DatensammelnDie Antwort auf Überwachung heißt Unterwachung

Mit "sousveillance", Unterwachung, können Bürger die staatliche Überwachung kontern. Diese Gegenbewegung ist nötig, schreibt Netzaktivist Ethan Zuckerman im Gastbeitrag. von Ethan Zuckerman

Google Glass

Google Glass – ein Werkzeug für die "Unterwachung"?  |  © Justin Sullivan/Getty Images)

Die Reaktionen in den USA auf den NSA-Skandal fallen bisher enttäuschend schwach aus. Bürgerrechtler und Aktivisten tun sich schwer damit, ihre Wut in produktive Bahnen zu lenken. Zur geplanten Großdemonstration am 4. Juli in Washington etwa kamen nur einige Hundert Menschen.

Die meisten stimmen dem staatlichen Eindringen in die Privatsphäre zu, weil sie glauben, dass dadurch terroristische Angriffe verhindert werden können. Hinzu kommt oft ein zynisches Beharren darauf, dass niemand von der Überwachung aller digitalen Netzwerke durch Regierungen und Privatunternehmen überrascht sein sollte.

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Als ein frustrierter Befürworter der freien Rede im Netz suche ich nach Wegen, meinen US-amerikanischen Mitbürgern zu erklären, was die weitgehende Überwachung ihrer Kommunikation bedeutet. Anders als in Deutschland, wo Erinnerungen an die Stasi heute einen instinktiven Widerstand gegen die Überwachung auslösen, war staatliche Überwachung in den USA oft auf politische Randgruppen konzentriert. Viele US-Amerikaner nehmen deshalb an, sie seien nicht persönlich betroffen.

Vielleicht kann Steve Manns Konzept der sousveillance helfen, Überwachung sichtbarer zu machen.

Ethan Zuckerman
Ethan Zuckerman

Ethan Zuckerman ist der Direktor des Center for Civic Media am MIT, Mitgründer von Global Voices und Autor von "Rewire: Digital Cosmopolitanism in the Age of Connection", erschienen bei W. W. Norton & Company.

Mann ist Professor an der Universität von Toronto und einer der Erfinder der ersten tragbaren Computer. 1981 konstruierte er als Student am Massachussets Institute for Technology nahe Boston das EyeTap, eine auf dem Kopf zu tragende Kamera, die aufnahm, was ihr Träger sah. Mehr als 30 Jahre vor Google Glass begann Mann, permanent eine Kamera am Körper zu tragen und alles aufzunehmen, was er erlebte. Er weiß also genau, wie es ist, überwacht zu werden und selbst zu überwachen.

Steve Mann erfand den Begriff der sousveillance, der Unterwachung, dem Beobachten von "unten", als eine Alternative zur Überwachung, dem Überblicken von oben.

Überwachung heißt: Mächtige Institutionen kontrollieren das Verhalten eines Individuums, indem sie es beobachten oder ihm androhen, es zu tun (wie in Jeremy Benthams Panopticon). Mit der Unterwachung kehren Individuen das Konzept um, indem sie ihre Kameras auf Institutionen richten, deren Verhalten dokumentieren und Fehlgriffe online für ein weltweites Publikum zugänglich machen.

Notwendige Provokation

Unterwachung provoziert eine Debatte darüber, was es bedeutet, beobachtet zu werden. Selbst wenn Überwachung sichtbar ist, wie bei Kameras an Häusern und in Bahnhöfen, neigen die meisten Menschen dazu, sie zu ignorieren. Aber wenn jemand eine Kamera direkt auf uns hält – speziell eine Kamera, die auf die Brillengläser montiert ist –, dann reagieren wir oft mit Wut oder Ärger. Steve Mann, dessen Kamera an seinem Schädel befestigt ist, wurde in einem Fastfood-Restaurant in Paris angegriffen, weil Angestellte nicht von ihm aufgenommen werden wollten. Sie versuchten, die Kamera gewaltsam von seinem Kopf zu entfernen.

Vielleicht brauchen wir Provokationen wie diese, um Reaktionen auf Online-Überwachung auszulösen.

