TelekommunkationIntel drängt ins afrikanische Smartphone-Geschäft
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IBM und SAP auf Einkaufstour

Das Vorzeigeland der rasanten technologischen Entwicklung ist weder Südafrika noch Ägypten oder Marokko. Es ist Kenia. Trotz turbulenter Wahlen im Jahr 2007, Korruption und Konflikten zwischen verschiedenen Ethnien ist es Kenia gelungen, die Hauptstadt Nairobi zu einem Magnet für Technologie-Konzerne zu machen.

Der Grundstein dafür wurde 2007 gelegt. Damals verhandelte die Regierung mit anderen afrikanischen Ländern darüber, wann und wie ein Unterseekabel verlegt werden soll. Weil sich das zu lange hinzog, verließen die Kenianer die Gespräche und legten das Kabel binnen zweier Jahre selbst. Kenia hat heute das schnellste Internet aller afrikanischen Länder.

Etwa zur gleichen Zeit nahm der mobile Bezahldienst M-Pesa den Betrieb auf. Mit M-Pesa können Nutzer per Handy Geld überweisen. Mittlerweile bezahlen über 70 Prozent aller erwachsenen Kenianer über diesen Dienst ihre Rechnungen oder schicken ihren Familien auf dem Land Geld. Das Mobilfunknetz baute der kenianische Provider Safaricom 2004 zusammen mit Huawei aus.

SAP kauft sich in Nigeria ein

Nahezu jedes große IT-Unternehmen hat mittlerweile in Nairobi einen Standort. IBM hat 2012 in der Hauptstadt ein Research Lab eröffnet, um als Joint Venture mit Entwicklern vor Ort Probleme wie den chaotischen Straßenverkehr zu bewältigen. Was heute noch wie Entwicklungshilfe aussieht, ist  längst mehr. Für IBM ist das Research Lab Teil einer Wachstumsstrategie. IBM erwartet, dass der afrikanische IT-Markt bis 2015 einen Umfang von 12,5 Milliarden US-Dollar erreicht. Daran könnte der Konzern gut mitverdienen, denn die Firmen, die im Umfeld Nairobis entstehen, brauchen Software und Computer. Beides kann ihnen IBM liefern. Der Konzern unterhält in Afrika mittlerweile zwanzig Standorte.

Auch für den Software-Konzern SAP ist der afrikanische Markt verlockend. Das Unternehmen schloss kürzlich mit Dangote einen Vertrag. Der nigerianische Konzern macht in Afrika Milliardengeschäfte und unterhält mehrere Firmen in insgesamt 14 afrikanischen Ländern. SAP wird Dangote mit Unternehmenssoftware ausstatten und so einen weiteren Markt neben Südafrika erschließen. Dort ist SAP bereits der führende Software-Anbieter für Unternehmen.

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Leserkommentare
  1. Wer zuletzt kommt den bestraft das Leben.

  2. sollten lieber den Kampf gegen die Hungersnot im Land unterstützen, anstatt "afrikanische Smartphone-Geschäfte" zu tätigen. Das Wort an sich ist schon pervers genug.

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    • DerDude
    • 31. Januar 2013 21:55 Uhr

    Als ob überall in Afrika Hungersnot herrschen würde.

    Es hat lange genug gedauert, aber die Globalisierung kommt endlich, so muss man es wohl sagen, auch in Afrika an. Und zwar in dem Maße, in dem Asien seinen Lohnvorteil einbüßt.

  3. Der verlinkte ZDNet-Artikel wird nicht korrekt wiedergegeben. SAP hat nicht das Unternehmen Dangote gekauft, sondern dieser Firma schlicht und ergreifend ihre Software ("Business Suite") verkauft. Damit ist der letzte Absatz des Artikels leider auch nicht ganz richtig...

  4. Redaktion

    Völlig richtig. Ich habe es korrigiert.
    Vielen Dank für den Hinweis und beste Grüße,

    Johannes Wendt

    • DerDude
    • 31. Januar 2013 21:55 Uhr

    Als ob überall in Afrika Hungersnot herrschen würde.

    Es hat lange genug gedauert, aber die Globalisierung kommt endlich, so muss man es wohl sagen, auch in Afrika an. Und zwar in dem Maße, in dem Asien seinen Lohnvorteil einbüßt.

    Antwort auf "SAP, IBM und Intel"

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte SAP | Huawei | Kenia | Nokia | Mittelschicht | Provider
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