Apple : Dieser Text ist unglaublich großartig

Apple-Produkte sind fantastisch, unglaublich und erstaunlich. Sagt Apple. Die endlose Selbstbeweihräucherung ist nervtötend, peinlich und kontraproduktiv, sagt P. Beuth.
Tim Cook bei der Präsentation neuer Apple-Produkte © Beck Diefenbach / Reuters

Dieser Texteinstieg ist unglaublich gut. Er ist atemberaubend, fantastisch, unglaublich und erstaunlich. Sie dürfen jetzt klatschen.

Apple-CEO Tim Cook hat am gestrigen Dienstag gerade einmal 108 Sekunden benötigt, um alle diese Adjektive in der Präsentation der neuen Produkte seines Unternehmens unterzubringen.

Nach knapp sechs Minuten – abzüglich eines eingespielten Videos – hatte Cook bereits fünf "unglaublich" verbraucht, drei "erstaunlich" und vier "fantastisch". Dazu redete er in einem Tonfall, als hätte er eine Bande begriffsstutziger Kleinkinder vor sich, die er beeindrucken wollte. Es war unglaubl... Verzeihung, es war kolossal nervtötend.   Natürlich ist die Inflation der Superlative und Selbstbejubelungen nicht neu, schon gar nicht im Marketing und schon gar nicht in den USA. Auch ist Apple nicht das einzige Unternehmen, das endlose Adjektivketten bildet, um seine Produkte anzupreisen. Das kann zum Beispiel Samsung genauso gut.

Patrick Beuth

Patrick Beuth ist Redakteur im Ressort Digital bei ZEIT ONLINE. Seine Profilseite finden Sie hier.

Trotzdem ist es der Versuch, die Nutzer für dumm zu verkaufen. Dahinter steckt die Überzeugung, dass man etwas nur oft genug sagen muss. Irgendwann werden es die Menschen schon glauben. In der Politik gilt dieses Prinzip schon immer . Aber es gibt eine Schwelle zur Lächerlichkeit, und die hat Apple gestern überschritten. Schwer vorstellbar, dass irgendwer diese endlose Selbstbeweihräucherung ernst genommen hat.

Hinzu kommt: Die ewige Wiederholung derselben Begriffe entwertet diese. Wenn einfach alles großartig und grundsätzlich immer das Weltbeste ist, stumpft der Zuhörer ab. Nach dem dritten fantastisch innerhalb weniger Sekunden wird das Wort überflüssig, die Aussage unglaubwürdig, die Werbung kontraproduktiv. In der Linguistik heißen solche Begriffe Passepartout-Wörter – weil sie keinen Inhalt mehr haben.

Niemand verlangt, dass Tim Cook in Zukunft nur noch ein Datenblatt abliest und den Rest den Kunden überlässt. Er will etwas verkaufen, also darf er es durchaus anpreisen. Aber wenn sich Apples Liebe zum technischen Detail auch in einer Liebe zum Vokabular ausdrücken würde, wäre das fantastisch schön.

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Kommentare

237 Kommentare Seite 1 von 33 Kommentieren

Da würde mich doch gerne interessieren

wie sich eine Aussage wie "allen Konkurrenzprodukten (vor allem in technischer Hinsicht) überlegen" belegen läßt.

Was Apple vor allem auszeigt ist das Design, und teilweise das dau-freundliche userinterface.

Allerdings erkauft man sich das mit Gängelung von vorne bis hinten. Ich weiß noch was für ein Aufwand das war, als meine Freundin meiner Tochter ihren Alten Ipod-Toch geschenkt hat, das Gerät von ihrem Itunes Account zu entdongeln, und meiner Tochter zu überschreiben. Wenn Microsoft das täte käme gleich das Kartellamt und würde den Konzern zerschlagen.
Und wer sich einmal dran gewöhnt hat, wie angenehm es sein kann seinen Ipod Classic mit Winamp auch an verschiedenen PCs zu betreiben, wird in die Tastaturbrechen, wenn er selbiges mit dem Touch oder dem Iphone probiert, weil Apple in seinem Gängelungswahn einfachmal das Dateisystem modifiziert, damit so ein ungehöriges verhalte der Kinder, äh Verzeihung, der Kunden ja aufhört. ist ja auch unmöglich wenn man auf die Idee kame bei einem heimischen Festplattencrash die im MP3-Player abgelegten Dateien auf den PC zurück zu spielen.

