Drosselkom : Telekom drosselt fast alle Kunden

Die Drosselung der Telekom-Flatrate wird 2016, wenn sie wirksam wird, nahezu alle Kunden betreffen. Was zeigt, dass es bei der kurzsichtigen Strategie nur um Geld geht.
René Obermann, Chef der Deutschen Telekom © Sean Gallup/Getty Images

Je mehr Details der Datenkappungspläne der Telekom bekannt werden, desto deutlicher formt sich das Bild: Es geht bei der Drosselung nicht um einige wenige Vielsurfer, wie die Telekom behauptet. Es geht darum, von allen mehr Geld zu verlangen – von den Kunden und von den Inhalteanbietern. Nebenbei: Diese immer genannten drei Prozent Vielsurfer sind offensichtlich schon jetzt ein Märchen, wie eine Umfrage der Zeitschrift Chip zeigt. 

Seit dem 2. Mai hat das Unternehmen neue Geschäftsbedingungen für jene, die einen Internetzugang buchen wollen. Neuverträge für IP-basierte Anschlüsse enthalten nun eine Begrenzung des Datenvolumens. Die versprochene Bandbreite gibt es nur noch, solange die Download-Grenze von 75 Gigabyte bei den kleineren und maximal 400 Gigabyte bei den größten Verträgen nicht überschritten wird. Die technische Infrastruktur dafür soll 2016 fertig sein.

Schon jetzt sind 75 Gigabyte nicht so viel, wie sie klingen. Bis 2016 aber wird nahezu jeder Kunde der Telekom diese Datenmenge ausschöpfen. Das weiß niemand besser als das Unternehmen selbst. Der Technikblogger Carsten Knobloch zitiert in seinem Blog aus einer Mail eines Telekominsiders, die er erhalten hat: "2016 werden fast alle von der Drossel betroffen sein. Hat heute ein durchschnittlicher Kunde 20 GB soll sich das Volumen bis 2016 vervierfachen (siehe dazu die Stellungnahme). 20 mal 4 gleich 80 GB und damit ist man schon über der Drosselgrenze."

An beiden Enden der Leitung abkassieren

Grundsätzlich ist die Telekom frei in der Preisgestaltung ihrer Produkte. Sie kann Flatrates kappen oder ganz abschaffen. Allerdings gibt es bei den derzeitigen Plänen ein Problem: Parallel zur allgemeinen Begrenzung des Datenvolumens bietet das Unternehmen Inhalteanbietern wie YouTube, Spotify und anderen die Möglichkeit, sich von dieser Beschränkung freizukaufen. Wer mit der Telekom einen Vertrag schließt und dafür bezahlt, dessen Inhalte behandelt das Unternehmen als sogenannten managed service und drosselt es nicht wie alle anderen Daten.

Das aber verletzt die Netzneutralität. Die gebietet, jeden Inhalt gleich zu behandeln. In Deutschland ist sie nicht wie in anderen Ländern im Gesetz verankert, doch gilt sie als universales Prinzip des Internets. Indem die Telekom dieses Prinzip missachtet, kann sie an beiden Enden der Leitung abkassieren – und darum geht es.

Einerseits drängt sie Anbieter, die mit ihrem Dienst auf große Bandbreite angewiesen sind, Sonderkonditionen zu kaufen. Andererseits drängt sie Kunden, die datenintensive Dienste nutzen wollen, mehr zu bezahlen. Wobei datenintensiv bedeutet, dass künftig eben nahezu alle Kunden betroffen sein werden. Denn die Datenmenge steigt kontinuierlich: HD-Filme, die derzeit noch fünf oder sechs Gigabyte groß sind, könnten durch neue Technik bald bis auf 100 Gigabyte anwachsen.

Glasfaser um jeden Preis vermeiden

Statt jedoch die Kapazität der Leitungen auszubauen, versucht das Unternehmen, Anbieter und Nutzer zu drosseln. Denn Ausbau würde angesichts der Datenmengen bedeuten, von Kupferkabeln auf Glasfaser umzusteigen. Die Durchleitungsmengen von Kupfer sind nahezu ausgereizt. Zwar gibt es noch Verfahren wie VDSL-Vectoring, um die Bandbreite weiter zu steigern. Auch diese aber verletzen bisher gültige Prinzipien. Denn das Verfahren funktioniert nur, wenn die Telekom Konkurrenten aus den Verteilerkästen schmeißt, die bei ihr Leitungen gemietet haben. Auch dazu ist die Telekom bereit, wie ein bei der Bundesnetzagentur ausgetragener Streit zeigt. Sie tut offensichtlich alles, um nicht in ihr Leitungsnetz investieren zu müssen.

