BandbreiteRösler droht Telekom-Firmen

Wirtschaftsminister Rösler drängt die Internetanbieter dazu, versprochene Bandbreite auch zu liefern. Notfalls werde das Ministerium den Unternehmen Vorgaben machen.

Wirtschaftsminister Philipp Rösler hat angekündigt, Leistungsversprechen der Internetanbieter einzufordern. Sehr häufig stünden die versprochenen Bandbreiten der Telekom-Unternehmen dem Kunden nicht zur Verfügung, zitiert Spiegel Online aus einem Vermerk des Ministeriums.

Ein Sprecher des Ministeriums bestätigte den Bericht: "Die Unternehmen stehen nun in der Pflicht, die Versorgung ihrer Kunden ihren vertraglichen Zusagen entsprechend zu verbessern." Gegebenenfalls würden auch Vorgaben für die Unternehmen gemacht werden, sagte er.

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Das Wirtschaftsministerium bezieht sich auf eine Studie der Bundesnetzagentur laut der die Bandbreitenleistung oft nicht dem entspricht, was dem Kunden versprochen wurde. Über die tatsächlich verfügbare Bandbreite der Internetzugänge ließen fast alle Anbieter die Kunden im Unklaren, stellte die Behörde fest. Nur jeder fünfte Endkunde (19,5 Prozent) maß demnach die vertraglich vereinbarte Bandbreite. 69,2 Prozent erreichten nur die Hälfte der versprochenen Bandbreite.

Besonders bei den neuen LTE-Verbindungen sei eine hohe Differenz erkennbar. In der Bandbreitenklasse von 25 bis 50 Megabit pro Sekunde profitieren nur 1,6 Prozent der Kunden von der versprochenen Leistung, 23,3 Prozent können zumindest die halbe Übertragungsrate nutzen. Nur bei den unteren Breitbandklassen von ein bis zwei Megabit pro Sekunde könnten DSL-Kunden auf die halbe (80,1 Prozent) oder sogar volle versprochene Übertragungsrate zugreifen.

Bei einem Treffen bei der Bundesnetzagentur im Juni soll es nun auch darum gehen, "ob und inwieweit die Qualitätskontrolle der Selbstregulierung überlassen wird", zitiert der Bericht von Spiegel Online das Ministerium. Die Bundesnetzagentur hatte ihre Studie im vergangenen Jahr nach zahlreichen Verbraucherbeschwerden gestartet.

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Leserkommentare
  1. Womit droht er denn? [...]

    Gekürzt. Bitte bleiben Sie sachlich. Die Redaktion/au

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    Jetzt sagen Sie doch etwas zu Sache. Man mag ja von Herrn Rösler oder der FDP halten was man denkt, aber in der Sache hat der Mann doch Recht. Für mich ist die FDP zwar wohl über die nächsten Jahre weiter mit dem Hotelier Stigma belastet aber es sieht ja nunmal nicht so aus, dass die SPD einen wirklichen Machtanspruch aufbaut. Die demontieren sich ja leider eher selbst.

    Wenn wir also schon (ws) mit CDU/FDP leben müssen, sollten wir ihnen wenigstens sagen, wenn sie mal was richtig machen...

    Der Kommentar, auf den Sie Bezug nehmen, wurde mittlerweile gekürzt. Die Redaktion/au

  2. Jetzt sagen Sie doch etwas zu Sache. Man mag ja von Herrn Rösler oder der FDP halten was man denkt, aber in der Sache hat der Mann doch Recht. Für mich ist die FDP zwar wohl über die nächsten Jahre weiter mit dem Hotelier Stigma belastet aber es sieht ja nunmal nicht so aus, dass die SPD einen wirklichen Machtanspruch aufbaut. Die demontieren sich ja leider eher selbst.

    Wenn wir also schon (ws) mit CDU/FDP leben müssen, sollten wir ihnen wenigstens sagen, wenn sie mal was richtig machen...