In technischer

Hinsicht sind Apple Geräte immer am hinterherhinken, wer sich ein wenig mit Hardware auskennt weiß das. Was Apple Produkte auszeichnet ist das Design, die Benutzerfreundlichkeit und das (vermeintliche) Prestige. Was in der Summe auch der Grund ist warum die Nutzer für zumeist veraltete Hardware, wenn sie von Apple kommt, mehr Geld ausgeben als für Aktuelle.

Sowas hören halt Nutzer von den von Ihnen präferierten Marken halt nicht gerne, dann wird pauschal jegliche Kritik gerne mal als "Bashing" abgeurteilt.

Teils teils...

Also generell verstehe ich das Apple-Bashing auch nicht, Die machen nun mal die besten Produkte (Bzw. die "wertesten Produkte" aufgrund der eingesetzten Materialien).
Dennoch: Die Werbestrategie nervt tatsächlich schon seit 2-5 Jahren, nämlich seit dem Zeitpunkt, seit Apple das Rad nicht mehr neu erfindet.
Als das 1. Iphone . iPad und den Unibody Macbooks rauskamen war das noch sensationell, seitdem sind es nur kleine Verbesserungen. Meiner Meinung nach kann man auch gar nicht mehr wahnsinnig viel verbessern. Daher kann ich den Autor sehr gut nachvollziehen und sehe es ganz genau so: Apple, eure Werbeinszenierungen sind überflüssig und haben inzwischen schon fast einen Hang ins Lächerliche.....

in technischer Hinsicht überlegen?

Vor allem auch noch? Es ist doch gerade der USP von Apple, dass sie immer betonen, die Technik sei eben NICHT entscheidend sondern das Gesamtpaket und die daraus resultierende "User-Experience". Auf diesem Gebiet hat Apple auch tatsächlich immer wieder Meilensteine gesetzt. Aber gerade in technischer Hinsicht bildet Apple nur sehr selten die Spitze der Bewegung.

Ach ja, zum Artikel: Sehr gut beobachtet, das nervt wirklich ;-)

ich denke es kommt auf den nutzer an

für mich muss das Teil funktionieren und anwenderfreundlich sein.

Wie alt die eingebaute Technologie ist interessiert mich nicht solange sie besser ist als das was MS und Partner anbieten. Ich möchte auch nicht an meinem Computer herumbasteln, erweitern und ähnliches insofern interessiert mich auch diese Einschränkung nicht wobei ich nachvoll ziehen kann, dass dies für viele Experten sehr ärgerlich ist. Ein iphone habe ich übrigens nicht weil ich in dem Bereich Android besser und vor allem günstiger finde.

Fakten

"Die Produkte sind einfach gut und allen Konkurrenzprodukten (vor allem in technischer Hinsicht) überlegen."

Hach, diese Verallgemeinerungen. Habe Sie alle Geraete, das so allgemein beurteilen zu koennen? Iphone 5 auch, mit den Kratzern? Iphone4 auch mit der muckigen Antenne?

Wir hatten zuhause in den letzten 10 Jahren 3 Macs: der erste hatte Totalschaden, nix mehr zu retten, weiss bis heute nicht warum. Der zweite hatte HD-Schaden - konnte ich immerhin reparieren. Der läuft jetzt mit Linux, weil neuere OSXe auf ältere Apple-Hardware nicht laufen und ältere OSXe nicht mehr gepflegt werden. Am dritten Rechner (Macbook) beginnt sich grad das Plastikgehäuse zu zerbröseln und das WLAN ist seit Jahren instabil.

Ich sehe hier nichts von Überlegenheit, und ärgere mich, dass ich früher unbedingt was "Schickes" haben wollte.

Da gebe

ich Ihnen recht, es kommt halt immer auf das Nutzerprofil an. Für Nutzer wie mich die sich tatsächlich mit Hardware auseinandersetzen sind Apple Produkte zumeist nur schwer vermittelbar.

Bei meinen jüngeren Geschwistern war ich fast am verzweifeln als ich versucht habe ihnen das nahe zu bringen. Die sehen das halt aus einem anderen Blickwinkel als ich und das muss man dann halt auch lernen zu akzeptieren. Gilt dann natürlich beidseitig.

Apple-Bashing?

