Möglicherweise wurden solche Aktionen nun aber als nicht mehr effektiv genug angesehen, weshalb die Regierung zu drastischeren Mitteln gegriffen haben könnte. Doch auch diese lassen sich im Zweifel umgehen.

Die Aktivisten von Telecomix verbreiten derzeit die Daten von drei Providern, über die in begrenztem Umfang ein Internetzugang möglich ist. Via Telefonleitung und Modem können demnach ein französischer, ein deutscher und ein schwedischer Provider erreicht werden. Der Zugang ist kostenlos und Telecomix bittet jeden, der einen Kontakt in Syrien hat, diese Daten dorthin zu übermitteln. Die Einwahlnummern und Passwörter finden sich hier .

Beim Internet-Blackout in Ägypten Anfang 2011 hatte die Gruppe einen ähnlichen Service organisiert und versucht, über solche sogenannten Einwahl-Verbindungen und über Satellitentelefone eine rudimentäre Netzverbindung zu organisieren. Telecomix engagiert sich auch schon seit einiger Zeit in Syrien . So haben die Hacktivisten Daten veröffentlicht, die belegen, dass die syrische Technik zur Überwachung des Netz und E-Mail-Verkehrs von westlichen Firmen stammt.

Auch Google hat seinen zuerst für Ägypten installierten Dienst namens Speak2Tweet reaktiviert. Bei vier internationalen Telefonnummern sind dazu Anrufbeantworter geschaltet. Auf ihnen können Nachrichten hinterlassen werden. Das System twittert anschließend einen Link zu der Nachricht über den Account Speak2Tweet . Wer auf den Link klickt, kann sich die Nachricht anhören.

Weitere Informationen zur syrischen Internetsperre finden sich beispielsweise bei Twitter unter dem Hashtag #syrianblackout .