Nun geht es doch etwas schneller als zunächst befürchtet: Microsoft will die gefährliche Sicherheitslücke im Internet Explorer bereits am Freitag schließen. Es werde ein umfangreiches Software-Update geben, kündigte das Unternehmen in einem Blogeintrag in der Nacht zum Donnerstag an.

Als sofortige Maßnahme bietet Microsoft eine Zwischenlösung an – ein Fixit –, um die Computer der Nutzer etwas besser zu schützen. Über die Schwachstelle im Browser kann ein Computer nämlich mit einem Trojaner infiziert werden, mit dessen Hilfe ein Angreifer letztlich die Kontrolle über den Rechner übernehmen kann.

Für eine Infektion reicht es schon, eine präparierte Website zu besuchen. Bisher seien aber nur wenige Nutzer Ziel einer Attacke geworden, betonte Microsoft.

Die Übergangslösung hatte Microsoft am Vortag angekündigt , als Zeitrahmen hatte das Unternehmen "einige Tage" genannt. Nun steht sie zum Download bereit . Sie ist in englischer Sprache gehalten und funktioniert nur mit den 32-Bit-Versionen des Internet Explorers. Außerdem müssen zuvor alle bisherigen Updates für den Browser installiert werden.

BSI rät zum Browserwechsel

Die Sicherheitslücke war am Wochenende bekannt geworden. Am Montagabend riet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), zum Navigieren im Internet auf andere Browser umzusteigen.

Betroffen sind Computer, die den Internet Explorer in den Versionen 7 oder 8 unter dem Betriebssystem Windows XP, sowie in den Versionen 8 und 9 unter Windows 7 verwenden.