Sogenannte 3D-Drucker wurden bis vor wenigen Jahren vor allem von großen Unternehmen genutzt, um schnell Prototypen bauen zu können. Inzwischen kommen immer neue Modelle dieser Maschinen auf den Markt, die für interessierte Bastler erschwinglich sind. Das neueste Exemplar erlebt gerade einen fulminanten Auftakt bei der Finanzierungsplattform Kickstarter.

Die Erbauer des Form1 genannten Druckers wollten dort bis zum 26. Oktober 100.000 Dollar sammeln, um für ihr bereits fertiges Gerät eine Serienproduktion aufbauen zu können. Bereits jetzt haben sie nahezu 1,3 Millionen Dollar bekommen.

Die meisten der Förderer waren offenbar so begeistert von dem Projekt, dass sie gleich 2.300 bis 3.000 Dollar spendeten und sich so eine Option auf eines der Geräte sicherten. Die sollen zwischen Januar und März kommenden Jahres ausgeliefert werden, wie die Erfinder von Formlabs versprechen.

Die Firma Formlabs ist eine Ausgründung des Media Lab des renommierten Massachusetts Institute for Technology (MIT). Die drei Gründer David Cranor, Maxim Lobovsky und Natan Linder haben dort studiert oder gearbeitet. Es gebe, beschreiben sie ihr Unternehmensziel, weltweit vielleicht 30.000 3D-Drucker, aber mehr als zehn Millionen Nutzer von CAD-Software, mit der dreidimensionale Modelle entworfen werden können. Diese Diskrepanz wollten sie ausnutzen.

Der von ihnen entwickelte Drucker verwendet als Material Resin, ein gießbares Kunstharz, das auch im Modellbau verwendet wird. Ein Laser mit einer bestimmten Wellenlänge lässt dabei in dem flüssigen Harzbad kleine Punkte aushärten. Punkt für Punkt entsteht so die gewünschte Form und wird Schicht für Schicht in der Flüssigkeit erstellt und langsam aus dem Harzbad herausgezogen. Die Technik nennt sich Stereolithografie, abgekürzt SL oder SLA.

Der Vorteil gegenüber Druckern, die mit der Methode FDM für Fused Deposition Modeling Plastik erhitzen und daraus Modelle aufschichten: SLA ist genauer und sauberer. Bei der Schmelzmethode, die beispielsweise Drucker wie der Makerbot nutzen, zieht die Heizdüse Plastikreste von Punkt zu Punkt, wodurch Grate und Laufspuren auf dem Modell entstehen. Bei der Aushärtemethode des Form 1 gibt es diese nicht. Auch lassen sich dünnere Schichten erzeugen und damit mehr Details.