Kai Biermann

Kai Biermann ist Redakteur im Team Investigativ/Daten bei ZEIT ONLINE. Seine Profilseite finden Sie hier.

Dabei sind die Kosten, die der Telekom durch Datenübertragung entstehen, geradezu ein Witz. Das Techniknachrichtenportal Golem.de rechnet gerade vor, dass die Übertragung von einem Gigabyte Daten die Telekom weniger als ein Cent kosten dürfte. Es ist wahrscheinlich, dass Kunden sehr viel mehr zahlen müssen, wenn sie ihre gekappten Flatrates aufstocken wollen.

Letztlich aber führt am Netzausbau kein Weg vorbei. Das Internet ist für Deutschland lebenswichtig und das nicht nur als Wirtschaftsfaktor. Die Bundesregierung hat das Unternehmen daher bereits ermahnt, sein Vorgehen zu überdenken. Aber auch aus eigener Perspektive sind die Pläne der Telekom kurzsichtig, um es vorsichtig zu formulieren. Denn das Netz zu drosseln bedeutet, die eigene Position als wichtigster Leitungsanbieter zu gefährden.

Das ist gerade in den USA zu beobachten. Dort verlegt inzwischen der größte Inhalteanbieter eigene Leitungen zu seinen Kunden. Google verkabelt gerade mehrere Städte mit Glasfaser und scheucht damit die etablierten Telekommunikationsanbieter auf. Die hatten sich bislang ebenfalls geweigert, in bessere Leitungen zu investieren. Über diese Strategie denken sie nun gerade nach. Die Telekom noch nicht.

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Kommentare

183 Kommentare Seite 1 von 24 Kommentieren

Schnellschüsse sind oft ein Eigentor

Für Ihren Beitrag möchte ich Ihnen danken. Unitymedia hat eine wunderschöne Website! Ein echtes Erlebnis! Nützt mir aber nichts, denn hier an meinem Wohnort ist Kabel Deutschland zuständig. Deren Website ist ähnlich abschreckend, wie es die Machwerke aller anderen Anbieter sind.

Man kann aus dem Internetauftritt einer Firma zwar schließen, wie man später wahrscheinlich als Kunde behandelt werden wird, am Ende aber zählen die Trommelstücke, die man löhnen muss.

Seit Jahren schon zahle ich bei der Telekom 32 bis 33 Euro im Monat für Internet flat und Telefon unflat, Anrufbeantworterfunktion und DSL-Modem inklusive. Kündigungsfrist ein Monat.

Bei Kabel Deutschland würde ich mich jetzt für zwei Jahre verknebeln, ich müsste 40 Euro Einrichtungsgebühr zahlen und außerdem auch noch während der ersten Monate zwei Unterverträge kündigen, die man mir bei der Bestellung automatisch aufzwingen würde. Das ist erstens unnötige Arbeit, zweitens würde es aufgrund des in meinem Fall nur geringen Unterschieds zwischen Telekom und Kabel D. ziemlich lange dauern, bis der Umstieg sich amortisiert hätte. Möglicherweise verlangt die Telekom auch noch eine Abschiedsgebühr – die müsste dann noch hinzuaddiert werden.

In Anbetracht der Machenschaften der Telekom ist es verlockend, sie zum Teufel zu jagen, keine Frage. Schnellschüsse gehen jedoch erfahrungsgemäß ins Geld und solange sie das Tempo für Altkunden noch nicht drosseln, besteht zumindest für mich kein Grund, hyperaktiv zu werden.

Das läuft ins Leere,

denn die Telekom ist ein Monopolist im Netz. Alle anderen Anbieter nutzen die Netze der Telekom. Wenn die Telekom drosselt, werden andere Anbieter mit Sicherheit ebenfalls gedrosselt oder erhöhen die Preise. Ich kenne leider keinen Anbieter, der ein Netz halbwegs flächendeckend betreibt, außer der Telekom. Dies ist der einzige Grund, weshalb wir mit unserem Unternehmen noch einen Vertrag mit der Telekom haben. Dies ist auch der Grund, weshalb die Telekom bei Störungen so rumschnecken kann. Kunden von anderen Anbietern müssen noch länger warten.

