Mark Zuckerberg auf der Disrupt-Konferenz in San Francisco © Eric Risberg/dapd

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat sich zum ersten Mal seit dem Börsengang des Unternehmens in der Öffentlichkeit geäußert. Auf der Disrupt-Konferenz des Technologie-Blogs TechCrunch in San Francisco räumte der 28-Jährige ein, er habe Fehler im Umgang mit der Facebook-App gemacht.

Die Kursentwicklung der Aktie seit dem Börsengang bezeichnete er als enttäuschend. Auf die Frage, ob der geringe Aktienwert auf die Stimmung im Unternehmen drücke, sagte er, hilfreich sei er nicht. Aber die Facebookmitarbeiter seien es gewohnt, dass gute und auch schlechte Dinge über ihr Unternehmen gesagt und geschrieben würden, das sei nicht das erste Tief.

Doch der Aktienwert ist nicht das einzige Problem . Schwieriger noch ist die Mühe des Unternehmens, mit mobilen Geräten Geld zu verdienen . Zuckerberg kündigte an, Facebook werde Wege finden, um stärker von der wachsenden Zahl seiner Nutzer zu profitieren, die mit Mobilgeräten auf das soziale Netzwerk zugreifen. Man sei inzwischen ein auf den Mobilmarkt ausgerichtetes Unternehmen: "Der gesamte Code, den wir schreiben, ist für Mobilgeräte." Im Übrigen arbeite er selbst inzwischen fast ausschließlich mit seinem Smartphone, genau wie viele andere Menschen auch.

Mobile Nutzer seien für Facebook viel attraktiver als jene, die die Seite an ihrem Computer aufrufen würden, sagte Zuckerberg. Denn mobile Nutzer seien häufiger täglich auf der Seite und sie nutzten Facebook sechs oder sieben Tage in der Woche. Doch gab er auch zu, dass es nicht so einfach sei, auf mobilen Geräten Werbung zu präsentieren. Man denke viel über neue Produkte nach, bei denen Werbung "integraler Bestandteil" sei.

Bereits jetzt wird Facebook dafür kritisiert , dass dort verbreitete Werbung kaum noch als solche zu erkennen ist. Die sogenannten sponsored stories beispielsweise sehen eher wie Tipps von Freunden aus.

Warten auf HTML 5

Das Unternehmen habe schon in der Vergangenheit Schwierigkeiten überstanden, sagte Zuckerberg. Dies sei nicht das richtige Jahr, um Facebook abschließend zu beurteilen. Wichtiger würden die nächsten drei bis fünf Jahre, in denen Facebook sich ganz auf seinen mobilen Auftritt konzentrieren will.

Zwei Jahre habe Facebook verschwendet, weil man zu lange auf HTML5 für die Darstellung auf allen Mobilgeräten gesetzt habe, anstatt native Apps für jede Plattform zu entwickeln. Das ändere sich im Moment, sagte Zuckerberg. Die neue App für iOS werde schon jetzt doppelt so stark genutzt wie die alte. Für Zuckerberg Anlass genug zu behaupten, das Unternehmen werde "mobil viel mehr Geld verdienen als auf dem Desktop".