Wie bitte? Ich kann hier beim besten Willen kein "Apple-Bashing" erkennen. Allerdings hebt sich der Artikel wohltuend ab von den zahlreichen, die (insbesondere zu Lebzeiten von Steve Jobs) jedes Wort des Meisters in den Rang welterschuetternder Erkenntnisse erhoben und noch die kleinste (aber mit perfektem Marketing vorbereitete) Produktinnovation zum quasireligioessen Erweckungserlebnis einer gemeinsamen Apple-Kirche aufblies, die dann auch brav Schlange stand, um medienwirksam die Kaufhaeuser am Einfuehrungstag zu stuermen.

Wenn sich (ansonsten wahrscheinlich) intelligente Menschen zu Aeusserungen wie "Ich kann ohne Apple-Produkte nicht leben" und an anderem hanebuechenen Schwachsinn hinreissen lassen (so oder aehnlich zu lesen in zahllosen Forum-Beitraegen nach Jobs' Tod), erkennt man, dass man es fast mit einem Sekten-Problem zu tun hat. Dies und die permanente Selbstbeweihraeucherung vieler Apple-User nervt. Insofern war so ein Artikel laengst mal ueberfaellig.

Guter Artikel?

Nein, Clickzahlengenerator!

"Apple" in der Headline funktioniert IMMER!

@Autor: Was erwarten Sie denn von einer Werbeveranstaltung? Daß der Hersteller seine Produkte kritisch beurteilt? Etwas naiv, finden Sie nicht?

Werbung übertreibt immer, so what? Vielleicht gibt es bei Apple ein paar Kunden mehr, welche die Werbung für bare Münze halten, aber selbst das ist mittlerweile eigentlich keine Neuigkeit mehr.
Und ganz sicher keinen Artikel wert, oder?

In technischer Hinsicht überlegen?

Ich weiß ja nicht. Intel Prozessoren, Nvidia Grafikkarten und Seagate Festplatten...nichts, was man nicht auch im Einzelhandel (günstiger) erwerben könnte.
Zugegeben die Bildschirmqualität eines Imacs ist schon verblüffend gut.

Leider kenne ich jemanden, der nur auf Apple zählt...also Imac, Iphone, Macbook, Ipad. In den letzten 3 Jahren war das Macbook 3x und der Imac 1x in Reparatur. Für den Imac gibt es jetzt wieder eine Rückrufaktion, weil bei den Seagate-Platten Datenverlust vorkommen kann.

Komischerweise hatte ich bei meinen 4 Selbstbau-PC in den letzten 12 Jahren nur einmal einen Ausfall einer CPU...weil ich beim Aufstecken (mit Kühlkörper o_O) auf ein neues MB zwei Pins irreparabel verbogen hatte.

wen interessiert Hardware

"ich Ihnen recht, es kommt halt immer auf das Nutzerprofil an. Für Nutzer wie mich die sich tatsächlich mit Hardware auseinandersetzen sind Apple Produkte zumeist nur schwer vermittelbar."
--
(ich rede von Mac OSX:)

Das Hardware-Spezifikationen-Argument ist so allgemein überhaupt nicht valide. Zum Spielen finden Sie von den Specs günstigere Kisten als Macs, das stimmt.

Es gibt aber keine Anwendung, für die es nicht genügend leistungsstarke Macs gibt. Es gibt nichts, was Sie mit einem entsprechenden ausgestatteten Mac nicht angemessen auf professionellem Niveau erledigen können (bis auf wenigste Spezialanwendungen, die nur für jeweils eine der Plattformen MacOSX oder Windows vorliegen).

Die überlegene Software (probieren Sie es doch aus, vom OS bis zu einer x-beliebigen Share- oder Freeware) verbessert Ihre Produktivität mehr, als irgendeine Taktfrequenz-Spezifikation, die auch beim PC nach ein paar Monaten altes Eisen ist.

Kosten-Nutzen-Rechnung

"das Preis- Leistungsverhältnis von Apple Produkten ist in technischer Hinsicht schlecht."

Womit vergleichen Sie das? Ich habe für meinen jetzt vier Jahre alten iMac 24 knapp 2.000 Euro bezahlt. Dazu gekauft habe ich ein "Snow Leopard" - Upgrade für irgendwas bei 20 Euro und ein "Mountain Lion" Upgrade für 15 Euro. Das wars. Für einen Bildschirm dieser Qualität zahlen Sie auch heute noch ein paar Hunderter, die Rechenleistung reicht für alles, was ich mache, locker aus (inkl. Fernsehen und Aufnehmen via "EyeTV", während gleichzeitig gearbeitet wird.).

