Nachrichtenagentur APGehackter Twitter-Account meldet Explosion im Weißen Haus

Die Nachrichtenagentur AP hat mit einer Falschmeldung über einen Anschlag im Weißen Haus für Unruhe gesorgt. Kurzzeitig brachen auch die Börsenkurse ein.

Das Weiße Haus in Washington

Das Weiße Haus in Washington  |  © Jewel Samad/AFP/Getty Images

Um kurz nach 19 Uhr rauschte die unglaubliche Nachricht in die Timeline bei Twitter. "Breaking: Two Explosions in the White House and Barack Obama is injured", twitterte der offizielle Account der Nachrichtenagentur AP, die eine zuverlässige Quelle für Nachrichten insbesondere aus den USA ist. US-Präsident Barack Obama sollte also bei zwei Explosionen im Weißen Haus verletzt worden sein. 

Ein Screenshot der falschen AP-Nachricht bei Twitter

Ein Screenshot der falschen AP-Nachricht bei Twitter  |  © AP/Twitter


Eine Nachricht, die die Welt ins Wanken bringen könnte, sich aber als falsch herausstellte.

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"Hacker haben den Hauptaccount von Associated Press bei Twitter gehackt und senden fehlerhafte Meldungen über einen Angriff auf das Weiße Haus", teilte AP kurze Zeit später mit. Schon unmittelbar nach der fehlerhaften Eilmeldung hatten sich Mitarbeiter der Nachrichtenagentur bei Twitter um Klarstellung bemüht. 

Das Pressebriefing im Weißen Haus begann ebenfalls mit der Stellungnahme eines AP-Reporters, der über den Hack informierte. Obamas Sprecher Jay Carney stellte klar: "Dem Präsidenten geht es gut, ich war gerade noch bei ihm." 


Als Folge des Hacks wurde der Twitteraccount von AP gesperrt. Hacker hätten versucht, Passwörter der Journalisten zu stehlen, teilte die Nachrichtenagentur mit. 

Börsenkurse stürzen ab

Doch die Falschmeldung an die rund 1,9 Millionen Follower hat bereits zu kurzer Panik an den Aktienmärkten geführt und drückte den US-Leitindex Dow Jones Industrial kurzzeitig in die Verlustzone. Innerhalb weniger Minuten sank er bis auf rund 14.554 Punkte, erholte sich dann aber rasch wieder. "Völliger Blödsinn, aber die Märkte sind sensibel und reagieren in Windeseile auf sowas", sagte einer der Händler zu der Entwicklung. 

Welche Konsequenzen AP und Twitter aus der Kaperung des AP-Accounts ziehen, ist noch unklar.


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Leserkommentare
  1. Zufall? Einfach nur ein böser Hacker? Oder hat es mit APs Rolle in der Berichterstattung des Boston-Attentats zu tun. Der Cyber-War läuft. Dahinter stehen nicht irgendwelche Hacker, sondern Interessen.

    Eine Leserempfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Verschwörungstheorie, aber dumm ist der Gedanke sicherlich nicht.
    Wenn der Account mit dem Ziel gehackt wurde sich einen Vorteil an der Börse zu verschaffen, dann ist das wohl gelungen...

  2. Verschwörungstheorie, aber dumm ist der Gedanke sicherlich nicht.
    Wenn der Account mit dem Ziel gehackt wurde sich einen Vorteil an der Börse zu verschaffen, dann ist das wohl gelungen...

  3. ...steckt die "Syrische Elektronische Armee" hinter der Falschmeldung, diese arbeite für die syrische Regierung, also für Assad, ein weiterer Grund, warum man solche Leute besser loswird, bevor sie eine Position erreichen, wie etwa der Diktator in Nord-Korea. www.handelsblatt.com

    • hirmer
    • 23. April 2013 21:52 Uhr

    Die KI (Künstliche Intelligenz) hält jeden Schabernack für wahr, vorausgesetzt, er stammt aus einer vertrauenswürdigen Quelle.

    Und anders als mit IT-gestützter Nachrichtenauswertung kann die Börse auch nicht schnell genug reagieren.

    Die Menschen dürfen nachher aufräumen.

    Harald A. Irmer
    Karlsruhe

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Die Börse hat auch vor den Algotradern hysterisch auf Falschmeldungen reagiert.

  4. ...mit dem Wert von Aktien zu tun?
    Da sieht man wieder wie bescheuert die Börse und alles was dazugehört doch ist.
    Vor 20 Jahren hätte das keinen interessiert, ja es wäre nicht mal möglich gewesen weil es kein Twitter gab.
    Der Wert einer Aktie hat schon lange nichts mehr mit Tatsachen zu tun.

  5. Die Börse hat auch vor den Algotradern hysterisch auf Falschmeldungen reagiert.

  6. ... der verdient sein Geld zu verlieren.

  7. 8. [...]

    Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/ls

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  • Quelle ZEIT ONLINE, tis
  • Schlagworte Barack Obama | Nachrichtenagentur | AP | Aktienmarkt | Twitter | US-Präsident
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