Ist halt alternativlos, schon wieder!!

Ganz richtig, aber ...

.. das sollte nicht das einzige sein, das man unternimmt. Wer erinnert sich noch an die Breitband-Ausbau-Heilsversprechungen unserer Bundeskanzlerin? Ist lange her und nichts passiert. Da die Bundeskanzlerin das ja mal quasi zur Chefsache erklärt hatte, sollte man sie beim Wort nehmen. Und oh glückliches Geschick: Es sind im September Wahlen! Ein vorsichtiges Ermahnen der Bunderegierung bei Telekom ist Quatsch. Ich finde den hier gemachten Hinweis auf die steuersubventionierten Netze gut! Die Telekom hat sich das aus Steuergeldern zahlen lassen und nun wird der Kunde in die Euro-Presse gelegt. Nicht, dass es der einzige Grund wäre, CDU nicht mehr zu wählen.

Ich wohne weiß Gott nicht in der Pampa, sondern im Rhein-Main-Gebiet und serve mit DSL 2000 per Telekom! Ich zahle natürlich wegen eines Composit-Vertages DSL 6000, aber trotz Nachfragens bekommt man natürlich nicht mal eine Antwort, wann endlich eine vernünftige Leitung gelegt wird.

Kabel Deutschland drosselt schon längst!

"Einzig die Kabelanbieter haben eigene Netze, nur bei denen entkommen Sie der Telekom tatsächlich."

Mag sein, aber einer Drosselung entkommt man dadurch keineswegs.

Vor zwei Jahren wurde hier im Haus (rund 100 Parteien) das Netz in Richtung Breitband aufgehübscht. Den Zuschlag der Eigentümergemeinschaft erhielt damals Kabel Deutschland. Seither werden alle Mieter, die immer noch keine Kunden von Kabel D. sind (wie ich zum Beispiel), regelmäßig mit Werbepost beglückt.

Jetzt habe ich mir einmal die Mühe gemacht, auf der Rückseite des aktuellen Prospekts (flatterte mir vor wenigen Tagen ins Haus) das Kleingedruckte zu lesen. Ich zitiere:

"1. Für alle Produkte gilt: Mindestvertragslaufzeit 24 Monate; Verlängerung um 12 Monate, falls nicht mit einer 12-Wochen-Frist gekündigt wird. (...) Ab einem Gesamtdatenvolumen von mehr als 10 GB pro Tag ist Kabel Deutschland berechtigt, die Übertragungsgeschwindigkeit für Filesharing-Anwendungen bis zum Ablauf desselben Tages auf 100 Kbit/s zu begrenzen; aktuell wird eine Drosselung erst ab einem Gesamtdatenvolumen von 60 GB pro Tag durchgeführt."

Vor einigen Wochen lud ich per Telekom-DSL eine Ubuntu-ISO-Datei herunter (knapp 700 MB). Der Download dauerte 1,5 Stunden ohne jede Unterbrechung. Die Übertragungsgeschwindigkeit schwankte während des Downloads zwischen 140 und 220 Kbit/s. Etwas Schnelleres als 230 Kbit/s habe ich hier in all den Jahren tatsächlich noch nie erlebt. Ich lebe innerhalb des Mittleren Rings einer Millionenstadt.

ISO - Ubuntu und so.....

" Etwas Schnelleres als 230 Kbit/s habe ich hier in all den Jahren tatsächlich noch nie erlebt. Ich lebe innerhalb des Mittleren Rings einer Millionenstadt"

Könnte es sein, daß Sie ISDN haben und gar kein DSL ?

