AppleDieser Text ist unglaublich großartig

Apple-Produkte sind fantastisch, unglaublich und erstaunlich. Sagt Apple. Die endlose Selbstbeweihräucherung ist nervtötend, peinlich und kontraproduktiv, sagt P. Beuth. von 

Tim Cook

Tim Cook bei der Präsentation neuer Apple-Produkte  |  © Beck Diefenbach / Reuters

Dieser Texteinstieg ist unglaublich gut. Er ist atemberaubend, fantastisch, unglaublich und erstaunlich. Sie dürfen jetzt klatschen.

Apple-CEO Tim Cook hat am gestrigen Dienstag gerade einmal 108 Sekunden benötigt, um alle diese Adjektive in der Präsentation der neuen Produkte seines Unternehmens unterzubringen.

Anzeige

Nach knapp sechs Minuten – abzüglich eines eingespielten Videos – hatte Cook bereits fünf "unglaublich" verbraucht, drei "erstaunlich" und vier "fantastisch". Dazu redete er in einem Tonfall, als hätte er eine Bande begriffsstutziger Kleinkinder vor sich, die er beeindrucken wollte. Es war unglaubl... Verzeihung, es war kolossal nervtötend.   Natürlich ist die Inflation der Superlative und Selbstbejubelungen nicht neu, schon gar nicht im Marketing und schon gar nicht in den USA. Auch ist Apple nicht das einzige Unternehmen, das endlose Adjektivketten bildet, um seine Produkte anzupreisen. Das kann zum Beispiel Samsung genauso gut.

Patrick Beuth
Patrick Beuth

Patrick Beuth ist Redakteur im Ressort Digital bei ZEIT ONLINE. Seine Profilseite finden Sie hier.

Trotzdem ist es der Versuch, die Nutzer für dumm zu verkaufen. Dahinter steckt die Überzeugung, dass man etwas nur oft genug sagen muss. Irgendwann werden es die Menschen schon glauben. In der Politik gilt dieses Prinzip schon immer . Aber es gibt eine Schwelle zur Lächerlichkeit, und die hat Apple gestern überschritten. Schwer vorstellbar, dass irgendwer diese endlose Selbstbeweihräucherung ernst genommen hat.

Hinzu kommt: Die ewige Wiederholung derselben Begriffe entwertet diese. Wenn einfach alles großartig und grundsätzlich immer das Weltbeste ist, stumpft der Zuhörer ab. Nach dem dritten fantastisch innerhalb weniger Sekunden wird das Wort überflüssig, die Aussage unglaubwürdig, die Werbung kontraproduktiv. In der Linguistik heißen solche Begriffe Passepartout-Wörter – weil sie keinen Inhalt mehr haben.


Niemand verlangt, dass Tim Cook in Zukunft nur noch ein Datenblatt abliest und den Rest den Kunden überlässt. Er will etwas verkaufen, also darf er es durchaus anpreisen. Aber wenn sich Apples Liebe zum technischen Detail auch in einer Liebe zum Vokabular ausdrücken würde, wäre das fantastisch schön.

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. ...das ständige Apple-Bashing nicht. Die Produkte sind einfach gut und allen Konkurrenzprodukten (vor allem in technischer Hinsicht) überlegen. Warum sollte man Fakten nicht auch schick verkaufen dürfen?

    mit solidarischem Gruß,
    besorgter_mitbuerger

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • schroet
    • 24. Oktober 2012 11:12 Uhr

    Es geht doch nicht um apple bashing, sondern darum die Präsentation der Apple Produkte kritisch zu betrachten und Fakten darzustellen.

    Guter Artikel.

    wenn man nervtötendes Bombardement mit Werbephrasen kritisiert?
    Das sind die apple-fans wohl etwas arg sensibel?

    Allerdings ist die unter 4 genannte Fragen tatsächlich wertvoll:
    Wer transportiert denn die frohen Jubelbotschaften gern und gutbezahlt zum Kunden, wenn nicht die Medien?

    wie sich eine Aussage wie "allen Konkurrenzprodukten (vor allem in technischer Hinsicht) überlegen" belegen läßt.