    5 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Rösler droht"
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    >>Wenn wir also schon (ws) mit CDU/FDP leben müssen, sollten wir ihnen wenigstens sagen, wenn sie mal was richtig machen...<<

    Müssen wir ja gar nicht, man kann ja auch was anderes wählen :D

    Aber sehr süß von Herrn Rösler. Mein 16 MBit-Anschluß war noch nie schneller als 12. Der soll mal im Gesetz verankern, daß man bei DSL Anspruch auf Zahlungsminderung hat, dann geht das ganz schnell mit dem Erfüllen der vertraglich zugesicherten Leistung.

    Funkstrecke ist übrigens immer nur 'bis zu' und auch shared service. Tummeln sich also viele Menschen in der Funkzelle, wird das mit der Bandbreite eher nichts. Da kann man auch gesetzlich wenig dran ändern.

    wenn er die Unternehmen dazu gebracht hat ihre Versprechen zu halten.

    So lange behalte ich mir vor, seine Drohungen als heiße Luft zu betrachten.

  3. >>Wenn wir also schon (ws) mit CDU/FDP leben müssen, sollten wir ihnen wenigstens sagen, wenn sie mal was richtig machen...<<

    Müssen wir ja gar nicht, man kann ja auch was anderes wählen :D

    Aber sehr süß von Herrn Rösler. Mein 16 MBit-Anschluß war noch nie schneller als 12. Der soll mal im Gesetz verankern, daß man bei DSL Anspruch auf Zahlungsminderung hat, dann geht das ganz schnell mit dem Erfüllen der vertraglich zugesicherten Leistung.

    Funkstrecke ist übrigens immer nur 'bis zu' und auch shared service. Tummeln sich also viele Menschen in der Funkzelle, wird das mit der Bandbreite eher nichts. Da kann man auch gesetzlich wenig dran ändern.

    4 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Sachlichkeit"
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    In diesem Falle würde für mich Fairness bedeuten, dass Sie ihrem Anbieter ein Zahlungsversprechen anbieten und zwar in Höhe von bis zu dem Preis ihres Vertrages :)

  4. 4. [...]

    Der Kommentar, auf den Sie Bezug nehmen, wurde mittlerweile gekürzt. Die Redaktion/au

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    Antwort auf "Rösler droht"
  5. Na womit denn ??
    Dasl er die Gesetze der Physik außer Kraft setzt ??
    Oder will er das Lügen , Betrügen oder das Sagen von Halb-und Unwahrheiten verbieten ?
    Cool der Mann !!!! ( hahahahahahaha )

    2 Leserempfehlungen
  6. Eine Drohung erkenne ich hier jetzt gerade nicht. Aber OK, Recht hat er schon. Dazu noch eine Lockerung des Urheberrechts und vielleicht hat die FDP dann noch 1-2% der Wähler für sich gewonnen damit sie es im September geradeso hechelnd in den Bundestag schaffen :-D

  7. ist eines seiner Lieblingsworte, die Telekom wird zittern bis in den hintersten Winkel und verschärft über eine Parteispende nachenken müssen.

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  8. auch wenn er die klientel bekämpft, die er normal vertritt.
    aber internetbandbreite ist wohl nicht das thema, mit dem man einen wahlkampf führt und gewinnt.

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    ich verbitte mir dieses ewige GEsabbel von der Klientelpartei.

    Der Spiegel , den man nicht mögen muss, sagt dazu

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jan-fleischhauer-gruene-steuer...

    dass die Grünen die eigentliche Klientelpartei sind..die des öffDienstes..
    man sollte sich dies vor Augen führen und es auch medial thematisieren.

    Denn die Steuerhöhungen und der Traum vom starken, regelnden Staat einer Partei , erscheint dann in neuem Licht, wenn man weiß, dass die Mehrzahl der Wähler dieser Partei bei diesem Staat arbeiten und von STeuern bezahlt werden..

    just my 2 cent

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  • Quelle dpa, cw
  • Schlagworte Philipp Rösler | Wirtschaftsministerium | Bundesnetzagentur | Studie | Unternehmen
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