(für technisch Versierte ist es zwar so ziemlich das Gleiche was diese Abkürzungen sagen, aber es grenzt die Frequenzenspektren von einander ab, bei denen dann das höhere (DSL) einfach mit schnellerer Datenübertragungsrate verbunden ist )

Linux Zeug kommt ziemlich oft von alten Rechnern mit eben auch ältererm Internetzugang (über ISDN von Unis). Da kann es bei Ihnen auch nicht mit höherer Datenrate (schneller) ankommen, als es am anderen Ende ermöglicht wird. Ist wie beim guten alten Fax, bei dem man schon stolze 9600 bps Zuhause hatte und da die Faxe in "Profigeschwindigkeit" raus flutschten. Aber wenn man manchmal welche verschickte, ging es trotzdem in Zeitlupe als ob da jemand dazwischen die Buchstaben einzeln abtippen müßte. Das war aber weil am anderen Ende kein Faxgerät stand das 9600 bps konnte, sondern evtl. nur 2400 bps.

Mit dem ZDF-mediaplayer kann man auch was rausfinden. Schreib ich jetzt nur weil ZEIT Online die letzten sind die noch die 100 Sek. heute-Nachrichten hatten, selbst als es die beim ZDF schon nicht mehr gab.
Nur leider haben Sie sich jetzt schon mit Ubuntu zugemüllt, und da kann ich Ihnen nicht mehr helfen. Am besten erstmal wieder das originale Windows aufspielen. Ubuntu gibt's ja später immer noch.

Zu Ihrer Beruhigung und Entspannung

"Nur leider haben Sie sich jetzt schon mit Ubuntu zugemüllt, und da kann ich Ihnen nicht mehr helfen. Am besten erstmal wieder das originale Windows aufspielen. Ubuntu gibt's ja später immer noch."

Da kann ich Sie beruhigen. Ich habe weder mich noch meinen Rechner mit Ubuntu "zugemüllt" oder gar noch Windows von der Platte geputzt. Schrieb ich denn etwas dergleichen? Nö! Windows 7 ist selbstverständlich noch da. Ubuntu brauche ich lediglich wenige Minuten im Monat fürs Online-Banking.

Und nein, meine Verbindung ins Internet passiert tatsächlich über einen DSL-Anschluss und NICHT über ISDN. Ich bin durchaus in der Lage, das eine vom anderen zu unterscheiden. ISDN hatte ich noch nie, weil ich's noch nie brauchte.

Meine Ubuntu-Variante 12.04 LTS holte ich mir von der Website ubuntuusers.de. Welcher spezielle Server das nun tatsächlich lieferte, weiß ich leider nicht.

Damit Sie sich nicht erneut aufregen müssen, darf ich Ihnen versichern, dass ich KEIN Konto in der Schweiz besitze. Dennoch muss ich jeden Monat bargeldlos Miete und Strom bezahlen. Deshalb das Ubuntu.

Ob ich das glauben kann ?

"
..........
Damit Sie sich nicht erneut aufregen müssen, darf ich Ihnen versichern, dass ich KEIN Konto in der Schweiz besitze. Dennoch muss ich jeden Monat bargeldlos Miete und Strom bezahlen. Deshalb das Ubuntu."

Sind Sie bei keiner Bank ?
Kleiner Scherz, und ich bin auch nicht das Finanzamt.

Nachdem was Sie schreiben, können Sie ja irgendwie den Downstream kontrollieren. Ist mir Gestern auch schon eingefallen, aber ich wollte nicht nochmal antworten.
Wenn Sie Win 7 noch erreichen (ich habe mehrLinux Erfahrung als ich je beabsichtigte), dann können Sie über den IE eine ganze Menge erfahren, was das mit dem Ubuntu-Server angeht. Aber das ist alles ziemlich "Web" und auch so einigermaßen kompliziert, daß es hier zu weit vom Thema weg führt.
Wenn Sie's schon beim Ubuntu runterladen überwachen konnten, dann können Sie es doch auch bei Sonstigem ?
Über das Router/Modem-Interface und auch über Win 7, da muß evtl. umgedacht werden. Ich habe z.B. keine Routersoftware auf dem Rechner, kann so nur die Netzwerkauslastung überwachen die praktischh im LAN stattfindet. Macht aber keinen Unterschied wenn nur ein Rechner am Router hängt.
Einfach zweimal, also erst einfach, dann mit zweitem Browserfenster oder erneutem öffnen des IE, beispielsweise die heute-show vom ZDF ansehen.
Bei Win7 dürfte Ihr PC das auch leicht 6 mal schaffen, aber echte 16 Mbit/s brauchen Sie nicht erwarten, macht also keinen Sinn.