    Was Apple vor allem auszeigt ist das Design, und teilweise das dau-freundliche userinterface.

    Allerdings erkauft man sich das mit Gängelung von vorne bis hinten. Ich weiß noch was für ein Aufwand das war, als meine Freundin meiner Tochter ihren Alten Ipod-Toch geschenkt hat, das Gerät von ihrem Itunes Account zu entdongeln, und meiner Tochter zu überschreiben. Wenn Microsoft das täte käme gleich das Kartellamt und würde den Konzern zerschlagen.
    Und wer sich einmal dran gewöhnt hat, wie angenehm es sein kann seinen Ipod Classic mit Winamp auch an verschiedenen PCs zu betreiben, wird in die Tastaturbrechen, wenn er selbiges mit dem Touch oder dem Iphone probiert, weil Apple in seinem Gängelungswahn einfachmal das Dateisystem modifiziert, damit so ein ungehöriges verhalte der Kinder, äh Verzeihung, der Kunden ja aufhört. ist ja auch unmöglich wenn man auf die Idee kame bei einem heimischen Festplattencrash die im MP3-Player abgelegten Dateien auf den PC zurück zu spielen.

    Hinsicht sind Apple Geräte immer am hinterherhinken, wer sich ein wenig mit Hardware auskennt weiß das. Was Apple Produkte auszeichnet ist das Design, die Benutzerfreundlichkeit und das (vermeintliche) Prestige. Was in der Summe auch der Grund ist warum die Nutzer für zumeist veraltete Hardware, wenn sie von Apple kommt, mehr Geld ausgeben als für Aktuelle.

    Sowas hören halt Nutzer von den von Ihnen präferierten Marken halt nicht gerne, dann wird pauschal jegliche Kritik gerne mal als "Bashing" abgeurteilt.

    Also generell verstehe ich das Apple-Bashing auch nicht, Die machen nun mal die besten Produkte (Bzw. die "wertesten Produkte" aufgrund der eingesetzten Materialien).
    Dennoch: Die Werbestrategie nervt tatsächlich schon seit 2-5 Jahren, nämlich seit dem Zeitpunkt, seit Apple das Rad nicht mehr neu erfindet.
    Als das 1. Iphone . iPad und den Unibody Macbooks rauskamen war das noch sensationell, seitdem sind es nur kleine Verbesserungen. Meiner Meinung nach kann man auch gar nicht mehr wahnsinnig viel verbessern. Daher kann ich den Autor sehr gut nachvollziehen und sehe es ganz genau so: Apple, eure Werbeinszenierungen sind überflüssig und haben inzwischen schon fast einen Hang ins Lächerliche.....

    Vor allem auch noch? Es ist doch gerade der USP von Apple, dass sie immer betonen, die Technik sei eben NICHT entscheidend sondern das Gesamtpaket und die daraus resultierende "User-Experience". Auf diesem Gebiet hat Apple auch tatsächlich immer wieder Meilensteine gesetzt. Aber gerade in technischer Hinsicht bildet Apple nur sehr selten die Spitze der Bewegung.

    Ach ja, zum Artikel: Sehr gut beobachtet, das nervt wirklich ;-)

    • hairy
    • 24. Oktober 2012 12:28 Uhr

    "Die Produkte sind einfach gut und allen Konkurrenzprodukten (vor allem in technischer Hinsicht) überlegen."

    Hach, diese Verallgemeinerungen. Habe Sie alle Geraete, das so allgemein beurteilen zu koennen? Iphone 5 auch, mit den Kratzern? Iphone4 auch mit der muckigen Antenne?

    Wir hatten zuhause in den letzten 10 Jahren 3 Macs: der erste hatte Totalschaden, nix mehr zu retten, weiss bis heute nicht warum. Der zweite hatte HD-Schaden - konnte ich immerhin reparieren. Der läuft jetzt mit Linux, weil neuere OSXe auf ältere Apple-Hardware nicht laufen und ältere OSXe nicht mehr gepflegt werden. Am dritten Rechner (Macbook) beginnt sich grad das Plastikgehäuse zu zerbröseln und das WLAN ist seit Jahren instabil.