Creepy, ein Programm von Ioannis Kakavas, kann die Bewegungen eines Menschen anhand seiner Statusmeldungen in sozialen Netzwerken verfolgen. Während Creepy als Projekt von Aktivisten gedacht war, nutzen kommerzielle Programme ähnliche Taktiken. Die iPhone-App Girls around me zum Beispiel nutzte Foursquare-Check-Ins, um Männern anzuzeigen, wo in ihrer Nähe sich gerade viele Frauen aufhalten. Wütende Reaktionen auf diese App oder auch die Meldungen, dass man mit Google Glass in manche Kneipen gar nicht erst hinein gelassen wird, zeigen, dass Manns Idee ein erster Schritt sein kann: Wenn Überwachung plötzlich sichtbar wird und uns direkt betrifft, kann das eine Diskussion darüber auslösen, welche Art von Überwachung wir akzeptieren und welche nicht.

Leserkommentare
  1. ...in Paris hat noch Glück gehabt, bei vielen wäre er nicht so glimpflich davongekommen, und btw ist es auch in Deutschland keine gute Empfehlung, Leute abzufilmen, ohne deren Einverständnis:

    "Bereits die Anfertigung von Foto- oder Filmaufnahmen einer Person (z.B. mit dem Handy) stellt eine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts dar, auch wenn keine Verbreitungsabsicht besteht (BGHNJW 1995, 1955). Unter Umständen kann das Herstellen von Fotos und Filmen auch gemäß § 201a
    Strafgesetzbuch (StGB) strafrechtlich relevant sein:" bei dphv.de

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    • eluutz
    • 10. Juli 2013 16:56 Uhr

    Trotz der Rechtslage finde ich die Idee als Aktion gut. Jeden Schritt, den man macht, gleich ins Netz streamen; alle, die sich darüber beschweren damit konfrontieren,, ob sie etwas zu verbergen hätten. Bei den sicherlich folgenden Anzeigen damit argumentieren, dass Totalüberwachung nachweislich sowieso stattfindet und damit das Gesetz hinfällig ist. Und im Gerichtssaal immer brav weiterfilmen.

    Ich würde das mit dem Cyborg-Gedanken verbinden - vielleicht findet sich ein Chirug, der einem eine Kamera implantiert. Bei Abschaltung dann wegen Körperverletzung klagen, usw. usf.

    Natürlich ist das Unsinn, was ich hier schreibe. Die Dimension staatlicher und sonstiger Überwachung hat nur inzwischen ähnlichen unsinnige Formen angenommen.

    ...darf man nicht filmen, und das ist auch gut so, und die Personen von öffentlichem Interesse wie Politiker darf man filmen, soweit sie nicht auf der Toilette sitzen, aber die werden das eh schon den ganzen Tag, und legen vielfach sogar Wert darauf, also was soll es bewirken ?

    Leider fehlt in Ihrem Zitat der nicht unwesentliche Zusatz "im geschützten Raum".

    Das gilt aber nur wenn Portraits angefertigt werden. Wenn ich eine Gesamtszenerie von bspw. dem Platz vor dem Brandenburger Tor aufnehme, wo gewöhnlich richtig viele Leute mit auf dem Bild landen, so ist das keine Verletzung von Persönlichkeitsrechten.
    Was meines Wissens auch die Ausrede der Polizei ist, damit sie Demos abfilmen dürfen. Die Videos dienen danach selbstverständlich dazu Einzelpersonen zu identifizieren, aber die Aufnahmen entstanden als Dokumentation der Gesamtsituation und verletzen damit keine Persönlichkeitsrechte.

    Wenn ich mich täusche, korrigieren sie mich bitte.

    Ohne Veröffentlichung darf ich in der Öffentlichkeit abfotografieren und abfilmen, wie ich lustig bin. Alles andere ist neunmalkluger Quatsch.

    +7 Personen zB. und öffentlicher Raum.
    Zudem finde ich Ihre Aussage, der Mann im Fastfood hätte Glück gehabt, ist geradezu unverschämt. Es ist im Recht, legal - und soll sich von dummen ungebildeten Menschen verprügeln lassen ?
    Aber insoweit richtig, die Masse ist ungebildet, wie Lemminge dem letzten Trend oder Spruch folgend, die rechtlichen Folgen nicht mal annährend bewertend. Wer die Augen auf hat, sieht die Kameras an allen Ecken - und was nützen Sie, nichts. Der U-Bahnunfall ist sauber dokumentiert - aber helfen kann der Beobachter im Kameraraum nicht ... das müsen WIR vor Ort tun, die es sehen (sollten) und handeln - aber da liegt das Problem. Der Mensch sit faul geworden, genügsam ... in sein tragbares vertieft ... das noch ein besseres Bewegungsprofil von ihm erstellt als alle Kameras dort.
    Pure Dummheit ...

