Google hat eine Deutschlandkarte gelöscht, auf der mehr als 2.000 aktuelle und geplante Asylbewerberheime markiert waren. Die Karte trug den Titel "Kein Asylantenheim in meiner Nachbarschaft" und rief zu Protestaktionen auf. Unter dem Hashtag #BrauneKarte hatten sich Nutzer auf Twitter über die Karte beschwert und gefordert, sie zu löschen, da sie zu Anschlägen ermutige.

Inzwischen ist die Karte nicht mehr aufrufbar. "Wir erachten den Zugang zu Informationen und die freie Meinungsäußerung als außerordentlich wichtig", sagte eine Google-Sprecherin Spiegel Online. "Wann immer Inhalte illegal sind, entfernen wir sie von unseren Produkten."

So verfahre Google auch mit Inhalten, "die gegen unsere Richtlinien und Nutzungsbedingungen verstoßen, wozu auch das Zufügen von Schaden sowie die Förderung von Hass gehören", sagte sie. Das Unternehmen hatte den Angaben zufolge den Fall mehrere Tage lang geprüft. Google ermöglicht Internet-Nutzern, auf seiner Plattform eigene interaktive Karten zu erstellen.

Freital - "Natürlich hat das etwas mit Rassismus zu tun" Im Juni 2015 protestieren im sächsischen Freital Gegner des Asylbewerberheims lautstark und teilweise gewaltsam. Befürworter demonstrieren ebenfalls. Polizisten trennen die Seiten. Doch wie soll das weitergehen?