Ausfälle: einer. Da habe ich meine Windows-Partition konfiguriert. Durch einen blöden Zufall hatte die CD eine Macke und ließ sich weder installieren noch auswerfen. Dumm gelaufen. Ich bin dann - schwitzend und mit 2000 Euro in der Tasche - zum Händler gefahren und bin 20 Minuten später mit CD in der Hand, funktionierendem Mac und ein paar guten Tipps, was man machen kann, wenn so was passiert, wieder heimgefahren. Kosten: keine.

Und als Freiberufler stehen bei mir je Stunde Systemausfall bzw. "Computergeschraube" rund 85 Euro auf der Negativliste.
Selbst, wenn ich tausend Euro mehr bezahlt habe als für meine letzte Medion-Kiste (mein Abgesang auf den PC), habe ich das zigfach wieder 'drin.

Das gilt natürlich nicht für Hobbyinformatiker, das ist mir schon klar. Ich bin aber keiner.

LG

Ichsachsjanur

überschrift.

"das Preis- Leistungsverhältnis von Apple Produkten ist in technischer Hinsicht schlecht. Für mich ist das ein kaufentscheidendes Kriterium, das können Sie nicht mit einem "das kann aber Apple auch" wegdiskutieren. Es gibt für alles eine günstigere Alternative als ein Apple Produkt."
--
Wahrscheinlich definieren wir "Preis-Leistungsverhältnis" und "günstiger" anders. Ich kenne beide Systeme und ich kann Ihnen versichern, dass jeder Euro mehr für das OS mir jede Menge Lebenszeit gespart hat, die ich nicht mit Abstürzen, doppelten Verneinungen in Dialogfeldern und sonstigen Zumutungen verbringen musste. Für mich eine lohnende Investition.

Machen Sie was Sie wollen (selbstverständlich :). Ich spreche auch nur von mir selbst und von OSX-Computern. Apples sonstige Firmen- und Produktpolitik sehe ich mindestens so kritisch wie Sie.

Ich kann

nicht mit Hardware die 4 Jahre auf den Buckel hat arbeiten. Hardwarekomponenten können von jedem Hersteller fehlerhaft sein oder Defekte haben, die selbe und andere Verfahrensweisen gibt es ebenfalls bei anderen Firmen bzw. Dienstleistern.Alles was Sie aufgezählt haben sind keine Alleinstellungsmerkmal von Apple.

Damit haben Sie sich übrigens als ernst zu nehmender Diskussionsteilnehmer disqualifiziert: "Das gilt natürlich nicht für Hobbyinformatiker, das ist mir schon klar. Ich bin aber keiner."

Das verstehe ich nicht:

"Ich kann nicht mit Hardware die 4 Jahre auf den Buckel hat arbeiten."

Warum nicht?

"Damit haben Sie sich übrigens als ernst zu nehmender Diskussionsteilnehmer disqualifiziert: "Das gilt natürlich nicht für Hobbyinformatiker, das ist mir schon klar. Ich bin aber keiner.""

Warum? Ich werde hier als Apple-Nutzer als "Kleinkind" oder "Möchtegern-Nerd" bezeichnet. Ich bin kein Nerd und möchte es auch nicht gern werden. Was disqualifiziert mich jetzt an meiner Antwort?

LG

Es gibt auch gute und schlechte Werbung

Apple verkauft seine Kunden für dümmer als sie sind. Was der Autor meint ist: Man könnte auch ein bisschen sachlicher/eleganter vorgehen, Argumente liefern, warum dieses Produkt angeblich so toll ist. Was kann es? Wie sieht es aus?
Ich war Apple-Produkten gegenüber immer skeptisch, gerade WEIL sie so plump beworben werden (und weil viele Kunden/Fans das auch einfach nachplappern. Ich habe mittlerweile ein Macbook und bin zufrieden. Aber nur weil bei mir ein Freund vernünftig erklärt hat, was ihm daran gefällt. Die Wörter "hervorragend", "fantastisch" etc. kamen in der Erklärung nicht vor.

Goldener Käfig vs Freiheit?

