Nach Apple wird auch Google in den USA den Nutzern mobiler Geräte Millionen für App-Einkäufe von Kindern zurückzahlen. Der Internet-Konzern werde Verbrauchern insgesamt mindestens 19 Millionen Dollar (14,6 Mio. Euro) überweisen, teilte die US-Verbraucherschutzbehörde FTC mit.

Die Behörde hatte bemängelt, dass Kinder es zu leicht gehabt hätten, in Apps aus Googles Download-Plattform Google Play zusätzliche Inhalte ohne Zustimmung der Eltern zu erwerben. "Verbraucher sollten nicht für Käufe bezahlen müssen, die sie nicht autorisiert haben", sagte FTC-Chefin Edith Ramirez. Beide Anbieter hatten nach der FTC-Kritik die Hürden für In-App-Käufe erhöht.

Weil Einkäufe über Apps bei ihrer Einführung 2011 zunächst nicht passwortgeschützt waren, konnten Kinder innerhalb einer App einfach auf Pop-up-Fenster klicken und dadurch virtuelle Gegenstände kaufen. Verbraucher hatten sich daraufhin beklagt, dass ihre Kinder zum Teil mehrere tausend Dollar in Apps ohne ihr Wissen ausgegeben hatten.

Apple hatte sich wegen ähnlicher Vorwürfe zuvor bereit erklärt, mindestens 32 Millionen Dollar zurückzahlen. Auch gegen Amazon läuft eine Beschwerde. Das Unternehmen lehnt jedoch eine Einigung mit der FTC ab.