WirbelsturmSandy kickt Newssites wie "Huffington Post" aus dem Netz

In Manhattan steht infolge des Sturmes ein Datenzentrum unter Wasser. Diverse Nachrichten-Sites wie "BuzzFeed" und "Gawker" sind deshalb nicht mehr erreichbar. von 

Blackout in Manhattan

Blackout in Manhattan  |  © Allison Joyce/Getty Images

Datagram ist ein Internetzugangsanbieter in Manhattan. Derzeit allerdings kann er keinen Zugang zum Internet anbieten, sein Datenzentrum ist abgesoffen. Das Gebäude von Datagram liegt in Lower Manhattan, nur zwei Straßen vom East River entfernt. Das Erdgeschoss lief in der Nacht vom Montag voll Wasser. Fünf Fuß (eineinhalb Meter) hoch sei es, schrieben die Betreiber . Gleichzeitig hatte die Stadtverwaltung von New York in dem Bereich vorsorglich den Strom abgestellt .

Von dem Blackout sind in New York City schätzungsweise 250.000 Menschen betroffen, schreibt die New York Times . Nicht nur der Strom ist weg, sondern auch das Internet. Zwar hatten sich Unternehmen, wie auch der Netzanbieter Datagram, auf den Sturm vorbereitet. Dieselgeneratoren sollten den Notstrom liefern, falls der Sturm die Stromleitungen kappt. Doch wegen des Wassereinbruchs laufen auch die nun nicht. Diverse Nachrichtenseiten haben deshalb Probleme. Betroffen sind Buzzfeed , Gawker , Lifehacker , Gizmodo , Huffington Post und wohl auch noch weitere Seiten.

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Die meisten davon versuchen, über Twitter und andere soziale Netzwerke ihre Berichterstattung aufrecht zu erhalten. Ihre eigenen Websites laufen zeitweise nicht. So twitterte die Huffington Post :

Die große Newssite ist schon seit Stunden nicht erreichbar. Das Angebot wird zwar nicht nur über Server in New York verbreitet. Doch offensichtlich haben die Betreiber Mühe, die Daten über Server an der Westküste zu veröffentlichen.

Gawker hat ebenfalls Probleme aufgrund des Sturmes. Die Macher nehmen es mit Humor. In einem Tweet heißt es , man sei offline, "weil ein Kran in der 57. Straße die Server mit Gischt geflutet habe, oder so".

BuzzFeed hat durch das überflutete Datenzentrum keinen Zugriff mehr auf die eigene Website. Berichtet wird derzeit vor allem über Tumblr , wo viele Bilder und Videos aus New York veröffentlicht werden. Außerdem meldet sich die Redaktion via Twitter und Facebook .

Die IT-Newsseite Gizmodo hat es ebenfalls erwischt

Die Betreiber haben ein Liveblog installiert , auf dem sie versuchen, über "Technik und New York" zu berichten.

Trotz der verteilten und redundanten Struktur des Netzes ist es offensichtlich schwierig, Daten schnell umzuleiten, wenn es Probleme gibt. Techcrunch schreibt , der Zugangsanbieter in New York habe sehr wohl versucht, Ausweichserver in Newark anzuwerfen, um seinen Dienst von dort zu hosten. Das aber sei misslungen.

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Leserkommentare
    • Vidarr
    • 30. Oktober 2012 12:34 Uhr

    sehe ich immer noch keinen so genannten "Jahrhundertsturm". Dieser Artikel könnte sich auch wie eine fiktive Beweisführung für gelandete Ufo`s lesen und kein Wort mehr über einen Jahrhundertsturm. Dieser "Hype" des Aufbauschens ist emotional nur schwer erträglich und da habe ich auch keine Lust mich jedes Mal für meine Meinung rechtfertigen zu müssen um nur nicht den schwarzen Peter zu ziehen, mit welchen einen dann junge Selbstdarsteller in die Finsterlings.- bzw. Dummkopfecke stellen wollen. Für mich war es nur ein sehr schwerer Sturm und Punkt, so sollte es in Zukunft auch lauten, sonst glaubt irgendwann keiner mehr auch nur etwas.

    "Es lebe die Symbolpolitik und der Wahlkampf, hau".

    mfG Vidarr

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    Naja, fuer Manhattan war es die hoechste Sturmflut seit 150 Jahren. Noch nie wurde die Subway geflutet, und noch nie stand Battery Park so hoch unter Wasser. Im Gegensatz zu Irene letztes Jahr waren die Warnungen diesmal berechtigt. Fuer uns die wir hier wohnen war das tatsaechlich ein Jahrhundertsturm. Das exzellete Fruehwarnsystem der USA sowie die emergency response Infrastruktur sind der Grund warum es hier so viel weniger Schaeden und Tote gibt als in Schwellenlaendern bei vergleibaren Unwettern.

  1. ...dass keiner verhungert, so ganz ohne Internet. Das ist ja dann wirklich die totale Katastrophe. Kein Internet, Newssites weg, grausam.

  2. Naja, fuer Manhattan war es die hoechste Sturmflut seit 150 Jahren. Noch nie wurde die Subway geflutet, und noch nie stand Battery Park so hoch unter Wasser. Im Gegensatz zu Irene letztes Jahr waren die Warnungen diesmal berechtigt. Fuer uns die wir hier wohnen war das tatsaechlich ein Jahrhundertsturm. Das exzellete Fruehwarnsystem der USA sowie die emergency response Infrastruktur sind der Grund warum es hier so viel weniger Schaeden und Tote gibt als in Schwellenlaendern bei vergleibaren Unwettern.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Twitter | New York | Wirbelsturm | Newark
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