YouTube wird attraktiver für Anbieter von Video-Inhalten. Sie können jetzt – zunächst nur in den USA – monatliche Abos anbieten. Der Google-Dienst startet zunächst in einer Testphase bezahlte Abo-Kanäle. Anbieter von Video-Inhalten haben damit die Möglichkeit, eine monatliche Gebühr von den Nutzern zu erheben. Der Preis beginnt bei 99 US-Cent pro Monat, erläuterte Google in einem Blogeintrag

Die Google-Tochter arbeitet mit 30 Inhalte-Anbietern zusammen, darunter dem Sesamstraße-Konzern Jim Henson und den Veranstaltern der Kampfserie Ultimate Fighting. Diese können selbst entscheiden, welche Gebühren sie verlangen und ob sie Werbung schalten wollen.

Bei dem jetzigen Angebot soll es aber nicht bleiben. "Das ist nur der Anfang", heißt es in dem Blogeintrag. In den kommenden Wochen werde das Unternehmen den Dienst ausweiten.   

YouTube hat inzwischen mehr als eine Million Kanäle, die Umsätze erwirtschaften. Bisher ging das nur über eine Beteiligung an den Werbeerlösen. Die Plattform unterstützt die Entwicklung von Kanälen mit professionell produzierten Inhalten, die das Fernsehen ergänzen sollen. 

Erst PC, dann auf dem Fernseher

Für neue Nutzer von Bezahl-Kanälen ist eine kostenlose Probezeit von zwei Wochen vorgesehen, erläuterte YouTube. Abonnieren muss man die Kanäle bisher zunächst über einen PC – kann sie sich dann aber auch auf Smartphone, PC oder mit dem Internet verbundenem Fernseher anschauen.  

Die Bezahl-Kanäle stellen nach Ansicht von Experten durchaus eine Gefahr für die Anbieter von Kabelfernseh-Sendern dar. "Das reguläre Fernsehen wurde bereits durch Kabelfernsehen erheblich beeinflusst", sagte Medienanalyst Richard Greenfield vom Unternehmen BTIG. "Ich denke, jeder, der Video-Kanäle entwickelt, sollte sich Sorgen um das Wachstum neuer Kanäle machen."

Bereits im Februar hatte YouTube bestätigt, an einem solchen Dienst zu arbeiten. Man wolle über die bisherigen Geschäftsmodelle Verleih und Werbung hinausgehen, hatte es damals geheißen.