Dank einer großen Nachfrage nach Werbeanzeigen auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets hat Facebook den Umsatz im vierten Quartal des Jahres 2014 gesteigert. Die Erlöse erhöhten sich um 49 Prozent auf 3,85 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. "Wir haben in 2014 viel geschafft", sagte Firmengründer Mark Zuckerberg. "Unsere Gemeinschaft wächst weiter und wir machen Fortschritte dabei, die Welt zu vernetzen."

Mit diesem Ergebnis übertraf der Twitter-Konkurrent die Erwartungen leicht. Analysten hatten im Schnitt mit 3,77 Milliarden Dollar gerechnet. Den Gewinn pro Aktie bezifferte Facebook mit 54 Cent, was ebenfalls über den durchschnittlichen Schätzungen der Experten lag.

Der Nettogewinn von Facebook stieg eigenen Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahr um 34 Prozent auf 701 Millionen Dollar (620 Mio. Euro). Die Zahl der monatlichen Facebook-Nutzer stieg um 13 Prozent auf 1,39 Milliarden. Facebook kann mit dem Trend zum mobilen Internet mithalten: Werbung auf mobilen Geräten machte verglichen mit dem gesamten Werbeumsatz 69 Prozent nach 53 Prozent im Vorjahr aus. 

Die Markterwartungen wurden zwar übertroffen, doch die Aktie reagierte nachbörslich kaum auf die Zahlen. Für Anleger stiegen im letzten Quartal des Vorjahres die Kosten um 87 Prozent. Zuckerberg hatte den Anstieg im Vorfeld angekündigt und Investoren damit verunsichert. Facebook will zunehmend in Forschung und Entwicklung investieren, um seine Marktstellung zu behaupten. Der Konzern muss Lösungen finden, um Töchter wie den 3D-Brillenspezialisten Oculus VR oder WhatsApp profitabel zu machen.