzengeln gelangten wir als Geistwesen in den Tardes. Christus, der zunächst vor Milliarden von Jahren die 6 Erzengel konstruiert hat (in der geistigen Welt) schuf die Erde als Aufstiegsplattform für gestürzte Engel und den Mensch als materialisiertes Geistweaen mit freiem Willen und Vernunftbegabung.

Wir werden bald keine Telefone, Autos etc. mehr benötigen, weil wir unsere Fähigkeiten entmaterialisiert gebrauchen können.

Der Mensch ist materialisiert, um durch das Leid seines Körpers in eine höhere Entwicklungsstufe zu gelangen in der geistigen Welt, indem er durch Einsicht und Erkenntnis seine Vernunft steigert. TechnikAddOns am materialisierten Körper sind ein Irrweg.

Re: Lebensbedingungen

Wegen der Medizin? Wo, ausser auf chirurgischem Gebiet, hat die denn wirkliche Fortschritte in der HEILUNG von Krankheiten gemacht? Die verlängern bestenfalls Leidenswege (oft die, die sie mit Medikamenten selbst verursacht haben). Im Falle von Krebs und HIV-Infizierten bringen sie die Leute sogar fahrlässig mit Medikamenten um. Mit Impfen und Bluttransfusionen machen sie gesunde Leute chronisch krank.

Wie hoch ist denn z.B. der Lebensstandard von Leuten, die wegen den Giftstoffen in unserer Billignahrung ab ihrem zweiten Lebensjahr eine lebenslange Allergie entwickeln oder im Kindesalter übergewichtig und zuckerkrank werden? wie hoch der von Leuten mit anderen Autoimmunerkrankungen, wie z.B. Rheuma oder Morbus Crohn?

Die moderne Medizin ist mit der Nahrungsmittelindustrie zusammen Meister darin chronisch Kranke zu produzieren, die sie dann möglichst lange am Leben hält um den maximalen Gewinn abschöpfen zu können.

Nervengifte wie Glutamate im Essen, damit die Leute auch ja die anderen Giftstoffe in unserer Industrienahrung nicht schmecken. Toxischer Sondermüll wie Quecksilber in Zahnfüllungen usw.

Allein 15.000 tödlich verlaufende "Klinikinfektionen" pro Jahr in Deutschland. Da haben klassische Erkrankungen wie Grippe (jährlich 6000 Tote) und erst Recht das in den 80ern als "Superseuche" propagierte AIDS (gerade mal 550 Tote) das Nachsehen. Die nicht mal 2 AIDS-Toten pro Tag schafft der Klinikbetrieb in Deuschland problemlos in der Mittagspause. Wer ist da die Seuche?

Sie sagen es doch selbst!

Der Lebensstandard hat sich verbessert. Da stimme ich mit ihnen überein.
Aber die Lebensbedingungen nicht.
Wir arbeiten immer noch zu viel damit andere noch mehr bekommen.
Wir konkurrieren miteinander anstatt zu kooperieren.
Teile und herrsche ist immer noch das Prinzip dem sich die beherrschten nicht widersetzen, die 95% der Menschheit.
Man hetzt die Deutschen gegen die Griechen auf, dabei hat Deutschland eine große Mitschuld an diesem Desaster. Ich sage nur Riester und Gerster.
Vielleicht sollten Sie mal über den Rand Ihres Tellers schauen und sehen mit was Sie bestochen wurden um all das toll zu finden.

Re: 81. Wenn ich das lese....

Ohne meine Weltanschauung hätte ich wohl, als ich denselben Krebs wie ein verstorbenes Elternteil von mir bekam, ebenfalls die Chemo gewählt und könnte diese Zeilen dann höchstwahrscheinlich nicht mehr schreiben.

Da Darwin-Awards für gewöhnlich an Leute gehen, die sich weigern zu Denken und sich aus diesem Grund aus dem menschlichen Genpool entfernen, bin ich da wohl der falsche Adressat.

