OnlinebetrugFalsche Steuerbescheide infizieren Computer

Spammer verschicken massenhaft gefälschte Steuerbescheide per E-Mail. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt: Die Mails enthalten einen Trojaner. von 

Wer in den vergangenen Tagen elektronische Steuerbescheide per Mail bekommen hat, muss sich weniger um sein Geld, als um seinen Computer sorgen. Denn Spammer nutzen die Umstellung auf die elektronische Steuererklärung aus und verschicken falsche Steuerbescheide. Diese enthalten Schadcode und können den Computer lahmlegen. Davor hat am Donnerstag das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gewarnt.

Die falschen E-Mails werden von vermeintlich vertrauten Adressen verschickt. Bekannt sind bislang die Adressen einkommensteuerbescheid@elster.de, finanzamt-online@elster.de, online@elster.de und steuerverwaltung@elster.de. Im Anhang der E-Mails liegt eine ZIP-Datei, die wiederum die Datei 'ELSTER.exe' enthält. Elster ist die Software des Bundes für die elektronische Steuererklärung. Wird die EXE-Datei ausgeführt, kann der Computer mit einem Trojaner infiziert werden. Das BSI rät dazu, die E-Mails sofort zu löschen.

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Die EXE-Datei lässt darauf schließen, dass der Trojaner vor allem Rechner befallen soll, auf denen Betriebssysteme von Microsoft laufen. Dennoch sollten MacOS- und Linux-Nutzer die Mail gleichfalls löschen.

Inhaltlich können Bürger derlei Mails ohnehin ignorieren. "Das Finanzamt verschickt seine Steuerbescheide nicht per E-Mail", sagt Steuerberater Helmut Jordan aus Leipzig. "Wirksam ist allein der Steuerbescheid auf Papier, die Bescheide können vom Nutzer allenfalls online abgeholt werden", so Jordan. Das geht auf dem ElsterOnline-Portal und ist nur mit einer qualifizierten elektronischen Signatur möglich.

Auch wer seine Einkommensteuererklärung an das Finanzamt schicken will, braucht dafür eine eigene Software mit einer Elster-Schnittstelle. Das ist etwa für Windows-Nutzer die kostenlose Software ElsterFormular.

Mit den falschen Mails nutzen die Spammer den unsicheren Umgang einiger Nutzer mit Elster aus. Das ist nicht neu: Im vergangenen Jahr wurden zur gleichen Zeit ähnliche Mails versandt. Auch diese Mails verwiesen auf Elster und enthielten infizierte PDF-Dokumente im Anhang. Ob die Vorfälle in einem Zusammenhang stehen, ist aber unklar.

Bislang werden die E-Mails der Spammer von gängigen Antiviren-Programmen nicht erkannt. Ein Update der Software-Hersteller ist aber in den nächsten Tagen zu erwarten. Wer in Zukunft von derlei Spam nicht belästigt werden will, sollte die Absender der E-Mails einfach in den Spam-Filter seines E-Mail-Programms aufnehmen.

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Leserkommentare
    • minhen
    • 01. Februar 2013 16:47 Uhr

    Danke für die Erwähnung, dass nur Microsoft Windows-Nutzer betroffen sind. Die korrekte Einordnung des Gefahrenpotentials ist leider nicht selbstverständlich. Denn leider wird auf die betroffenen System häufig nicht hingewiesen, sondern nur von einer Gefahr für Computer orakelt. Mac- und Linux-Nutzer müssen dann regelmäßig losziehen und selbst recherchieren. Dabei ist in der Regel nur Windows betroffen. Daher ein großes Dankeschön, dass Sie diese Information nicht verschweigen, sondern gleich im Artikel mitliefern!

  1. "Mit den falschen Mails nutzen die Spammer den unsicheren Umgang einiger Nutzer mit Elster aus."
    Das ist aber sehr vorsichtig und höflich formuliert. Die Wahrheit (: viel zu viele Deppen gibt's, die können nicht mit dem Netz/mit E-Mails umgehen oder sind schlicht zu neugierig und öffnen "alles") ...ist wohl zu peinlich für die Leser (?)