Testphase

Ja, mit Firefox kann man den Downstream ganz einfach kontrollieren. Er zeigt einem immer an, wie lange es voraussichtlich noch dauert, bis der Download beendet ist. Und er zeigt auch permanent die aktuelle Geschwindigkeit an.

Ob ich Windows 7 noch erreiche? Ähm ... doch, schon irgendwie. Ich bin seit 18 Jahren per Windows unterwegs, war noch nie anders. Ubuntu habe ich nur installiert, um einmal im Monat meine unvermeidbaren Überweisungen halbwegs sicher übers Online-Banking abzuwickeln.

Was Sie mir mit dem ZDF und dem IE sagen wollen, verstehe ich nicht. Ich sehe nicht fern, weder online noch offline. Nur wenn der FC Bayern ausnahmsweise mal ein vom freien TV übertragenes Spiel absolviert, sehe ich das manchmal (!) per Internet. Und den IE habe ich noch nie im Leben genutzt; er ist hier noch nicht einmal installiert.

Vor einigen Tagen habe ich mir von der CHIP-Website dieses Messtool heruntergeladen und installiert. Jetzt bin ich dabei zu testen, wieviel Bandbreite ich tatsächlich in einem Monat verbrauche. Nach dem jetzigen Stand der Dinge schätze ich, dass ich ganz locker deutlichst unter den 75 GB bleibe. In vier Wochen werde ich mehr wissen.

Ach so, ja dann

-Ein Monat-
Alles senkrecht ?
Ich meinte bisher, das sowas früher auffällt :
"....Etwas Schnelleres als 230 Kbit/s habe ich hier in all den Jahren tatsächlich noch nie erlebt....."

Also wenn Sie einen Monat brauchen um einen Sekundenwert mittels Firefox, oder was auch himmer Sie nutzen, herauszubekommen, dann entschuldigung.

Bei solchen Werten hätten Sie aber schon längst mal bei der Telekom anklopfen können. Das ist für DSL nicht normal, weil es ja ISDN ist, was Sie aber nicht haben..............nix für Ungut.
(Gibt ganz tolle Ratesendungen im Ferseha, mit Puzzle und, meno, auch was zum raten und hui,hui jetzt aber schnell anrufi, anrufi)

Telekom-Schneckenpost

Nein, ich brauche keinen Monat, um einen Sekundenwert zu ermitteln. Ich will die Menge an Bandbreite ermitteln, die ich im Laufe eines Monats mit meinem ganz normalen Surfverhalten verbrauche. Hat mich bisher noch nie interessiert - inzwischen allerdings bin ich neugierig geworden. Bevor ich irgendwohin wechsle, will ich das wissen.

Bisher hatte ich keinerlei Probleme mit dem Download-Tempo. Solche Schwergewichter wie ein ganzes Ubuntu muss ich mir schließlich nicht jede Woche aus dem Netz holen. Die meisten Download-Jobs sind nach wenigen Sekunden erledigt.

Youtube funktioniert einwandfrei (geht allerdings ganz gewaltig auf den Zeiger, wie ich gestern anhand einiger weniger Songs feststellen musste, die ich mir anzuhören erlaubte), Fußballspiele funktionieren auch einwandfrei, wenn denn mal eines gesendet wird, das ich sehen will und kann. ZEIT online lesen funktioniert ebenfalls ohne Ruckeln, die anderen üblichen Verdächtigen auch. Kommentare und E-Mails schreiben geht auch problemlos. Alle anderen Websites aufzurufen macht ebenfalls keine Mühe.

Worüber soll ich mich bei der Telekom beschweren? Ich habe mich damals für die günstigste DSL-Flatrate entschieden, die sie im Angebot hatten. Wundern tut mich höchstens, weshalb das hier mitten in einer Millionenstadt langsamer vonstatten geht als sonstwo auf dem platten Land. Möglicherweise ist das aber das ganz normale Tempo dieser "Billig"-Flatrate und wir wissen es gar nicht, weil die Telekom nie darauf hingewiesen hat.

tl;dr...

Ändert noch immer nichts daran, daß der monatliche Verbrauch von Seiten des Providers nicht ausgewiesen wird. Ist ja angesichts des TKGs nicht unproblematisch, die Daten überhaupt zu erheben. Und die Software auf dem PC kann nur einen groben Überblick vermitteln, denn was tatsächlich über den Teilnehmeranschluß zum Provider geht und zurück, kann nur am Modem/Router oder vom Provider selbst ermittelt werden.

