Social Media : Holtzbrinck verkauft VZ-Netzwerke

Der Holtzbrinck-Verlag trennt sich von Deutschlands einst stärkstem Social Network. Der künftige Eigner plant einige Erweiterungen.
© Joerg Sarbach/dapd

Die VZ-Netzwerke haben einen neuen Eigentümer. Die kalifornische Investmentgesellschaft Vert Capital hat die Firma Poolworks übernommen, die seit dem Sommer die drei Netzwerke studiVZ, meinVZ und schuelerVZ betreibt.

Der bisherige Besitzer Holtzbrinck Digital behalte die Option, das Portal schuelerVZ zu nutzen, hieß es. Das passe zu dem Fokus auf Bildungsthemen, sagte der Geschäftsführer von Holtzbrinck Digital, Markus Schunk. Vert Capital werde die Plattformen weiterbetreiben und wolle den Funktionsumfang für die Nutzer erweitern, teilte Holtzbrinck Digital mit.

Holtzbrinck hatte StudiVZ Anfang 2007 für einen zweistelligen Millionenbetrag gekauft. Vor allem dieses Netzwerk war in Deutschland einst stärker als Facebook, doch der weltweite Marktführer übernahm inzwischen auch hier die Führung. Die Nutzerzahlen von StudiVZ fallen seit Längerem.

Bei dem Zusammenschluss unter dem Dach von Poolworks wurden bereits 25 von 70 Stellen abgebaut. Zudem wurde die Techniksparte als Technologie-Center Devbliss ausgegründet. Es werde als Beteiligung von Holtzbrinck Digital für übergreifende Digitalprojekte innerhalb der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck ausgebaut, hieß es. Zu der Verlagsgruppe gehört auch ZEIT ONLINE.

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Kommentare

7 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

VZ sympathischer als Facebook

Eigentlich bin ich kein Fan von sozialen Netzwerken, doch wenn ich eins lieber genutzt hätte, dann studiVZ. Die VZ-Netzwerke erschienen mir immer sympathischer als Facebook, auch irgendwie übersichtlicher. Doch anscheinend haben sie einfach den Anschluss oder die kreativen Ideen verloren, nachdem Facebook ja mehr und mehr Funktionen und Veränderungen bietet.

Nun ja, einer meinte mal, vor ein paar Jahren, dass studiVZ immer mehr zum Facebook in rot werden würde. So war es dann auch, und irgendwann begann der Niedergang.