    Ich kannte die gesetzlichen Grundlagen nicht im Detail aber vor diesem Hintergrund sind öffentliche Überwachungskameras und der NSA-Skandal ja noch prekärer.

    Wäre eine Sammelklage von uns Bürgern gegen ausländische Geheimdienste wie z.B. der NSA praktikabel?

    Denn keine Regierung in den betroffenen Ländern wird die Rechte seiner Bürger gegen die Angriffe ausländischer Geheimdienste verteidigen. Am deutlichsten zeigt dies die Ablehnung der Asylanträge von Herrn Snowden.

  2. Guter Plan. Einfach mal Merkel oder Friedrich überwachen. Jeden Schritt online protokollieren.

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    ...habe nichts zu befürchten. So das Mantra der Überwachungsbefürworter. "Oder" - so wird gerne dann angefügt - "verbergen Sie etwas, was der Staat unbedingt wissen muss?"

    Zwei aber hätte ich noch:
    Ob Franz-Josef Strauß in den 1980ern wohl freiwillig mit Milliardengeschenken in die DDR geflogen ist? Die Stasi wusste nachweislich schon seit Mitte der 1970er Jahre von illegalen Parteispenden und Schwarzen Kassen in UNION und FDP... Eine Lizenz zum Gelddrucken und das Ergebnis flächendeckender Abhörmaßnahmen in der Alten Bundesrepublik.
    Und ob Helmut Kohl wohl freiwillig Erich Honecker als Staatschef eines Souveränen Staates mit allen protokollarischen Ehren empfangen hat? Strauß und Kohl wussten mit Sicherheit, dass Erich Mielke und Markus Wolf sie mit diesem Wissen sie politisch hätten vernichten können. Aber man schlachtet nicht die Kuh, die man melkt.
    Und nun denke man einmal daran, dass die Frage nach den 100.000 DM von Herrn Schreiber, die Bundesfinanzminister Schäuble erhalten haben soll, immer noch nicht geklärt ist. Wir sehen: auch in der Regierung Merkel gibt es Leute, die etwas zu verbergen haben.

    "Guter Plan. Einfach mal Merkel oder Friedrich überwachen. Jeden Schritt online protokollieren."
    -------------------------------------
    Schlechter Plan, es sind die Geheimdienste die es zu überwachen gilt, nicht die Politiker. Fangen Sie mal an

  3. 6 Leserempfehlungen
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    Zur Ergänzung:

    Ohne das Video wären nicht die gewalttätigen Polizisten verurteilt worden, sonder der von der Polizei grundlos zusammengeschlagene Mann in Blau. Entsprechende "Ermittlungen" waren bereits eingeleitet.

    Warum in zweiter Instanz das Urteil gegen den prügelnden Gorilla in Grün auf "fahrlässige" Körperverletzung reduziert wurde, kann mir wahrscheinlich niemand erklären.

    Mehr dazu:
    http://www.ccc.de/de/updates/2013/neues-vom-prozess-polizeigewalt-im-rah...

    Ich finde, das ist eher ein schlechtes Beispiel, weil die Lage bei der Freiheit-statt-Angst-Demo im Gegensatz zu der Pfefferspray-Attacke von Officer Pike eher unübersichtlich ist. Mit dieser Art von Die-Polizei-ist-Böse-Plattitüden macht man es sich zu einfach und läuft Gefahr in der linken Ecke nicht mehr gehört zu werden. Man sollte es auch mal umgekehrt sehen. Die Beamten haben an einem solchen Tag einen Mordstress und werden mindestens eine Millionen mal beleidigt. Vielleicht sollte jeder Polizeibeamte eine Kamera tragen müssen.