    Ich sehe hier nichts von Überlegenheit, und ärgere mich, dass ich früher unbedingt was "Schickes" haben wollte.

    • Bahamut
    • 24. Oktober 2012 14:16 Uhr

    Wie bitte? Ich kann hier beim besten Willen kein "Apple-Bashing" erkennen. Allerdings hebt sich der Artikel wohltuend ab von den zahlreichen, die (insbesondere zu Lebzeiten von Steve Jobs) jedes Wort des Meisters in den Rang welterschuetternder Erkenntnisse erhoben und noch die kleinste (aber mit perfektem Marketing vorbereitete) Produktinnovation zum quasireligioessen Erweckungserlebnis einer gemeinsamen Apple-Kirche aufblies, die dann auch brav Schlange stand, um medienwirksam die Kaufhaeuser am Einfuehrungstag zu stuermen.

    Wenn sich (ansonsten wahrscheinlich) intelligente Menschen zu Aeusserungen wie "Ich kann ohne Apple-Produkte nicht leben" und an anderem hanebuechenen Schwachsinn hinreissen lassen (so oder aehnlich zu lesen in zahllosen Forum-Beitraegen nach Jobs' Tod), erkennt man, dass man es fast mit einem Sekten-Problem zu tun hat. Dies und die permanente Selbstbeweihraeucherung vieler Apple-User nervt. Insofern war so ein Artikel laengst mal ueberfaellig.

    Ich weiß ja nicht. Intel Prozessoren, Nvidia Grafikkarten und Seagate Festplatten...nichts, was man nicht auch im Einzelhandel (günstiger) erwerben könnte.
    Zugegeben die Bildschirmqualität eines Imacs ist schon verblüffend gut.

    Leider kenne ich jemanden, der nur auf Apple zählt...also Imac, Iphone, Macbook, Ipad. In den letzten 3 Jahren war das Macbook 3x und der Imac 1x in Reparatur. Für den Imac gibt es jetzt wieder eine Rückrufaktion, weil bei den Seagate-Platten Datenverlust vorkommen kann.

    Komischerweise hatte ich bei meinen 4 Selbstbau-PC in den letzten 12 Jahren nur einmal einen Ausfall einer CPU...weil ich beim Aufstecken (mit Kühlkörper o_O) auf ein neues MB zwei Pins irreparabel verbogen hatte.

    das ist dämlich - aber das war ja schon immer irgendwie dasselbe.

    Ich glaube, das ist ironisch gemeint, und trifft das Problem genau auf den Punkt. Denn: Sobald es um Apple geht, schaltet sich bei allen Lesern sofort der Schwarzweißmodus ein.

    Also: Satire par excellence.

    • xpol
    • 24. Oktober 2012 19:42 Uhr

    ... die technischen Mängel könnten Grund der sprachlichen Exzesse sein.

    Erinnern wir uns noch an die "Flash-ist-Sch..."-Kampagne?

    Das iPad-1 hatte nur die Hälfte des für Flash-Darstellung erforderlichen Arbeitsspeichers, darum ging's wirklich.

  2. Damit die Apple-Gläubigen weiter an dieser Ersatzreligion festhalten und das überteuerte und nicht selten den Mitbewerbern unterlegene, Zeug aus den Händen reissen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Apple hätte diese verblödenden Sprüche NICHT nötig. Die Firma hat dies längst mit pfiffigen Produkten, zum Teil in Vorreiterrolle, längst bewiesen.

    Es ist allerdings schade, daß die - richtigerweise als inflationär gebrandmarkten Werbesprüche - nicht zu Souveränität in der Werbung/Beschreibung führen. Da war Steve Jobs mit "one more thing" schon besser. Jetzt liegt Apple mit den Sprüchen auf Waschmittelniveau.

