Nach einem Datendiebstahl beim Seitensprungportal Ashley Madison sind angeblich Nutzer-Informationen veröffentlicht worden. Das berichtete unter anderem das Magazin Wired. Ein Datensatz von 9,7 Gigabyte sei demnach im sogenannten Darknet aufgetaucht, das nur über das anonymisierte Tor-Netzwerk zu erreichen ist.

In den Dateien sind den Berichten zufolge die Profildaten und Log-ins von etwa 32 Millionen Nutzern des Seitensprungportals enthalten. Über Kreditkarten getätigte Transaktionen lassen sich bis 2007 zurückverfolgen. Namen, E-Mail-Adressen, Postadressen und die Summen der Transaktionen seien einsehbar, berichtet Wired. Allein 15.000 Mailadressen seien von Regierungsmitarbeitern oder dem Militär. Zudem stünde in den Datensätzen, wonach Nutzer suchten – meist sehr Privates.

Die Hackergruppe, die sich Impact Team nennt, hatte nach dem Datenklau vergangenen Monat von der Betreiberfirma gefordert, das Seitensprungportal sowie ein weiteres vom Netz zu nehmen.Sie ermöglichten reichen Männern, sich junge hübsche Frauen zu suchen, um ihren Lifestyle auszuleben. Ein weiteres Portal in den Händen der Betreiberfirma, das ältere Frauen mit jungen Männern in Verbindung bringen soll, sprachen die Hacker nicht an.

Die Betreiber von Ashley Madison teilten mit, man untersuche die Situation und arbeite daran, illegal veröffentlichte Daten zu löschen. Nach Bekanntwerden des Datenklaus Ende Juli hatte das Unternehmen Nutzern die Gratis-Löschung von Profilen angeboten. Betreiber des Portals ist der kanadische Internetkonzern Avid Life Media. Das Seitensprungportal hat nach eigenen Angaben insgesamt etwa 40 Millionen Mitglieder.