Mark Zuckerberg, founder and CEO of Facebook, addresses a gathering during the Internet.org Summit in New Delhi October 9, 2014. Facebook Inc, which closed its acquisition of mobile messaging service WhatsApp on Monday, has no near-term plan to make money from the service, Zuckerberg said on Thursday. REUTERS/Adnan Abidi (INDIA - Tags: SCIENCE TECHNOLOGY BUSINESS TELECOMS TPX IMAGES OF THE DAY) © Adnan Abidi/Reuters

Indische Behörden haben Facebooks Projekt für den kostenlosen Zugang zu einigen Online-Diensten einen Riegel vorgeschoben. Wettbewerbsregulierer haben Telekom-Anbietern untersagt, Ausnahmeregelungen für den kostenfreien Zugang zu einzelnen Netzangeboten zu gewähren. Davon ist auch Facebooks Angebot Free Basics betroffen, das neben dem weltgrößten Online-Netzwerk auch Zugang zu einigen Bildungs-, Gesundheits- und Job-Diensten bot.

Die Branchenaufsicht TRAI verwies auf eine strikte Umsetzung der Regeln zur sogenannten Netzneutralität, nach denen alle Daten in den Netzen gleich behandelt werden müssen. 

Für Facebook ist es eine Niederlage – der US-Konzern hatte in den vergangenen Wochen angesichts des drohenden Verbots eine PR-Kampagne in dem Land gefahren und Nutzer aufgerufen, sich für Free Basics stark zu machen. Der Service ist Teil der von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ins Leben gerufenen Initiative Internet.org, die Milliarden Menschen ins Internet bringen soll. Dafür sollen unter anderem Drohnen mit Antennen in entlegenen Gebieten eingesetzt werden. 

Facebook ist auf neue Internet-Nutzer aus Entwicklungs- und Schwellenländern angewiesen, um weiterhin schnell zu wachsen. Er hoffe auf fünf Milliarden Mitglieder zum Jahr 2030, sagte Zuckerberg jüngst bei einem Auftritt. Aktuell hat das Netzwerk etwa 1,6 Milliarden Nutzer.