Inhalte von Medien des Springer-Konzerns werden bis auf Weiteres auch in Ergebnissen von Google News sichtbar sein. Der Konzern verzichtete darauf, seine Zustimmung zur Präsentation von Textausschnitten, sogenannter Snippets, zu verweigern. Google hatte die Medienkonzerne aufgefordert, bis zum 1. August zu entscheiden, ob Google News die Kurzfassungen ihrer Texte weiterhin anzeigen darf, ohne dass der Internet-Konzern dafür zahlen muss. 

Die Entscheidung ist insofern überraschend, da Springer zu den Verfechtern des Leistungsschutzrechtes gehört, das den Verlagen ab August die Möglichkeit zubilligt, für eine derartige Nutzung ihrer Texte Gebühren zu verlangen.  

Andere Verlage und deren Medien, so etwa Spiegel Online, Sueddeutsche.de und ZEIT ONLINE, hatten einer gebührenfreien Verwertung durch Google News schnell zugestimmt, Springer seine Entscheidung aber lange hinausgezögert. 

Springer teilte mit, die Erlaubnis gelte "vorläufig". Langfristig strebe der Verlag eine Verwertung der Rechte an seinen Inhalten an.