Ich habe Informationen über das menschliche Immunsystem und die Wirkung von Zytostatika darauf einen höheren Stellenwert eingeräumt als dem Rat meines Arztes und dem Generve meines menschlichen Umfeldes, dass mich quasi als Selbstmörder hingestellt hat, weil ich aus gutem Grund jegliche Behandlung abgelehnt habe.

Selbst wenn ich an meinem Darmkrebs gestorben wäre, wäre das somit keines Darwin Awards würdig gewesen, da ich meine Zweifel logisch belegen kann und die Behandlung daher aufgrund reiflicher Überlegung abgelehnt habe.

Darwin-Awards bekommt man eben nur für besondere Leistungen in Sachen Gedankenlosigkeit und bevor ich sicher war, was ich tun soll, habe ich mir einige Gedanken gemacht. ;-)

was kommt als nächstes?

Kein Job ohne Implantat wäre die negative Entwicklung.
Ein *bedingungsloses Grundeinkommen* eine mögliche positive.
Der Mensch könnte sich mehr um die kreative Produktivität kümmern,
während Maschinen und Computer die Fabrikation besser und billger gewährleisten.
dazu müssten allerdings unser Steuersystem von der überhöhten Besteuerung menschlicher Arbeit befreit werden und unser Denken in diese Richtung von alten archaischen Erziehungsmustern *wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen* gelöst werden.

Wer, bitte schön, ist denn ...

... dieser "Gott"?

Der Typ, der unsere Welt in sieben Tagen gemacht hat? Und dann Dinoknochen vergrub, um uns zu verwirren? Oder der Jeanshosen mit Knopfen im Hosenstall erschuf?

Der Mensch wird sich auf natürlichem (also evolutionärem) Weg nur sehr langsam weiter entwicklen. Ich halte die Verbesserung des Lebens mit Hilfe unserer technischen Möglichkeiten für eine sehr gute Möglichkeit, uns sehr viel schneller weiter zu entwickeln.

Im Prinzip ist das wahrscheinlich auch ganz normale Evolution - oder dachten Sie, weil wir Technik nutzen, gebrauchen wir "unnatürliche, vielleicht sogar teuflische" Werkzeuge?

Vielleicht können wir mit derartiger Technik einen fernen Tages einmal tatsächlich den Tod "besiegen" und unser Bewusstsein über den Tod unseres Organismus hinaus erhalten.

Ob das nützlich ist? Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass das Leben sehr spannend ist - und das ein Jemand namens "Gott" sich dafür nicht allzusehr interessiert.

an alle Atheisten und Agnostiker

Der Begriff Gott ist sicher schwierig auszuhalten, wo hier doch wissenschaftlich debattiert werden soll...
Vielleicht ist er aber auch nur ein Synoym für die "Dinge" die sich nicht wissenschaftlich erklären lassen und die sich dem materiellen Leben und Streben entziehen.

Die teilweise gar heftigen Reaktionen auf das schlichte Auftauchen des Wortes Gott, finde ich doch durchaus sehr beachtlich! ;)

Wie auch immer: Vielen Dank an rafael55 für den youtube-link "Der grüne Planet"! Die ersten 15 Minuten dachte ich ja "so ein Schmarrn", aber dann habe ich mich großartig über viele skurile Szenen amüsiert und mich auch berühren lassen.

Zum Thema passt es, weil der Mensch wohl doch mehr Fähigkeiten besitzt, als er nutzt. Oft lässt er sich von Technik bereits unterstützen, wo es (noch) überhaupt keine Notwendigkeit gibt. Viele Fähigkeiten verliert der Mensch sogar erst, weil er sie nicht nutzt!

In einem der folgenden Artikel hier
http://www.zeit.de/digita... werden nicht zu Unrecht auch die Philosophen angesprochen.

Vielleicht darf ich mir noch eine Buchempfehlung erlauben?
Andreas Eschbach "Der letzte seiner Art"