    Eine Leserempfehlung
  2. Sorry, aber wer im Jahre 2013 noch stumpf .zip-Anhänge in Mails öffnet und dann noch auf .exe Dateien klickt, verdient es eigentlich nicht anders. So was sollte seit den späten 90ern eigentlich nicht mehr funktionieren.

    2 Leserempfehlungen
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    • Dano34
    • 01. Februar 2013 17:47 Uhr

    ...und sie nennen sich Eltern. Deshalb danke ich der Redaktion und Ihnen nicht. Mein Vater wurde gerade informiert

  3. Klar ist man als Mac User bei solchen Attacken generell klar im Vorteil. Amusiere mich immer über solche Anhänge.

    Bei ElsterOnline als Steuerpflichtiger wiederum ist man benachteiligt und gefährdet. Einloggen klappt nur mit Safari Browser und dem wiederum problematischen Java, welches extra und nur für diesen Zweck geladen werden muß.(10.8.2). Sehr kundenfreundlich von Elster.
    Viele Freiberufler nutzen Mac, Beim FA wohl niemand.

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    • hladik
    • 01. Februar 2013 18:15 Uhr

    http://www.cad-comic.com/...

    Und an die Redaktion: Bitte nicht "Spam" (Artikelfoto) und "Trojaner" in einen Topf werfen!

    • Dano34
    • 01. Februar 2013 17:47 Uhr

    ...und sie nennen sich Eltern. Deshalb danke ich der Redaktion und Ihnen nicht. Mein Vater wurde gerade informiert

    2 Leserempfehlungen
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    ...sollte man vielleicht von der Nutzung von Computern mit Internetzugang abraten, wenn sie nicht mit den essentiellen Grundregeln der Datensicherheit vertraut sind.

  4. ...sollte man vielleicht von der Nutzung von Computern mit Internetzugang abraten, wenn sie nicht mit den essentiellen Grundregeln der Datensicherheit vertraut sind.

    Antwort auf "Die gibt´s"
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    • Dano34
    • 01. Februar 2013 17:55 Uhr

    Entfernt, unsachlich und beleidigend. Danke, die Redaktion/fk.

    • Dano34
    • 01. Februar 2013 18:10 Uhr

    diese "buhu" Einstellung gegenüber den Digital Immigrants bringt Ihnen nichts. Gäbe es nicht die Söhne und Töchter die den DAU´s von heute immer wieder die Vorsicht beibringen hätten jedwede Betrüger noch leichteres Spiel. Deshalb (unterstrichen) ist es wichtig dass solche Nachrichten auch jedwede erreichen die sonst nur:

    -ihre mails checken
    -die nächste Reise buchen
    -das Wetter von morgen

    Und allein diese drei Verhaltensweisen im Netz spiegeln denke ich in etwa 70 Prozent der Nutzer.

    MfG

    • Dano34
    • 01. Februar 2013 17:55 Uhr

    Entfernt, unsachlich und beleidigend. Danke, die Redaktion/fk.

    Antwort auf "Eltern..."
    • Dano34
    • 01. Februar 2013 18:10 Uhr

    diese "buhu" Einstellung gegenüber den Digital Immigrants bringt Ihnen nichts. Gäbe es nicht die Söhne und Töchter die den DAU´s von heute immer wieder die Vorsicht beibringen hätten jedwede Betrüger noch leichteres Spiel. Deshalb (unterstrichen) ist es wichtig dass solche Nachrichten auch jedwede erreichen die sonst nur:

    -ihre mails checken
    -die nächste Reise buchen
    -das Wetter von morgen

    Und allein diese drei Verhaltensweisen im Netz spiegeln denke ich in etwa 70 Prozent der Nutzer.

    MfG

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Eltern..."

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Computer | Microsoft | Finanzamt | Software | Geld | Leipzig
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