    Nur gut, daß Produkte für sich selbst werben!

    damit sie weiter an der Anti-Apple-Ersatzreligion festhalten können und den Kauf Ihrer Geräte festhalten können, die nach 2 Jahren aufgrund der Billig produzierten Materialien aussehen wie Schrott, die einen so großen BIldschirm haben, dass man sie nicht mal mehr mit einer Hand bedienen kann. Die so viele Anschlüsse und Öffnungen haben, dass sich dort der ganze Dreck ansammelt und ins innere gelangt, und die so wenig Speicher haben, dass man unbedingt einen KArtenslot haben muss, wo sich noch mehr dreck ansammelt und womit man noch öfter irgendwo hängenbleibt......
    Haltet mal nach 3 Jahren ein normal benutztes Samsung oder HTC neben ein iPhone, dann wist ihr wovon ich rede...
    Genau dasselbe mit den Laptops: Mein macbook pro ist 6 Jahre und sieht aus wie neu! Nicht ein Kratzer oder Macke, obwohl ich das seit 6 Jahren tagtäglich im normalen Rucksack mit zur Arbeit nehme.....
    Aber die Meisten IT-Freaks gucken halt immer nur auf Leistung, was jedoch gerade beim oft transportierten iPhone oder iPod nicht ganz so wichtig ist......

    "Apple causes ‘religious’ reaction in brains of fans, say neuroscientists"

    Quelle hier: http://www.digitaltrends....

    brauchen solche Kommentare, damit sie sich mit ihrem billigen Plastikmüll wohl fühlen ?

    Unterstes Niveau ihr Kommentar

    • thommyk
    • 25. Oktober 2012 13:29 Uhr

    Naja, das hat schon manchmal fast religiöse Züge, und das finde ich eher zu belächeln. Was nun die Produkte angeht und ohne jetzt Werbung machen zu wollen: Ich bin nach vielen Jahren PC (zuerst mit MS-DOS, dann Windows in diversen Versionen) vor 2 Jahren auf Apple umgestiegen und habe noch nie ein so einfach zu bedienendes Gerät und einen so tollen Bildschirm (iMAC) gehabt. Von Anfang an lief alles ohne das geringste Umstellungs- oder Eingewöhnungsproblem. Da können sich andere eine dicke Scheibe abschneiden. Also dumme Sprüche wie "nicht selten den Mitbewerbern unterlegenes Zeug" finde ich da eher unangebracht. Zu kritisieren sind aber Apples unsinnig kurze Produktzyklen. Wie kann es sein, dass man im Frühjahr ein neues iPad (Generation 3) präsentiert und dann im Oktober schon wieder eine neue (Generation 4)? Als Kunde stört es mich sehr, dass Produkte aus diese Weise "künstlich" veralten. Hinzu kommt der durch diesen frenetischen Konsum immer neuer Apple-Produkte angeheizte Ressourcenverbrauch, ganz zu schweigen von den offenbar miserablen Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten. Dies sind für mich durchaus Punkte, die bei künftigen Entscheidung für oder wieder einen Kauf eine Rolle spielen werden und die so gar nicht für diese Marke sprechen.

    Nun, als Apple-User seit 1984 fühle ich mich von unbedarften Jungspunden , die hier ja wohl die Mehrheit bilden, nicht angesprochen.
    Alle Produkte die den Apfel als Logo nutzen haben mich nie im Regen stehen lassen. Ich habe nie einen Blue-Screen gesehen, ich habe nie ein BS gesehen dass in Foren als Schrott bezeichnet wurde,
    Ja, ich habe einige Euros, zuvor auch einige DM, dieser Firma "gespendet".
    Ergebnis ist, dass ich meinen Computer anschalte, mitten im Leben stehe, den Virenscanner anwerfe, mich lächelnd zurücklehne und die frustierten MS-Nutzer beobachte die sich in ewigen Ergüssen über ihren obersten Dienstherren ergehen.
    Der ja in seinem 60 Mio. Dollar Anwesen hockt und sich ähnlich wie ich über seine bekloppten Jünger amüsiert.