Ich habe berufsbedingt ständig mit mehreren Systemen zu tun: Mac, Win, Linux, iOS, Android.
An den Apple-Produkten überzeugt mich in erster Linie die Qualität der Hardware. Das Lenovo, auf dem ich grad tippe, war z.B. ähnlich teuer wie ein vergleichbares MacBook, hat aber schon Risse im Gehäuse.
Dann ist da noch die Benutzerfreundlichkeit, da war das iPhone wirklich ein Meilenstein, der auch die anderen mitgerissen hat. Mir persönlich geht die Vereinfachung zwar zu weit, mag deshalb lieber Android. Ich beobachte aber gerade bei älteren Menschen, dass sich ihnen plötzlich ganz neue digitale Welten eröffnen.
Auf dem PC bevorzuge ich mit Abstand Linux mit KDE. Zuletzt hatte ich eine Weile ein MacBook, ich konnte/wollte mich aber auch in 2 Jahren nicht an die Einschränkungen gewöhnen, trotz großer Pluspunkte wie z.B. einem perfekten Touchpad(-Treiber. Windows und Linux können mit der gleichen Hardware nicht so gut).

Apple-Produkte sehen gut aus und funktionieren gut. Das hat aber auch seinen Preis, und zwar nicht nur monetär.
Mir ist meine Freiheit etwas Mehraufwand wert.

Bzgl. Artikel: Ja, Cook redet tatsächlich wie zu kleinen Kindern. Jobs Keynotes dagegen waren wirklich incredible.
Übrigens, wurde diese Keynote in einer Kirche abgehalten?

Boah, echt krass!

Apple lobt auf einer eigenen Werbeveranstaltung sein Produkt über den grünen Klee.

Na und? Ist das nicht ganz normal in der Werbung? Eine sachliche, kritische Einschätzung, die hier teilweise verlangt wird, hätte mich da viel eher erstaunt. Diese Werbung kann einen gefallen oder auch nicht, am Ende muss jeder selbst wissen, ob man Apple-Produkte kauft oder nicht. Man sollte bei all dem Gerede über Verdummung der Kundschaft mal darüber nachdenken, dass auch das alles mündige Bürger sind, die in der Lage sein sollten, sich Gedanken darüber zu machen, ob man sich nun ein oder mehrere Produkte von Apple zulegt. Ich persönlich habe keines und kann auch nicht behaupten, mir würde etwas fehlen. Wenn ich einen Werbespot im Fernsehen über ein Produkt sehe, das mit allem möglichen blumigen Worten angepriesen wird, renne ich aber auch nicht gleich in den Laden, um das zu kaufen.

Quatsch!

Apple hätte diese verblödenden Sprüche NICHT nötig. Die Firma hat dies längst mit pfiffigen Produkten, zum Teil in Vorreiterrolle, längst bewiesen.

Es ist allerdings schade, daß die - richtigerweise als inflationär gebrandmarkten Werbesprüche - nicht zu Souveränität in der Werbung/Beschreibung führen. Da war Steve Jobs mit "one more thing" schon besser. Jetzt liegt Apple mit den Sprüchen auf Waschmittelniveau.

Nur gut, daß Produkte für sich selbst werben!

Kommentatoren brauchen die Sprüche.....

damit sie weiter an der Anti-Apple-Ersatzreligion festhalten können und den Kauf Ihrer Geräte festhalten können, die nach 2 Jahren aufgrund der Billig produzierten Materialien aussehen wie Schrott, die einen so großen BIldschirm haben, dass man sie nicht mal mehr mit einer Hand bedienen kann. Die so viele Anschlüsse und Öffnungen haben, dass sich dort der ganze Dreck ansammelt und ins innere gelangt, und die so wenig Speicher haben, dass man unbedingt einen KArtenslot haben muss, wo sich noch mehr dreck ansammelt und womit man noch öfter irgendwo hängenbleibt......
Haltet mal nach 3 Jahren ein normal benutztes Samsung oder HTC neben ein iPhone, dann wist ihr wovon ich rede...
Genau dasselbe mit den Laptops: Mein macbook pro ist 6 Jahre und sieht aus wie neu! Nicht ein Kratzer oder Macke, obwohl ich das seit 6 Jahren tagtäglich im normalen Rucksack mit zur Arbeit nehme.....
Aber die Meisten IT-Freaks gucken halt immer nur auf Leistung, was jedoch gerade beim oft transportierten iPhone oder iPod nicht ganz so wichtig ist......