    • eluutz
    • 10. Juli 2013 16:56 Uhr

    Trotz der Rechtslage finde ich die Idee als Aktion gut. Jeden Schritt, den man macht, gleich ins Netz streamen; alle, die sich darüber beschweren damit konfrontieren,, ob sie etwas zu verbergen hätten. Bei den sicherlich folgenden Anzeigen damit argumentieren, dass Totalüberwachung nachweislich sowieso stattfindet und damit das Gesetz hinfällig ist. Und im Gerichtssaal immer brav weiterfilmen.

    Ich würde das mit dem Cyborg-Gedanken verbinden - vielleicht findet sich ein Chirug, der einem eine Kamera implantiert. Bei Abschaltung dann wegen Körperverletzung klagen, usw. usf.

    Natürlich ist das Unsinn, was ich hier schreibe. Die Dimension staatlicher und sonstiger Überwachung hat nur inzwischen ähnlichen unsinnige Formen angenommen.

    16 Leserempfehlungen
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    "Und im Gerichtssaal immer brav weiterfilmen."

    insbesondere dies wäre angesichts der mittlerweile schlampigen arbeit vieler richter, die nur dem gesetz verpflichtet sind, eine hervorragende sache.
    ich habe in rheinhessen eine richterin erlebt, die zu beginn ungeniert ohne jedes unrechtsbewusstsein erzählte, dass sie noch nciht einmal die unterlagen eingesehen habe. dann meckerte sie über die viele arbeit, die die beiden parteien ihr verursachen würden und nutzte gut eineinhalb stunden der sitzung, um unproduktiv herum zu keifen. die angaben der beiden parteien wurden zu keinem zeitpunkt überprüft. sie entschied ein´fach, einem glauben zu wollen und dem anderen nicht. überdies schnitt sie einer der parteien immer wieder lautstark das wort ab mit dem satz, solche wie sie hab ich schon oft gesehen, sie brauchen garnichts zu sagen, womit sie sich ebenfalls ohne unrechtsbewusstsein zu ihren vorurteilen bekannte.
    diese szenen hätten wirklich mal mitgeschnitten werden sollen, um den staatlichen vertretern mal auf die finger zu sehen.

    • Ghede
    • 10. Juli 2013 16:57 Uhr

    Mir kam kürzlich die Idee, wie es wohl wäre, unsere Bundestagsabgeordneten in großem Maßstab zu überwachen, denn anders als an unsere Minister, kommt man an die heran - und die haben letztlich auch die Möglichkeit, die Regierung zum Handeln zu veranlassen. Würden sie das wollen. Allerdings braucht das abseits aller rechtlichen Fragen ein hohes Maß an Organisation und nicht zuletzt auch einen großen Pool an Leuten.

    Die Idee der Unterwachung ist durchaus charmant. Im Alltag wäre ich da allerdings wohl bald ermüdet, ständig mit Unbekannten über die Gründe diskutieren zu müssen.

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    Das ist schon buchstäblich typisch für uns in Deutschland.

    Nicht, dass ich diesen Umstand irgendjemandem vorwerfen möchte oder kann. Ich schließe mich nämlich nicht aus, allerdings wird uns exakt dies zum Verhängnis.

    Kein Kopf mit professioneller Organnisation und es passiert nichts großes...in der Regel.

    Wenn es weh tut, gehen die Augen auf...

    funktioniert doch bereits.

    Wieviele Smartphones gibt es allein in Deutschland - alle mit Handykamera. Ein Netz, dichter als jede Gemeinde es im Stile Londons aufstellen kann.

    Auf Demonstrationen werden Polizisten "zurückgefilmt" und dadurch eventuelle Straftaten durch die Beamten erstmals vor Gericht belegbar sowie einer großen Öffentlichkeit vorgeführt. (Ein Prinzip, dass weltweit praktiziert wird! - siehe Revolutionen in den Mittelmeerstaaten, Tibetkonflikt, Proteste in Birma, Istanbul)

    Die Attentäter in Boston wurden mittels Videobildern von Ü-Kameras in Geschäften und Handyfotos/-videos identifiziert. Also alle in privater Hand, keine staatlichen Kameras.

    Ich verstehe nach wie vor nicht, warum in dieser unseeligen "Wir brauchen Totalüberwachung zum Schutz vor Terroristen"-Diskussion dieses Argument nicht von den Gegnern genutzt wird. Wir haben bereits eine Totalüberwachung und solang die so erlangten Daten nicht zentral gespeichert werden finde ich dieses System sogar gut!