    Ich halte es aus dass ich von Neidern, Pseudofachleuten und fanatischen Gamern verachtet werde.
    Bin also nur ein zufriedener Nutzer...
    mit dem Apfel.

    Ein schönes, von Dumpfbacken unbelastetes Leben

    • Gerry10
    • 24. Oktober 2012 11:08 Uhr

    ...naja, so redet man mit kleinen Kindern, bis sie es kappiert haben :-)
    Die Schwelle zur Lächerlichkeit war mMn schon überschritten als Menschen vor den Türen der Appleshops campten um etwas zu kaufen, dass sie ohne weiteres zu normalen Öffnungszeiten bekommen hätten - oder sich via Post zuschicken lassen.

    Eine Leserempfehlung
  3. Das iPad Mini ist einfach *unglaublich* teuer.
    Die beweihräucherung Apples hat ja die Presse sich selber zuzuschreiben. Apple hatte in den Medien ja einen perfekten PR Partner.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich frage mich schon seit langem, wieso der Vorstellung eines "neuen" (in Wirklichkeit ist es meist ja nur eine mehr oder minder modifizierte Version des Vorgängers) Telefons, dass das Ich-Phone ja wohl immer noch ist, minutenlange Sendezeit beim heute-Jounal und anderen seriösen Nachrichtenprogrammen eingeräumt wird.

    • hairy
    • 24. Oktober 2012 13:53 Uhr

    aber weniger. Danke an Herrn Beuth.

  4. Dann sehen Sie sich einfach andere Keynotes an. Die von MS sind immer sehr amüsant weil stümperhaft. Allein die Surface-Keynote war lustig, weil sie komplett planlos und hastig zusammengeschustert wirkte. Zudem ist Steve Ballmer kein guter Redner. Das abstürzende Surface Gerät war dann auch noch die Krönung der Präsentation. Viel Spaß!

    • zappp
    • 24. Oktober 2012 11:09 Uhr

    Heute früh habe ich zum ersten Mal eine Keynote vollständig angeschaut. Abschnittsweise hat mich das schon an Jubelveranstaltungen von TV-Predigern oder Strukturvertrieben erinnert. Hat es Apple heute wirklich nötig, Verkaufserfolge und Marktanteile derart herauszustellen? War es nötig, die Apps für GoogleMaps und Youtube aus dem iTunes Store zu werfen? War es nötig, die Android-Konkurrenz auf teils unredliche Weise niederzumachen?

    Anscheinend ja!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • minhen
    • 24. Oktober 2012 11:30 Uhr

    Vielleicht hätten Sie sich auch ein mal Keynotes anderer US-Firmen ansehen sollen. Wie wäre es z. B. mit Steve Ballmer, Chef von Microsoft:
    http://www.youtube.com/wa...
    Dann können wir uns noch mal unterhalten ...

    Die Youtube und Maps App waren von Apple selbst. Google wird bald entsprechende Applikationen nachlegen - ganz regulär im store verfügbar, aber nicht mehr vorinstalliert.

    "(...) die Android-Konkurrenz auf teils unredliche Weise niederzumachen?"

    Wieso unredlich? Steve Jobs war der Meinung, das Google iOS geklaut hat, genau wie damals Microsoft das GUI des Systems.
    Kann man z.B. hier nachlesen:
    http://mashable.com/2012/...

    Wenn dem so ist, dann ist es verständlich, daß sich Apple - mit legalen Mitteln - wehrt.
    "Unredlich" ist es wirklich in keinem Fall. Vielleicht überzogen, albern, nervig, was auch immer. Aber nicht unredlich.

    einfach mal, ob die Konkurrenz wirklich seriöser ist, oder ob es deren Shows, die im Stil bei Apple abgeschaut werden, nicht genauso lächerlich sind :-)

  5. Ein Bekannter von mir schwört auf Apple. Prinzipiell habe ich nichts dagegen, soll jeder kaufen, womit er glücklich wird, aber die Prioritäten finde ich dann schon seltsam gesetzt.

