USA : Schusswaffe zum Ausdrucken

Ein 25-jähriger Amerikaner hat eine Schusswaffe entwickelt, die mit einem 3-D-Drucker hergestellt werden kann. Das Gewehr funktioniert – und soll bald von jedem nachgebaut werden können.

Der amerikanische Student Cody Wilson hat es geschafft, eine Schusswaffe mithilfe eines 3-D-Druckers zu bauen. Für Befürworter strengerer Waffengesetze ist dies ein Rückschlag – denn Wilson möchte die Bauanleitung für die Waffe namens Liberator (deutsch: Befreier) im Internet veröffentlichen.

Bald könnte also jeder Waffennarr, der Computer, Internet und einen 3-D-Drucker zur Verfügung hat, ein Sturmgewehr des Typs AR-15 herstellen. Ähnliche Waffen kamen schon bei Attentaten wie dem in Newtown zum Einsatz, weshalb in den USA über das Verbot solcher Waffen debattiert wird. Doch Verbote und strengere Waffenkontrollen wären wirkungslos, wenn die Bauanleitung für jeden zugänglich ist.

Wie das Forbes-Magazin berichtet, waren erste Schusstests der Waffe erfolgreich. Das Gewehr besteht fast komplett aus Plastik, das mit dem Dimension SST-Druckermodell der Firma Stratasys hergestellt werden kann. Der aus Metall bestehende Schlagbolzen kann in der Do-it-yourself-Variante durch einen Nagel ersetzt werden.

Um das Modell jedem zugänglich zu machen, versucht der 25-Jährige nun, seine Methode auf einen günstigeren Drucker zu übertragen. So soll es bald möglich sein, die Registrierung und Nummerierung von Waffen zu umgehen. Alles, was möglich sei, müsse erlaubt sein, sagte Wilson bei einem Festival in Austin. Der Erfinder gründete die Organisation Defense Distributed, die im März eine Lizenz zur legalen Waffenproduktion erhielt.

Sogenannte 3-D-Drucker gibt es bereits seit einigen Jahren. Inzwischen sind sie schon für unter 1.000 Euro erhältlich und haben eine ganze Szene von Hobby-Industriellen hervorgebracht, die Maker-Bewegung

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