    Die Provokation ist mit einer "richtigen" Kamera allerdings wirklich größer und geeignet diese Diskussion anzufachen. Aber die wird derart unsachlich (und teils völlig ohne Wissen auf Stammtischniveau) geführt, dass ich mir davon nichts verspreche.

  4. Der Vorschlag, so nett er doch ist, wird eh gleich verboten werden. Denn: wenn die Regierung Bürger mit ausspäht, ist das in Ordnung, aber wenn Bürger andere Bürger ausspähen. Trojanereinsatz durch Exekutive erlaubt, Trojanereinsatz durch Bürger verboten (Hackerparagraph). Die gleiche Logik zeigt sich auch in der Empörung: der Bürger wird von der NSA überwacht und das erzeugt nur Abwiegeln und Verharmlosen seitens der Regierenden (siehe Merkel Interview). Werden aber Politiker in Botschaften überwacht, ist die Empörung riesig und man fordert ein Ende der Überwachung (der Politiker, nicht der Bürger). In der Schule hat man uns beigebracht, unsere Politiker sind Volksvertreter und Menschen wie du und ich. Was beim Bürger illegal oder zumindest unmoralisch ist, wird bei Staaten gestattet (Gewalt gegen andere (Staaten), gigantische Schulden anhäufen, Doppelmoral bei Rechtsstandards usw.)

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    " In der Schule hat man uns beigebracht, unsere Politiker sind Volksvertreter und Menschen wie du und ich."
    Was für ein nettes Porzellan-Einhorn sie doch sind, daß sie das mal geglaubt haben!

    • admrm
    • 10. Juli 2013 22:42 Uhr

    "Der Vorschlag, so nett er doch ist, wird eh gleich verboten werden. Denn: wenn die Regierung Bürger mit ausspäht, ist das in Ordnung, aber wenn Bürger andere Bürger ausspähen"
    Natürlich ist es etwas anderes, wenn Bürger andere Bürger ausspähen, als wenn das der Staat (in einem rechtlich gesicherten Maße) tut. Schließlich hat der Staat gewisse Hoheitsrechte, und das ist auch gut so, sonst ginge es hier zu wie im Wilden Westen.
    Aber zu unserem Staatssystem mit Gewaltenteilung gehört auch, dass die Bürger die Politiker kontrollieren können. Von daher, dass Bürger Politiker ausspähen, kann durchaus sinnvoll sein. Ich wüsste gerne mehr davon, was unsere Politiker im stillen Kämmerlein abkarteln. Interessanter Ansatz.

    • deDude
    • 10. Juli 2013 16:59 Uhr

    "Mit der Unterwachung kehren Individuen das Konzept um, indem sie ihre Kameras auf Institutionen richten, deren Verhalten dokumentieren und Fehlgriffe online für ein weltweites Publikum zugänglich machen."

    ....Weshalb man dann in Venezuela, Kuba oder Russland Asyl suchen muss weil die "freundlichen Demokraten" und "Friedensnobelpreisträger" von nebenan einen am liebsten tot sehen würden.

    Gesetze gelten eben nur für die Massen, nicht aber für selbsternannte Eliten (also diejenigen die über das Kapital verfügen)

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    • xy1
    • 10. Juli 2013 17:30 Uhr

    ".Weshalb man dann in Venezuela, Kuba oder Russland Asyl suchen muss"

    Sie könnten doch auch in diesen gelobten Ländern versuchen mit so einem Spielzeug herumzulaufen und danach Ihre Erfahrungen uns mitteilen.

  5. werden z.B. Handys mit Kamera verboten.

    Haben nicht jüngst Politiker gefordert, die Veröffentlichung des von Passanten gedrehten Films zu verbieten, als ein Polizist einen nackten Mann in einem Berliner Brunnen erschoss?

    Eigentlich würde doch auch zur Ortung/Überwachung ein implantierter Chip reichen. Wäre ja auch sinnvoll, damit der Terror eingedämmt werden kann. So was kommt mit Sicherheit auf uns zu.

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    Dass Handys mit Kamera verboten werden wird nicht passieren, da der NSA in diesem Fall die Möglichkeit genommen wird den Besitzer des Handys optisch auszuspähen. Was ich mir aber vorstellen kann ist ein Verbot Handys mit Kameras auf Demos mitzuführen....

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