Amazon lässt Nutzer aus Überwachung aussteigen

Wer einen E-Reader besitzt, liest nicht nur, sondern wird auch gelesen. Die Hersteller sehen, wie schnell und wie lange jemand ein E-Book liest, und welche Notizen er oder sie macht. Dann passen sie ihr Angebot den vermeintlichen Interessen der Leser an. Das gilt für Amazon, aber auch für Barnes & Noble. Im deutschen Buchhandel ist es – so wurde mir bestätigt – noch nicht so weit.

Ein Ausstieg aus der Schnüffelei ist nicht vollständig möglich, Amazon-Nutzer können ihr nur teilweise widersprechen.

Ich wünsche mir, dass Amazon diese Funktion 2013 zu einer Opt-in-Funktion macht. Der Nutzer soll aktiv einwilligen, die Standardeinstellung aber wäre, dass keine Daten erhoben werden.

WhatsApp nimmt das Thema Sicherheit endlich ernst

IT-Portale wie golem.de oder heise online raten von der Benutzung von WhatsApp ab. Die immer wieder auftauchenden Sicherheitslücken stopft das Unternehmen allenfalls sporadisch und intransparent. Die Konten der Nutzer sind jedenfalls nicht sicher vor einer Übernahme durch Dritte.

Zuletzt haben die Entwickler die App sogar kostenlos angeboten. Sie setzen offensichtlich darauf, dass die Menschen eher geizig sind als vernünftig.

Ich wünsche mir, dass WhatsApp 2013 endlich eine sichere App wird, wenn schon die Nutzer nicht so klug sind, darauf zu verzichten.

Skype legt Quellcode offen

Noch immer nutzen Aktivisten und Oppositionelle in aller Welt Skype, weil sie auf die Sicherheit der verschlüsselten Kommunikation vertrauen. Doch laut Insiderberichten und Hackern braucht es möglicherweise nicht einmal einen Staatstrojaner, um Skype-Gespräche abzuhören.

Skype und Mutterfirma Microsoft weigern sich aber, klipp und klar zu sagen, ob Regierungen und Behörden auch Hintertüren nutzen könnten, um Gesprächspartner zu belauschen.

Ich wünsche mir, dass Skype 2013 seinen Quellcode offenlegt oder wenigstens unmissverständlich sagt, ob es Hintertüren für staatliche Stellen in seinem Dienst gibt oder nicht.

HTC ändert seine Namensgebung

Die Smartphones von HTC hießen bisher Legend, Incredible, Titan oder Sensation. Eine Steigerung wäre möglich gewesen, aber albern. Dankenswerterweise hatte die taiwanische Firma ein Einsehen und nannte die nächste Produktreihe schlicht "One".

Ich wünsche mir, dass HTC 2013 bei dieser Art von Zurückhaltung bleibt, denn ein HTC Supreme würde nach einem Fastfood-Gericht klingen und ein HTC Godfather könnte ich nicht ernst nehmen.

Games-Anbieter weichen Always-Online-Zwang auf

Electronic Arts, Blizzard, Valve und Ubisoft sind in den letzten Jahren dazu übergegangen, von Gamern einen permanenten Onlinezugang zu verlangen. Andernfalls lassen sich Spiele wie Diablo 3 nicht spielen. Das Argument der Spieler, sie hätten das Spiel schließlich gekauft und möchten dann nicht mehr vom Anbieter gegängelt werden, lassen die Unternehmen bisher kaum gelten.

Ich wünsche mir, dass die Games-Firmen 2013 mehr Rücksicht auf diejenigen nehmen, die sie stinkereich gemacht haben: die Gamer.