Gute Idee...

tun wir das und halten die erwähnten Handys nebeneinander. Samsung und HTC sind komplett abgenutzt während das iPhone selbstverständlich wie neu glänzt, da die Materialien ja hochwertig in China's Billigfabriken produziert werden! Die unglaubliche Haltbarkeit und Robustheit der meisten Produkte heutzutage speist sich ja aus dieser Quelle, so auch bei Apple. *ironieaus*
Ganz ehrlich, ich habe selber jahrelang ein Samsung benutzt und mein Bruder besitzt seit längerem das iPhone 3G. Bei entsprechender Behandlung und Benutzung von bspw. Hardcases sind beide Handys in passablen Zustand, man merkt aber beiden die tägliche Benutzung an. Da ist nix mit Haltbarkeitsvorteil.
Selbes Prinzip mit ihrem Beispiel vom MacBook. Wenn man pfleglich mit seinem Eigentum umgeht, halten solche Geräte selbstverständlich lange und sehen gepflegt aus. Ein Freund von mir hat erst kürzlich sein altes Notebook (ich glaube es war von Dell) weggebracht und das war so ca 8 Jahre alt.
Er als IT'ler hat dieses sehr pfleglich behandelt und praktisch ebenso jedem Tag im Einsatz gehabt. Das Ding hätte er nur nach Optik bis auf ein, zwei kleine Gebrauchsspuren auf Ebay für neuwertig verkaufen können.
Es ist also meistens immer eine Frage der Pflege und des Umgangs mit den Produkten in solchen Fällen, wenn man nicht gerade das Aldi-Notebook mit Billigplastik kauft, das beim einmal anschauen auseinanderfällt....

Sprüche

Naja, das hat schon manchmal fast religiöse Züge, und das finde ich eher zu belächeln. Was nun die Produkte angeht und ohne jetzt Werbung machen zu wollen: Ich bin nach vielen Jahren PC (zuerst mit MS-DOS, dann Windows in diversen Versionen) vor 2 Jahren auf Apple umgestiegen und habe noch nie ein so einfach zu bedienendes Gerät und einen so tollen Bildschirm (iMAC) gehabt. Von Anfang an lief alles ohne das geringste Umstellungs- oder Eingewöhnungsproblem. Da können sich andere eine dicke Scheibe abschneiden. Also dumme Sprüche wie "nicht selten den Mitbewerbern unterlegenes Zeug" finde ich da eher unangebracht. Zu kritisieren sind aber Apples unsinnig kurze Produktzyklen. Wie kann es sein, dass man im Frühjahr ein neues iPad (Generation 3) präsentiert und dann im Oktober schon wieder eine neue (Generation 4)? Als Kunde stört es mich sehr, dass Produkte aus diese Weise "künstlich" veralten. Hinzu kommt der durch diesen frenetischen Konsum immer neuer Apple-Produkte angeheizte Ressourcenverbrauch, ganz zu schweigen von den offenbar miserablen Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten. Dies sind für mich durchaus Punkte, die bei künftigen Entscheidung für oder wieder einen Kauf eine Rolle spielen werden und die so gar nicht für diese Marke sprechen.

ihren obersten Dienstherren.

Nun, als Apple-User seit 1984 fühle ich mich von unbedarften Jungspunden , die hier ja wohl die Mehrheit bilden, nicht angesprochen.
Alle Produkte die den Apfel als Logo nutzen haben mich nie im Regen stehen lassen. Ich habe nie einen Blue-Screen gesehen, ich habe nie ein BS gesehen dass in Foren als Schrott bezeichnet wurde,
Ja, ich habe einige Euros, zuvor auch einige DM, dieser Firma "gespendet".
Ergebnis ist, dass ich meinen Computer anschalte, mitten im Leben stehe, den Virenscanner anwerfe, mich lächelnd zurücklehne und die frustierten MS-Nutzer beobachte die sich in ewigen Ergüssen über ihren obersten Dienstherren ergehen.
Der ja in seinem 60 Mio. Dollar Anwesen hockt und sich ähnlich wie ich über seine bekloppten Jünger amüsiert.

Ich halte es aus dass ich von Neidern, Pseudofachleuten und fanatischen Gamern verachtet werde.
Bin also nur ein zufriedener Nutzer...
mit dem Apfel.

Ein schönes, von Dumpfbacken unbelastetes Leben