    Jemand, der seinen Laptop nur für reine Office-Anwendungen nutzt, braucht kein Macbook für 1800 Euro - da reicht ein Lenovo für 400 dicke aus. Zumal etwaige Erweiterungen wie Festplatten bei einem anderen Hersteller 30-50 Euro kosten, bei Apple mehrere hundert Euro.
    Und als Browser nutzt man Safari. Warum? Weil Apple.

    Ne, ich versteh es wirklich nicht. Aber gut, ich muss es ja nicht kaufen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • an-i
    • 24. Oktober 2012 11:20 Uhr

    das ist anscheinend der exklusive Zugehörigkeitsgefühl, leider eine Ghettoisierung der Gesellschaft...

    Als Office-Rechner reicht ein Macbook Air, ab 1049 Euro. Wenn es denn Apple sein muß.
    Safari ist wie Internet Explorer, nur Noobs nutzen ihn.

    Ich habe mich 3 Jahre intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und versucht, der Sache auf den Grund zu gehen. Um zu verstehen muss man vermutlich solch ein teures Gerät besitzen. Einmal abgesehen davon, dass die meisten von Apple beschriebenen Vorteile eines Macs tatsächlich zutreffen, fand ich dabei heraus, dass tatsächlich der überzogene Preis eine sehr große Rolle spielt. Kauft man sich beispielsweise eine Goldkette um den selben Preis, oder eine Uhr, hat diese eigentlich nur den Wert, den sich sein Besitzer oder die Gesellschaft einbildet. Gold am Hals hat keine großen Vorteile bis auf dass man es objektiv als hübsch betrachten kann. Apple will hier also gleich zwei Dinge gut machen: Einen echten gefühlten Wert durch bessere Materialien, Verarbeitung und Design, und einen Nutzwert, gut zu bedienende Software um Arbeit und Freizeit zu vereinfachen. Autohersteller nutzen ein ähnliche Strategien. Und diese funktionieren seit Jahrzehnten denn billiger geht immer aber das Lebensgefühl kostet eben extra.

    Liebe Apple-Hasser, ich habe mich nach vielen stressigen Jahren mit Windows irgendwann für Apple-Computer entschieden, derzeit ein schlichtes Macbook ohne Air oder Pro, weil sich das bei einem Arbeitsgerät amortisierte – allein durch die Arbeitszeitersparnis. Nicht weil es schick war. Mit Windows hatte ich im Lauf der Zeit etliche Wochen (und Nerven) unproduktiv vergeudet. Das mag heute ja besser funktionieren, aber ohne Not wechselt man nicht zurück. Dem höheren Preis steht übrigens auch ein Wiederverkaufswert gegenüber. Gebrauchte Macs kann man meist verkaufen, alte Windows-Maschinen fast nur verschenken. In einen Mac kann man außerdem auch Festplatten und Speichererweiterungen günstiger Anbieter einbauen, ebenso muss man Safari nicht nutzen. Es gibt ja Chrome, Firefox und Opera. Weil Entsprechendes beim iPhone nicht geht, habe ich ein Android-Handy.

    • schroet
    • 24. Oktober 2012 11:12 Uhr

    Es geht doch nicht um apple bashing, sondern darum die Präsentation der Apple Produkte kritisch zu betrachten und Fakten darzustellen.

    Guter Artikel.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Ich verstehe..."
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Nein, Clickzahlengenerator!

    "Apple" in der Headline funktioniert IMMER!

    @Autor: Was erwarten Sie denn von einer Werbeveranstaltung? Daß der Hersteller seine Produkte kritisch beurteilt? Etwas naiv, finden Sie nicht?

    Werbung übertreibt immer, so what? Vielleicht gibt es bei Apple ein paar Kunden mehr, welche die Werbung für bare Münze halten, aber selbst das ist mittlerweile eigentlich keine Neuigkeit mehr.
    Und ganz sicher keinen Artikel wert, oder?

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Inflation | Liebe | Marketing | Samsung | Unternehmen | Video
Service