Video des Gangnam Style des Koreaners Psy © Kim Jae-Hwan/AFP/Getty Images

Am 14. Februar 2005 registrierten die drei ehemaligen PayPal-Mitarbeiter Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim die Domain youtube.com, im Mai war die Seite dann öffentlich erreichbar. Das erste Video zeigt Karim bei einem Zoobesuch. 2006 kaufte Google das Videoportal für 1,65 Milliarden US-Dollar.

Heute ist das YouTube-Universum ein Abbild unserer Welt und wäre als solches einem Außerirdischen schwer zu erklären. Der Koreaner Psy wurde hier mit seinem Video Gangnam Style zum internationalen Star, der Clip wurde mittlerweile mehr als zwei Milliarden Mal abgerufen. Daneben gibt es aber auch Millionen von Videos, die sich kein Mensch jemals angesehen hat. Und um nicht wenige Inhalte gibt es Streit, zum Beispiel um urheberrechtlich geschütztes Katzenschnurren.

Unsere Infografiken geben einen kleinen Einblick, welche Rolle YouTube heute weltweit spielt und welche Konflikte in dem Videonetzwerk auftreten.

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Wie unangefochten der Marktführer in Deutschland ist, zeigt der Vergleich mit den bekanntesten anderen Videoportalen.



Die Liste der bisher meistgesehenen YouTube-Videos führen etablierte Popstars an, aber auch solche, die – wie Justin Bieber – durch YouTube erst zu solchen wurden. Mittendrin: ein lustiges Amateurvideo, quasi eine Art Referenz an die Anfänge von YouTube.



Deutschlands führender YouTuber (nach Abonnentenzahlen) ist Gamer, nennt sich Gronkh und wurde mit seinen Let's-Play-Videos bekannt.



Der Streit zwischen Google und der Gema wird indirekt in der Statistik zu den gesperrten Videos sichtbar: Weil sich beide Seiten nicht auf Lizenzgebühren für Videos von Künstlern einigen können, die von der Gema vertreten werden, lassen die Rechteinhaber viele der weltweit beliebtesten Videos für deutsche Nutzer blockieren. Staatliche Einflüsse dürften dagegen kaum dafür verantwortlich sein, dass Deutschland diese unrühmliche Liste mit großem Abstand vor dem Südsudan und dem Vatikan zumindest im Jahr 2013 anführte, als diese Daten erhoben wurden (Quelle: OpenDataCity, CC BY 3.0 DE). Deutsche Behörden lassen Videos eher löschen als sperren. Wie oft sie das verlangen, legt Google in seinen Transparenzberichten offen.