Krieg der Sterne : Das Volk will einen Todesstern, Episode III

Die US-Regierung lehnt den Bau eines Todessterns ab. Nun wollen einige Enthusiasten die Massenvernichtungswaffe selbst bauen. Das Geld sammeln sie bei Kickstarter.
Todesstern aus Lego

Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis ... Es war vor etwa sieben Wochen in den USA … Ein US-Bürger formulierte eine Petition ans Weiße Haus, in der er und später 34.000 weitere Menschen den Bau eines Todessterns forderten. Als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, nicht unbedingt, um einen bestimmten Planeten zu zerstören. Paul Shawcross, der im US-Präsidialamt für das Wissenschafts- und Raumfahrt-Budget verantwortlich ist, wies die Forderung auf die denkbar charmanteste Art und Weise zurück. Doch Volkes Wille nach der ikonischen Massenvernichtungswaffe aus Krieg der Sterne ist damit nicht verstummt.

Nun hat jemand in Großbritannien beschlossen, den Todesstern auch ohne die finanzielle und logistische Unterstützung einer Regierung zu bauen. Zu rein defensiven Zwecken natürlich. Wer auch immer hinter der Domain gnut.co.uk steckt – er oder sie hat eine Kickstarter-Kampagne ins Leben gerufen, um das nötige Geld für den Bau des mondgroßen Superlasers per Crowdfunding aufzutreiben.

Das Projekt ist in zwei Phasen gegliedert. Zunächst will "Gnut" lediglich 20 Millionen britische Pfund an Spenden einsammeln, um den ersten, noch etwas groben Bauplan zu verfeinern. Der sieht so aus:

© gnut.co.uk

Außerdem will er oder sie nach eigenen Angaben schon mal genug Hasendraht kaufen, um die vielen Reaktorschornsteine des Todessterns sichern zu können.

Patrick Beuth

Patrick Beuth ist Redakteur im Ressort Digital bei ZEIT ONLINE. Seine Profilseite finden Sie hier.

Im zweiten Schritt sollen dann umgerechnet 850.000.000.000.000.000 Dollar zusammenkommen, um den eigentlichen Bau des Todessterns zu finanzieren. Es handelt sich dabei um die Summe, die laut Studenten der Lehigh University in Pennsylvania nötig ist, um allein den nötigen Stahl zu bezahlen.

Um Kosten zu sparen, soll das Gnut-Projekt mit Open-Source-Software und -Hardware umgesetzt werden.

Und ja, es ist ein Scherz. Was die derzeit rund 340 Unterstützer des Kickstarter-Projekts nicht davon abgehalten hat, zusammen rund 36.000 Pfund zu spenden. Sie bekommen ihr Geld allerdings zurück, wenn die angepeilten 20 Millionen Pfund nicht erreicht werden. Das ist Standard bei Kickstarter. 

In 53 Tagen endet die Kampagne – am 1. April.

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Kommentare

31 Kommentare Seite 1 von 6 Kommentieren

Palpatine

war auch mein Held in Star Wars :D

Das Imperium wird wieder zu voller Staerke finden, und diesem Rebellenabschaum zeigen wo der Hammer haengt.
Daher wuerde ich auch sagen, Droidenarmee bauen und parallel Klonen was das Zeug ahelt :D, zu viele Ressourcen duerfen ja auch nicht verbaut werden fuer ie Droiden, sonst bleibt nix uebrig fuer den Todesstern

Die Kampagne finde ich sehr witzig