TKG ??

Da werden keine -Daten- erhoben, sondern den technischen Bedingungen entprechend Transferraten der Grundeinheiten zusammengezählt.
Eine Zapfsäule ehebt auch kein Daten.

Das Bölde ist nur das Modem/Router "entweder-oder" Einstellungen haben. Und bei einem Flat-Tarif kann man nicht die Volumenangaben sehen, die bei eingestelltem Volumentarif zu sehen sind. Oder zumindest wüßte ich nicht davon, aber ich kenne nicht so viele Modelle.

Genau :-)

Ich schrieb ja, daß die Erhebung problematisch ist, zumindest ist sie nicht unproblematisch. Mit den Drosselungen wird die übertragene Datenmenge aber zu einem rechnungsrelevanten Datum, das natürlich auch gespeichert werden muß, um über die Drosselung zu entscheiden (was dann wiederum automatisch passiert).

Zu den Endgeräten (Modem/Router): Die meisten Geräte dürften da nichts speichern und können deshalb auch nichts anzeigen, was in Richtung Traffic-Verbrauch geht. Bei der Fritz!Box von AVM geht das in den neueren Modellen, bei anderen weiß ich es nicht.

Das wirft in der Folge freilich auch die Frage auf, wer die Beweislast hat. Oh welch ein Kindergarten da auf uns zukommen wird:

> Kunde: Hey, ihr drosselt! Ich war aber brav!
> Telco: Nein! Du hast dir zu viel erlaubt!
> Kunde: Nein!
> Telco: Doch!

m(

Die meisten Geräte,

bieten die Möglichkeit der Einstellung, ob nach Volumen oder Flat-Rate abgerechnet wird. Es gibt für die Hersteller verschiedene, landesspezifische Absatzmärkte. Freie Welt, freier Handel usw.. Da es aber nur ein Internet gibt, und nur exakt zwei Abrechnungsmöglichkeiten, haben die mal kurz nachgedacht und das praktisch gestalltet. Etwa so wie fast alle Autos sowohl Rückwärts- wie Vorwärtsgang bieten. Das entspricht genau den beiden Fahrtrichtungsmöglichkeiten.
AVM genau so wie diverse Firmen die unter dem Telekom Label vertrieben werden, und andere auch.
Wenn man also einen Volumenbasierten Tarif beim Provider gebucht hat, sei es weil der keinen anderen ermöglicht, oder weil man das so haben kann, wenn man will, dann kann man da immer auch einsehen wie denn der Volumenstand ist. Das passt gut zur volumenbasierten Abrechnungsmethode. Etwa so wie man über eine bestimmte Telefonnummer sein Geldguthaben für eine Telefon Prepaidkarte nachfragen kann.
Die pauschale Abrechnungsmöglichkeit gibt es auch. Die nur ein rechnerisches Gesamtvolumen voraussetzt, aber hauptsächlich quantitaive Augenblickswerte über die vorhandene Leitungsqualität zum Thema hat.
Das ist z.B. wichtig um den Herstellern von Modem/ Router und noch viel mehr der weltweiten Computerhersteller, breiten Zugang zu bieten, und Informationen und zuverlässige Angaben für eben jenen bereitstellen zu können.
Kann man also Verschiedenes eingeben, ist schon so drin und vorbereitet in Router/Modems.

Zwischenstand

Am 06.05.2013 um 15:56 Uhr schrieb ich in diesem Thread auf Seite 21:

"Nach dem jetzigen Stand der Dinge schätze ich, dass ich ganz locker deutlichst unter den 75 GB bleibe. In vier Wochen werde ich mehr wissen."

Der aktuelle Zwischenstand liegt heute am 23. Tag meiner Testphase bei 3,04 GB. Ich habe das Internet jeden Tag genutzt und war an vier oder fünf Tagen auch auf Youtube. Heute Abend wird noch eine Kleinigkeit dazukommen, weil Bayern München ein unbedeutendes Fußballspielchen bestreiten wird, das ich sehen möchte.

Pünktlich nach 30 Testtagen werde ich mich hier an dieser Stelle wieder melden und den Zählerstand abliefern. ;-)